Lange Jahre war der in Schweden gebürtige und heute in der Schweiz lebende Meyer Mitglied in Nik Bärtschs Band Ronin, eine Formation, deren pulsierender Rhythmus, auch Ritual Groove Music genannt, das herausstechende Merkmal war, bis heute ist. Zuletzt gehörte Björn Meyer, neben etlichen anderen Projekten, dem Quartett der deutschen Sängerin Simin Tander an. Tander bringt mit ihrer weltoffenen Kunst die Dämmerzonen des Lebens zum Strahlen, sie lässt das Fröhliche melancholisch klingen und nimmt mit dem Traurigen die Furcht.
Meyer verpackt all diese Einflüsse geschickt neu, nutzt sie als Fundament, als Basis für sein Album „Convergence“. Als Bassist, der auch Melodien kreiert, dessen Monologe spieltechnische Ideen und mentale Befindlichkeiten gegenüberstellen; als ein Magier des Sounds und Meister rhythmischer Unwägbarkeiten. Ein Bassist, der ebenso kontrastreich, wie auch differenziert spielt. Dabei löst er eine manifeste Körperlichkeit des Instruments auf, lässt dessen Töne federleicht aufsteigen, selbst dann, wenn er waghalsig improvisiert. Oder wenn er mit Magneten und Metallstäben einen „präparierten“ Bass spielt. Björn Meyer ist am Instrument ein Forscher und ein Tüftler, immer auf der Suche nach Klangverstrebungen und kontrastreichen Sounds. Letztendlich ein ebenso freier wie disziplinierter Finder.
Jörg Konrad
Björn Meyer
„Convergence“
ECM
„Convergence“
ECM























