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Kinder heute

Unterhaching: Für Hund und Katz ist auch noch Platz

Für Hund und Katz ist auch noch Platz

Kindertheater von und mit Achim Sonntag

Theaterstück mit Schauspiel, Figurenspiel und dem Originaltext der gleichnamigen Bilderbuchvorlage

"Die Hex' wollt' eine Reise machen. Drum packt sie ihre sieben Sachen…" So beginnt das Bilderbuch "Für Hund und Katz ist auch noch Platz". Eigentlich hat Achim Sonntag vor, die Geschichte nur vorzulesen. Aber als er das Riesenbuch aufschlägt, das auf der Bühne steht, ist die Hexe aus dem ersten Bild verschwunden! Nur noch ihre schwarze Silhouette ist zu sehen.
Also muss er selber in die Rolle der Hexe schlüpfen, die im Lauf ihrer Reise einen Hund, einen Vogel und einen Frosch aufliest. Doch solch einer großen Last ist der Besen nicht gewachsen...
Was passiert, als der Besen zerbricht, und wie die Tiere der Hexe in höchster Not zu Hilfe kommen, das erfahren die Kinder in diesem witzigen Theaterstück.

Achim Sonntag, freier Kindertheatermacher, kam nach Erfahrungen in den unterschiedlichsten Theaterformen schließlich zum Kindertheater. Er spricht in seinen Stücken die Phantasie der Kinder an und bezieht sein Publikum in den Ablauf der Handlung immer mit ein.

Dauer ca. 45 Min., für Kinder ab 3 Jahren
KubizJahnstraße 1,
82008 Unterhaching
Konzert heute

Gauting: Wassily Gerassimez, Nicolai Gerassimez & Alexej Gerassimez

Wassily Gerassimez, Nicolai Gerassimez & Alexej Gerassimez:
Bach, Koppel, A. Gerassimez, W. Gerassimez, Tschaikowsky, Reich, Sammut
Die Gebrüder Gerassimez begeistern mit Lust am virtuosen Glanz und mit Liebe zum lyrischen Detailsind mit eigenen Werken sowie Kompositionen von Bach, Koppel, Tschaikowsky, Reich und Sammut gemeinsam zu Gast im bosco.

Wassily Gerassimez (Violoncello), Nicolai Gerassimez (Klavier) und Alexej Gerassimez (Percussion) begeistern mit Lust am virtuosen Glanz und mit Liebe zum lyrischen Detail. Die drei Solokünstler kommen aus einer hochmusikalischen Familie, harmonieren im musikalischen Dialog und haben doch ihre Individualität behalten. Alle drei sind 1. Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes, gewannen viele Auszeichnungen und zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Von der Zeitung als „Vollblutmusiker“ betitelt, beweisen sie eindrucksvoll, dass familiäre Vertrautheit für ein ganz besonderes, intuitives und leidenschaftliches Zusammenspiel sorgen kann.

WASSILY GERASSIMEZ Violoncello
NICOLAI GERASSIMEZ Klavier
ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion

Mit Werken von Bach, Koppel, A. Gerassimez, W. Gerassimez, Tschaikowsky, Reich, Sammut
 

WASSILY GERASSIMEZ erhielt seinen ersten Unterricht bei Mechthild van der Linde in Dortmund und setzte 2002 als Jungstudent an der Musikhochschule Düsseldorf bei Prof. Gotthard Popp seine Ausbildung fort. 2006 wechselte er an die Musikhochschule Frankfurt zu Prof. Michael Sanderling. Seit 2008 wird er von Prof. Peter Bruns an der HMT in Leipzig unterrichtet.
Der junge Musiker gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Preise: Den jeweils ersten Preis erhielt er 2002 beim Internationalen Wettbewerb für Violoncello in Liezen (Österreich) und 2005 beim Internationalen Dotzauer Wettbewerb für Violoncello in Dresden. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" wurden ihm bisher 15 erste Preise in den Kategorien Kammermusik Duo und in der Solowertung verliehen. In den Jahren 2004 und 2010 gewann er in der Wertung für Violoncello solo auf Bundesebene den ersten Preis mit Höchstpunktzahl und Sonderpreis. Den Deutschen Musikwettbewerb mit Sonderpreis gewann er 2012 in der Kategorie Duo zusammen mit seinem Bruder Nicolai. 2006 wurde er gemeinsam mit seinen zwei Brüdern mit dem Aalto Preis in Essen ausgezeichnet. Er spielte als Solist bei den Schwetzinger Festspielen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und trat ebenfalls mit der Neubrandenburger Philharmonie sowie dem Konzerthausorchester Berlin auf. Er konzertierte zudem in Monaco und Österreich und trat bei dem Musikfestival „The Next Generation III“, dem Schleswig-Holstein Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Zermatt Festival auf.
Seit seiner Jugend ist der vielseitige Künstler auch sehr erfolgreich als Komponist tätig und hat mittlerweile zahlreiche Kompositionen für unterschiedliche instrumentale Besetzungen geschrieben. Zwei seiner Kompositionen wurden bereits auf CD veröffentlicht und werden regelmäßig im Radio gespielt. Sein Kompositionsstil reicht dabei von der Klassik bis zum Jazz.

NICOLAI GERASSIMEZ hat sich als Solist und Kammermusiker als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. Große Aufmerksamkeit erhielt er, als er sowohl 2010 als auch 2012 den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb gewann.
2014 erschien die CD "Free Fall" mit seinem Bruder Wassily Gerassimez. Diese CD beinhaltet u. a. Cello-Sonaten von Mendelssohn und Shostakovich und Jazz-Kompositionen von Wassily Gerassimez. Die Aufnahme nimmt Bezug auf vorherige Konzerte der beiden Künstler, die von der Zeitung als mitreißendes, homogenes, nahezu intuitives Zusammenspiel zweier Künstler beschrieben wurden. Nicolai Gerassimez kann trotz seines jungen Alters bereits auf viele musikalische Erfolge und Höhepunkte zurückblicken. Solokonzerte und Recitals führten ihn in die renommiertesten Musikzentren Europas und den USA, wie u. a. die Berliner Philharmonie, Londoner Wigmore Hall, Hamburger Laeiszhalle und dem Berliner Konzerthaus sowie zu wichtigen internationalen Festivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ebenso Solist anerkannter Orchester, z. B. dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, den Essener Philharmonikern, den Berliner Symphonikern und den Bochumer Symphonikern und arbeitet mit Dirigenten wie Kristjan Järvi und Stefan Soltesz zusammen.
Nicolai Gerassimez wurde 1985 in Essen in eine Musikerfamilie hineingeboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Er studierte bei Prof. Josef Anton Scherrer an der Musikhochschule Köln, bei Julia Goldstein-Manz in Hannover, bei Prof. Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin und an der HMT Rostock bei Prof. Matthias Kirschnereit. Er schloss sein Klavierdiplom und seinen Kammermusikmasterstudiengang mit Auszeichnung ab. Seit 2011 unterrichtet Nicolai Gerassimez als Lehrbeauftragter an der HMT Rostock.

Der 1987 in Essen geborene Perkussionist ALEXEJ GERASSIMEZ ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium. Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen. Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester wie Münchner Philharmoniker und Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Dirigenten wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Eivind Gullberg Jensen, Jonathan Stockhammer. Er gestaltet Solo-Programme, tritt mit seiner eigenen Percussion-Group auf und ist begeisterter Kammermusiker. Die Pianisten Arthur und Lucas Jussen, das SIGNUM saxophone quartet und der Jazzpianist Omer Klein zählen zu seinen Partnern. Konzerte führten den ehemaligen Preisträger des ARD-Wettbewerbs bereits nach China, Südkorea, die USA, die Schweiz und die Niederlande und zu Festivals wie Schleswig-Holstein Musik Festival, Bonner Beethovenfest und Niedersächsische Musiktage. Alexej Gerassimez ist derzeit „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund und nimmt am Förderprogramm der „stART academy von Bayer Kultur“ teil. Im Frühling 2021 erschien bei Berlin Classics sein neues Album „Starry Night“, das ihn gemeinsam mit dem SIGNUM saxophone quartet auf eine „Reise durch das Universum“ führt.
Seine eigenen Kompositionen sind sowohl durch die Auslotung rhythmischer und klanglicher Möglichkeiten als auch durch die Kreation eigenwilliger Sounds und die Freude an Grenzüberschreitungen gekennzeichnet. Dementsprechend integriert Alexej Gerassimez neben den üblichen Schlag- und Melodieinstrumenten auch Objekte aus eigentlich musikfernen Kontexten wie Flaschen, Bremsscheiben, Fässer oder Schiffsschrauben.
Seit November 2017 Alexej Gerassimez ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Theaterforum Gauting e.V.
im bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting      
Oberer Kirchenweg 1      
82131 Gauting
Zugabe heute

München Literaturhaus: »SHUGGIE BAIN« LESUNG MIT DOUGLAS STUART

»SHUGGIE BAIN«LESUNG MIT DOUGLAS STUARTModeration: Günter KeilLesung: Thiemo Strutzenberger
Mit dem Booker Preis 2020 ausgezeichnet, von Lesern, Autoren und internationalen Medien bejubelt: Mit seinem Debüt »Shuggie Bain« hat Douglas Stuart, schottischer, in New York lebender Modedesigner und Schriftsteller, die eigene Lebensgeschichte verarbeitet. Shuggie, Kind einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre, ist zu zart, zu feminin, zu weich für den Vater, die Zuneigung des Jungen gehört der Mutter. Doch diese strahlende Frau verfällt dem Alkohol. Sie zu retten ist Shuggies Mission. »Shuggie Bain« ist die internationale Entdeckung des Jahres (Hanser Berlin, dt. von Sophie Zeitz); ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe.
Literaturhaus MünchenSalvatorplatz 1,
80333 München
Zugabe heute

Landsberg Filmforum: The Father OmU english Cinema

The Father OmU english Cinema
Oscarverleihung 2021: Bester Hauptdarsteller Anthony Hopkins – Bestes Drehbuch Christopher Hampton
R: Florian Zeller – B: Christopher Hampton, Florian Zeller – K: Ben Smithard – D: Anthony Hopkins, Olivia Colman, Imogen Poots, Evie Wray, Rufus Sewell – GB 2020, L:98 Min. FSK 6

Selten hat ein Film die Schwere der Demenzkrankheit in voller Wirkung gezeigt, wie es „The Father“ von Regisseur Florian Zeller getan hat. Basierend auf seinem eigenen Theaterstück “The Father“ schildert der französische Regisseur in seinem Debütfilm die Demenzkrankheit aus der Sicht desjenigen, der an der Krankheit leidet. So wird ein akkurates Bild gezeichnet, das auch Angehörigen von Demenzkranken zeigt, wie schockierend bereits kleinste Änderungen im Alltag ihrer Liebsten sein können.  Gedächtnisschwund wurde wahrscheinlich noch nie so tiefgreifend vermittelt wie in diesem Film. Es ist eine höchst effiziente Strategie, mit der die Regie uns manipuliert. Dem Kranken (Anthony Hopkins) erscheint die eigene Sicht logisch und kohärent, und weil sich der Film diese subjektive Sicht zu eigen macht, wird sein schwieriges Verhalten emotional nachvollziehbar, seine Ungeduld, sein krankhaftes Beharren auf Dingen, die ihm noch ein wenig Halt geben, schließlich auch seine Verzweiflung. Auch die Auswirkung einer Demenzerkrankung auf das Umfeld, die Nöte der Angehörigen, ihre Frustration und Trauer wie auch ihre Tapferkeit, vergisst der Film nicht. Florian Zeller ist ein unbarmherzig ehrlicher Film ohne Raum für Sentimentalität gelungen.
Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Konzert heute

Gauting: Wassily Gerassimez, Nicolai Gerassimez & Alexej Gerassimez

Wassily Gerassimez, Nicolai Gerassimez & Alexej Gerassimez:
Bach, Koppel, A. Gerassimez, W. Gerassimez, Tschaikowsky, Reich, Sammut
Die Gebrüder Gerassimez begeistern mit Lust am virtuosen Glanz und mit Liebe zum lyrischen Detailsind mit eigenen Werken sowie Kompositionen von Bach, Koppel, Tschaikowsky, Reich und Sammut gemeinsam zu Gast im bosco.

Wassily Gerassimez (Violoncello), Nicolai Gerassimez (Klavier) und Alexej Gerassimez (Percussion) begeistern mit Lust am virtuosen Glanz und mit Liebe zum lyrischen Detail. Die drei Solokünstler kommen aus einer hochmusikalischen Familie, harmonieren im musikalischen Dialog und haben doch ihre Individualität behalten. Alle drei sind 1. Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes, gewannen viele Auszeichnungen und zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe. Von der Zeitung als „Vollblutmusiker“ betitelt, beweisen sie eindrucksvoll, dass familiäre Vertrautheit für ein ganz besonderes, intuitives und leidenschaftliches Zusammenspiel sorgen kann.

WASSILY GERASSIMEZ Violoncello
NICOLAI GERASSIMEZ Klavier
ALEXEJ GERASSIMEZ Percussion

Mit Werken von Bach, Koppel, A. Gerassimez, W. Gerassimez, Tschaikowsky, Reich, Sammut
 

WASSILY GERASSIMEZ erhielt seinen ersten Unterricht bei Mechthild van der Linde in Dortmund und setzte 2002 als Jungstudent an der Musikhochschule Düsseldorf bei Prof. Gotthard Popp seine Ausbildung fort. 2006 wechselte er an die Musikhochschule Frankfurt zu Prof. Michael Sanderling. Seit 2008 wird er von Prof. Peter Bruns an der HMT in Leipzig unterrichtet.
Der junge Musiker gewann bereits zahlreiche nationale und internationale Preise: Den jeweils ersten Preis erhielt er 2002 beim Internationalen Wettbewerb für Violoncello in Liezen (Österreich) und 2005 beim Internationalen Dotzauer Wettbewerb für Violoncello in Dresden. Beim Wettbewerb "Jugend musiziert" wurden ihm bisher 15 erste Preise in den Kategorien Kammermusik Duo und in der Solowertung verliehen. In den Jahren 2004 und 2010 gewann er in der Wertung für Violoncello solo auf Bundesebene den ersten Preis mit Höchstpunktzahl und Sonderpreis. Den Deutschen Musikwettbewerb mit Sonderpreis gewann er 2012 in der Kategorie Duo zusammen mit seinem Bruder Nicolai. 2006 wurde er gemeinsam mit seinen zwei Brüdern mit dem Aalto Preis in Essen ausgezeichnet. Er spielte als Solist bei den Schwetzinger Festspielen mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und trat ebenfalls mit der Neubrandenburger Philharmonie sowie dem Konzerthausorchester Berlin auf. Er konzertierte zudem in Monaco und Österreich und trat bei dem Musikfestival „The Next Generation III“, dem Schleswig-Holstein Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Zermatt Festival auf.
Seit seiner Jugend ist der vielseitige Künstler auch sehr erfolgreich als Komponist tätig und hat mittlerweile zahlreiche Kompositionen für unterschiedliche instrumentale Besetzungen geschrieben. Zwei seiner Kompositionen wurden bereits auf CD veröffentlicht und werden regelmäßig im Radio gespielt. Sein Kompositionsstil reicht dabei von der Klassik bis zum Jazz.

NICOLAI GERASSIMEZ hat sich als Solist und Kammermusiker als einer der führenden Pianisten seiner Generation etabliert. Große Aufmerksamkeit erhielt er, als er sowohl 2010 als auch 2012 den 1. Preis beim Deutschen Musikwettbewerb gewann.
2014 erschien die CD "Free Fall" mit seinem Bruder Wassily Gerassimez. Diese CD beinhaltet u. a. Cello-Sonaten von Mendelssohn und Shostakovich und Jazz-Kompositionen von Wassily Gerassimez. Die Aufnahme nimmt Bezug auf vorherige Konzerte der beiden Künstler, die von der Zeitung als mitreißendes, homogenes, nahezu intuitives Zusammenspiel zweier Künstler beschrieben wurden. Nicolai Gerassimez kann trotz seines jungen Alters bereits auf viele musikalische Erfolge und Höhepunkte zurückblicken. Solokonzerte und Recitals führten ihn in die renommiertesten Musikzentren Europas und den USA, wie u. a. die Berliner Philharmonie, Londoner Wigmore Hall, Hamburger Laeiszhalle und dem Berliner Konzerthaus sowie zu wichtigen internationalen Festivals, wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ebenso Solist anerkannter Orchester, z. B. dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, den Essener Philharmonikern, den Berliner Symphonikern und den Bochumer Symphonikern und arbeitet mit Dirigenten wie Kristjan Järvi und Stefan Soltesz zusammen.
Nicolai Gerassimez wurde 1985 in Essen in eine Musikerfamilie hineingeboren und begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierspiel. Er studierte bei Prof. Josef Anton Scherrer an der Musikhochschule Köln, bei Julia Goldstein-Manz in Hannover, bei Prof. Galina Iwanzowa an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin und an der HMT Rostock bei Prof. Matthias Kirschnereit. Er schloss sein Klavierdiplom und seinen Kammermusikmasterstudiengang mit Auszeichnung ab. Seit 2011 unterrichtet Nicolai Gerassimez als Lehrbeauftragter an der HMT Rostock.

Der 1987 in Essen geborene Perkussionist ALEXEJ GERASSIMEZ ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium. Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen. Als Solist ist Alexej Gerassimez Gast international renommierter Orchester wie Münchner Philharmoniker und Konzerthausorchester Berlin unter der Leitung von Dirigenten wie Tan Dun, Kristjan Järvi, Eivind Gullberg Jensen, Jonathan Stockhammer. Er gestaltet Solo-Programme, tritt mit seiner eigenen Percussion-Group auf und ist begeisterter Kammermusiker. Die Pianisten Arthur und Lucas Jussen, das SIGNUM saxophone quartet und der Jazzpianist Omer Klein zählen zu seinen Partnern. Konzerte führten den ehemaligen Preisträger des ARD-Wettbewerbs bereits nach China, Südkorea, die USA, die Schweiz und die Niederlande und zu Festivals wie Schleswig-Holstein Musik Festival, Bonner Beethovenfest und Niedersächsische Musiktage. Alexej Gerassimez ist derzeit „Junger Wilder“ am Konzerthaus Dortmund und nimmt am Förderprogramm der „stART academy von Bayer Kultur“ teil. Im Frühling 2021 erschien bei Berlin Classics sein neues Album „Starry Night“, das ihn gemeinsam mit dem SIGNUM saxophone quartet auf eine „Reise durch das Universum“ führt.
Seine eigenen Kompositionen sind sowohl durch die Auslotung rhythmischer und klanglicher Möglichkeiten als auch durch die Kreation eigenwilliger Sounds und die Freude an Grenzüberschreitungen gekennzeichnet. Dementsprechend integriert Alexej Gerassimez neben den üblichen Schlag- und Melodieinstrumenten auch Objekte aus eigentlich musikfernen Kontexten wie Flaschen, Bremsscheiben, Fässer oder Schiffsschrauben.
Seit November 2017 Alexej Gerassimez ist Professor für Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Theater in München.

Theaterforum Gauting e.V.
im bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting      
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Museen heute

München Artcurial: Picasso

München Artcurial: Picasso
Ausstellung vom 06. September bis 29. Oktober 2021

ab dem 06. September 2021 widmet Artcurial München dem großen spanischen Künstler Pablo Picasso eine Ausstellung. In Zusammenarbeit mit Marco Pesarese Fine Art und der Galerie Zink Waldkirchen werden im Showroom von Artcurial Deutschland 30 Druckgrafiken aus der Zeit von 1927 bis 1963 präsentiert und ergänzend fünf Positionen zeitgenössischer Kunst, welche auf angenehm unerwartete Weise Bezug auf einen der wichtigsten Künstler des vergangenen Jahrhunderts nehmen, gezeigt.

Marco Pesarese hat für die Ausstellung ausschließlich druckgrafische Werke zusammengetragen. In der Ausstellung befindet sich eine der seltensten Grafiken Picassos überhaupt: Minotaure à la coupe et son amie, 1933-34. Bisher ist nur ein einziges Exemplar dieser Radierung bekannt. Picasso hat es dem Drucker der Suite Vollard, Roger Lacourière, gewidmet und es ist eine kleine Sensation, dass dieses Werk in einer Ausstellung zu sehen ist.
Das Zitat von Pablo Picasso "Good artists copy, great artists steal" als Motto genommen, hat Michael Zink fünf zeitgenössische Künstler ausgesucht, welche in ihrem Werk manchmal ganz direkt oder auch nur formal an Pablo Picasso anknüpfen.

Der spanische Landsmann Matías Sánchezaus Sevilla portraitiert den alten Pablo Picasso 1972 im Jahr vor seinem Tod mit Palette und Pinsel vor seiner Staffelei. Der isländische Maler-Star Baldur Helgason dekonstruiert seine Figuren und setzt sie nach Altmeistermanier wieder neu zusammen. Die in Jena lebende Jana Gunstheimer zeigt aus ihrem Zyklus "Methods of Destruction", was passiert, wenn im Zuge einer Restaurierung auch das Schönheitsideal der Zeit angepasst wird.

Der belgische Zeichner und Bildhauer Dirk Zoete adaptiert die Leichtigkeit von Picassos Strich, indem er seine Figur mit Wollfäden auf die Wand zeichnet. Die amorphen Keramik-masken von Michael Sailstorfer lassen sich leicht mit den eigenwilligen Physiognomien von Picassos Portraits in Verbindung bringen, die ihrerseits wiederum inspiriert wurden von der Ästhetik traditioneller archaischer Masken aus Afrika und Ozeanien.

Alle gezeigten Werke in der Ausstellung sind verkäu?ich.

Zu sehen ist die Ausstellung vom 06. September - 29. Oktober 2021 im Showroom von Artcurial Deutschland in den Arkaden des Münchner Hofgartens, Galeriestraße 2b in München.

An den Wochenenden 11./12. September und 23./24. Oktober ist die Ausstellung jeweils von 12-18 Uhr geöffnet.

Artcurial AllemagneAuktionshaus in München, BayernGaleriestraße 2B,
80539 München
Abbildungen:

Pablo Picasso Minotaure aveugle guidé par Marie-Thérèse au pigeon dans une nuit étoilée aus "Suite Vollard“ 1934 Aquatinta mit Schabeisen, Stichel und Kaltnadel überarbeitet auf Vergé de Montval mit Wasserzeichen Picasso, Plattengröße: 24,7 x 34,8 cm Bloch 225, Baer 437/IV/B.d aus der Auflage von 260 Exemplaren signiert
Pablo Picasso Faune dévoilant une Dormeuse aus "Suite Vollard" 1936 Aquatinta und Kupferstich auf Vergé de Montval mit Wasserzeichen Vollard, Plattengröße: 31,6 x 41,7 cm Bloch 230, Baer 609/VI B.d aus der Auflage von 260 Exemplaren
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: Leif Trenkler - Coloured Beauty

Leif Trenkler
Coloured Beauty
Buchheim Museum bernried
Ausstellung vom 22. Mai bis zum 10. Oktober 2021

Vor unseren Augen entfaltet sich eine fantastische Welt jenseits unseres Wahrnehmungshorizonts. An Farbgebung und Zusammenstellung wird deutlich, dass Leif Trenkler sich nicht nach der Natur richtet, sondern die Elemente seiner Darstellungen aus seinem Bildgedächtnis bezieht. In der Malerei verbindet er sie dann zu einer frei der Vorstellungskraft entspringenden Komposition. Trenkler wurde 1960 in Wiesbaden geboren. Er studierte an der Städelschule in Frankfurt und an der Kunstakademie in Düsseldorf. Heute lebt er in Köln. In seinem Werk befasst sich der Maler vorrangig mit Menschen, Landschaften und Architekturen, aber auch der Kosmos hat Einzug in seine Bildwelt genommen..


Leif Trenkler
Coloured Beauty
Der Titel ist provokativ. Er erinnert an „Black Beauty“, nur eben bunter. Der Pferderoman von 1877 und seine zahlreichen Verfilmungen lassen die Herzen der Freunde romantischer Unterhaltung höherschlagen. Zumindest eines haben diese Fernseherlebnisse und die Gemälde von Leif Trenkler gemeinsam: In einem als bedrohlich empfundenem Umfeld wird die Schönheit zum Fluchtort der Phantasie. Als Leif Trenkler in den 1980er Jahren den Weg wählte, nicht nur realistisch, sondern auch farbenprächtig zu komponieren, stand er noch im Gegensatz zur „Triebkraft der modernen Kunst“ des 20. Jahrhunderts. Der amerikanische Expressionist Barnett Newman hatte diese stellvertretend für so viele Künstler seiner Zeit in dem „Verlangen“ ausgemacht, „das Schöne zu zerstören“. Heute erkennen wir in Trenkler einen Trendsetter der „Neuen Figuration“ – einer heute tragenden Strömung der Malerei, die gleichsam aus dem Untergrund heraus die Glaubenssätze der abstrakten Moderne hinterfragte.
Trenkler ist der Inbegriff eines empfindsamen Künstlers. Die beklemmende Kindheit in einer Siedlung des sozialen Wohnungsbaus und die Errettung vom Wassertod sind die Triebfedern seiner Laufbahn. In der Malerei der italienischen Renaissance fand der Jugendliche die Ruhe und Geborgenheit, die ihm im Leben zunächst unerreichbar schienen. Als er sich schließlich mit seinen Gemälden auf die sonnige Seite des Lebens emporgearbeitet hat, lernt er die Welt der Poolvillen Floridas und Kaliforniens kennen, der so häufig seine Motive entstammen. Trotz all ihrer in Szene gesetzten architektonischen und landschaftlichen Schönheiten offenbaren die Bilder die hochfragile Vorstellungswelt eines verletzlichen Individuums. In seinen ahnungsreichen Kompositionen findet sich oft ein Wesen, ganz gleich ob Mensch oder Tier, das wie die Figur eines romantischen Gemäldes auf das Leben schaut, mit all seinen Höhen, seinen Tiefen und seiner Vergänglichkeit.
Die Kompositionen Trenklers reflektieren seine Themen. Hauchdünn massiert er die Ölfarben in den von ihm bevorzugten Malgrund des Birkenholzes ein. Wie ein zarter Schleier der Illusion legt sich das Bildgeschehen auf die noch durchscheinende Maserung. Unsere Wahrnehmung ist geübt darin, in mehrdeutigen Mustern bekannte Gegenstände wiederzuerkennen. So sehen wir zunächst mit gestochener Klarheit die Wasseroberflächen, die Häuser, die Landschaften und Personen. Doch je länger wir uns mit den Werken Trenklers beschäftigen, desto deutlicher treten die Elemente freier koloristischer Kompositionen vor unsere Augen: autonome Felder, anmutige Übergänge und krasse Kontraste.
Für Lothar-Günther Buchheim war der „Kampf“, den die Maler der Brücke „auszufechten versuchten“, bis in die Gegenwart aktuell: der Widerstreit zwischen der „dingbezogenen Form“, in der wir ein Abbild unserer Lebenswelt zu erkennen glauben, „und das autonome Schalten und Gestalten mit frei erfundenen Zeichen.“ Nur in diesem Spannungsfeld, so war sich der Gründer dieses Museums sicher, könne die Phantasie sich entfalten. Zu einem solchen Erlebnis möchten wir unsere Besucher hier einladen.
Die Ausstellung erstreckt sich über zwei Säle. Im ovalen Saal des Erdgeschosses ist ein Überblick über Trenklers Bildgegenstände der vergangenen zehn Jahre versammelt: Architekturen, Autos, Menschen, Tiere, Flüsse. Der Turmsaal ist den aktuellen Arbeiten Trenklers der letzten beiden Jahre gewidmet. Im hier vorherrschenden Thema der Wasseroberfläche offenbart sich seine ästhetische Bewältigung des traumatischen Ertrinkungserlebnisses.


Leif Trenkler
1960
Trenkler wird in Wiesbaden geboren.
1984-1986
Er besucht die Städelschule in Frankfurt am Main.
1988-1990
Für ein Jahr studiert er an der Kunstakademie Düsseldorf.
1988-1990
Trenkler setzt sein Kunststudium bei Thomas Bayrle und Jörg Immendorff an der Städelschule fort und kommt hier zum Abschluss.
1990-1991
Ein Auslandsstipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes führt ihn nach Italien.
In den Folgejahren etabliert sich Leif Trenkler zu einem wichtigen Vertreter der „Neuen Figuration“. Diese schwerpunktmäßig von Deutschland ausgehende Bewegung löst den historischen Widerspruch zwischen abstrakter Komposition und realistischer Repräsentation auf und gewinnt international höchste Beachtung. Leif Trenkler stellt in zahlreichen Galerien in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, der Türkei, Belgien, Dänemark, Tschechien, den Niederlanden, den USA und Kanada aus. Die Thomas Rehbein Galerie in Köln sowie die Galerie Karl Pfefferle in München werden über Jahrzehnte hinweg zu seinen ständigen Begleitern. Auch zahlreiche Kunstvereine und Museen, darunter das Haus der Kunst in München, das Museum Ludwig in Köln, das Museum Franz Gertsch in Burgdorf, die Kunsthalle in München, das Kunsthaus Wien und die Kunsthal Rotterdam, zeigen im Rahmen von Gruppen- und Einzelausstellungen Arbeiten von ihm.
2021
Im Hirmer Verlag erscheint eine große Monographie über Leif Trenkler mit Texten von Stephanie Götsch, Thomas Kling und Gottfried Knapp. Gleichzeitig erhält er im Buchheim Museum seine erste große museale Einzelausstellung.
Leif Trenkler lebt und arbeitet in Köln.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildung:
Leif Trenkler
Früh am Morgen in Yellow Valley
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Museen heute

München Haus der Kunst: Sweat

Sweat
Haus der Kunst München
Ausstellung vom 11. Juni 2021 bis 09. Januar 2022

Der menschliche Körper produziert Schweiß bei so unterschiedlichen emotionalen Zuständen wie Widerstand, Angst, Anziehung und Abstoßung, Freude, sexueller Erregung und Exzess. Die Ausstellung „Sweat“ erzählt – ausgehend von bewegten Körpern ¬– von lustvoller Selbstermächtigung und Geschichten des Widerstands.

Die hier versammelten 30 künstlerischen Stimmen sind an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und angesichts verschiedener Bedingungen des sozialen Druckes entstanden. Die jeweiligen Erfahrungen der Ausgrenzung und Unterdrückung – in Bezug auf Kultur, Geschlecht, Herkunft, soziale Schicht oder Sexualität – werden dabei nicht gegeneinander aufgewogen oder abgegrenzt. Ziel der Ausstellung „Sweat“ ist es vielmehr, die Aufmerksamkeit auf die Komplexität verschiedener Realitäten zu lenken und sinnliche Zugänge zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen zu schaffen.

Gegen gewaltsame Versuche, ihre Körper zu kontrollieren, wehren sich die Künstler*innen mit einer Poesie der Freude. Jacolby Satterwhite (geb. 1986, USA) verwandelt mit „We Are In Hell When We Hurt Each Other“ (2020) die Mittelhalle des Haus der Kunst in ein Nachtclub-Environment. Tanzende Avatare und faszinierende Landschaften einer Videoprojektion fungieren als Erweiterungen des eigenen Köpers. Satterwhite verschmilzt die Ästhetik von Musikvideo und Computerspiel, queerer Clubkultur und Voguing, westlicher Geschichte der Performance und afrikanische Riten mit persönlichen Video- und Tonaufnahmen. Der zweite Teil dieser Videoinstallation, „Shrines“ (2020), feiert im Oktober des Jahres im Haus der Kunst seine europäische Premiere.

Die Verbindung von Klang und Bewegung im Raum wird in einer weiteren Neuproduktion am Eingang der Ausstellung erfahrbar, einer wandfüllenden Malerei von Christine Sun Kim (geb. 1980, USA) („MAY BE HERE MAYBE HE RE“, 2021). Kim visualisiert oftmals verschiedene Gefühlszustände, die sie angesichts des Ausschlusses von öffentlichen Institutionen, den Medien und insbesondere der Kunstwelt erfahren hat – dort, wo der Zugang zu nicht-verbaler Verständigung nur unzureichend gegeben ist. In dieser neuen ortsspezifischen Malerei wiederholt sie die visuell ähnlichen Gesten für „maybe“ [vielleicht] und „here“ [hier] in amerikanischer Zeichensprache mit ihren schriftlichen Entsprechungen. Die Darstellungen aus Händen mit Pfeilsymbolen verdichten sich zu einem rhythmischen und kinetischen Muster.

Karneval als transatlantische, gemeinschaftsbildende Praxis der Maskerade, des Tanzes und der improvisierten Besetzung der Straße ist ebenfalls zentrales Thema. Eingeleitet wird es von António Ole (geb. 1951, Angola), dessen Film „Carnaval da Vitória“ (1978) vom wiedereingeführten Straßenkarneval in Luanda und Angolas anti-kolonialem Kampf um Selbstbestimmung handelt. Eine Weiterführung dieses Themas bilden die Skulpturen von Daniel Lind-Ramos (geb. 1953, Puerto Rico). Sie bestehen aus Fundstücken wie Masken, Musikinstrumenten, Stoffen und Sportartikeln, und fungieren als poetische Archive sowohl von musikalischen Traditionen, als auch von sozialen Auseinandersetzungen, Spiritualität der Vorfahren, und politischem Widerstand seines Heimatlandes Puerto Ricos.

Eine Hommage an den weiblichen Körper formuliert Mary Beth Edelson (geb. 1933, USA; gest. 2021, USA) mit „Great Goddess Cut-Outs“ (1974-1975). Mit dieser Skulpturenserie stellt sie archaische Gottheiten und Ahnenwelten dar und geht der formalen Verbindung zwischen dem Weiblichen und dem Göttlichen nach. Zeitgenössische Versionen dieser Forderung, die Bildsprache des eigenen Körpers selbst zu bestimmen, finden sich beispielsweise in den digitalen Selbstporträts, mit denen Tabita Rezaire (geb. 1989, Frankreich) archetypische Zuschreibungen an Schwarze Frauen herausarbeitet. Auch Tschabalala Self (geb. 1990, USA) drückt mit Porträts und Skulpturen unterschiedliche Haltungen gegenüber dem weiblichen Schwarzen Körper aus macht sich diese Zuschreibungen zu eigen. Zadie Xa (geb. 1983, Canada) verbindet in ihren tragbaren Textilarbeiten westliche Popkultur mit traditioneller südkoreanischer Mythologie. Ihr visuelles Vokabular nährt sich oft aus der Welt der Ozeane, die sowohl für den Ursprung des Lebens stehen, als auch für überlieferte Mythen einer matriarchalisch geprägten „Heimat“.

„What is danced nobody can take away from me“

Dieser Ausspruch von Santiago Reyes, der sich in seiner Tanzperformance „Dancing Southward“ (2016-) mehr und mehr in Schweiß getränkt materialisiert, könnte als Motto für die in „Sweat“ versammelten, Generationen und Nationen übergreifenden Geschichten des körperlichen Widerstands dienen. Die Zusammenschau von Werken der jüngsten Gegenwart und wegweisenden feministischen, queeren und postkolonialen Positionen der 1970er- und 1980er-Jahre zeigt, wie Künstler*innen die Veränderung von Körperpolitiken vorangebracht haben, und dass in den letzten Jahrzehnten künstlerische Formensprachen den kulturellen Verschiebungen ihrer Zeit voraus waren.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation im K-Verlag mit Beiträgen von Olamiju Fajemisin, Raphael Fonseca, André Lepecki, Miguel A. López, Renée Mboya, Anna Schneider, Elena Setzer, Claire Tancons und Helena Vieira.

Kuratiert von Anna Schneider und Raphael Fonseca; kuratorische Assistenz: Elena Setzer

Mit Werken von Pacita Abad, Cecilia Bengolea, Mohamed Bourouissa, chameckilerner, Mary Beth Edelson, Philipp Gufler, Sunil Gupta, Eisa Jocson, Isaac Julien, Christine Sun Kim, Daniel Lind-Ramos, Natalia LL, MAHKU (Movement of Huni Kuin Artists), MPA, Mulambö, António Ole, Santiago Reyes, Tabita Rezaire, Michele Rizzo, Guadalupe Rosales, Jacolby Satterwhite, Tschabalala Self, Tuesday Smillie, João Pedro Vales Nuno Alexandre Ferreira, Kaylene Whiskey, Zadie Xa.

Stiftung Haus der Kunst MünchenPrinzregentenstraße 1,
80538 München
Abbildung:
Zadie Xa
"Child of Magohalmi and the Echoes of Creation", 2019
Photo: Benito Mayor Vallejo
Museen heute

Franz Marc Museum: Joseph Beuys und Franz Marc - Empathie für das Tier

Joseph Beuys und Franz Marc - Empathie für das TierFranz Marc Museum Kochel am See
Ausstellung vom 15. Juni bis 10. Oktober 2021

Anlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys (12.5.2021) zeigt die Kabinett-Ausstellung Tierzeichnungen und Aquarelle Franz Marcs sowie Fotografien Caroline Tisdalls von Joseph Beuys‘Aktion Coyote, die im Mai 1984 in der New Yorker Galerie René Block stattfand. Ausgangspunkt war die Frage nach der Kommunikation zwischen Mensch und Tier. Beide sind Bewohner einer Welt und durch existentielle Bedingungen ihres Lebens verbunden. Joseph Beuys verbrachte eine Woche in einem durch Gitter abgesperrten Raum mit dem Koyoten Little John, während der sich ein spezielles Verhältnis zwischen dem Tier und dem Künstler entwickelte.Sowohl Joseph Beuys als auch Franz Marc sahen das Tier mit Instinkt-und Orientierungskräften begabt, die dem Menschen im Laufe seiner Entwicklung verloren gingen.
Wie sieht ein Tier die Welt? fragte Franz Marc und Joseph Beuys entwickelte das Projekt einer Partei für Tiere, zu dem eine Zeichnung entstand,  die in der Ausstellung zu sehen ist.
Vortrag:
Joseph Beuys und das TierEugen Blume, künstlerischer Leiter Beuys2021
11. Juli 2021, 11:00UhrAnlässlich des 100. Geburtstages von Joseph Beuys freuen wir uns, den Beuys-Kenner und ehemaligen Leiter des Hamburger Bahnhofs in  Berlin, Eugen Blume, für einen Vortrag zu Joseph Beuys und das Tiergewonnen zu haben.
Franz Marc Museum – Kunst im 20. Jahrhundert
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel a. See
Abbildung:
Franz Marc, Liegende Hyäne (Liegender Wolf) (aus Skizzenbuch XXXI, p. 49), 1913
Franz Marc Museum, Stiftung Etta und Otto Stangl
Foto: collecto.art
Museen heute

Franz Marc Museum: Ich bin mein Stil - Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem Reiter

Ich bin mein Stil - Künstlerbildnisse im Kreis von Brücke und Blauem ReiterFranz Marc Museum Kochel am See
Ausstellung vom 20.Juni bis 03. Oktober 2021
Es ging um eine „Neue Kunst“. Die Malerinnen und Maler des Blauen Reitersund der Brückewollten mit Traditionen brechen und Bilder malen, die die Welt verändern. Ihre Gemälde sind voller Farbe und Bewegung, tauchen alles in ein ungewohntes Licht und treffen den Betrachter emotional. Wer waren diese Revolutionäre der Kunst? Wie sahen sie aus und wie sahen sie sich selbst? Danach fragt die Ausstellung "Ich bin mein Stil. Künstlerbildnisse im Kreis der Brücke und des Blauen Reiters".Sie zeigt die Selbstporträts der Künstlerinnen und Künstler und die Bildnisse, die sie gegenseitig von sich malten. Neben Briefen und Tagebüchern, Programmen und Streitschriften zeigen ihre Porträts ein neues Selbstverständnis der Künstler. Ihre Selbstinszenierung greift auf alte Kompositionsmuster zurück, die Art und Weise wie diese Bildnisse gemalt sind, ist aber voraussetzungslos neu.
Das zeigt sich schon bei Max Beckmanns großformatigem Doppelbildnis mit seiner jungen Frau Minna, einer wichtigen Leihgabe aus dem Kunstmuseum Moritzburg in Halle. Das ganzfigurige Porträt ist durch traditionelle Bildmuster geprägt, lässt aber eine latente Verunsicherung spüren: Die Künstler der Avantgarde mussten sich neu erfinden, was gerade in den Werken Ernst Ludwig Kirchners sichtbar wird. Sein Atelierbild aus der Sammlung Gunzenhauser in Halle zeigt die Geliebte Kirchners und seinen Freund Erich Heckel in einem exotischeingerichteten, vielfarbigen Raum. Er war Teil des Wohnateliers, in dem die Künstler mit Freunden, Modellen und Geliebten lebten und arbeiteten.
Die spezielle Atmosphäre dieser Räume spiegelt sich auch nach der Auflösung der Brücke in den Bildnissen der Künstler, so dem eindrucksvollen Selbstporträt Karl Schmidt-Rottluffs mit Zigarre aus dem Museum Wiesbaden,  auf  dem  der  Maler sein Gesicht im Stil einer afrikanischen Maske malte.
Diese künstlerische Referenz war auch für die Malerinnen und Maler des Blauen Reiters wirksam. Darüber hinaus spielt in ihren Porträts die bayerische Volkskunst eine Rolle, die sie in ihrer Ursprünglichkeit verehrten und sammelten. Die Blauen Reiter lebten und arbeiteten vorzugsweise auf dem Land und malten sich dort gegenseitig. Gabriele Münter stellte Wassily Kandinsky auf einem Gemälde aus dem Museum Burda in Baden Baden bei einer Bootsfahrt dar – mit blitzenden Brillengläsern, als intellektuellen Kapitän.
Kandinsky wiederum malte Marianne von Werefkin und Gabriele Münter auf einem roten Sofa plaudernd. Das Gemälde, eine Leihgabe aus dem Kunstmuseum Bern, vermittelt die besondere Atmosphäre des Hauses, das Kandinsky und Münter seit 1909 bewohnten und das sie neben ihren  eigenen Werken mit bayerischer Volkskunst ausgestattet hatten.
Der erste Weltkrieg zerstörte Hoffnungen und Utopien, was sich im Künstlerporträt im Ausdruck von Angst und Verzweiflung niederschlägt. Schon vor dem Krieg hatte Ludwig Meidner die Katastrophe vorausgesehen und sich selbst auf einem dramatischen Bildnis aus der Pinakothek der Moderne in München als Selbstmörder dargestellt. Die  Errungenschaften von Brücke und Blauem Reiter haben die Kunst jedoch über den Krieg hinaus nachhaltig geprägt mit einem neuen Malstil, der eine neue Sicht der Welt reflektiert: die analytische und emotionale Durchdringung ihrer oberflächlichen Erscheinung im Blick des Künstlers. Sowohl die neue Malweise, geprägt durch eine intensive, kontrastreiche Farbigkeit, die spontane Geste, eine neue Auffassung von Raum und Volumen, als auch die Subjektivität des künstlerischen Blicks spiegeln sich in seiner und ihrer (Selbst)Darstellung, die wiederum Reflex ihrer Werke ist. Dies wird in der Ausstellung erfahrbar durch die Gegenüberstellung von Bildnissen und zeitgleichen Werken der Künstlerinnen und Künstler.
Es erscheint ein Katalog mit Textbeiträgen von Cornelia Blume, Meike Hoffmann, Isabelle Jansen, Cathrin Klingsöhr-Leroy, Olaf Peters, Carla Schulz-Hoffmann, Jean Starobinski, Maximilian Westphal, Roman Zieglgänsberger.

Franz Marc Museum – Kunst im 20. Jahrhundert
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel a. See
Abbildung:Wassily Kandinsky, Interieur (mit zwei Damen), 1910
Kunstmuseum Bern,
Schenkung Livia Klee 2001
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: GAYMANN. VON HÜHNERN UND MENSCHEN

GAYMANN. VON HÜHNERN UND MENSCHEN
Ausstellung vom 26. Juni bis 24. Oktober 2021
Buchheim Museum Bernried

Mit Charme, Witz und Wärme fu?hren uns die Figuren des Cartoonisten Peter Gaymann die bisweilen unrühmlichen Situationen unseres Alltags vor Augen: wenn wieder einmal klar wird, dass Frau und Mann grundverschiedene Wesen sind; wenn kleine Versuchungen unsere guten Vorsätze zu Fall bringen; und wenn wieder einmal alles von der richtigen Atemtechnik abhängt.

Am 26. Juni 2020 wurde Gaymann 70 Jahre alt. Die aus diesem Anlass geplante Retrospektive des deutschen Großmeisters der komischen Kunst im Buchheim Museum wird nun zum 71. Geburtstag nachgeholt. Die von Peter Gaymann gestaltete und von Reinhard G. Wittmann kuratierte Ausstellung vermittelt ein ganzes Leben im Zeichen des Humors. Sie bildet die Entwicklungslinien des Künstlers nach, der mit seinen Hühnern zu einer Marke des deutschen Cartoons geworden ist.

Dass in diesem »Huhniversum« auch menschliche Charaktere zu ihrem Recht kommen, führen u?ber Jahrzehnte nicht nur die »Paar Probleme« in der Frauenzeitschrift BRIGITTE vor Augen, sondern auch zahlreiche andere Zeichnungen und Aquarelle. Reiseskizzen, Objekte und Collagen ergänzen das Spektrum der Schau.

Die kurzweilige Präsentation zeigt die Stufen von Gaymanns Lebens- und Werklauf. Zugleich führt sie uns psychologische und politische Themen vor Augen. Gaymann hat sich immer nah am Zeitgeist bewegt. Er gilt als scharfsinniger und witziger Chronist der deutschen Befindlichkeiten der vergangenen 50 Jahre. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Forum Humor und komische Kunst e.V. und ist Bestandteil des Humorfestivals Bernried.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,
D-82347 Bernried
Abbildung:
Peter Gaymann
Das Leben ist schön!
© Peter Gaymann
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: DIE FARBEN DER AVANTGARDE

DIE FARBEN DER AVANTGARDE
Buchheim Museum Bernried
Ausstellung vom 10.Juli bis zum 07.November 2021

Heckel begeistert sich für ein »brennendes« Rot, Kirchner freut sich über das »starke Violett«, Jawlensky stimmt ein »mystisches« Blau an, Beckmann konturiert seine Motive mit »magischem« Schwarz und Modersohn-Becker schwelgt in »Farbenstimmung«. Die Farben sind von großer Wichtigkeit für die Avantgarde, jener internationalen Strömung der frühen Moderne, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Expressionismus in Deutschland niederschlägt. Was ist neu an ihrem Kolorit? Welche Bedeutung messen die Avantgardist*innen ihren Farben und Farbzusammenstellungen bei? Und warum ist das heute genauso spannend wie damals?

WAS WAR DAVOR?
In früheren Zeiten mussten sich die Maler*innen ihre Farbpasten selbst anrühren. Dafür vermischten sie Farbpigmente mit einem Bindemittel, etwa Leinöl. Die Pigmente wurden aus anorganischen Farbmitteln hergestellt, also aus Erden wie Ocker oder Mineralien wie Eisenoxid, sowie aus organischen Farbstoffen, etwa dem Urin von Kühen bei Indischgelb oder den Blüten der Indigopflanze bei Indigoblau. Manche Pigmente waren selten und daher teuer.
DIE ERFINDUNG DER FARBTUBE
Mit Erstarken der Chemieindustrie im 19. Jahrhundert wuchs die Palette kostengünstiger synthetischer Farbpigmente. Ab 1841 gab es Ölfarben fertig gemischt und abgefüllt in verschließbaren Bleituben zu kaufen. Befreit von ihrem eigenen Farbmischlabor, konnten die Maler*innen nun mit Malkasten, Leinwand und Staffelei unterm Arm hinausziehen in die Welt. Die Bewegung der Freilichtmalerei erstarkte, so die Schule von Barbizon in Frankreich (1830–1870), die Künstlerkolonien in Dachau (ab 1875) oder in Worpswede (ab 1889). Landschaften wurden nun im unmittelbaren Abgleich mit der Realität auf die Leinwand gebracht werden.
DIE ENTDECKUNG DER FOTOGRAFIE
Neben der Entwicklung der Farbindustrie war auch das Hervorkommen der Fotografie ab 1826 eine entscheidende Vorbedingung der Avantgarde. Mit ihrer Verbreitung wurde die Malerei zur Abbildung der Wirklichkeit nicht mehr gebraucht. Wollte sie dennoch ihre kulturelle Stellung nicht verlieren, musste sie sich ändern. Ihr Akzent verschob sich von der objektiven Darstellung hin zur subjektiven Interpretation der Wirklichkeit. In Abgrenzung zur Fotografie, die bis in die 1930er Jahre hinein schwarz-weiß blieb, gewannen dabei Farben als Ausdrucksträger an Bedeutung.
IMPRESSIONISMUS
Die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts übte sich noch in realistischer Darstellungsweise. Doch wurden häufig besonders farbintensive Lichtsituationen hervorgehoben und als Stimmungsträger interpretiert. Um 1870 leitete der Impressionismus einen Wechsel der Blickrichtung ein. Es ging nun nicht mehr um die Welt vor unseren Augen, sondern um den Eindruck, den die Welt in unseren Augen hinterlässt. Die Beleuchtungssituation ist nun das Thema. Die Malerei schwelgt in reinen Spektralfarben, welche der Wiedergabe der Lichtreflexe dienen sollen. Strich für Strich werden sie mit dem Pinsel nebeneinander gesetzt. Unsere Eigenleistung ist bei der Betrachtung gefragt. Denn erst bei der Wahrnehmung setzen sich die Farbelemente des Gemäldes wieder zu den Formen der dargestellten Welt zusammen.
EXPRESSIONISMUS
Um 1900 befreien sich die Farben gänzlich von dem Zwang der objektiven Wirklichkeitswiedergabe. Die realistische Lokalfarbe und die impressionistische Erscheinungsfarbe sind bei der Farbwahl nicht mehr maßgeblich. Die Farben werden nun zum rein subjektiven Ausdruckträger. Die Worpsweder Künstlerin Paula Modersohn-Becker ist die erste, die eine expressionistische Farbtheorie entwickelt. Ihre persönliche Empfindung ist für ihre Farbkonzeption entscheidend, nicht das Studium der Natur. Ihre Farbpalette soll eine einheitliche »Farbenstimmung« zum Ausdruck bringen. Ernst Ludwig Kirchner, Mitbegründer der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe »Brücke« vertritt eine ähnliche Auffassung. Er fertig immer »zwei Malereien«, zunächst eine »von der Natur« und dann eine »ganz frei aus dem Kopf«. Er nimmt die impressionistischen Erscheinungsfarben bei der Naturbeobachtung in sich auf, um sie dann unabhängig vom Wirklichkeitsbezug frei nach seinem Empfinden einzusetzen. Während bei Kirchner die Farben Ausdruck seines Lebensgefühls sind, gelten sie für Alexej von Jawlensky, Mitglied der 1911 in München gegründeten Gemeinschaft »Blauer Reiter«, als Symbol mystischer Transzendenzerfahrung. Im Expressionismus verlieren die Farben an Realitätswert. Dafür gewinnen sie an Symbolwert. Nicht was wir sehen, sondern was wir empfinden, fühlen, glauben und denken wird durch die Farben zum Ausdruck gebracht. Hierfür werden die Farben gegenüber einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung vereinfacht, verzerrt oder verfehlt. Tonige Übergänge sowie Licht- und Schattenwirkungen werden weitgehend vermieden. Kräftige, ungebrochene Farben werden verwendet, die in harten Kontrasten zueinander stehen. Die Themen, die in den Farbkompositionen zum Ausdruck kommen, sind Erotik, Freundschaft, Naturerleben, Alltagsszenen und Transzendenzerfahrungen.



DIE AUSSTELLUNG
Zu sehen sind 76 Gemälde von Cuno Amiet, Max Beckmann, Otto Beyer, Fritz Bleyl, Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Max Kaus, Ernst Ludwig Kirchner, Rudolf Levy, Paula Modersohn-Becker, Otto Mueller, Emil Nolde, Max Pechstein, Karl Schmidt-Rottluff und, als Dialogpartner der Gegenwart, Bernd Zimmer. Sie stammen aus den Beständen des Buchheim Museums, aus der Sammlung Hermann Gerlinger sowie von weiteren privaten Leihgebern. Gegliedert sind sie weder chronologisch, noch nach Namen, noch nach Bildinhalten, sondern nach den Farben und Kontrasten, die in ihren Kompositionen jeweils zentral sind. Das menschliche Auge kann bis zu eine Millionen Farben unterscheiden. Die deutsche Sprache kennt 75.000 Wörter für Farben. Dem Farbforscher und Wahrnehmungspsychologen Axel Buether folgend, werden hier stellvertretend neun Farben ausgewählt, die im Expressionismus und im Leben besonders wichtig sind, die reinen Farben des Regenbogens, die bei der spektralen Zerlegung von Licht entstehen und die nicht weiter zerlegbar sind: Gelb, Orange, Rot, Pink, Blau, Türkis, Grün; sowie zusätzlich Braun und Schwarz.
Die Ausstellung soll wegführen von einer kunsthistorischen, von Begriffen geprägten Kunstbetrachtung. Sie soll die Augen, die Herzen und den Geist öffnen für das Wunder der Farbe in der Malerei. Hier ist jeder Experte, denn wir alle haben natürliche und kulturelle Erfahrungen mit Farben und verbinden bestimmte Bedeutungen mit ihnen. So kann die Kunst ihrem eigentlichen Ziel zugeführt werden. Sie ist eine Einladung an alle zum Schauen, zum Fühlen und zum Denken. Sie gibt uns den Anstoß, unser Leben freier, offener und phantasievoller zu gestalten, gerade so, wie die Avantgardist*innen die Farben freier, offener und phantasievoller als die Künstler*innen vor ihnen einsetzten. Die Ausstellung ist Teil der Ausstellungsreihe »Avantgarde in Farbe« der MuSeenLandschaft Expressionismus.


Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See

Abbildung:
Karl Schmidt-Rottluff
Junger Wald und Sonne, 1920
Öl auf Leinwand
Sammlung Hermann Gerlinger im Buchheim Museum der Phantasie, Bernried am Starnberger See
© VG Bild-Kunst, Bonn 2021
Museen heute

München Stadtmuseum: Nachts. Clubkultur in München

Nachts. Clubkultur in München

München Stadtmuseum
Ausstellung vom 24. Juli 2021 bis 1. Mai 2022

Die kulturhistorische Ausstellung "Nachts" widmet sich in Form eines nächtlichen Streifzugs der Ausgeh- und Clubkultur Münchens von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Neben stadtplanerischen und ökonomischen Fragen nimmt sie insbesondere Menschen und Orte in den Blick, die das Geschehen in der Nacht und das Münchner Nachtleben prägten und prägen. Die Fata Morgana des Atomic Café, das im Münchner Stadtmuseum wieder zu betreten sein wird, zahlreiche Erinnerungsstücke aus Ultraworld, Ultraschall, Flughafen Riem, Kunstpark Ost, Registratur – um nur einige zu nennen – könnten die Ausstellung zu einer modernen Wallfahrt machen. Neben schillernden Personen und ihren nicht minder anziehenden Treffpunkten, beschäftigt sich die Ausstellung auch mit den Begleiterscheinungen des Nachtlebens wie dem Ein- und Ausschluss von Menschen, der Bedeutung von Migration und Geschlecht und erzählt von den Besonderheiten des Arbeitens in einem nicht alltäglichen, nächtlichen Geschehen. Dabei fragt die Ausstellung auch nach der Bedeutung von Nachtleben und Clubkultur in Bezug auf die Urbanisierung Münchens und lenkt den Fokus auf das aktuelle coronabedingte Sterben bekannter nächtlicher Orte und die Entwicklung alternativer Treffpunkte. Eine besondere Bedeutung kommt in "Nachts" dem Format der Veranstaltung zu: Ein umfangreiches Programm macht das Ausstellungsthema lebendig, erfahrbar und führt über die rein museale Begegnung hinaus.
Stadtmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Museen heute

München: Van Gogh Alive – The Experience

Van Gogh Alive – The Experience
Austellung vom 27. Juli bis 01. November 2021
Utopia, München

Grande Experiences präsentiert Van Gogh Alive, eine multisensorielle Ausstellung für die ganze Familie. Van Goghs Werke werden seit über hundert Jahren auf der ganzen Welt ausgestellt - aber noch nie auf diese Weise. Nur für kurze Zeit haben Sie im Utopia in München die
einzigartige Gelegenheit van Goghs Kunst zu erleben und ganz in seine Welt zu einzutauchen. Van Gogh Alive ist ein COVID-sicheres Kunst- und Unterhaltungserlebnis, das bereits über 6 Millionen Menschen in 50 Städten auf der ganzen Welt inspiriert hat. Das digitale Ausstellungs-Highlight, das den berühmtesten Maler der Geschichte ehrt, wird vom 27. Juli bis zum 01. November im Utopia in München zu sehen sein. Um höchste Sicherheitsstandards und einen COVID-sicheren Rahmen gewährleisten zu können, wird der Einlass stark reduziert.
Van Goghs Werke werden seit über einem Jahrhundert ausgestellt - aber noch nie auf diese Weise. Sie müssen die Bilder nicht still und aus der Ferne betrachten. Van Gogh Alive ermöglicht es den Besucher*innen, ganz in van Goghs Welt einzutauchen und einen neuen,
unerwarteten Umgang mit Kunst zu entdecken. Vom ersten Augenblick an lädt eine lebendige Symphonie aus Licht, Farben, Klang und Düften
dazu ein, die Welt hinter sich zu lassen und in ein unvergessliches Erlebnis für alle Sinne einzutauchen. Van Goghs Meisterwerke werden lebendig, plastisch, greifbar. Als ob man direkt in seine Bilder hineingezogen würde.
Kinder und Erwachsene haben die Möglichkeit die Kunstwerke aus neuen Blickwinkeln zu betrachten und einzigartige Perspektiven auf Vincent van Gogh zu entdecken. Neben seinem künstlerischen Werk werden auch zahlreiche Fotos und Videos ausgestellt, die neue Einblicke in van Goghs Inspirationsquellen geben. Eine interessante und faszinierende Erfahrung, die Spaß macht!

Die Sicherheit und der Schutz der Besucher*innen und unseres Teams vor COVID 19 genießt bei Van Gogh Alive höchste Priorität. Das Utopia, unser Ausstellungsort, verfügt mit über 1200m2 über genügend Raum, uns jederzeit an die Richtlinien und Vorschriften der zuständigen Gesundheitsbehörden anzupassen. Um den Sicherheitsabstand strikt einhalten zu können, wird die Anzahl der Teilnehmer*innen pro Zeitfenster stark reduziert. Es steht Händedesinfektionsmittel zur Verfügung und Masken müssen getragen werden. Zwischen den Zeitfenstern und am Abend wird die Ausstellungsfläche sorgfältig gereinigt und desinfiziert.Wir freuen uns sehr darüber, nach so langer Zeit das kulturelle Leben zurück nach München zu bringen.
Das Utopia ist der ideale Ort, die digitale Reise in das Leben und Werk des Fin-de-siecle Künstlers Vincent van Gogh zu begehen. Grande Experiences hat mit SENSORY4™ eine Technologie entwickelt, die riesige Projektionen von sensationeller Klarheit ermöglicht. Über 3000 Bilder werden von eindringlicher, klassischer Musik begleitet und verwandeln den Ausstellungsraum in ein Gesamtkunstwerk. Gehen Sie auf in den kräftigen Farben von van Goghs detailreichem Werk. Kinder und Erwachsene können ihre eigenen Wege gehen und sich ganz von ihren Interessen leiten lassen.

Betrachten Sie van Goghs Kunstwerke auf Ihre Weise. Erkunden Sie Geheimnisse. Erforschen Sie die zahlreichen Fotos und Videos, die neben seinem künstlerischen Werk ausgestellt werden und neue Einblicke in seine Inspirationsquellen geben. Oder lassen Sie die Bilder, Klänge und Düfte einfach auf sich wirken und genießen Sie die Vielzahl der Eindrücke, die wie Wellen über Sie hinweg gehen werden.

Utopia,
Heßstraße 132,
80797 München
Museen heute

Murnau Schlossmuseum: Punkt, Linie, Fläche - Die Kinderzeichnung und der Expressionismus

Punkt, Linie, Fläche.
Die Kinderzeichnung und der Expressionismus
Schlossmuseum Murnau
Ausstellung vom 29.Juli bis 07.November 2021
Das Schloßmuseum Murnau widmet sich im Sommer 2021 einem Thema, mit dem sich bereits Wassily Kandinsky, Paul Klee, Pablo Picasso, Asger Jorn und weitere bedeutende Künstler der Klassischen Moderne intensiv auseinandersetzten.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren über die Kreativität von Kindern zahlreiche Publikationen erschienen und es gab einige Ausstellungen zu dieser Thematik. Bereits seit den 1880er-Jahren hatte sich Alfred Lichtwark, erster Direktor der Hamburger Kunsthalle, mit dem Kunstunterricht in Schulen beschäftigt. Zusammen mit dem Pädagogen Carl Götze zeigte er 1898 in der Kunsthalle die Ausstellung „Das Kind als Künstler“. 1922 erschien Gustav Hartlaubs Buch „Der Genius im Kinde. Zeichnungen und Malversuche begabter Kinder“, das auf die Vorbereitungen zur gleichnamigen Ausstellung in der Mannheimer Städtischen Kunsthalle im Frühjahr 1921 zurückging.

Die vermehrte Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung des Kindes erregte früh die Aufmerksamkeit in Künstlerkreisen. Wassily Kandinsky war einer der ersten Künstler, der erfasste, welche Bedeutung die Adaption von Wesen und Wirkung der Kinderzeichnung für die Kunstentwicklung haben könnte. Das kindliche Universum, die Parallelität von Fantasiewelt und Realität, die Spontaneität und nicht zuletzt die Unbeschwertheit im Umgang mit Größenverhältnissen und Gesetzen der Schwerkraft sowie das hohe Abstraktionsvermögen, das schon der Schriftsteller Charles Baudelaire bewundert hatte, gaben der expressiven Malerei damals wie heute Impulse.

Nicht zuletzt führt uns die Auseinandersetzung mit der Kinderzeichnung in einen „Zustand der Kindheit“, an dem Künstler festhalten sollten, da er Lebendigkeit und Frische verspricht. Das empfahl im 19. Jahrhundert etwa der britische Maler und Kunsthistoriker John Ruskin.
Die schicksalhafte Bedeutung naiv-kraftvoller Ausdrucksmittel für den niederländischen Maler Constant und die Gruppe Cobra steht in der Ausstellung ebenso im Mittelpunkt, wie es auch um die lebenslangen Auseinandersetzungen und ambivalenten Positionierungen  von Paul Klee geht. Arbeiten von Arnulf Rainer und A. R. Penck dokumentieren die Wege und Methoden der nachfolgenden Generation.
Der Titel der Ausstellung lehnt sich an Wassily Kandinskys Titel seiner berühmten theoretischen Schrift „Punkt und Linie zu Fläche“ an. Die 1926 als Band 9 in der Bauhaus-Bücherreihe erschienene Publikation bildete die Grundlage seines Bauhaus-Unterrichts als Pädagoge.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Pia Dornacher, Isabelle Jansen, Hannah Monyer, Jacopo Galimberti und Heribert Riesenhuber.

Die Ausstellung im Schloßmuseum Murnau findet im Rahmen der Ausstellungsreihe „Avantgarde in Farbe. Blauer Reiter, Brücke, Expressionismus” der MuSeenLandschaft Expressionismus statt, die auch ins Buchheim Museum in Bernried am Starnberger See, ins Franz Marc Museum in Kochel am See, ins Museum Penzberg – Sammlung Campendonk und ins Lenbachhaus in München führen wird (www.museenlandschaft-expressionismus.de).

Schloßmuseum Murnau

Markt Murnau a. Staffelsee
Schloßhof 2-5,
82418 Murnau a. Staffelsee

Abbildung:
1. Paul Klee, Waldvogel, 1920, 81
Aquarell und Bleistift auf kreidegrundierter Gaze auf Papier,
oben und unten mit Glanzpapierstreifen angestückt, auf Karton,
Privatsammlung, © Foto: Nikolaus Steglich, Starnberg

Echo
Montag, 27.09.2021

Iffeldorf: Anna Gourari – Virtuosität mit Charakter

Iffeldorf. Sie gehörte mit zu den frühen, um nicht zu sagen den ersten Komponist*innen, die im Rahmen der liberaleren Politik der noch-Sowjetunion unter Gorbatschow in der westlichen Musikwelt für Aufsehen sorgte: Sofia Gubaidulina. Als sich im Westen die angesagte Moderne noch allein durch Atonalität und Dekonstruktion auszeichnete, brachte sie Sinnliches und Spirituelles...
Echo
Sonntag, 26.09.2021

Germering: Michael Hornstein Groovy Organ Trio - Mit Intelligenz, Charme und Esprit

Germering. Es ist schon eine geschickte Bandinstrumentierung, für die sich Michael Hornstein im Vorfeld entschieden hat. Denn sie ermöglicht ihm große Freiheit, was Stilistik, Repertoire, Klangfarben und damit Improvisationsmöglichkeiten betrifft. Saxophon, Orgel, Schlagzeug ist eine auch im Jazz der Neuzeit nicht alltäglich zu findende Besetzung. Hier treffen deutlich Tradition...
Abzug
Sonntag, 26.09.2021

(Alp-)Traumhaft 76

Martin Gebhardt, München
(Alp-)Traumhaft 76
2021...
Interview
Freitag, 24.09.2021

Soenke Meinen

Kein geringerer als Saitenlegende Tommy Emmanuel nennt ihn „einen der kreativsten Gitarristen der aktuellen Gitarrenszene“. Soenke Meinen, 1991 im friesischen geboren, gehört schon eine Weile zu den Shootingstars unter den Fingerstylisten. Er verbindet in seiner Musik geschick und virtuos Klassik, Jazz und Weltmusik. In der Vergangenheit wurde er für etliche nationale und...
Film
Donnerstag, 23.09.2021

HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT

Trauer-Arbeit ist eine einsame Angelegenheit. Entsprechend möchte der gerade heimgekehrte Offizier Markus einfach seine Ruhe haben. Er will möglichst wenig weinen, sich um seine Teenager-Tochter Mathilde kümmern und den Verlust seiner Frau mit viel Bier herunterspülen. Doch diese Rechnung hat er ohne die drei Unglücksvögel gemacht, die vor seiner Tür auftauchen. Der Mathematiker Otto,...
Musik
Dienstag, 21.09.2021

Eivind Aarset „Phantasmagoria Or A Different Kind Of Journey“

Eivind Aarset gehört zu einem knappen Dutzend skandinavischer Instrumentalisten, die keine Berührungsängste vor elektronischem Equipment zeigen. Der Sound, das Sphärische ihres Spiels, die synthetischen Schichtungen ihrer Musik sind Teil einer sehr strukturierten Herangehensweise, die in ihren besten Momenten eine Balance aus tiefer Poesie und energetischer Leidenschaft...
Echo
Montag, 20.09.2021

Landsberg: Anja Lechner & Pablo Marquez – Musik der Besinnung

Landsberg. Anja Lechner gehört zu jenen Künstlerinnen, die, was die Anzahl betrifft, sehr häufig im Duo anzutreffen ist. Das allein setzt Tugenden voraus, die in unserer Zeit, wie es leider scheint, nicht unbedingt alltäglich sind. Das „jemandem“ Zuhören, das aufeinander Reagieren, das Einfühlen auf den Partner, das empathische Erspüren und gemeinsame Finden eines...
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