• Suche nach Veranstaltungen
4 | April 2019
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
22
23
24
26
27
29
30
Sonntag 21.04.2019; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Buchheim Museum: ERWIN PFRANG. GEDACHT DURCH MEINE AUGEN
Bilder
ERWIN PFRANG. GEDACHT DURCH MEINE AUGEN

Ausstellung vom 16. März bis 23. Juni 2019
Buchheim Museum Bernried

Erwin Pfrang ist vor allem in den USA und in Deutschland bekannt. Die New York Times bescheinigt ihm für die Ausstellung seiner Zeichnungen zum »Ulysses« von James Joyce in der David Nolan Gallery 1992 »ein brillantes Solo-Debüt«. 1994 stellt er in der Neuen Pinakothek in München seinen Zyklus »Odysseus und kein Ende« aus. Das MoMA erwirbt 2002 seinen Zyklus »Colazione con Sant‘Agata«. 2007 werden die mit Tusche bezeichneten Ziegenhäute seines »Hades«-Zyklus in der Pinakothek der Moderne in München präsentiert.
Das Buchheim Museum betritt dennoch in zweierlei Hinsicht Neuland mit dem Künstler. Die Gemälde, die in den letzten zehn Jahren zunächst in Catania, dann ab 2010 in Berlin entstanden, wurden noch nie zuvor in einem Museum gezeigt; und noch nie zuvor wurde der große Sonderausstellungssaal des Buchheim Museums für einen Künstler geöffnet, der in keinem Bezug zur Sammlung steht. Dass dies nun endlich passiert, ist gut so, denn Lothar-Günther Buchheim selbst war mitnichten an einer »starren Präsentation eines Kunstschatzes« interessiert. Vielmehr lag ihm an einem »lebendigen Museum«.
Mit seinem Motto »Gedacht durch meine Augen« ist Pfrang seinem  Joyce treu geblieben. Er sammelt Eindrücke aus der alltäglichen Anschauung, dem unmittelbar Erlebten, bei einem Blick aus dem Fenster oder in den Spiegel, aber auch aus Zeitschriften sowie Filmen und lässt diese dann in das kompositorische Muster seiner Gedanken einfließen.

Wie Pfrang durch seine Augen denkt
Hören Sie sofort auf zu lesen! Pfrang ist kein Freund kunsthistorischer Prosa. Wenn Sie ihn verstehen wollen, schauen Sie sich seine Bilder an. Wer dann noch Fragen hat, darf an dieser Stelle weiterlesen. Diese Ausstellung ist eine Aufforderung, sich dem Sinn-lichen zu widmen. Denn es ist der Ursprung allen Denkens. Trotzdem ist es ganz nützlich, das ein oder andere über den Künstler zu wissen. Wo kommt er her? Welche Anregungen hat er aufgenommen? Was bewegt ihn? Und warum denkt er durch seine Augen?

Musikalische Konditionen
Pfrang kommt aus einer Musikerfamilie. Der Vater war Kaffeehaus-Pianist, der Großvater Volks-schauspieler und Sänger. Auch seine Gemälde unterlägen »musikalischen Konditionen«, sagt der Künstler. Die Augen des Betrachters entfal-te-ten beim Wandern über die Bilder musikalische Dynamik: »ausschwärmende, stürzende, sich verkrampfende Bewegungsabläufe, die einem Rhythmus folgen«.

Gemalte Gedankengänge
Pfrang studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Mac Zimmermann. Zimmermann war ein deutscher Vertreter des Surrealismus. In Anlehnung an Sigmund Freud ging es den Surrealisten darum, Verdrängungen zu enthüllen, das Unbewusste bewusst zu machen. Mit Zimmermann verbinde ihn künst-lerisch nichts, sagt Pfrang. Die Surrealisten versuchen durch automatische Malweise die Vernunft auszuschalten. Sie möchten intuitiv erträumte Gebilde aus dem Unter-bewusstsein bergen und sie auf die Leinwand bringen. Bei ihm gebe es da nichts zu entdecken, sagt Pfrang. Das Unbewusste sei ihm stets bewusst gewesen. Seine Bilder sind Ergebnisse des intensiven Nachdenkens über die Menschen, die ihm begegnen. Er erstattet malerisch Bericht bis in die letzte Windung seines Gehirns hinein. Dabei ist er gnadenlos ehrlich, vor allem mit sich selbst.

Vieldeutigkeit, Offenheit
An der Akademie fühlte sich Pfrang durch Rudi Tröger inspiriert, dessen Werk mit den üblichen Begriffen wie Realismus, Expressionismus oder Surrealismus nicht beizukommen ist. Wider-sprüchlichkeit, Vieldeutigkeit, Offenheit, das sind die Leitideen Pfrangs. Seine Bilder sind gespickt mit absurden Pointen. Das Kind geht am Stock und die Oma spielt Fußball. Die Geisteskranken sind die einzigen Normalen im wahnsinnigen Treiben der Welt.

Sammler des Alltäglichen
Pfrang sammelt Eindrücke im unmittel-baren Erleben des Alltags, sei es bei einem Blick aus dem Fenster oder in den Spiegel, aber auch beim Lesen von Zeitschriften oder beim Fernsehen. Er tastet seine Umgebung auf Gesichter, Figuren, Tiere und Sachen ab. Die so gewonnenen Motive verweben sich mit Erinnerungen und Vorstellungen zu malerischen Kompositionen. Oft spielen seine Frau, sein Sohn, seine Tochter, seine Mutter, sein Vater und seine Hunde darin eine wichtige Rolle. Auch tauchen jene »Schläfer« immer wieder auf: Obdachlose, Arbeitslose, Hoffnungslose, denen er in Catania Unter-schlupf gab. Hinzu kommen Passanten, Nachbarn und Bekannte. Auch die auf den Bildern wieder-gegebenen Orte sind unmittelbar erlebt. Es ist spürbar, ob es sich um einen Schauplatz in Italien, Rumänien oder Berlin handelt.

Literarische Erzählmuster
Wir sehen in Pfrangs Bildern städtische Brachflächen, Straßenzüge, Interieurs oder Farbräume, bevölkert von Gestalten aller Art, Kuscheltieren, Barbiepuppen, Comicfiguren, Hunden, anderen Tieren und vor allem Menschen. Alles ist wiedererkennbar, alles stammt aus dem Leben, und doch ist alles ganz anders, als wir es gewohnt sind. Die Größen-verhältnisse der Bildelemente passen nicht zueinander. Der sie umgebende Raum muss sich krümmen und biegen, um sie alle aufzunehmen. Wo wir Zusammenhänge erwarten, bestehen keine. Wo wir sie nicht vermuten, zeigt Pfrang Zusammen-hänge auf. Er lässt Figuren in Beziehung treten, die eine emotionale Grundhaltung teilen, die Ähnliches durchleben, die in dieselbe Richtung schauen oder aber aversiv aufeinander reagieren. Seine Bildkompositionen gleichen literarischen Erzählmustern, die Lebensläufe parallel verfolgen und dann, an einer vom Autor gesetzten Stelle, in Beziehung zueinander treten lassen. Pfrang liest viel. Ein besonderes Verhältnis hat er zu James Joyce.

James Joyce
1992 erregte Pfrang Aufsehen mit seinen Zeichnungen zum »Ulysses« von James Joyce. Das Motto dieser Ausstellung »Gedacht durch meine Augen« ist dem »Ulysses« entnommen. Es steht im Kontext erkenntnistheoretischer Über-legungen, die Stephen Dedalus anstellt, eine Romanfigur, die autobiografische Züge trägt. Wie können wir etwas über die Welt außerhalb unseres Bewusstseins in Erfahrung bringen? Dedalus sucht bei Aristoteles nach Antworten. In seinem Buch »Über die Seele« legt der antike Philosoph dar, dass sich die grundlegenden Formen der Erkenntnis in den Gegenständen befinden. Mittels der Sinne hinterlassen sie Eindrücke in uns. Die Vor-stellungskraft konserviert diese, um sie dann der Vernunft zur gedanklichen Verarbeitung zur Verfügung zu stellen. Joyce interpretiert Aristoteles offener. Für ihn sind die Gegen-stände Zeichen, die Vorstellungen hervorrufen. Joyce beschreibt im »Ulysses« den Strom der gedanklichen Verarbeitung dieser Vorstellungen. Nicht über die Erlebnisse der Romanfiguren schreibt er, sondern über ihre Gedanken und Assoziationen.

Ursprung im Sinnlichen
Joyces erkenntnistheoretische Ansätze unter-scheiden sich von den aristotelischen. Aristoteles sieht eine substanzhafte Entsprechung zwischen Gegenstand und Vorstellung. Joyce stellt sich hier vielmehr einen freien Interpretationsprozess vor, der mit dem Lesen von Schriftzeichen zu vergleichen ist. Doch eines hat er ganz sicher von Aristoteles gelernt: Am Anfang steht immer der sinnliche Eindruck, ganz gleich, ob er durch Sprache, Text, Bilder oder Erlebnisse hervor-gerufen wird. »Gedacht durch meine Augen« – alle Vorstellungen und Gedanken entspringen dem Sinnlichen. Über diesen bedeutungsgenerierenden Bewusstseinsprozess wollen Joyce und Pfrang Bericht erstatten, der eine mit Worten, der andere mit Bildern.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See


Abbildungen:

Erwin Pfrang
Schäferhundbesitzer nebst Ehefrau und Kind, 2016
© 2019 Erwin Pfrang

Donnerstag 25.04.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gilching: Roland Hefter
Bilder
Roland Hefter
Des werd scho no

Neue Lieder und Geschichten, natürlich in bayrischer Mundart, aus dem Leben, das sich verändert wie sich die Menschen verändern.- Oder verändern sich die Menschen nicht, sondern werden nur älter und die Sichtweise verändert sich?
Die Themen der Lieder sind das Leben mit all seinen Facetten, Wünschen und Enttäuschungen, Liebe und Sex, Glück und Pech - aber immer mit einem Augenzwinkern und dem Wissen: Uns geht es im Grund ja gut.
Roland Hefter möchte nach einem Auftritt glückliche und zufriedene Menschen zurückzulassen, die wieder über sich selber lachen können und das Leben nicht schwerer nehmen als es ist.
Das ist ihm in den letzten Jahren gelungen und genau so soll es auch weitergehen, bis er die Gitarre an den Nagel hängt, was so schnell nicht passieren wird.

Gasthof Widmann
Schulstraße 13
82205 Gilching
Sonntag 28.04.2019; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Seefeld: Diknu Schneeberger Trio
Bilder
Diknu Schneeberger Trio

Mit seinem 2007 erschienenen Debütalbum "Rubina" sorgte der damals erst 17-jährige Wiener Gypsy Gitarrist für Furore. Als mittlerweile 28-Jähriger hat Diknu die Wandlung vom "Wunderkind" zum gereiften Musiker vollzogen - mit einem sofort identifizierbaren eigenen Stil in dem sich Feuer und Lyrik die Waage halten.

Im Trio mit Vater Joschi Schneeberger und seinem ehemaligen Lehrer an der Rhytmusgitarre begeistert Diknu Publikum wie Kritiker gleichermaßen begeistert, ein echtes Hörerlebnis ist garantiert. Besser und interessanter kann Gypsy Jazz nicht sein!

Diknu Schneeberger (Gitarre)
Martin Spitzer (Gitarre)
Joschi Schneeberger (Bass)

„Kultur im Schloss Seefeld" e.V.
Schlosshof 6
82229 Seefeld
Donnerstag 02.05.2019; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Fürstenfeld: Akkordeonale 2019
Bilder
Akkordeonale 2019
Internationales Akkordeon-Festival

Anatol Eremciuc / Moldawien, Inga Piwowarska / Polen, Jan Budweis / Deutschland, Ginny Mac / USA, Servais Haanen / Niederlande, Kaya Meller / Polen, Johanna Stein / Deutschland

Zum 11. Mal bringt Servais Haanen Akkordeonisten aus aller Welt zum internationalen Fest des „Weltbürgers“ unter den Instrumenten zusammen. Komplexe bessarabische Klänge, klassische Romantik, Western Swing, Bal Folk, Jazz und zeitgenössische Musik werden durch die besondere Färbung von Flügelhorn und Cello bereichert. Mit der gemeinsamen Sprache der Musik schaffen die Künstler eine Verständigung, die sich nicht um Grenzen und Trennendes schert, dafür einen lebendigen Austausch kreiert. Herzstück der Akkordeonale ist die Begegnung und Interaktion zwischen den Künstlern im lebendigen Wechsel von Soli und Ensemblestücken. Die Akkordeonale: ein berührendes Klangfestival, virtuos und temperamentvoll!

Welcher Wind bläst kräftiger als El Niño?
Der Wind aus 5 Akkordeon-Bälgen – und zwar auf der Akkordeonale!

Von Moldawien über Polen nach Deutschland, quer durch Belgien und in Höhe der Niederlande baut sich ein Luftzug auf, der verwirbelt, brilliert, belebt und begeistert, beschwingt und betört.

Zum 11. Mal entfesselt Servais Haanen, Drahtzieher und Kreateur des Festivals, den akkordeonalen Wind, der sich über Landes- und Kontinentalgrenzen hinwegsetzt, sich an kultureller Vielfalt bereichert und dem Publikum mit prallem musikalischem Reichtum um die Ohren weht!

Zu hören gibt es Akkordeon vom Feinsten mit komplexen bessarabischen Klängen, klassischer Romantik, Musette-Perlen, Bal-Folk, Jazz und zeitgenössischer Musik,
bereichert durch die besondere Färbung von Flügelhorn und Cello.

Und – keine Akkordeonale ohne Servais Haanens kabarettreifer Moderation!
Herzstück des Konzerts ist die Begegnung und Interaktion zwischen den Künstlern im pulsierenden Wechsel von Soli und Ensemblestücken.

So verschieden die kulturellen Hintergründe und Persönlichkeiten, so unterschiedlich sind auch die Herangehensweisen und Stile der Musikerinnen und Musiker: die eine ist hoch studiert mit klassischer Ausbildung, der andere hat sein Instrument von frühester Kindheit an ganz selbstverständlich innerhalb seiner Kultur erlernt.

Mit der gemeinsamen Sprache Musik schaffen sie eine Verständigung, die sich nicht um Grenzen und Trennendes schert, dafür einen lebendigen Austausch kreiert.
Improvisationstalent, Spontaneität und Spaß am gemeinsamen Konzert verbinden die vielfältigen Klangmöglichkeiten zu etwas Neuem, bis jetzt noch nicht Gehörten.

Ein Fest der Klänge! Virtuos und temperamentvoll! Adrenalin und Seelenbalsam!
Ein Ereignis der besonderen Art!

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Samstag 04.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gauting: Leo Betzl Trio
Bilder
LBT: Leo Betzl Trio

Explosive künstlerische Energie und solistische Experimentierfreude gepaart mit tanzbaren Beats – das Leo Betzl Trio interpretiert in seinem jüngsten Programm Way up in the Blue (ENJA Records) seine bereits bekannten Qualitäten als virtuoses und perfekt eingespieltes Jazz-Klaviertrio neu. Gespielt wird rein akustisch erzeugter Techno von lyrisch über minimal bis industriell; die Bandbreite ihres Sounds reicht dabei von zarten Improvisationen bis zu drückenden Beats, stets dramatische Bögen spannend und nie verlegen um eine überraschende Wendung. Die interaktive Empathie und dynamische Performance der drei Musiker ist nicht nur faszinierend zu beobachten, sondern auch ansteckend: Die augenzwinkernd für jedes Experiment offene Band verwandelt ihre Spielstätten regelmäßig in Dancefloors. Mit ihrem genreübergreifenden Programm stehen Pianist Leo Betzl, Bassist Maximilian Hirning und Schlagzeuger Sebastian Wolfgruber exemplarisch für eine neue Generation von Münchner JazzmusikerInnen, die die Grenzen zwischen Jazz und elektronischer Musik neu ausloten und aufheben. Tief in der Münchner Musikszene verwurzelt, touren die drei Musiker u.a. häufig mit der Jazzrausch Bigband, die vergangenes Jahr als erstes deutsches Jazzorchester im Lincoln Center in New York gastierte. Als feste Rhythmusgruppe des Vincent Eberle Quintetts gewannen sie jüngst den Neuen Deutschen Jazzpreis 2018; Maximilian Hirning erhielt in diesem Rahmen den Solistenpreis. Leo Betzl ist Preisträger des Steinway Förderpreises, des Kurt Maas Jazz Award und des Bayerischen Kunstförderpreises. Seit Gründung des LBT vor gut vier Jahren an der Hochschule für Musik und Theater in München folgte auf den Gewinn des Hansjörg-Henzler-Jazzpreises 2016 eine Finalteilnahme am Jungen Münchner Jazzpreis 2017 und der Gewinn des BMW Welt Jazz Award 2018.
„…ein lange und bestens eingespieltes Trio dreier Hochbegabter.“  (Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung)
„Zwischen laut und leise, konkret und abstrakt, Auf und Ab, Techno und Jazz:  Sie beherrschen das Tension and Release-Spielchen perfekt.“ (NMZ)

Gewinner BMW Welt Jazz Award 2018

LEO BETZL piano
MAXIMILIAN HIRNING bass
SEBASTIAN WOLFGRUBER drums

bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting      
Oberer Kirchenweg 1      
82131 Gauting
Sonntag 05.05.2019; Uhrzeit: 11:00 Uhr
Olching KOM: .... ES MUSS NICHT IMMER SCHUBERT SEIN
Bilder
Eleven-eleven Matinee:
...ES MUSS NICHT IMMER SCHUBERT SEIN

Lieder von Beethoven, Rust, Schulz, Liszt, Schumann und anderenUlrich Messthaler begleitet sich selbst am Klavier, mit viel Charme, seinem sanften Timbre und einem sensiblen und virtuosen Umgang mit der Musik, wie nur er es kann. Wozu man in der Regel zwei Musiker braucht, ist in diesem Falle nur einer nötig. Dies macht die ganz beson-dere Spannung und Faszination dieses außergewöhnlichen Konzertes aus. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

ULRICH MESSTHALER- Sänger und Pianist

ist einer der erstaunlichsten und komplettesten Künstler unserer Zeit.
In den alten Sänger Mythen der westlichen Welt steht am Anfang die Gestalt des Orpheus, Sohn des Apollo … Gott der Künste, der dem Sohn seine Lyra schenkt und der zum Prototyp des Sängers und Instrumentalisten wird.
… aber nicht nur Orpheus, sondern in der Zeit der elisabethanischen Lautenlieder gehört der wichtigste und wundervollste Künstler John Dowland in diese Ahnenreihe von Ulrich Messthaler. Und schließlich: Franz Schubert, das Lied- Genie, der ein ebenso guter Pianist wie Sänger war, und von dessen Uraufführung seiner Winterreise die Freunde berichten:
Schubert lud uns eines Abends zu sich ein und kündigte uns an „ich werde euch einen Zyklus schauerlicher Lieder vorsingen“ und Vorsingen hieß bei Schubert immer selbst am Klavier zu sitzen und zu spielen.
In dieser Tradition steht auch Ulrich Messthaler, verblüffend und zutiefst berührend ist seine Fähigkeit mühelos höchste pianistische Qualität mit sängerischem Vermögen zu verbinden. Mit Ulrich Messthaler erwarten uns sicherlich nicht schauerliche, sondern ganz erstaunliche Lieder, nicht von Schubert, sondern von all den Komponisten, welche normalerweise im Schatten des großen Wiener Komponisten stehen.

Ulrich Messthaler studierte zuerst Klavier und Philosophie in München, anschließend Gesang in Augsburg, New York und Basel. Zu seinen Lehrern zählten Emmy Lisken, Kurt Widmer, René Jacobs, Denis Hall, Thomas LoMonaco, Magreet Honig und Gérard Souzay.
Ulrich Messthaler hat sich immer mehr mit Programmen einen Namen gemacht, bei denen er sich selbst, vorzugsweise am Hammerflügel, begleitet.
So trat er mit großem Erfolg im Rahmen der „Schubertiade de Limoges“ zusammen mit Christoph Coin und dem Quattuor Mosaique, in Paris und bei anderen Festivals in Deutschland, in der Schweiz, Frankreich, Polen oder Slowenien auf.
Ulrich Messthalers CD - und DVD -Einspielungen erstrecken sich von Opern von Monteverdi bis zu Werken von Ravel, wobei diese Aufnahmen häufig Auszeichnungen wie den Diapason d`Or, den Deutschen Schallplattenpreis, den Grammophon Award oder "Best record of the year" der New York Times bekamen.
Ulrich Messthaler unterrichtet seit 1990 an der "Schola Cantorum Basiliensis" wo er eine Gesangsklasse, aber auch eine Liedklasse und eine Klasse für "Self-accompanying" leitet.
Ulrich Messthaler coacht ebenfalls regelmäßig in London Sänger und Vocalgruppen wie Voces8, das sich zu einem der weltweit führenden Vocalensembles entwickelt hat.
Er hält Seminare und ist in Forschungsprojekten an der Fondation Royaumont beteiligt und unterrichtet an der Universität Sorbonne in Paris. Seit 2006 ist Ulrich Messthaler auch künstlerischer Leiter des "Festival des Cordes Sensibles" in Südfrankreich.


Kulturwerkstatt Olching am Mühlbach
Hauptstraße 68,
82140 Olching
Samstag 11.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gröbenzell: KAMMERORCHESTER L’ARTE DEL MONDO
Bilder
GRÖBENZELLER KONZERTREIHE
KAMMERORCHESTER L’ARTE DEL MONDO

Werke von A. Corelli, E. Dall’Abaco, A. Vivaldi u.a. Leitung: Werner Erhardt

Das Orchester l’arte del mondo, im Jahr 2004 vom künstlerischen Direktor Werner Ehrhardt gegründet, sieht sich in der Tradition der so genannten Alten Musik. Diese ist der Ausgangspunkt des Ensembles, ­welches sich aber genauso der Arbeit auf modernen Instrumenten und einem vielfältigen Repertoire bis zur Romantik und Moderne verschrieben hat.

Schon bald nach der Gründung folgten Einladungen zu renommierten Festivals und Konzertreihen wie den Ludwigsburger Schlossfestspielen, dem Bonner Beethovenfest, den Musikfestspielen Mecklenburg-­Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, ins Konzerthaus Berlin oder der Cité de la Musique in Paris sowie Kooperationen mit dem WDR und dem Deutschlandfunk. Heute ist l’arte del mondo regelmäßiger Gast im Festspielhaus Baden-Baden, im Herkulessaal München sowie bei den Internationalen Händel­festspielen Halle.

Seit der Gründung von l’arte del mondo wurde in Zusammenarbeit u. a. mit dem CD-Label Capriccio das interessante Schaffen dieses Ensembles dokumentiert, wozu viele Weltpremieren und Wiederent­deckungen zählen, sowohl im Bereich Sinfonik als auch in Oper und Oratorium. Die Einspielung der Opéra Comique „L’Irato ou l’Emporté“ (Capriccio) von Etienne Nicolas Méhul im Oktober 2006 wie auch die Einspielung „Liaisons“ (Onyx Classics) mit der israelischen Sopranistin Chen Reiss mit Werken von Mozart, Salieri und Joseph Haydn wurden im Herbst 2011 mit dem renommierten französischen Preis „Diapason“ ausgezeichnet.

Seit der Saison 2010 / 2011 erscheinen die Aufnahmen von l’arte del mondo bei Sony / Deutsche Harmonia Mundi. Die erste Veröffentlichung „Amor Oriental“ erschien im April 2011. Seitdem folgten u. a. Welt­ersteinspielungen wie Pasquale Anfossis „La finta giardiniera“ mit Nuria Rial und Krystian Adam, der Begräbniskantate von Joseph Martin Kraus mit dem RIAS-Kammerchor und Christoph Willibald Glucks „La clemenza di Tito“.

Als Solisten sind unter anderem Daniel Hope, Edita Gruberová, Reinhold Friedrich, Viktoria Mullova, Daniel Müller-Schott, Lars Vogt, Simone Kermes, Laura Aikin, Raffaella Milanesi, Rainer Trost, Xavier de Maistre, Valer Sabadus, Chen Reiss, Ahmet Özhan und Uri Caine regelmässig zu Gast bei l’arte del mondo.

Gastspiele führen l’arte del mondo unter anderem in die Tonhalle Düsseldorf, in die Philharmonie Berlin, zum Mozartfest Würzburg, zu den Schwetzinger Festspielen, zu den Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci sowie nach Südamerika und Asien, in die Türkei und Schweiz, nach Japan, China, Frankreich, Dänemark und Israel.

l’arte del mondo wird seit der Spielzeit 2010/11 als permanentes „orchestra in residence“ von Bayer Kultur ­gefördert. Das Ensemble probt und arbeitet im Bayer Kulturhaus Leverkusen und entwickelt gemeinsam mit Bayer Kultur jährlich vier außergewöhnliche Konzertprojekte.

Steiner-Schule Gröbenzell
Spechtweg 1
82194 Gröbenzell
Donnerstag 16.05.2019; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München: Carla Bley Trio
Bilder
Carla Bley Trio

Carla Bley (p), Andy Sheppard (sax), Steve Swallow (b)

Aus ihrem Umfeld hört man, dass es sich Carla Bley auch mit 83 Jahren immer noch nicht leicht mache und mit großer Akribie und Ausdauer Tag für Tag, von morgens bis abends an ihrer Musik arbeite. Über fünfhundert Stücke hat die Pianistin und Organistin für alle erdenklichen Konstellationen und Besetzungen bereits zu Papier gebracht - darunter besonders schöne für ein Trio mit ihrem Lebensgefährten, dem Bassisten Steve Swallow und dem englischen Saxofonisten Andy Sheppard, der seit drei Jahrzehnten mit dem Paar musiziert und irgendwie zur Familie gehört. Bley, Swallow und Sheppard pflegen eine innige, ja intime Musik mit starken, äußerst zugänglichen, aber immer pfiffigen Melodien, aus denen auch der besondere Humor der Carla Bley gelegentlich hervorblitzt.

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Freitag 17.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gröbenzell: Dreiviertelblut
Bilder
Dreiviertelblut: Diskothek Maria Elend

Kurios-krude Geschichten über das Leben, den Tod und alles, was dazwischen liegt, sind die Spezialität von Dreiviertelblut – und natürlich, sie musikalisch und poetisch zu beflügeln. Auf ihrem dritten Album „Diskothek Maria Elend“ klingt all das in manchen Songs sogar umwerfend tanzbar. Das einstige Duo aus Komponist Gerd Baumann und Texter Sebastian Horn ist zu einer siebenköpfigen Band angewachsen, und der unverkennbare Dreiviertelblut-Sound ist voller, komplexer, vielschichtiger und mitreißender geworden. Die Musiker zeigen das philosophische Spiegelbild ihrer Stimmung im Jahr 2018 und laden dazu ein in die Diskothek Maria Elend. Der Titel ist ein tragikomisches Brennglas: er klingt nostalgisch, ein bisschen unzeitgemäß, und meint doch den Geist unserer Zeit, das, was sie ausmacht und das, was ihr fehlt.

In der Diskothek Maria Elend ist auch Raum für eine Kernkompetenz von Dreiviertelblut: die tabulose,  lustvolle und frech-grinsende Begegnung mit dem Tod und allem Düster-Morbiden: bei der exzessiven Party der tanzenden Untoten am „Campo Santo“ geht es bemerkenswert lebensfroh zu, "Unter Deim Bett" gibt es schaurige Halbwesen, und längst verdrängte nächtliche Kinder-Ängste werden wieder gespenstisch fühlbar. Und im Eiscafé "Lupa di Roma" verwandelt sich eine elegante Dame in einen blutrünstigen Werwolf und eine gefällige Schlagerschnulze in ein bizarres Klangexperiment. Optimismus gibt es im Rauschzustand: die wonnige Liebeserklärung „Schwupp Marie“ zaubert ein breites Grinsen ins Gesicht. 
In diesem Tanz zwischen den Welten, zwischen dem Chaos der Gegenwart und dem Bewusstsein für das Jenseitige, geht es jederzeit um Grundwerte und -überzeugungen, um Menschlichkeit – um Essentielles.   "Auf und davo", eine Elegie vom Werden und Vergehen, bekennt im stillsten Moment am Lagerfeuer ehrfürchtig, dass die menschliche Fähigkeit zu begreifen begrenzt ist. Sebastian Horn dankt in „Odlgruamschwimmer" einer Frau, die ihn als Kind vor dem sicheren Tod bewahrt hat, indem sie ihn - sie war sechs, er war drei - aus der Odelgrube gezogen hat.  Mit „Maria Elend“ wird die wahre und erlösende Liebe angerufen, als letzte Hoffnung auf Rettung. Die ist in einer der wohl bewegendsten Geschichten der deutschen Geschichte bereits aufgegeben: Georg Elser hat versucht Millionen Menschen zu retten. „13 Minuten“ formuliert die letzten, traurig-düsteren Gedanken des HitlerAttentäters in der Todeszelle: „Ich habe den Krieg verhindern wollen“. 
Elf Geschichten, elf Stücke voller Ehrlichkeit vereint auf einem Album, das neue Schönheit sucht und sie im phantastischen Realismus findet.

Stockwerk Gröbenzell
Oppelner Straße 5
82194 Gröbenzell
Freitag 17.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: ,Sir' Oliver Mally & Hubert Hofherr
Bilder
,Sir' Oliver Mally & Hubert Hofherr
BluesFirst

„Sir“ Oliver Mally ─ vocals, guitar; Hubert Hofherr  ─ harp

Gitarrist und Sänger „Sir“ Oliver Mally gehört ohne Frage zu den Vertretern des „besten Blues Europas“ (Concerto). Seine raue, konventionsfreie Musik entspricht dem reinen Extrakt der Blues-Essenz. Seine Alben wurden international mit Lobeshymnen rezensiert. Seit über 20 Jahren begeistert auch der exzellente Harp-Spieler Hubert Hofherr Bluesfreunde in ganz Europa, ob mit seiner Band „Hubert Hofherr & The Bottom Line“, zusammen mit der Ron Evans Group, Abi Wallenstein oder dem Electric Blues Duo (Colin Hodgkinson und Frank Diez). 2013 haben sich die beiden Musiker erstmalig „live“ gefunden. Ein für beide Seiten inspirierendes Ereignis, das zwingend nach Fortsetzung verlangte. Präsentiert wird ein knallbuntes Programm, überwiegend bestehend aus Eigenkompositionen und gespickt mit exquisiten Coverversionen, denen die Musiker lässig-virtuos ihren eigenen Stempel aufdrücken.

„Ein Festmahl für Blues-Gourmets. Kein Wunder, dass sich Musikkritiker mit Lob für die Beiden überschlagen.“ (SZ)

„Bei unter die Haut gehenden Passagen zerlegen sie den Blues und destillieren das Beste aus dem, was Blues-Größen vor ihnen geschaffen haben.“ (Mittelbayerische.de)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Mittwoch 22.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Norma Winstone & Glauco Venier
Bilder
Photo by Lisa Valder.
Norma Winstone & Glauco Venier
JazzFirst

Norma Winstone / vocals
Glauco Venier / piano

Norma Winstone gilt als „Grande Dame“ des europäischen Jazz-Gesangs. Mit ihrer poetischen Gesangskunst setzt sie bis heute Maßstäbe jenseits der swingenden Interpretation von Jazzstandards. Der Titel "Best singer" ging bei den BBC Jazz Awards schon dreimal an Norma Winstone. Für ihre Verdienste auf kulturellem Gebiet wurde ihr 2007 das Verdienstkreuz des „Order of the British Empire“ verliehen. Seit 1998 arbeitet die Ausnahmesängerin mit dem Pianisten Glauco Venier zusammen, mit dem sie bereits vier CDs aufgenommen hat. Als „Alter Ego“ empfinden sich Norma Winstone und Glauco Vernier gegenseitig, als Instant-Composer mit zwischen sich verlaufender musikalischer Standleitung. Diese macht es ihnen möglich, von einem Mindestmaß an Thema- und Motivvorlagen ausgehend ihre Kompositionen immer wieder neu zu erfinden und gleichzeitig in schlafwandlerisch sicherem Zusammenspiel packende Spannungsbögen und knisternde Atmosphäre zu erzeugen.

„Right now, she is at the peak of her form. There is no jazz singer in the country to touch her.” (The Times, London)

„Mr. Venier outlined its hymnal chords with care.” (The New York Times)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Donnerstag 23.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Puchheim: Renaud Garcia-Fons Trio
Bilder
Foto: S. Baramasky
Renaud Garcia-Fons Trio
JAZZ AROUND THE WORLD

3. Etappe: Eine Hommage an Paris mit dem "Paganini des Kontrabasses" Gemeinsam mit seinem Trio kehrt der Kontrabass-Virtuose Renaud Garcia-Fons dem Mittelmeer den Rücken und richtet den Blick auf seine Heimatstadt Paris. Neue Kompositionen laden uns auf eine Traumreise durch den melodischen Charme von damals und dem lebendigen, kosmopolitischen Paris von heute ein: Walzer, Balladen, Jazz, klassische Musik und zeitgenössischer Groove. Dieser Spaziergang durch die Straßen von Paris wird begleitet von Renauds Bass, David Kentucky am Akkordeon und Stephan Caracci (Vibraphon, Perkussion), einem Ensemble aus Virtuosen und Poeten gleichermaßen. Von "Montmartre en courant" zu "Rue du Dragon" ist "Revoir Paris" die perfekte Melange aus Musik, Groove, Poesie und nostalgischen Klängen, die an die Worte von Charles Trenet erinnern. Der "Paganini des Kontrabasses", Renaud García-Fons, zählt zu den außergewöhnlichsten Musikern der Jazz- und Weltmusikszene. Er verfügt auch in höchsten Lagen über eine perfekte Intonation: Sein Anspruch, "auf dem Bass singen" zu wollen, ließ ihn eine beispiellose Virtuosität erlangen und zur Weltspitze aufsteigen. Seine musikalische Suche ließ ihn mit immer neuen Klängen experimentieren. Auch die Flamenco-Tradition fasziniert ihn bis heute. 2009 wurde er mit dem Solo Performing Award der International Society of Bassist (USA) ausgezeichnet, 2010 erhielt er den deutschen Echo Jazz-Preis. Mit seinem Trio gewann er den BMW Welt Jazz Award 2017. Seine Karriere in der internationalen Szene bildet den Boden für seine eigenen Kreationen, in denen er die Grenzen der verschiedenartigen Musik überwindet. Von syrischer Musik über den Flamenco und andalusische Weltmusik nimmt García-Fons Strömungen der verschiedensten Richtungen in sich auf und kehrt dabei doch immer wieder zum Jazz zurück. Besetzung: Renaud Garcia-Fons: fünfsaitiger Kontrabass; Stephan Caracci: Schlagzeug und Perkussion David Venitucci: Akkordeon.

PUC
Oskar-Maria-Graf-Str. 2
82178 Puchheim
Samstag 25.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Olching KOM: „Philosokomiker“ Peter Spielbauer - Alles Bürste!
Bilder
Foto: Thomas Degen
„Philosokomiker“ Peter Spielbauer - Alles Bürste!
Eine Veranstaltung im Rahmen der Kreiskulturtage Fürstenfeldbruck

Jahrzehntelang selbst in den Ungenauigkeiten und Unsicherheiten unserer Existenz schwimmend, ist es dem Worttänzer und Objekttäter Peter Spielbauer mit seiner finalen Erkenntnis „Alles ist eine Bürste!“ gelungen, endlich Klarheit und Halt in unser flüchtiges Dasein zu blasen. Peter Spielbauer sieht das Große Ganze, zweifelt zwar, ob das Große Ganze auch ihn sieht, gibt jedoch nie auf und sieht in der geschickten Verknüpfung von Umwegen den bequemen Teppich des intellektuellen Wohlbefindens. Mit großem körperlichen Einsatz und dem exzessiven Gebrauch spärlichster Requisiten (ein Tuch, ein Stab, ein Stein, ein Irrtum) tuchstabirrt er durch seinen Spielbauer-Kos-mos. Kein Fitzel Dreck ist ihm zu gering, keine Goldstandard-Krone zu unantastbar. Alles hängt mit allem zusammen und wenn man et-was sucht, ist es egal, wo man sucht, weil gefunden wird es sowieso woanders.

Kulturwerkstatt Olching am Mühlbach
Hauptstraße 68,
82140 Olching
Mittwoch 29.05.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Otto Lechner meets Sväng
Bilder
Photo by Klaus Tauber
Otto Lechner meets Sväng
„Crazy moments“
Ein Akkordeon trifft auf vier Mundharmonikas

Der Titel „crazy moments“ ist ein ganz besonderes Understatement. Denn wenn Österreichs Akkordeonvisionär Otto Lechner auf die finnischen Mundharmonika-Artisten von Sväng trifft, ist nicht nur überbordende Spielfreude und Lust am musikalischen Experiment Programm. Die fünf Herren beherrschen ihre artverwandten Instrumente atemberaubend und verfügen allesamt über schrägen Humor. Aber sie nehmen doch bei aller Neigung zur spielerischen Leichtigkeit ihre Kunst (auch!) ernst und fordern ihr Publikum gerne auf, die Ohren für noch nicht Gehörtes zu öffnen! Gemeinsame Konzerte sind bisher eine sehr rare Angelegenheit, waren aber bei den unüberhörbaren Gemeinsamkeiten nur eine Frage der Zeit. Dass angeblich das Erarbeiten des Repertoires und die Probenarbeit ausschließlich bei kollektiven Saunabesuchen betrieben wurden, weisen Sväng und Otto Lechner entschieden von sich. Für verrückte, aber auch berührende und in jedem Fall intensive Momente ist bei diesem Konzert mit Sicherheit gesorgt! (Saunakleidung nicht zwingend erforderlich.)

Otto Lechner Akkordeon, Stimme
Eero Turkka chromat. & diaton. Mundharmonikas
Eero Grundström chromat. & diaton. Mundharmonikas
Jouko Kyhälä Harmonetta
Pasi Leino Bassharmonika

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 01.06.2019; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Freising: KRAAN und AMON DÜÜL II
Bilder
Bilder
Foto KRAAN: WOLF-PETER STEINHEISSER Foto AMON DÜÜL: Frank Schindelbeck
Sensationskonzert der legendären Bands

KRAAN und AMON DÜÜL II

beim Uferlos Festival 2019!

Ein denkwürdiges Konzert der Extraklasse steht an! TopAct!

KRAAN
Was wäre die Geschichte der deutschen Rockmusik ohne Kraan? Zweifelsohne nicht nur unvollständig, sondern vor allem um ein besonders buntes, höchst kreatives Kapitel ärmer.
Kraan verschrieben sich von Beginn ihrer Karriere an einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen und fügten ihrem Sound später US-Mainstream- und Soul-Elemente hinzu. Ihren Stil nannten sie kurz und ergreifend ´Wintrup Musik`, benannt nach ihrem Domizil im Teutoburger Wald. Eine kleine Erbschaft im Mai 1970 war quasi die Initialzündung der Band. Die vier Ur-´Kraaniche` Peter Wolbrandt, Jan Fride, Hellmut Hattler und Alto Pappert warfen ihr Geld zusammen und kauften sich eine Anlage plus einen Bandbus. Ihr Debütalbum nahmen sie in einer 2-tägigen (!) Studiosession auf und pflegten auch sonst den Hang zur Spontaneität. Die Galionsfiguren bei Kraan waren Bassist Hellmut Hattler und Gitarrist Peter Wolbrandt, gleichzeitig die beiden Hauptsongschreiber der Band.
Kraan genossen das Leben einer musikalischen Kommune. Ein stillgelegtes Weidegut, ein anno 1871 erbautes Fachwerkgebäude mit etwa 4000 Quadratmeter Land, einsam am Rande des Teutoburger Waldes gelegen, war in den Siebzigern ihr Zuhause. Das ehemalige Pferdegestüt hatte Graf Metternich den Musikern zur Verfügung gestellt – kostenlos und ohne Bedingungen. Dort wohnten sie mit 13 Gleichgesinnten (vier Musiker, der Manager, zwei Roadies, drei Frauen, drei Kinder und etliche Katzen und Hunde.
In den kommenden Jahren entwickelte sich die Band zu einer der außergewöhnlichsten deutschen Formationen.
„Lange Kollektiv-Improvisationen zwischen Jazz, Rock und Blues werden mit spielerischer Leichtigkeit für ein paar Takte von arrangierten Teilen unterbrochen“, schrieb das Magazin „Sounds“ im November 1975. „Da zeigt sich echtes Können und die Kraan-Leute verwirklichen ihre ausgefallenen musikalischen Ideen mit derart viel Einfühlungsvermögen und Präzision, als wollten sie augenzwinkernd an den Genius eines Frank Zappa erinnern.“
Seit Anfang 2008 wurde der längst in der Luft liegende Wunsch verwirklicht, auch Live wieder freier und den Fähigkeiten der Urmitglieder entsprechender aufzuspielen. Seither besteht KRAAN aus den drei Gründungsmitgliedern Peter Wolbrandt, Hellmut Hattler und Jan Fride Wolbrandt, absolvierten gefeierte Tourneen und veröffentlichten 2011 in dieser Besetzung ihr aktuelles Albums mit dem Titel „Diamonds“, das hochmodern und trotzdem 100% nach KRAAN klingt und damit deutlich zeigt, dass diese Band offenbar keinerlei Zeitschema zu unterliegen scheint; immerhin wird kein Prädikat im Zusammenhang mit KRAAN so oft gebraucht wie das Wort „zeitlos“.

AMON DÜÜL II
"Kein Vietnam mehr, keine Unterdrückung, keine leere und sinnlose Disziplin. Liebe und Verständnis waren der Traum einer erwachenden und von Hoffnung bestimmter jugendlichen Vision", beschreiben Amon Düül das Klima, das zur Zeit ihrer Gründung herrschte.
Unschwer zu erkennen: Das war Ende der 60er Jahre. In einer Kommune in Herrsching bei München entsteht 1967 ein musizierendes Kollektiv, das sich nach dem altägyptischen Wind- und Fruchtbarkeitsgott Amun und dem türkischen Begriff für Mond, Düül, benennt. Mit Auftritten bei Demos und Happenings macht es sich bald einen Namen, wobei die Richtung und auch das Line-Up deutliche Schwankungen erfahren.
1968 kommt es bei den Essener Songtagen zur Spaltung. Ein Teil der Mitglieder möchte weiter improvisieren und sich in keine Songstruktur zwängen lassen, der andere setzt dagegen eher auf so etwas wie Musikalität. Die erste Gruppe behält den ursprünglichen Namen und erfreut sich in der linken Szene einer gewissen Popularität. Sie steht der Kommune 1 in Berlin nahe, zählt Uschi Obermayer (Tamburine) zu ihren Mitgliedern, nimmt Filme und vier Alben auf, darunter "Collapsing / Singvögel Rückwärts" und "Disaster - Lüüd Noma", bevor sie 1970 auseinander geht.
Die zweite Gruppe um Chris Karrer (Gitarre, Saxophon, Gesang), Peter Leopold (Schlagzeug), Lothar Meid (Bass), John Weinzierl (Gitarre) und Renate Knaup (Gesang) hängt ein römisches zwei an den Bandnamen. Ihren ersten Auftritt in Essen beschreibt die FAZ vernichtend als "ein halbstündiges musikalisches Nichts", doch ihr Debütalbum "Phallus Dei" (1969) macht Amon Düül II schlagartig berühmt. Der 21 Minuten lange Titelsong katapultiert sie national in eine Liga mit Pink Floyd.
Mit ihrem zweiten Album "Yeti" (1970) gelingt Amon Düül II der Durchbruch in Großbritannien. Auf der Suche nach dem "Treffpunkt zweier Parallelen in der Unendlichkeit" (Karrer) folgen Schlag auf Schlag weitere Alben, wobei die Besetzung immer wieder Änderungen und Ergänzungen erfährt und viele Mitglieder auch bei anderen Projekten tätig sind.
Fest steht, was die Zeitschrift Melody Maker 1969 bei der Veröffentlichung von "Phallus Dei" schrieb: Amon Düül sei die erste deutsche Gruppe, die "einen eigenen Beitrag zur internationalen Musikszene geliefert" hat.

Luitpoldhalle
Luitpoldstraße 1
85356 Freising
Freitag 28.06.2019; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Danae Dörken - Eine Reise von Ost nach West
Bilder
Foto: © Martin Teschner
Neue Reihe im Veranstaltungsforum: Fürstenfelder Klaviersommer verspricht meisterhafte Klavierabende in sommerlicher Atmosphäre:

Danae Dörken
Eine Reise von Ost nach West

F. Liszt, B. Bartók, E. Grieg, C. Debussy, M. de Falla (Feuertanz)

Die deutsch-griechische Pianistin Danae Dörken wurde bereits als Siebenjährige vom legendären Geiger Yehudi Menuhin gefördert. Heute gastiert sie in wichtigen Sälen wie der Londoner Wigmore Hall und dem Wiener Konzerthaus sowie bei Festivals vom Kissinger Sommer bis zum Schleswig-Holstein Musik Festival. Eine Einspielung mit Klavierkonzerten von Mozart und Mendelssohn, die 2016 zusammen mit der Royal Northern Sinfonia entstand, erhielt glänzende Kritiken. Gemeinsam mit ihrer Schwester Kiveli spielt Danae Dörken regelmäßig vierhändig. Die beiden haben 2015 das Molyvos Festival auf der Insel Lesbos gegründet, als kulturelles Gegengewicht zu Finanzkrise und Flüchtlingsdrama.

„Poetisch und humorvoll zugleich gestaltet Danae Dörken die Töne aus, ausdrucksreich und anmutig, vollendet durchgeformt und doch graziöse Leichtigkeit ausstrahlend.“ (Allgäuer Zeitung)
„Sie ragt heraus aus der Masse – und das weniger durch technische Kabinettstückchen als vielmehr durch Tiefgang.“ (crescendo)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.