Haben Sie einen Artikel verpasst? Dann klicken Sie hier. Im Archiv finden Sie auch ältere Veröffentlichungen.
1. Oscar Peterson „On A Clear Day“
2. Anders Jormin „Pasado En Claro“
3. Duke Ellington „A Drum Is A Woman“
4. Andrew Cyrille „Music Delivery“
5. Joey Baron & Robyn Schulkowsky „Now You Hear Me“
6. Pierre Favre „Singing Drums“
Montag 30.01.2023
Oscar Peterson „On A Clear Day“
Bilder
Diese Aufnahme aus dem Jahr 1971, bisher unveröffentlicht, stammt aus einer Zeit, in der Oscar Peterson in explodierender Spiellaune war. Seit 1964 veröffentlichte er jährlich mindestens ein Album bei seinem damaligen Hauslabel MPS. Hier war es die persönliche Freundschaft zu dem Unternehmer Hans Georg Brunner Schwer, der an den Tagen mit seinem Gast von Villingen aus Streifzüge in den Schwarzwald, nach Frankreich und die nahe Schweiz unternahm und am Abend dann, nach einem üppigen Nachtmal in der Fabrikantenvilla, im engsten Kreise Hauskonzerte mit dem Pianisten präsentierte.
1973 wechselte der Kanadier dann zu Pablo Records von Norman Granz (Granz nannte das Label nach dem Maler Picasso, von dem er einige Werke aus seinem Besitz verkaufte, und damit die geschäftliche Grundlage für dieses neue Label schaffte). Hier spielte Peterson bis 1986 in fast ähnlicher Frequenz das nächste über ein Dutzend Alben ein – mit Count Basie, Roy Eldridge, Harry Edison, Joe Pass, Dizzy Gillespie, Ella Fitzgerald, Barney Kessel u.v.a.
1971, am Ende einer Europatour von Oscar Peterson mit dem dänischen Bassisten Niles-Henning Orsted Pedersen und dem Schlagzeuger Louis Hayes gastierte das Trio im Zürcher Kongresshaus in der Claridenstrasse 5. Dieser Auftritt wurde mitgeschnitten und fand erst jetzt erstmals uner dem Titel "On A Clear Day" das Licht der Öffentlichkeit. Petersons liebste Bestzung war das Klaviertrio. Mit Pederson und Hayes hatte er bis dahin noch relativ wenig gespielt – sieht man einmal von der Tournee ab. Aber die menschliche wie musikalische Harmonie untereinander beflügelte ihn und so entstand dieses vorliegende, grandiose Tondokument. Es ruft all jenen, die ihn lang nicht mehr gehört haben, die unglaubliche Reife und Virtuositöt des kanadischen Pianisten in Erinnerung. Er jagt swingend über die Tastatur, nimmt jedes Risiko verwegen in Kauf und ist doch, das darf man an dieser Stelle schon sagen: stets bombensicher. Unangestrengt, ja leicht klingen diese überbordenen Improvisationen – immer eng am Handlauf des Originals entlag. Geeinigt haben sich die drei Musiker auf Standards, wie „Young And Foolish“, Younger Than Springtime“ und den Kurt Weil Song „Mack The Knife“. Doch Peterson ist auch ein ganz besonderer Interpret von Balladen, in denen seine ganze Sensibilität, ja und auch seine introvertiert romantische Seele spürbar wird. Somit wird „On A Clear Day“ nicht nur die Entdeckung eines bisher verschollen geglaubten grandiosen Jazzkonzerts. Es befriedigt zugleich auf hervorragende Weise die innere Lust auf Swing und überragende Virtuosität.
Jörg Konrad
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Dienstag 24.01.2023
Anders Jormin „Pasado En Claro“
Bilder
Tradition oder Folklore bedeuten nicht das alleinige Konzentrieren auf eine separate Region, auf ein begrenztes Lebensgefühl. Bei entsprechender Aufgeschlossenheit und Neugier öffnet sich der geistige Horizont und es entstehen Möglichkeiten, Lebensweisen, so unterschiedlich sie auch im ersten Moment erscheinen mögen, zusammenzubringen. Hier greift der Terminus Weltkultur, der zugleich auch Solidarität und Verantwortung, Empathie und intellektuelle Befreiung beinhaltet.
Anders Jormin und Lena Willemark bringen schon seit 2015 unterschiedliche Standorte und Zeiträume in ihren Projekten musikalisch zusammen. Der schwedische Bassist und seine singende und Geige spielende Landsmännin arbeiten im vorliegenden Fall mit der aus Tokio stammenden und heute in Deutschland lebenden Koto-Spielerin Karin Nakagawa. Hinzu kommt noch der schwedische Schlagzeuger und Perkussionsit Jon Fält, dessen Disziplin und explodierende Leidenschaft schon seit Jahren das Trio des Piansiten Bobo Stenson enorm bereichert.
Jormin, Willemark, Nakagawa und Fält sind auf „Pasado En Claro“ in der Lage, vorzüglich miteinander über musikalische und nichtmusikalische Ebenen zu kommunizieren und dabei eine spürbare Harmonie heraufzubeschwören. Bei ihnen treffen Klangfarben und instrumentaler Abenteuergeist, Schlichtheit und Komplexität, Differenziertheit und widerspenstige Zähmung aufeinander. Folk und Jazz wie er zwischen Nordeuropa und dem ostasiatischen Inselstaat Japan interpretiert wird, sind die musikalischen Ingredenzien. In diese tönenden Motive sind gesungene skandinavische und mexikanische Poesie eingebettet. Es finden Texte des italienischen Renaissance-Dichters Petrarca Eingang, wie auch von Lena Willemark geschriebene Verse. Die gesamte Musik strahlt einen zivilisatorischen, würdevollen, humanen Charakter aus, wobei der Respekt und die Wertschätzung voreinander in jeder Sequenz der Aufnahme zu spüren ist. Archaik und Moderne finden hier auf Augenhöhe zueinander und geben dem Hörer das Gefühl gelebter Bindung.
Jörg Konrad

Anders Jormin
„Pasado En Claro“
ECM
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Dienstag 10.01.2023
Duke Ellington „A Drum Is A Woman“
Bilder
Ein Großteil des kompositorischen Schaffens Duke Ellingtons bestand, meist in enger Zusammenarbeit mit Billy Strayhorn, aus dem Schreiben von Suiten. Über dreißig solcher Orchesterwerke hat der Großmeister des Big Band Sounds in seiner Karriere ausgearbeitet und eingespielt. Eine diese Kompositionen nannte der 1899 in Washington, D.C. geborene Pianist und Tonsetzer „A Drum Is A Woman“. Da das Wesen des Jazz im Rhythmus liegt, war es für Ellington nur logisch, dieses Thema musikalisch zu bearbeiten. Doch es wäre für ein musikaklisches Genie seines Fachs zu einfach, nur die Trommeln ins Zentrum einer solchen Arbeit zu stellen. So verzichtete auf den rein instrumentalen Charakter der Suite und wählte stattdessen eine von Singstimmen geleitete Form des Ausdrucks. „Diese musikalische Phantasie oder Allegorie erzählt die Geschichte des Jazz durch die Abenteuer von Madame Zajj und Carribee Joe , die den Zuhörer von der Karibik über den Congo Square und die 52nd Street zum Mond führen“, schrieb der Komponist in seiner 1973 erschienen Autobiographie.
Er integrierte also zwei Sängerinnen (eine von beiden war die Sopranistin Margaret Tymes) und den aus Trinidad stammenden Sänger Ozzie Bailey in sein Orchester, zudem einen zusätzlichen Schlagzeuger, sowie den Congaspieler Candido. „A Drum Is A Woman“ erzählt die Geschichte von Madame Zajj (Jazz rückwärts gelesen), die sich immer wieder in eine Trommel verwandelt und in Carribee Joe verliebt. Mit ihm reist sie durch den Congo Square in New Orleans, die Clubs der 52nd Street und erlebt die Entwicklungsgeschichte des Jazz auch anhand der sozialen Stellung und Entwicklung der Schwarzen hautnah. Auch heute klingt das Album noch eher wie eine Art Hörbuch. Die musikalischen Sequenzen sind kurz (aber eindringlich), ziehen ein musikalisches Resümee aus traditionalem Jazz, Swing, afrikanischer und karribischer Folklore und natürlich den wirkungsvollen Tonmalereien Ellingtons Jazzsinfonik. Seine Riege an einzigartigen Solisten (Paul Gonsalves, Johnny Hodges, Russell Procope) lässt ihr Können nur zeitweise aufblitzen. Hingegen gibt es immer wieder Schlagzeug- und Percussionseinlagen von nachhaltiger und befreiender Wirkung.
Ellington übernimmt den Part des Sprechers und er selbst erzählt die Geschichte von Madame Zajj und Carribee Joe. So ist es nur folgerichtig, dass kurz nach der Veröffentlichung des Albums CBS auf Grundlage von „A Drum Is A Woman“ einen Film drehte und danit aus dem Hörbuch einen Hörfilm machte.
Jörg Konrad.

Duke Ellington
„A Drum Is A Woman“
(Columbia, 1956)
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Dienstag 10.01.2023
Andrew Cyrille „Music Delivery“
Bilder
Er ist und war wohl schon immer der Modernste unter den traditionellen Schlagzeugern. Geboren 1939 in der Bronx, studierte Andrew Cyrille sein Instrument noch bei Philly Jo Jones, dem Lieblingsdrummer von Miles Davis. Dabei war Cyrills Spiel von Beginn an eine Art Unabhängigkeitserklärung. Egal ob er mit Coleman Hawkins und Illinois Jacquet arbeitete oder, etwas später, für längere Zeit bei Cecil Taylor trommelte; er zeichnete sich für den rhythmischen Groove an der Seite von Greg Osby verantwortlich und hielt dem Feuer des Saxophon-Berserkers Peter Brötzmann auf Aufgenhöhe stand; es gibt regelrechte Trommelschlachten mit Cyrill und Milford Graves und die gemeinsamen atmosphärischen Erkundugen mit Bill Frisell aus den letzten Jahren, seine vielleicht abstraktesten Arbeiten, rhythmische Impressionen, mehr angedeutet als ausgespielt – alles der Kommunikation untergeordnet.
Nun ist noch einmal ein Solo-Album des heute 83jährigen erschienen. Es sind poetische Mosaiksteinchen, die er zu einem rhythmischen Bild zusammensetzt, Klangskulpturen die das Ergebnis einer gelebten Freiheit und immensen Erfahrung sind. Cyrille versteht es zu spielen im wahrsten Sinne des Wortes. Wie ein Kind erforscht er das Drumset, mal kräftiger, mal stiller. Und er findet immer wieder neue rhythmische Klänge, Querverbindugen und Vertrebungen zwischen den Trommeln, Becken, Glocken und Sticks, stets weit entfernt von allen Naturgewalten und starren Bewußtseinsströmen. Nahe am Puls des Lebens, das immer wieder neue Wendungen bereithält. So überrascht auch Andrew Cyrille auf diesen vorliegenden elf Miniaturen immer wieder neu – und begeistert jedes Mal.
Jörg Konrad

Andrew Cyrille
„Music Delivery“
(Intakt, 2023)
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Montag 09.01.2023
Joey Baron & Robyn Schulkowsky „Now You Hear Me“
Bilder
Trommeln ist so alt wie die Menschheit. Es ist der Puls der verschiedenen Kulturen. Oder, wie Dieter Bachmann einmal schrieb: „Trommeln heißt nichts anderes, als der fließenden Zeit eine Einteilung aufzuprägen“. Und die Trommler, heute sagt man eher Schlagzeuger oder Schlagwerker, sind somit die ordnenden Hüter der Zeit. Wenn nun mehrere solcher Schlagwerker aufeinandertreffen, wenn also dem einen Puls ein zweiter gegenüber gestellt wird, wie mag das klingen? Entsprechend der Persönlichkeit und Individualität der beiden immer wieder anders.
Im März 2016 haben sich in Berlin zwei trommelnde Instrumentalisten im Studio getroffen und sind miteinander in einen Dialog getreten, der jetzt beim Schweizer Label Intakt vorliegt. Joey Baron gehört zu den wohl derzeit am häufigsten gebuchten Sideman der Jazzszene. Der Amerikaner beherrscht nicht nur ein Arsenal an Perkussionsinstrumenten, er begleitet mit ihnen auch so unterschiedliche Stilisten wie John Zorn, Dizzy Gillespie, Marianne Faithfull oder Irene Schweizer. In seinem Einfühlungsvermögen, seiner Spontanität und seinem rhythmischen Puls scheinen ihm keine Grenzen gesetzt. Robyn Schulkowsky ist eine der führenden und gesuchtesten Perkussionistinnen der modernen Klassik, seit vielen Jahren Soloschlagzeugerin verschiedener Orchester und Komponistin für Perkussionsensemble.
Auf „Now You Hear Me“ befinden sich vier Stücke, die im freien Dialog die Welt rhythmisch zum Klingen bringen. Hier findet sich traditionelles Pulsieren neben strukturellen Polyrhythmen, energetisches Donnergrollen neben fein ziselierter Beckenarbeit, differenziertes Signalgeben neben komplexen Ausrufezeichen. Dabei ist alles im Fluss, gehen perkussive Andeutungen in klare Formulierungen über und umgekehrt. Archaische Trommelrituale verbinden sich mit intellektuellen Akzenten. Alles auf diesem Album ist Interaktion, steht in einer dynamischen Wechselbeziehung und wirkt dadurch überzeugend. „Now You Hears Me“ bietet in seinen rhythmischen Dialekten subtile Spannung. Ein grandioses Vergnügen, für Kopf und Bauch, weil: Hier haben sich zwei außergewöhnliche Rhythmiker gesucht - und gefunden.
Jörg Konrad

Joey Baron & Robyn Schulkowsky
„Now You Hear Me“
(Intakt, 2018)
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Freitag 06.01.2023
Pierre Favre „Singing Drums“
Bilder
Der Rhythmus ist der Herzschlag des Jazz, dessen Wurzeln sich in Afrika befinden. Doch es gibt in diesem Metier auch einige europäische Vollblutschlagzeuger, die dem Instrument eine völlig eigenständige und nicht allein vom Swing bestimmte Note geben. Einer von ihnen ist Pierre Favre. Geboren 1937 in dem kleinen Ort Le Locle, im Schweizer Kanton Neuenburg, musizierte er als Autodidakt schon Mitte der 1950er Jahre im Profilager des Jazz. Anfangs noch ein glühender Verfechter des Bebop - der auch dem traditionellen Jazz offen gegenüber stand - bestimmte er anschließend als treibender Motor in führenden europäischen Big Bands den Takt. 1976 entschloss sich Favre mit einem riesigen Arsenal an Gongs, Cymbals, Becken und Trommeln solistisch aufzutreten und bis heute Alben aufzunehmen. „Das Körperliche, Artistische, Physische übt auf mich keine Faszination aus“, erzählte er vor einigen Jahren in einem Interview mit Patrick Landolt. Und „ … ich gebe mir Mühe, mit einem unmusikalischen Instrument sehr viel Musik zu machen.“
So hat sich Favre zu einem Klangmaler entwickelt, einem Tonpoeten am Schlagwerk, das bei ihm so gar nicht arachaisch klingt. Selbst in seinem Solospiel ist eine Art orchestrale Vielfalt an Farben und Atmosphären zu spüren, die dem Ergebnis einer Vielstimmigkeit von Einflüssen geschuldet ist. Mit einer sanften Dringlichkeit kommt seine überragende Klangästhetik zum Ausdruck. Er gehört zu jenen Musikern, die in der Lage sind, an ihrem Instrument Geschichten zu erzählen, packende Geschichten, die zärtlich und formbewusst klingen.
Diese Herangehensweise hat Favre seit Mitte der 1980er Jahre mit seinem Ensemble Singing Drums dann noch erweitert. Es ging ihm um einen perkussiven Austausch von Kulturen und Persönlichkeiten. Hierfür holte er in sein Quartett den amerikanische Schlagzeuger Paul Motian (1931 – 2011), den Schweizer Meistertrommler Fredy Studer (1948 – 2022) und den brasilianischen Perkussionisten Nana Vasconcelos (1944 – 2016). Und wie die Vier hier Miteinander musizieren, kommt einem freien Gedankenaustausch sehr nahe. Ein rhythmischer Dialog der Kulturen Nord- und Südmarikas, sowie Eurpas, auf der Grundlage des Jazz-Drummings. Alle gehen sie hier gemeinsame Wege, sich untereinander unterstützend, ergänzend, assistierend, um dann die kollektiven Pfade für individuelle Abenteuer zu verlassen. Letztendlich kommen dann alle mit den unterwegs gesammelten Erfahrungen in die Gemeinschaft zurück und Neues entsteht. Sie schaffen eine Balance zwischen An- und Entspannung, sie bauen dramaturgisch an einem Gerüst und lassen es wieder in sich zusammenfallen, sie wechseln zwischen Präzision und Freiheit und übersteigen so alle Grenzen und Vorurteile. Trommeln als gelebte Völkerverständigung – in diesem Fall weit mehr als eine Metapher.
Jörg Konrad

Pierre Favre
„Singing Drums“
(ECM, 1984)
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
© 2023 kultkomplott.de | Impressum
Nutzungsbedingungen & Datenschutzerklärung
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.