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Kinder heute

Puchheim: Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land

Pippi Langstrumpf im Taka-Tuka-Land
In einer eigens erarbeiteten Fassung zeigt das Bilderbuchtheater ein spannendes, aber auch lustiges Abenteuer von Pippi Langstrumpf, frei nach Astrid Lindgren, der weltbekannten und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kinderbuchautorin.

Eines Tages findet Pippi am Flussufer eine Flaschenpost von ihrem Vater, dem König der Taka-Tuka-Insel. Dieser berichtet, dass er dort von Piraten gefangen gehalten würde, die ihn zwingen wollten, das Versteck seines dort vergrabenen Schatzes zu verraten. So fliegt Pippi mit ihrem Äffchen, „Herrn Nielson“ in einem selbst gebauten Ballon zur Insel Taka-Tuka, um ihrem Vater zu helfen. Dort treffen sie auf die etwas dümmlichen Piraten Blut-Svente und Messer-Jocke, die immer noch nach dem einst von Pippis Vater dort versteckten Schatz graben. Zu Hause warten Pippis Freunde Tommy und Annika gespannt, ob es Pippi gelingen wird, die Piraten zu verjagen und gemeinsam glücklich zur Villa Kunterbunt zurückzukehren.

Das Stück ist bearbeitet für Kinder ab 3 Jahre und dauert ca. 50 Minuten.
Kinder unter 2 Jahren frei
Tickets gibt es 30 Minuten vor Beginn an der PUC-Kasse.
Puchheimer Kulturcentrum PUCOskar-Maria-Graf-Straße 2, 82178 Puchheim-Bahnhof
Konzert heute

Neubiberg: Marcia Bittencourt & Dami Andres

Marcia Bittencourt & Dami Andres
Dami Andres (Gitarre) aus Buenos Aires und Marcia Bittencourt (Gesang) aus Rio de Janeiro haben ihre musikalischen Wurzeln zu einem intensiven Programm vereint. Gemeinsam ist beiden die Liebe zum Jazz, mit dem sie die Musiktraditionen ihrer Heimatländer würzen: Bolero und Bossa Nova, Tango und Samba, Choro und Baião. In ihre Interpretationen und Kompositionen legen sie all die Kraft, das Temperament und die Energie Südamerikas.

Die beiden herausragenden Musiker treten seit 2019 als Duo auf. Ihre tiefe musikalische Verbindung macht jedes Konzert zu einem Erlebnis. Marcia begeistert mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und ihrem temperamentvollen Auftreten. Sie performte beim Black Arts Festival in Atlanta neben Grammy-Preisträgern wie Cassandra Wilson, Rachelle Ferrell und Ivan Lins und sang 2018 bei der Press Awards Gala in Florida zur Feier von sechs Jahrzehnten Bossa Nova.

Der international renommierte Gitarrenvirtuose Dami Andres wuchs in Buenos Aires auf – zwischen Tango, Straßenlärm und tiefer Melancholie. Mit seiner seltenen achtsaitigen Gitarre erzählt er bei Konzerten in Europa, Asien und Südamerika von Sehnsucht, Aufbruch und der Freiheit der Improvisation.
Haus für Weiterbildung
Rathausplatz 8
85579 Neubiberg
Konzert heute

Pullach: Poiesis

Poiesis
Der kanadische Banff Wettbewerb steht für seine Kompromisslosigkeit, wenn es darum geht, das Streichquartett zu küren, das von allen am meisten zu sagen hat: Mit großer Expertise, Seriosität und viel Spielfreude gewann das amerikanische Poiesis Quartet den Wettbewerb 2025. Neben dem Ersten Preis erhielt es den Preis für die beste Interpretation der Auftragskomposition „Rapprochement“ von Kati Agócs. 2025 wurde das Quartett zudem mit dem Cleveland Award ausgezeichnet.
Das Poiesis Quartet, ein „Ensemble, das man im Auge behalten sollte“ (Hyde Park Herald), wurde 2023 mit dem Grand Prize, der Goldmedaille und dem Lift Every Voice-Preis des Fischoff National Chamber Music Competition sowie mit der Goldmedaille und dem BIPOC-Preis des St. Paul String Quartet Competition
ausgezeichnet. 2024 ging das Poiesis Quartet als Gewinner deLouis and Susan Meisel Competition hervor.

Sarah Ying Ma ( Violine)
Coco Mi (Violine)
Jasper de Boor (Viola)
Drew Dansby (Violoncello)

Sky Macklay (*1988): Many Many Cadences
Ravel: Streichquartett F-Dur op. 35
Kevin Lau (*1982): Streichquartett Nr. 7, Surfacing (Auftragskomposition des Poiesis Quartets)
Beethoven: Streichquartett Nr. 16 F-Dur, op. 135
Bürgerhaus der Gemeinde Pullach i. IsartalHeilmannstraße 2, 82049 Pullach im Isartal
Museen heute

Museum Brandhorst: LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

LONG STORY SHORT. EINE KUNSTGESCHICHTE AUS DER SAMMLUNG BRANDHORST VON DEN 1960ER-JAHREN BIS ZUR GEGENWART

Ausstellung vom 22. Oktober 2025 bis 27. September 2026
Museum Brandhorst, München

Erstmals seit seiner Eröffnung 2009 widmet sich das Museum Brandhorst mit „Long Story Short“ einer chronologischen Präsentation der Sammlung. Die Ausstellung vereint annähernd 80 Werke von über 30 Künstler:innen aus der Sammlung Brandhorst, darunter bedeutende Neuerwerbungen wie Martine Syms’ „DED“ (2021) sowie über 20 bisher noch nie gezeigte Arbeiten, etwa von Jacqueline Humphries, Laura Owens und Giulio Paolini.

Kunstgeschichte(n)
Der Bestand des Museums ist seit seiner Eröffnung von 800 auf über 2000 Werke angewachsen und verwebt zahlreiche Erzählstränge aus der Kunst der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit, die punktuelle wie tiefgreifende Einblicke in die Kunstproduktion der letzten 70 Jahre, vor allem in Europa und im US-amerikanischen Raum, geben. Anstatt einer vermeintlich vollständigen Geschichte dieses Zeitraums reihen sich in „Long Story Short“ ausgewählte Strömungen, ästhetische Fragestellungen und künstlerische Positionen von den 1960er-Jahren bis heute zu einer Perlenkette einzelner Kunstgeschichten.

Kunst als Spiegel der Gesellschaft
Neben formalen Entwicklungen und Zäsuren geht es immer auch darum, wie Kunst auf historische Ereignisse, gesellschaftliche Veränderungen und technologische Innovationen reagiert und sie im künstlerischen Prozess reflektiert. Welche Auswirkungen hatte das Wirtschaftswunder auf den Umgang von Künstler:innen mit Materialien? Was bedeutete die Politisierung der Gesellschaft in den 1960er-Jahren für Künstler:innen? Auf welche Weise hat die Digitalisierung die Produktion von Kunst verändert?

Von den 1960er-Jahren bis in die Gegenwart
Jeder Raum ist dabei eine eigene Ausstellung für sich, erzählt einen spezifischen kunsthistorischen Moment im Kontext seiner Zeit oder widmet sich einer ausgewählten Werkgruppe einzelner Künstler:innen: Beginnend mit der prozesshaften Materialreflexion der Arte Povera (mit Werken von Jannis Kounellis, Marisa Merz, Mario Merz und Giulio Paolini) und der formalen Reduktion des Minimalismus (unter anderem bei Richard Tuttles spielerisch-geometrischen Formen) über die konzeptuelle Fotografie der späten 1970er-Jahre (Victor Burgin) und die intensiven Auseinandersetzungen mit Körper, Geschlecht und Identität im Kontext der 1980er-Jahre (unter anderem bei Georg Herold und Rosemarie Trockel) bis hin zum richtungsweisenden Malereidiskurs der 1990er-Jahre (mit Charline von Heyl, Albert Oehlen, Laura Owens und anderen) entsteht so ein Kaleidoskop kunsthistorischer Erzählungen der jüngeren Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit digitalen Medien und Technologien – etwa bei Kerstin Brätsch, Mark Leckey, Jacqueline Humphries oder Sondra Perry – reflektiert einen Aspekt künstlerischer Produktion der Gegenwart und bildet einen offenen Schlusspunkt.
Die Ausstellung macht die vielfältigen Ausdrucksformen und ästhetischen Strategien der Kunst als Teil eines historischen Gefüges erfahrbar. Sie zeigt, wie Kunst nicht isoliert existiert, sondern in einem ständigen Austausch mit ihrer Zeit, mit politischen, sozialen und technologischen Entwicklungen steht, diese in freier Weise reflektiert und damit ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft ist.
Kunst entdecken
Die Bandbreite der Exponate reicht von monumentalen Arbeiten wie Mark Leckeys zehn Meter hoher aufblasbarer Skulptur „Inflatable Felix“ (2020) – dem ersten Fernsehbild der Geschichte als Pop-Ikone – bis hin zu André Caderes nur 29 Zentimeter langem, handbemaltem Stab „Barre de bois rond“ (1976), der einst in fremde Ausstellungen geschmuggelt wurde.
Dazwischen entfaltet sich ein Panorama künstlerischer Strategien, die ebenso überraschend wie sinnlich erfahrbar sind: Marisa Merz verwandelt in dem Schwarzweißfilm „La conta“ (1967) eine alltägliche Küchenszene in ein feministisches Manifest, Victor Burgin inszeniert in „Zoo 78“ (1978) das geteilte Berlin als „Stadt des Geistes“, und Jacqueline Humphries lässt ihre „Black Light Paintings“ (2005) im Dunkeln erstrahlen – Malerei, die sich selbst zum Leuchtkörper macht und im Museum Clubatmosphäre erzeugt. Mit Martine Syms’ monumentaler Videoinstallation „DED“ (2021) trifft schließlich eine neue Generation auf die Gegenwart: Ihr digitaler Avatar durchwandert eine endlose Landschaft aus Schmerz, Humor und
Wiedergeburt – ein eindrücklicher Kommentar zu Körper, Medien und Selbstbild im 21. Jahrhundert.

Mit Werken von
Kerstin Brätsch, Victor Burgin, André Cadere, DAS INSTITUT (Kerstin Brätsch und Adele Röder), Walter De Maria, Wade Guyton, Georg Herold, Charline von Heyl, Jacqueline Humphries, KAYA (Kerstin Brätsch und Debo Eilers), Jannis Kounellis, Michael Krebber, Louise Lawler, Mark Leckey, Mario Merz, Marisa Merz, Albert Oehlen, Kayode Ojo, Laura Owens, Palermo, Giulio Paolini, Sondra Perry, Sigmar Polke, Seth Price, Amy Sillman, Frank Stella, Martine Syms, Niele Toroni, Rosemarie Trockel, Richard Tuttle, Cy Twombly, Franz West.

MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München

Abbildungen: 
- Niele Toroni 
Empreintes de pinceau n° 50 répétées à intervalles réguliers de 30 cm, 1977 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Niele Toroni. VG Bild-Kunst, Bonn [2025]. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
- Amy Sillman 
Mr. Wrong, 1995 
Udo und Anette Brandhorst 
Sammlung 
© Amy Sillman. Foto: Haydar Koyupinar, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, 
Museum Brandhorst, München 
Museen heute

München Kunsthalle: HAAR – MACHT – LUST

HAAR – MACHT – LUST

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Ausstellung vom 20. März bis 04. Oktober 2026

Haare sind weit mehr als ein modisches Ausdrucksmittel. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Dabei wirken sie als universelle Sprache, die seit Jahrtausenden soziale, kulturelle und politische Fragen verhandelt. Mit HAAR – MACHT – LUST präsentiert die Kunsthalle München eine thematisch gestaltete, kulturübergreifende Ausstellung, die die vielschichtigen Bedeutungen von Kopf- und Körperhaar beleuchtet. Zu sehen sind über 200 historische und zeitgenössische Werke aus bedeutenden internationalen Sammlungen wie dem Prado, dem Louvre und dem Rijksmuseum. Die Gemälde, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten,
Schmuckstücke, Möbel, Designobjekte und Couture-Kreationen entfalten ein facettenreiches Panorama berührender und überraschender Geschichten rund um das menschliche Haar.

Frisuren spielen seit jeher eine zentrale Rolle in der Kommunikation von sozialem Status und gesellschaftlichen Normen. Schon im Alten Ägypten färbten sich Menschen die Haare und trugen Perücken – und bis heute gilt sorgfältig zurechtgemachtes Haar als Zeichen von Selbstinszenierung
und Zugehörigkeit. Die Gestaltung von Kopf- und Körperhaar prägt dabei auch Vorstellungen von Geschlecht und gesellschaftlicher Rolle – indem sie diese bestätigt, hinterfragt oder, wie etwa im Drag, bewusst überzeichnet. Anhand von Abbildungen außergewöhnlich behaarter Menschen reflektierten Künstlerinnen und Künstler über Jahrhunderte hinweg die Grenze zwischen Natur und Kultur.

Darüber hinaus spürt die Ausstellung der besonderen Faszination nach, die Haare auf Menschen ausüben. Sie stehen für Schönheit und Attraktivität – und tragen zugleich eine innere Ambivalenz in sich. In Darstellungen von Figuren wie Maria Magdalena oder Medusa verkörpern
sie zugleich Anziehung und Abschreckung. Haare können auch als Quelle von Kraft erscheinen – wie in der biblischen Geschichte des Samson, dessen Stärke in der Länge seines Haars begründet liegt. Dass sie ein Leben lang – dem Volksglauben nach sogar über den Tod hinaus – weiterwachsen, macht sie zu einem Sinnbild menschlicher Vitalität. Seit der Renaissance dienten Haare deshalb auch als Liebespfand oder als Erinnerung an Verstorbene.

Gleichzeitig zeigt der Rundgang, dass Haar immer auch ein Mittel des Widerstands war – ob in den rebellischen Frisuren der Hippies und Punks oder im unbedeckten Haar der Frauen bei den jüngsten iranischen Protesten für Freiheit und Menschenrechte. Selbst die Haarstruktur – etwa bei Schwarzem Haar – kann zum politischen Symbol werden: Charakteristische Frisuren wie der Afro-Look werden zum Zeichen von kultureller Identität und Selbstermächtigung. Umgekehrt galt es über Jahrhunderte als Akt der Demütigung und Unterwerfung, jemandem die Haare
abzuschneiden.

In der Ausstellung vertreten sind neben Objekten aus Frühgeschichte und Mittelalter unter anderem Werke von: Sandro Botticelli (1445–1510), Filippo Negroli (ca. 1510–1579), Giorgio Vasari (1511–1574), Bartolomé Esteban Murillo (1617-1682), Jacques-Louis David (1748–1825), Jean-Baptiste Carpeaux (1827–1875), John William Waterhouse (1849–1917), Alfons Mucha (1860–1939), Albert Weisgerber (1878–1915), J. D. ’Okhai Ojeikere (1930–2014), Herlinde Koelbl (* 1939), VALIE EXPORT (* 1940), Pieter Hugo (* 1976), Simone Haack (* 1978) und Laetitia Ky (* 1996).
Begleitend erscheint im Hirmer Verlag eine umfassende und reich bebilderte Publikation, die den thematischen Rundgang vertieft und mit wissenschaftlichen Essays erweitert. Kurztexte zu ausgewählten Werken beleuchten Hintergründe und eröffnen Einblicke in faszinierende Geschichten rund um das Haar.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80 333 München

Abbildungen:
- Herlinde Koelbl
Projekt Haare, Punk, 2007
Fotografie, 100 x 80 cm
© Herlinde Koelbl
- Ilse Haider
La Stilla (2), 2002
Farbfotografie, C-Print auf Aluminium, 80 x 65 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Museen heute

Rosenheim Lokschuppen: RÖMER – Gesichter eines Weltreiches

RÖMER – Gesichter eines Weltreiches

Ausstellung vom 20. März 2026 bis 01. August 2027
Lokschuppen Rosenheim

Aufstieg. Blütezeit. Zerfall. Die Geschichte des Römischen Reiches über rund 1.400 Jahren in einer Ausstellung zusammenzufassen, scheint eine herausfordernde Aufgabe. Von einem weit verzweigten Straßennetz über technische und architektonische Innovationen bis hin zu einer gemeinsamen Sprache und einem allgemeingültigen Rechtssystem. Das Imperium hinterließ sichtbare Spuren, die Europa bis heute prägen. Der Lokschuppen Rosenheim richtet deshalb seinen Blick auf den Menschen.
Die neue Ausstellung „RÖMER – Gesichter eines Weltreiches“, die vom 20. März 2026 bis zum 1. August 2027 zu sehen ist, führt die Besucherinnen und Besucher durch die römischen Provinzen. Faszinierende Alltagsgegenstände, Schatzfunde, Werkzeuge, Schmuck, Kinderspielzeug und vieles mehr vermitteln das Leben in der Antike. Mit anschaulichen Hörgeschichten bekannter Fantasy-Schriftstellerinnen und -schriftsteller und einigen Originalen zum Anfassen macht sie die verstaubte Vergangenheit buchstäblich begreifbar. Interaktive Stationen wie die weltgrößte Römerstadt aus LEGO®, an der jeder mitbauen kann, ein digitales Wagenrennen im Circus Maximus und eine ganz analoge römische Spielemeile runden das Erlebnis ab.

Die Antike zum Anfassen
Die RÖMER-Ausstellung verfolgt bewusst einen erlebnisorientierten Ansatz. Statt langer Wandtexte stehen Ausprobieren und Mitmachen im Vordergrund. Besucherinnen und Besucher können beispielsweise Mosaiksteine zu Mustern legen, auf Wachstäfelchen schreiben oder römische Gewandung anprobieren. Auch ein römisches Marschgepäck lässt sich anheben – eine Erfahrung, die den Alltag eines Legionärs unmittelbar nachvollziehbar macht. Besonders ungewöhnlich ist, dass in vielen Räumen ein originales römisches Objekt berührt werden darf. Münzen, Fibeln, Keramikscherben und Ziegel vermitteln so einen direkten Zugang zur Vergangenheit.
Beim digitalen Wagenrennen im Circus Maximus schlüpfen Besucherinnen und Besucher selbst in die Rolle eines Wagenlenkers. Auf der Rennbahn sorgen Äpfel für zusätzlichen Schub, während Pfützen den Wagen ausbremsen.
Ein spektakulärer Höhepunkt der Ausstellung ist zudem die 45 Quadratmeter große idealtypische Römerstadt „LOCDVNVM“ aus über einer halben Million LEGO®-Steinen. Gäste bauen einzelne Gebäudemodule, die anschließend vom Lokschuppen-Team im großen Stadtmodell platziert werden. Zur Belohnung darf eine Münze geprägt werden.

Funde, die Geschichte erzählen
1.228 Exponate aus rund 30 Museen und Privatsammlungen sind in der Ausstellung zu sehen, viele davon erstmals öffentlich. Zu den besonderen Highlights zählt der monumentale Augsburger Siegesaltar, ein etwa 1,70 Meter hohes Steinmonument aus der Spätantike. Die weiteste Anreise hatten die spektakulären Metallobjekte eines Wagengrabs aus dem ungarischen Nationalmuseum. Berührende Mumienporträts geben einem das Gefühl, Auge in Auge antiken Menschen gegenüberzustehen. Luxuriöse Grabbeigaben mit einer Vielzahl herausragender filigraner Gläser aus dem Gräberfeld in Krefeld-Gellep zeigen den Reichtum nördlich der Alpen in der Spätantike. Heraus sticht der einzigartige Rüsselbecher!
Darüber hinaus sind zahlreiche Alltagsgegenstände ausgestellt: römische Öllämpchen, Feldflaschen, Fibeln, Götterstatuetten, Münzen oder alles, was man sonst zum Leben brauchte.
Aufgrund der langen Laufzeit der Ausstellung werden einige Objekte im Verlauf der Zeit ausgetauscht. So gibt es immer wieder neue Exponate zu entdecken, darunter später im Ausstellungszeitraum die vergoldete Replik des Pferdekopfs von Waldgirmes oder ein spektakulärer Schatzfund mit silbernem Klappstuhl aus der Pfalz.
Das Imperium vor der eigenen Haustür
Zweifelsohne waren die Römer in unserer Region überaus präsent, was sich in zahlreichen Siedlungen und Fundstellen zeigt. Deshalb darf sie in dieser Ausstellung auch nicht fehlen. Die Brücke in Pfaffenhofen am Inn, nördlich des Rosenheimer Stadtgebiets, gab Pons Aeni – also Brücke über den Inn auf Latein – seinen Namen. Dies war ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Provinz.
Besonders bedeutend waren in Rosenheim außerdem die Töpfereien von Westerndorf, die zu den wichtigsten Produktionsstätten römischer Keramik in Raetien gehörten. Ihre Produkte wurden weit über die Region hinaus gehandelt.

Die Protagonisten der Ausstellung
Wann ist man eigentlich Römer? Rechtlich ist das einfach zu beantworten: wenn man das römische Bürgerrecht erhält. Zum Beispiel nach 25 Jahren Dienst im Militär. Als Römer fühlte man sich sicherlich aber schon viel früher durch Kultur und Lebensart. Als Römer oder Römerin musste man nicht zwangsläufig in Rom geboren sein. Die emotionale Ebene wird in der Ausstellung durch den besonderen Erzählstrang fiktiver, aber historisch fundierter Persönlichkeiten beleuchtet. Ihre einfühlsamen Geschichten wurden von zehn bekannten Fantasy-Autorinnen und -Autoren, darunter Bernhard Hennen, Theresa Hannig oder Markus Heitz, geschrieben. Schwarz-Weiß-Porträts und Hörgeschichten erwecken sie zum Leben.
Gleichzeitig zeigt die Ausstellung, dass die Menschen der Antike uns näher sind, als man vielleicht denkt: Sie haben gelacht, gedacht, gehofft, gefeiert und sich verliebt – und ihren Alltag mit denselben menschlichen Emotionen gelebt wie wir heute.

Ein Blick auf die Gegenwart
Die Ausstellung beginnt und endet mit Fragen, die auch heute noch aktuell sind: Woran glaubst Du? Was ist Dir wichtig? Zum Abschluss gelangen Besucherinnen und Besucher in einen Raum, der den Niedergang des Imperiums symbolisiert. Eine zerbrochene Statue und das Forum Romanum in Trümmern stehen sinnbildlich für das Ende einer Epoche. Aber lebt das Reich nicht eigentlich noch viel länger weiter?
Noch einmal werden dort die zentralen Identitätsfaktoren des römischen Reiches aufgegriffen und Sie selbst müssen aktiv werden: Welche dieser Faktoren haben für Sie heute noch Bedeutung?

Lokschuppen Rosenheim
Rathausstraße 24,
83022 Rosenheim
Museen heute

Murnau Schlossmuseum: Paul Klee - Der Poet des Blauen Reiter

Paul Klee
Der Poet des Blauen Reiter

Ausstellung vom 26. März bis 26. November 2026
Schlossmuseum Murnau

Am 1. Juli 2023, zum 30-jährigen Bestehen des Museums, übergab die KK-Stiftung Murnau dem Schloßmuseum Murnau seine Blaue Reiter-Sammlung als Dauerleihgabe. Die Werke, die aus dem engen Kontext der legendären Murnauer Malaufenthalte von Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky zwischen 1908 und 1910 stammen und wie die Arbeiten von Franz Marc, August Macke, Heinrich Campendonk und Alfred Kubin unmittelbar in Beziehung zu den Ereignissen um die Redaktionssitzungen und die Herausgabe des Almanachs Der Blaue Reiter 1911 stehen, zählen zu den Hauptwerken des deutschen Expressionismus.
Diese Arbeiten werden nun in Dialog gesetzt zu dem Schaffen Paul Klees, der innerhalb der Künstler und Künstlerinnen des Blauen Reiter eine Sonderstellung einnimmt. Das Ehepaar, das seine Blaue Reiter-Sammlung in die KK-Stiftung überführt hat, stellt für diese Sonderschau zusätzlich ausgewählte Arbeiten aus seiner Paul Klee-Sammlung zur Verfügung.
In der Gegenüberstellung mit Gemälden von August Macke, Robert Delaunay, Franz Marc, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wird Klees enge Verbundenheit mit dem Künstlerkollektiv um den Blauen Reiter deutlich und seine Position zwischen Inspiration und künstlerischer Eigenheit nachvollziehbar.
So unmittelbar und nachhaltig der schöpferische und geistige Einfluss seines Umfelds ihn seinen unverwechselbaren Stil finden ließ, so singulär steht er künstlerisch mit der Vergabe seiner Bildtitel.

Kunstwissenschaftler, Sammler und Händler verweisen Klees fantasievolle Bildtitel immer gerne in Poesie-Nähe: Rhythmie der Fenster und Tannen, Guter Fischplatz, Das Fest der Astern, Ein Genius serviert ein kleines Frühstück und auch die Schicksal-Stunde des Kaisers sind Bildtitel, deren Motive sich erst in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Werk klären.
Die Auswahl der Werke beleuchtet nahezu jede Entwicklungsphase im Schaffen von Paul Klee. Ihren Anfang nimmt die Ausstellung mit Klees Aquarell „Hamammet“, das 1914 während der gemeinsamen Tunesienreise mit August Macke und Louis Moilliet entstand, führt über die sogenannten zerschnittenen Werke wie Garten, 1918, und Schicksal-Stunde des Kaisers, 1922, hin zu den späteren Arbeiten wie Städtebild Graben, 1931, und Figur im Garten, 1937.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5
82418 Murnau

Abbildungen:

- Paul Klee, Waldvogel, 1920, 81, Bleistift und Aquarell auf Gaze auf Papier, KK-Privatsammlung  
Museen heute

Pinakothek der Moderne: CONVIVIUM - NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT

CONVIVIUM
NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT

Ausstellung vom 24. April bis 18. Oktober 2026
Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne

Die sichere und gerechte Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung hängt von einem System globaler Netzwerke ab: Bäuer*innen, Fischer*innen, Züchter*innen, Händler*innen, Transportunternehmen, Märkte und industrielle Verarbeitungsbetriebe sind darin eng verknüpft. Sie produzieren und vertreiben aber nicht nur das, was für die menschliche Ernährung notwendig ist. Sie werden durch die kapitalistische Wachstumslogik motiviert, immer mehr Produkte zu herzustellen, die durch Überkonsum zu falscher Ernährung und zu einer massiven Verschwendung von Nahrungsmitteln führen. Doch dieses System kommt durch die Klimaerwärmung, politische und ökonomische Faktoren aktuell an seine Grenzen. Viele Meere sind bereits überfischt, fruchtbare Ackerböden werden überbaut oder erodieren und ganze Landstriche verwüsten, weil es nicht genug regnet. Zugleich trägt die Nahrungsproduktion selbst durch den wachsenden CO?-Ausstoß massiv zum Klimawandel bei – ein Teufelskreis, der immer spürbarer wird. Kaum ein Land der Erde kann seine Bevölkerung noch aus eigenen Ressourcen ernähren.
Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, die räumlichen und technischen Grundlagen unserer Nahrungsproduktion sichtbar zu machen – und zu zeigen, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Kurator*innen: Andjelka Badnjar und Andres Lepik
Co-Kurator*innen für den Ausstellungsteil „Das Tier ist anwesend“: Víctor Muñoz Sanz und Sofia Nannini

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München
Abbildungen: 
- Ein Regenwasserteich, der zur Bewässerung der Pflanzen genutzt wird, mit einem Gewächshaus im Hintergrund, in dem Tomaten angebaut werden, Kirchweidach, Bayern.
Standbild aus dem Kurzfilm „How Does Food Enter the City?“, TUM-Masterprojekt „About Food and Spaces. Exhibit Design“ zusammen mit Nicole Humi?ski und Nikolai Huber. Thiade Langenhan, 2025.
Museen heute

München Lenbachhaus: Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik

Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik

Ausstellung vom 12. Mai bis 27. September 2026
München Lenbachhaus

Die Künstlerin Käte Hoch zeigt ihren Freund Erich Müller-Kamp telefonierend am Schreibtisch. Ein Ferngespräch, so rät Kurt Tucholsky, soll möglichst deutlich und dialektfrei geführt werden, sonst können die Überwachungsbeamten dem Dialog nicht folgen. Sich selbst malt Hoch in den
Farben der Suffragetten und mit Bubikopf. Auch junge Angestellte schneiden sich die Haare kurz. Sie tippen schnell, rauchen Kette und gehen abends ins Kino oder Tanzlokal. Sie lieben Charleston und Shimmy, hören Schmachtfetzen, Swing und Jazz.
Irmgard Keuns „Kunstseidenes Mädchen“ träumt von schmalen Silhouetten und Schuhen mit Eidechsenkappen. Ré Soupault entwickelt ein Transformationskleid, das im Büro direkt für den Abend umgewandelt werden kann. Im Variété werden Geschlechterrollen durchlässig, Monokel senden Signale. Bordelle bilden einen etablierten Rahmen für Sexarbeit. Die Wirtschaft blüht, oft auf Pump, Teile der Bevölkerung verarmen, nicht nur während der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise. Kriegsversehrte, Arbeiterinnen, Arbeitslose und
Veilchenverkäufer prägen die Straßen und konterkarieren die Goldenen Zwanziger. Oskar Maria Graf verteilt mit einer Arbeitsgruppe antifaschistische Flugblätter, in Schwabing treffen sich Feminist*innen und das Münchner Antikriegs-Komitee und eine Ortsgruppe der revolutionären Künstler*innen-Vereinigung ASSO bastelt an einer Zeitschrift. George Grosz zeigt den Aufstieg der Nationalsozialisten und karikiert den Hitlergruß.
Das neue Theater von Helene Weigel und Bertolt Brecht sehnt sich nach der Wucht des Boxens und versucht sich an Dialogen, die wie Kinnhaken sitzen. 1923 wird die erste staatlich kontrollierte Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt – Max Radler malt einen Fabrikarbeiter beim Radiohören. 1930 macht Tim Gidal im Deutschen Museum ein Foto von einer der ersten Fernsehübertragungen.
Die Ausstellung konzentriert sich auf konkrete Geschichten und greifbare Details, statt große Thesen zur Weimarer Zeit zu formulieren. Zu den verschütteten Möglichkeiten der Weimarer Republik soll so ein Kontakt hergestellt werden – ein Ferngespräch.
Mit Werken von Käte Hoch, Heinrich Hoerle, Karl Hubbuch, Lotte Jacobi, Grethe Jürgens, Jeanne Mammen, Gabriele Münter, Christian Schad, August Sander, Rudolf Schlichter u.a.
In Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum und mit großzügiger Unterstützung einer Privatsammlung.
Kuratiert von Karin Althaus, Adrian Djuki? und Matthias Mühling.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:
- Cami Stone, (Ohne Titel), 1920–30 / (Untitled), Silbergelatinepapier / Gelatin silver print, Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Scan: Anja Elisabeth Witte/Berlinische Galerie
© Künstler*in bzw. Rechtsnachfolge / © Artist or legal successor
- Franz Roh, Frau im Bauhausstuhl mit Katze, 1928–33 / Woman in a Bauhaus Chair with Cat 1928-33, Gelatineentwicklungspapier, Negativdruck / Gelatin developing-out paper, negative print, Münchner Stadtmuseum
Foto / Photo: Münchner Stadtmuseum © Richard Hampe, München
Museen heute

Museum Brandhorst: Carrying

Carrying

Ausstellung vom 14. Mai bis 08. November 2026
Museum Brandhorst

Mit „Carrying“ präsentiert das Museum Brandhorst ein Ausstellungsprojekt, das Räume innerhalb und außerhalb des Hauses aktiviert. Werke der internationalen Künstlerinnen Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce besetzen historisch aufgeladene Orte und Transitzonen des Museums sowie den öffentlichen Raum. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht.

Ausgangspunkt ist das Gelände, auf dem sich heute das Museum Brandhorst, die Pinakothek der Moderne und weitere Institutionen des Kunstareals befinden. Dort stand früher die Prinz-Arnulf-Kaserne, auch „Türkenkaserne“ genannt. Der Name des 1826 errichteten Militärkomplexes geht auf Kriegsgefangene zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Osmanischen Reich zur Zwangsarbeit nach Bayern gebracht wurden. Diese Geschichten haben sich in Orts- und Straßennamen wie der „Türkenstraße“ und dem „Türkentor“ eingeschrieben.

Welche Geschichten werden erzählt, wer erzählt sie und wie? Die eingeladenen Künstlerinnen nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage, wie sich Geschichte und Erinnerung mit teils erfundenen Erzählungen verweben und über Bilder, Medien und Monumente weitergetragen werden. Verschiedene Deutungen überlagern historische Realitäten von Gewalt, Ausbeutung und kultureller Aneignung und schreiben sich bis heute als Muster fort – von der sogenannten „Gastarbeiter“-Ära bis zu andauernden Debatten um territoriale Grenzen, Migration und Zugehörigkeit. Insbesondere dort, wo Krieg und Kultur ihre tatsächliche Verwobenheit verschleiern, gewinnen diese Fragen neue Dringlichkeit.

An spezifischen Orten wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder dem „Türkentor“ begreift „Carrying“ das Museum als einen Resonanzraum, in dem die Institution ihre eigene Geschichte und Identität untersucht – und lokale Ansätze mit globalen Fragestellungen verbindet.
Einige der Werke sind anlässlich von „Carrying“ entstanden und stehen in unmittelbarem Austausch mit ihrem Ausstellungsort.

Als Teil der Ausstellung findet ein umfangreiches Programm mit Artist Talks, Dialogformaten, Workshops und Filmprogrammen statt.
Kuratiert von: Franziska Linhardt

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a,
80333 München

Abbildungen: 
- Jaune Quick-to-See Smith 
Trade Canoe: Don Quixote in 
America, 2024–2025 
© Courtesy the estate of the 
artist und Garth Greenan 
Gallery, New York . 
Museen heute

Frankfurt Städel Museum: ELMGREEN & DRAGSET - STILLLEBEN MIT GEMÜSE

ELMGREEN & DRAGSET
STILLLEBEN MIT GEMÜSE

Ausstellung vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027
Städel Museum Frankfurt am Main

Elmgreen & Dragset (Michael Elmgreen, *1961 und Ingar Dragset, *1969) arbeiten seit Mitte der 1990er-Jahre zusammen und zählen zu den einflussreichsten zeitgenössischen Künstlern. Obwohl sie oft als Bildhauer bezeichnet werden, sind sie in einem weiten Spektrum tätig, das auch
Installation, Performance und Architektur umfasst. Ihre Werke hinterfragen gewohnte räumliche Strukturen und laden sowohl öffentliche als auch institutionelle Orte atmosphärisch auf. Vom 20. Mai 2026 bis 17. Januar 2027 verwandelt das in Berlin lebende und arbeitende Künstlerduo das Städel Museum in ein faszinierendes Spiel aus Realität und Illusion. Die Ausstellung „Stillleben mit Gemüse“ präsentiert Skulpturen und Installationen von Elmgreen & Dragset, die mit der Architektur und der über 700 Jahre umfassenden Sammlung des Städel Museums in einen Dialog treten und neue Perspektiven eröffnen.
Elmgreen & Dragset arrangieren ihre figurativen Skulpturen so, dass sie das Publikum aktiv in das Erzählen von Geschichten einbeziehen. Indem sie den Blick der Besucher lenken und verschieben, rücken die Künstler alltägliche, leicht übersehene Momente in den Fokus und verwandeln diese in poetische Szenen, die gleichermaßen von Kritik und Humor geprägt sind. Mit ihrer durchdachten Art der Präsentation stellen Elmgreen & Dragset auf anschauliche statt didaktische Weise dringliche Fragen zu sozialen Strukturen sowie in Konventionen und institutionellen Routinen verankerten Verhaltensmustern. Das Künstlerduo beleuchtet auch, wie Museen unsere Wahrnehmung der Kunstgeschichte prägen. Subtil unterlaufen sie traditionelle Präsentationsformen und experimentieren mit den Regeln der Ausstellungsgestaltung.

Die Ausstellung wird durch die Förderung der Kulturfonds Frankfurt RheinMain gGmbH, der SEB und des Städelschen Museums-Vereins e.V. ermöglicht und erfährt darüber hinaus Unterstützung durch die New Carlsberg Foundation und der Danish Arts Foundation.

Im Unterschied zu anderen Ausstellungen erstreckt sich „Stillleben mit Gemüse“ über das gesamte Städel Museum. Zwei große Installationen in der Sammlung Gegenwartskunst bilden den Kern der Präsentation, die sich mit Skulpturen und Interventionen der Künstler durch das gesamte Haus bis in die benachbarte Liebieghaus Skulpturensammlung entfaltet. Die Ausstellung lädt die Besucher zu einer Schatzsuche ein und stellt sie in den Mittelpunkt. Die Kunstwerke von Elmgreen & Dragset können an ungewöhnlichen Orten entdeckt werden, oft in einem fast surrealen Dialog mit den Werken der Städel Sammlung.
Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums, zur Ausstellung: „Das Städel Museum ist international für seine hochkarätige Sammlung bekannt, zu der seit 2020 auch die im Garten präsentierte Bronzeplastik Si par une nuit d’hiver un voyageur von Elmgreen & Dragset gehört. Umso mehr freue ich mich, dass wir das weltweit gefeierte Künstlerduo nun mit einer umfassenden Ausstellung im Städel präsentieren können. Mit feinsinnigem Humor und der Fähigkeit, durch minimale Eingriffe große Erzählungen zu entfalten, verändern Elmgreen & Dragset den Blick auf unsere Sammlung von den Alten Meistern über die Moderne bis zur Gegenwart und schenken unserem Publikum auf seinem Weg durchs Museum ganz außergewöhnliche Momente.“
„Besonders von zeitgenössischer Kunst kann ein kraftvoller Impuls ausgehen, der neue Perspektiven auf Vertrautes eröffnet. Das Künstlerduo Elmgreen & Dragset lädt mit seiner Ausstellung im Städel dazu ein, die Sammlung des Museums auf unerwartete Weise neu zu entdecken. Es ist uns eine große Freude, diese Präsentation von internationaler Wirkung zu unterstützen und damit auch die Bedeutung Frankfurts als Standort für herausragende Projekte der Gegenwartskunst zu bekräftigen“, sagt Susanne Völker, Geschäftsführerin Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH.
Svenja Grosser, Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Sammlung Gegenwartskunst: „Elmgreen & Dragset gelingt es, durch nuancierte
Verschiebungen vertraute museale Strukturen neu erfahrbar zu machen. Durch ihre gezielten Interventionen eröffnen sie Zwischenräume und hinterfragen gewohnte Blickrichtungen und Erwartungen. Das Herzstück der Ausstellung bilden die beiden großangelegten, begehbaren Installationen The Cloud und Garden of Eden, die nicht zuletzt einen kritischen Blick auf die Spannungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion werfen. Das Museum wird dabei zur Bühne von Elmgreen & Dragset und ihrer künstlerischen Praxis, in der nichts so eindeutig ist, wie es zunächst scheint.“

Umgebungen des Alltags
Das Zentrum der Ausstellung bilden die beiden großformatigen Installationen The Cloud (2026) und Garden of Eden (2022), die durch einen Szenenwechsel alltägliche Umgebungen zwischen Arbeit und Luxus, Ambition und Illusion wiedergeben. Auf dem Weg in die Gartenhallen und die Dauerausstellung der Sammlung Gegenwartskunst durchquert der Besucher The Cloud, das an ein minimalistisch eingerichtetes Restaurant oder eine elegante Flughafenlounge denken lässt. An einem der Tische sitzt eine Frauenskulptur aus Silikon (The Conversation, 2024). Ihr
Smartphone zeigt einen Facetime-Anruf, in dem ihr Gesprächspartner von seiner Arbeit als Künstler und von einer gescheiterten Liebesbeziehung erzählt. Sechs runde Gemälde der Serien Sky Targets (2025/26) und Flight Trackers (2025/26) schmücken die Restaurantwände. Die Bilder sind auf hochglanzpolierten Edelstahlplatten gemalt, deren Oberflächen die Umgebung teilweise spiegeln und einen Dialog mit dem permanent installierten Mosaic Mirror Wall Piece (1991–2012) von John M. Armleder eingehen. Persönliche Identität und Ortsgebundenheit scheinen sich in The Cloud aufzulösen, sodass nur noch eine glatte, austauschbare Kulisse für gehobene Gastronomie bleibt – oder ein Ort, um gesehen zu werden, Selfies zu machen und seinen Besuch in den sozialen Medien zu dokumentieren. Eine Etage tiefer im Eingangsbereich der Gartenhallen präsentieren Elmgreen & Dragset eine leere Bürolandschaft mit Reihen identischer Bürozellen, die den Raum streng und symmetrisch strukturieren. Mit den verlassenen, beengten Arbeitsplätzen thematisiert Garden of Eden die Strapazen zeitgenössischer Lohnarbeit, die von
Monotonie und Anonymität geprägt ist, und deutet an, dass das Versprechen von sozialem Aufstieg und Fortschritt ein fragiles Konstrukt ist. Der endlose Kreislauf aus Erholung und Arbeit wird in Uncollected (2005) aufgegriffen. Das Gepäcklaufband transportiert eine einzelne Reisetasche in einer endlosen Schleife unter der Treppe und verbindet das untere und das obere Stockwerk thematisch miteinander.

Städel Museum
Schaumainkai 63
60596 Frankfurt am Main

Abbildungen: 
- The Visitor mit Stillleben mit Gemüse
Elmgreen & Dragset
The Visitor, 2025
Bronze, Lack
178 x 61 x 33.5 cm
- Elmgreen & Dragset
Social Media (Terrier), 2022
Gebürsteter Edelstahl, Lack, Motor, Harz und Kunstfell
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Elmar Vestner
- Elmgreen & Dragset
Still Life (Bullfinch), 2024
Bronze, Lack und animatronischer Vogel
7 x 14 x 23 cm
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Elmar Vestner
Museen heute

Murnau Schloßmuseum: Die fabelhaften Alben des Alfred Mayer - Freund und Mäzen des Blauen Reiter

Die fabelhaften Alben des Alfred Mayer
Freund und Mäzen des Blauen Reiter

Vom 21. Mai bis 08. November 2026
Schloßmuseum Murnau

Das Schloßmuseum Murnau rückt mit seiner neuen Sonderausstellung einen faszinierenden Menschen ins Rampenlicht, der der Forschung bislang weitgehend verborgen geblieben ist: Der Theaterkritiker und Kunstschriftsteller Alfred Mayer (1860–1932), der als Förderer und Mäzen namhafte Kulturschaffende um sich versammelte. Im Besitz des Schloßmuseums befinden sich drei Künstleralben und ein Fotobuch aus dem Nachlass Mayers und seiner Tochter Eva (1917–2008). Die Alben kamen 2015 bzw. 2024 auf zwei unterschiedlichen Wegen, aber beide Male als Schenkung aus Privatbesitz, in die Sammlung des Museums.

Beim Durchblättern der Bücher zeigt sich, dass diese drei Künstlerbände weit mehr sind als bloße Gästebücher; sie gleichen künstlerischen Poesiealben, in denen Maler, Schriftsteller, Theaterleute, Komponisten sowie Musiker Alfred Mayer ganz persönliche Zeugnisse ihres Wirkens – von handschriftlichen Notaten über Collagen bis hin zu filigranen Zeichnungen – widmeten. Die Namen lesen sich wie ein Who's Who der damaligen Kunst- und Kulturszene: Else Lasker-Schüler, Klabund, Joachim Ringelnatz, Arthur Schnitzler, Heinrich Mann, Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky, Marianne von Werefkin, Marieluise Fleißer, Hannah Höch und viele mehr.

Doch wer war Alfred Mayer, der sich mehr als Freund und Vermittler, denn als Zentrum eines Netzwerkes sah und am Ende seines Lebens gerne noch eine Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Künstler ins Leben gerufen hätte? Mayer war Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Frankfurt.

Statt der vorgezeichneten Laufbahn im Familienunternehmen zu folgen, zog es ihn zum Theater und zur Kunst. Als er 1886 nach Berlin ging, war er zwar zunächst als Kaufmann tätig – doch kaum finanziell abgesichert, machte er seine Passion zum Beruf und wurde Kritiker (im Laufe seines Lebens werden es mehr als 100 Veröffentlichungen sein). In Berlin lernte er u. a. den Theaterregisseur Max Reinhardt kennen.

Ab 1906 lebte Mayer als Kunstschriftsteller, Theaterkritiker und Sammler in München-Schwabing. Hier war er eng verbunden mit den Künstlern des Blauen Reiter und besaß u. a. Kandinskys Impression I, 1910 (im Zweiten Weltkrieg zerstört), Paul Klees Stillleben mit Distelblüte, 1919, sowie laut den Erinnerungen seiner Tochter Eva und der Schauspielerin Berta Drews, die zeitweilig bei ihm zur Untermiete wohnte, vier „starkfarbige Frauenköpfe“ von Alexej von Jawlensky. Seine zwischen 1900 und 1931 geführten Alben sind ein faszinierender Spiegel der damaligen Künstlerszene und geben z. T. Einblick in Werke, die zu jener Zeit im Entstehen begriffen waren.

Auch das Fotoalbum birgt Überraschungen. Neben Aufnahmen u. a. von Franz und Maria Marc, Kandinsky, Werefkin, Jawlensky, Arthur Schnitzler, Lotte Pritzel und Olaf Gulbransson finden sich darin zwei Fotografien von der Puppenmacherin Hermine Moos. Lachend steht sie auf einem Balkon, neben ihr ein selbst konstruiertes menschliches Skelett – die Unterkonstruktion für die lebensgroße Puppe, die sie 1918 im Auftrag Oskar Kokoschkas nach dem Vorbild Alma Mahlers schuf.

In Evas Mayers Album, das sie 1926 – im Alter von neun Jahren – zu führen begann, haben sich die Künstler kindgemäß mit z.T. vielfarbigen Gouachen und Aquarellen verewigt. Marianne von Werefkin schuf für Eva eine Kartenspielerrunde, Conrad Felixmüller porträtierte das Mädchen mit gebrochenem Arm und die Schauspielerin Grete Jacobsen zeichnete ihr zu Ostern einen Hasen in den Arm.
Ausgehend von diesen vier Alben spürte das Schloßmuseum Murnau – in Zusammenarbeit mit Expertinnen der Theater-, Literatur- und Kunstwissenschaft – Mayers Wirken als Sammler und Mäzen nach. Bereichert um verdichtende Leihgaben, stellt die Sonderausstellung eine bemerkenswerte Persönlichkeit in den Mittelpunkt, die bislang kaum im Blick der Forschung stand.

Unser großer Dank gilt den Schenkenden der Künstleralben, Frau Christel Moosbauer, die uns eines der Gästebücher von Alfred Mayer, das Künstleralbum von Eva Mayer und das Fotobuch überlassen hat, sowie Herrn Dr. Bernd und Frau Barny (†) Fäthke, die uns das noch fehlende Gästebuch als Schenkung übergaben.

Für den Ausstellungskatalog schrieben Autoren aus den Bereichen Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte. Die begleitende Publikation wird gefördert von der Ernst von Siemens Kunststiftung, München.

Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5
82418 Murnau

Abbildungen:
- Alexander Sacharoff, Bühnenbildentwurf für die Oper Turandot von Busoni, um 1917, 2. Akt, Turandots Boudoir, Collage, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München, G 14969 
Museen heute

Buchheim Museum: AUFRUHR DER FARBEN - Karl Schmidt-Rottluff und das Erbe der

AUFRUHR DER FARBEN - Karl Schmidt-Rottluff und das Erbe der "Brücke"

Ausstellung vom 23. Mai bis 15. November 2026
Buchheim Museum der Phantasie, Bernried

Am 10. August 2026 jährt sich zum 50. Mal der Todestag von Karl Schmidt-Rottluff. Aus diesem Anlass stellt das Buchheim Museum eine Auswahl seines bedeutenden »Brücke«-Bestandes Werken unmittelbarer Zeitgenossen und nachfolgender Generationen gegenüber, die maßgeblich von der Künstlergruppe beeinflusst wurden. Die Ausstellung versteht sich dabei nicht nur als Rückblick, sondern als lebendige Spurensuche nach den künstlerischen Nachwirkungen eines der wichtigsten Aufbrüche der Moderne.
Dank der umfangreichen Bestände aus der Sammlung von Diethild und Lothar-Günther Buchheim sowie der kürzlich erfolgten großzügigen Zustiftungen Joseph Hierlings und Paul Maria Wittmanns kann das Museum die Entwicklung des Expressionismus von seinen Anfängen bis weit hinein in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts nachzeichnen. Dabei wird in der Gegenüberstellung sichtbar, wie stark die Impulse der »Brücke«-Künstler über Generationen hinweg gewirkt haben. Es entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama künstlerischer Positionen, das die nachhaltige Wirkung dieses epochalen Aufbruchs vor Augen führt.
Neben den »Brücke«-Künstlern Karl Schmidt-Rottluff , Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Emil Nolde und Max Pechstein zeigt die Ausstellung eine Vielzahl weiterer Positionen, die in einen oft überraschenden Dialog mit ihnen treten. Darunter finden sich Namen wie Max Beckmann, Christian Rohlfs und Conrad Felixmüller aber auch Walter Becker, Grete Csaki-Copony, Thomas Niederreuther oder der Museumsstifter Lothar-Günther Buchheim selbst. Er trug nicht nur als Sammler und Kunstschriftsteller entscheidend zur Wiederentdeckung der Künstlergruppe in Deutschland nach 1945 bei, sondern war auch als Künstler einer ihrer glühendsten Verehrer und Nachfolger.
Allen in der Ausstellung gezeigten Werken gemeinsam ist die frei entwickelte Farbe als zentrales künstlerisches Ausdrucksmittel. In zunehmender Loslösung von traditionellen Bedeutungszuschreibungen und dem Postulat einer mimetischen Kunstau assung dient sie hier primär der Darstellung innerer Empfindungen, seelischer Zustände und unmi elbarer Emotionen. Die expressive Kraft der Farbe wird so zum Träger subjektiver Wahrnehmung und erö net dem Betrachter bis heute einen unmi elbaren Zugang zur Erfahrungswelt der Künstlerinnen und Künstler.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildung: 
- Walter Becker, Trio 3, 1968
Öl auf Rupfen
95,0 x 110,5 cm
Sammlung Joseph Hierling im Buchheim Museum der Phantasie
© Andreas Hoelscher, Hohenschäftlarn; Reproduktion: Joseph Hierling
Musik
Mittwoch, 16.09.2026

Kevin Burt „This Trip“

Der Blues hat es heutzutage nicht leicht, sich gegen diesen ganzen Algorithmen-Wahn von Spotify, den blassen und destruktiven Inhalten von TikTok und werbeorientierten Influencern samt ihren einfältigen Gemeinden zu behaupten. Dafür ist der Blues zu real, spiegelt zu sehr das tatsächliche Einzelschicksal von Menschen wieder, ist er zu sehr von Leid und Selbstreflexion geprägt.Hört man...
Literatur
Dienstag, 15.09.2026

Martin Assig „Jeder der Augen im Kopf hat. Schwarze Tuschen“

Gibt es einen Bezug zwischen „ernst“ und „schwarz“? Martin Assig jedenfalls stellt ihn in seinen Tuschezeichnungen her. Der 1959 in Schwelm geborene Maler findet in seinen Arbeiten auf geniale Weise einen Austausch, zumindest eine Beziehung, zwischen diesen beiden „Zuständen“. Angefangen bei den „Vier ernsten Gesängen“ von Johannes Brahms, mit Bezügen zu Eisler,...
Musik
Montag, 14.09.2026

The Womack Sisters „The Womack Sisters“

Man kommt einfach nicht umhin, bei den Womack Sisters auf die familiären Wurzeln zu verweisen. Der Großvater des Trios ist kein geringerer als der „Vater“ des Soul Sam Cooke. Der Onkel der drei ist die Legende Bobby Womack, Soulsänger und Songwriter, der zum Beispiel den Song „It's All Over Now“ schrieb, den die Rolling Stones mit ihrer Interpretaion zur...
Echo
Samstag, 12.09.2026

Cassandra Wilson (geb. 4. Dezember 1955 in Jackson, Mississippi; gest. 2. September 2026 in Jackson, Mississippi)

...
Musik
Freitag, 11.09.2026

Dima Bondarev „Silence Is Complicity“

Die Trompete scheint das Instrument der Stunde. Zuletzt wurden an dieser Stelle Alben von Teus Nobel, dem niederländischen Virtuosen und dem Till Brönner-Schüler Maik Krahl vorgestellt. Jetzt also der Ukrainer Dima Bondarev. Dieser ist eine Art Ausnahmeerscheinung im Kreise der Trompete spielenden Individualisten. Denn Bondarev erweitert gern den Sound des...
Musik
Donnerstag, 10.09.2026

Maik Krahl „Rain, Flowers And New Beginnings“

Man spürt deutlich, dass Maik Krahl ein Schüler Till Brönners war. Dieser meint, Krahl repräsentiere „ ... die aktuelle Spitze der deutschen Jazztrompeter seiner Generation ...“. Am Instrument ist der 35jährige dabei aber eher unspektakulär. Sein Können liegt im Detail, in der zurückhaltenden ästhetischen Formulierung, in der weichen Klarheit seines Sounds. So klingt er...
Musik
Mittwoch, 09.09.2026

Arnold Kasar „Goodbye Ghosts“

Arnold Kasar ist ein Meister der kleinen Form, ein Improvisator flüchtiger Melancholie, ein Komponist klassischer Ambient-Alben. Erfahrungen hat er im Nu-Jazz- und Electro Chanson-Acts gesammelt, er war musikalischer Partner des ikonischen Hans-Joachim Roedelius und der Cellistin Martina Bertoni. „Goodbye Ghosts“ nennt der aus dem Südschwarzwald stammende und...
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