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1. Penzberg: Campendonk malt Blau
2. München: Anselm Reyle, infinite longing
3. Museum Brandhorst: Carrying
4. München Lenbachhaus: Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik
5. Murnau Schlossmuseum: Paul Klee - Der Poet des Blauen Reiter
6. Pinakothek der Moderne: CONVIVIUM - NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT
Montag 18.05.2026
Penzberg: Campendonk malt Blau
Bilder
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Campendonk malt Blau

Ausstellung vom 11. April bis 28. Juni 2026
Museum Penzberg Sammlung Campendonk

Blau ist die Farbe des Himmels, der Sehnsucht und für Heinrich Campendonk der Bewegung nach innen in die Tiefe. Ab 11. April 2026 zeigt das Museum Penzberg eine Ausstellung rund um Campendonks Blau: In die Ferne ziehende Gänse, auf dem Wasser schaukelnde Boote, blaue Figuren, in die Höhe wachsende Pflanzen, Ölgemälde, Hinterglasbilder und selten bzw. noch nie gezeigte Arbeiten auf Papier – zu sehen sind Werke aus der eigenen Sammlung. Eines ist ihnen allen gemein: die Farbe Blau dominiert.

„Das Blau, die typisch himmlische Farbe, der stärkste Gegensatz zu dem irdischen Gelb strahlt nicht wie dieses über die begrenzende Form hinaus und nähert sich uns, sondern die Bewegung geht nach innen wie die Windungen eines Schneckenhauses…“

In einem unscheinbaren, kornblumenblauen Schulheft hat Campendonk um 1924 Notizen zu seiner Farbtheorie „der Beweglichkeit der Farben“ festgehalten – ein ganz besonderer Schatz. Für den expressionistischen Künstler spielte Farbe eine zentrale Rolle, sie ist der Schlüssel zu seinem Werk.

Die feine Sonderausstellung im Altbau des Museums ergänzt die Dauerausstellung und eröffnet darüber hinaus neue Perspektiven auf das Gezeigte. Fokussiert wird das weithin unbekannte Spätwerk Heinrich Campendonks. Zum zehnjährigen Bestehen des Museum Penzberg – Sammlung Campendonk in seiner heutigen Form geht es auf Entdeckungsreise in der eigenen Sammlung.

Museum Sammlung Campendonk
Karlstr. 25
82377 Penzberg


Abbildungen:

- Heinrich Campendonk, Bäume, um 1946,
Hinterglasmalerei
©Foto Simone Betz_VG Bild-Kunst Bonn 2026

- Heinrich Campendonk, Schnecke, um 1948,
Gouache
©DL Museum Penzberg_VG Bild-Kunst Bonn 2026
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Donnerstag 14.05.2026
München: Anselm Reyle, infinite longing
Bilder
Anselm Reyle, infinite longing

Ausstellung vom 15. Mai 2026 bis 04. Juli 2026
Walter Storms Galerie

Anselm Reyle, geb. 1970, studierte an den Kunstakademien in Stuttgart und Karlsruhe. Seit 2009 ist er Professor an der HFBK Hamburg. Er lebt und arbeitet in seinem Studio Areal an der Spree in Berlin.
Reyles Werk entfaltet sich zwischen Malerei, Skulptur und Installation. Natürliche Materialien treffen auf leuchtende Farben und reflektierende Oberflächen, spontane Gesten stehen bewusst gesetzten Eingriffen gegenüber. Seine Arbeiten verhandeln Wahrnehmung nicht als Abschluss, sondern als fortwährende Bewegung und hinterfragen die Konventionen ästhetischer Erfahrung.
Reyles Arbeiten werden international präsentiert und finden sich in zahlreichen prominenten Sammlungen, u.A. dem Centre Pompidou, der Fondation Louis Vuitton, Boros Collection, François Pinault Collection und Rubell Family Collection

ausbildung:

1991–1997
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Karlsruhe
1990–1991
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Stuttgart

ausgewählte einzelausstellungen:

2026
Chapel of Ghouls, KÖNIG GALERIE, Berlin
Infinite Longing, Walter Storms Galerie, München
2025
Sunrise Mission, Opera Gallery, London
Babylon Fading, Ron Mandos Gallery, Amsterdam
2024
Magic Shine Ray 800, XPM Museum, Changsha
Opera Gallery, Genf
2023
Paradise, KÖNIG GALERIE, Nave, Berlin
2022
Looking West: Anselm Reyle & Jon Young, Morgan Presents, New York
2020
After Forever, Aranya Art Center, Qinhuangdao
2019
Reflections, KÖNIG GALERIE, Chapel, Berlin
2017
Laguna Sunrise, Almine Rech, Brüssel
Eight Miles High, KÖNIG GALERIE, Berlin
2016
Keramik, Contemporary Fine Arts, Berlin
2013
Electric Spirit, Gary Tatintsian Gallery, Moskau
Ultracore, MAGASIN – Centre National d’Art Contemporain, Grenoble
2012
Mystic Silver, Deichtorhallen Hamburg
Stolen Fantasy (mit Franz West), Schinkel Pavillon, Berlin
2011
Anselm Reyle, Arken Museum of Modern Art, Ishøj
Meissen Debris Acropolis, Gagosian Gallery, Athen
Anselm Reyle feat. Franz West, Galerie Almine Rech, Paris
Anselm Reyle, Andersen’s Contemporary, Kopenhagen
Anselm Reyle, Des Moines Art Center, Iowa
2010
Anselm Reyle, Kukje Gallery, Seoul
Elemental Threshold, Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle
2009
Monochrome Age, Gagosian Gallery, New York
Acid Mothers Temple, Kunsthalle Tübingen
2007
The 7th Dream, Gavin Brown’s enterprise, New York
The 5th Dream, The Modern Institute, Glasgow
2006
ARS NOVA, Kunsthalle Zürich
2004
The Art of Anselm Reyle, Gavin Brown’s enterprise, New York

ausgewählte gruppenausstellungen:

2025
The Scharf Collection. Goya – Monet – Cézanne – Bonnard – Grosse, Alte Nationalgalerie, Berlin
MINEBANE! Contemporary Art – The Taguchi Art Collection, Akita Museum of Art & Akita Senshu Museum of Art, Akita
2024
Floating Islands, Istanbul Modern, Istanbul
Streetspace Banger, Kunsthalle Recklinghausen
Sinn und Form, Villa Merkel, Esslingen
2023
6th Suzhou Jinji Lake Biennale, Suzhou
2022
Friendship. Nature. Culture. 44 Jahre Daimler Art Collection – Werke der Sammlung 1920–2021, Daimler Art Collection, Berlin
Blanc des Blancs, Villa Schöningen, Potsdam
2020
The Essl Collection, Albertina Modern, Wien
Szene Berlin. Berlin kommt nach Niedersachsen, Hall Art Foundation, Schloss Derneburg
Solid Fiction, Emsdettener Kunstverein, Emsdetten
Neon Delight, Zentrum für internationale Lichtkunst Unna, Unna
Recyclage surcyclage, Villa Datris Foundation for Contemporary Sculpture, L’Isle-sur-la-Sorgue
2019
Abstraction(s), Song Museum, Peking
Lichtparcours: Auftakt, Kunstverein Braunschweig, Braunschweig
2018
Hello World. Revision einer Sammlung, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin
2017
Miniatures, Sexauer Gallery, Berlin
Modern Sculpture, Galería Casado Santapau, Madrid
2016
Franz West – ARTISTCLUB, 21er Haus, Belvedere, Wien
On the Subject of the Ready-made, Daimler Contemporary, Berlin
Made in Germany: Contemporary Art from the Rubell Family Collection, McNay Art Museum, San Antonio
Takashi Murakami’s Superflat Collection, Yokohama Museum of Art, Yokohama
2015
Deutsche Kunst nach 1960, Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg
Boundless Treasures: Inexhaustible and Limitless, Hong Kong Arts Centre, Hongkong
2014
One Way: Peter Marino, Bass Museum of Art, Miami Beach
NOW-ism: Abstraction Today, Pizzuti Collection, Columbus
Pliage / Fold, Gagosian Gallery, Paris
When Now Is Minimal. Die unbekannte Seite der Sammlung Goetz, MUSEION, Bozen
2013
BubeDameKönigAss, Neue Nationalgalerie, Berlin
Salon der Gegenwart, Hamburg
2012
The Slide Show, FRAC Auvergne, Clermont-Ferrand
Looking Back for the Future, Kunsthalle Zürich
Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum, Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt
2011
Taste – The Good, the Bad and the Really Expensive, Kunsthalle Baden-Baden
Lustwarande – Raw, Museum De Pont, Tilburg
2010
Summer Exhibition, Royal Academy of Arts, London
Bilder über Bilder – Diskursive Malerei aus der Daimler Kunstsammlung, mumok, Wien
2008
Depletion, Tel Aviv Museum of Art, Tel Aviv
The Hamsterwheel, Malmö Konsthall, Malmö
2007
Unmonumental: The Object in the 21st Century, New Museum, New York
Sequence 1, Palazzo Grassi, Venedig
The Artist’s Dining Room, Tate Modern, London
2006
Painting in Tongues, MOCA – Museum of Contemporary Art, Los Angeles


Walter Storms Galerie
Schellingstraße 48
80799 München


Abbildung:

- Detailansicht: Anselm Reyle
Untitled, 2025
Mischtechnik auf Sackleinen, Chromoptik
87 x 73 x 4 cm
Foto: Atelier Reyle
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Donnerstag 14.05.2026
Museum Brandhorst: Carrying
Carrying

Ausstellung vom 14. Mai bis 08. November 2026
Museum Brandhorst

Mit „Carrying“ präsentiert das Museum Brandhorst ein Ausstellungsprojekt, das Räume innerhalb und außerhalb des Hauses aktiviert. Werke der internationalen Künstlerinnen Hêlîn Alas, Cana Bilir-Meier, Louise Lawler, Kate Newby, Tiffany Sia, Jaune Quick-to-See Smith und Leyla Yenirce besetzen historisch aufgeladene Orte und Transitzonen des Museums sowie den öffentlichen Raum. Architektonische Interventionen, Performances, Malereien sowie Sound- und Filmarbeiten treten in Dialog mit dem Museum und befragen die Verschränkung von militärischer und kultureller Macht.

Ausgangspunkt ist das Gelände, auf dem sich heute das Museum Brandhorst, die Pinakothek der Moderne und weitere Institutionen des Kunstareals befinden. Dort stand früher die Prinz-Arnulf-Kaserne, auch „Türkenkaserne“ genannt. Der Name des 1826 errichteten Militärkomplexes geht auf Kriegsgefangene zurück, die Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Osmanischen Reich zur Zwangsarbeit nach Bayern gebracht wurden. Diese Geschichten haben sich in Orts- und Straßennamen wie der „Türkenstraße“ und dem „Türkentor“ eingeschrieben.

Welche Geschichten werden erzählt, wer erzählt sie und wie? Die eingeladenen Künstlerinnen nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Frage, wie sich Geschichte und Erinnerung mit teils erfundenen Erzählungen verweben und über Bilder, Medien und Monumente weitergetragen werden. Verschiedene Deutungen überlagern historische Realitäten von Gewalt, Ausbeutung und kultureller Aneignung und schreiben sich bis heute als Muster fort – von der sogenannten „Gastarbeiter“-Ära bis zu andauernden Debatten um territoriale Grenzen, Migration und Zugehörigkeit. Insbesondere dort, wo Krieg und Kultur ihre tatsächliche Verwobenheit verschleiern, gewinnen diese Fragen neue Dringlichkeit.

An spezifischen Orten wie Cy Twomblys „Lepanto“-Saal oder dem „Türkentor“ begreift „Carrying“ das Museum als einen Resonanzraum, in dem die Institution ihre eigene Geschichte und Identität untersucht – und lokale Ansätze mit globalen Fragestellungen verbindet.
Einige der Werke sind anlässlich von „Carrying“ entstanden und stehen in unmittelbarem Austausch mit ihrem Ausstellungsort.

Als Teil der Ausstellung findet ein umfangreiches Programm mit Artist Talks, Dialogformaten, Workshops und Filmprogrammen statt.
Kuratiert von: Franziska Linhardt

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a,
80333 München

Abbildungen:

- Hêlîn Alas
Dasein (Detail), 2025
© Hêlîn Alas
Foto: Produktion Pitz

- Tiffany Sia
Scroll Figure #4, 2022
© Courtesy of the artist, Maxwell
Graham, New York .

- Porträt Tiffany Sia
© Tiffany Sia . Courtesy of the artist

- Louise Lawler
No Drones (adjusted to fit), und Crazy 2010/2011
Udo und Anette Brandhorst Sammlung
© Louise Lawler. Courtesy of the artist, Metro Pictures, New York, und Sprüth Magers.
Foto: Johannes Haslinger,
Bayerische Staatsgemäldesammlungen,
Museum Brandhorst, München
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Dienstag 12.05.2026
München Lenbachhaus: Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik
Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik

Ausstellung vom 12. Mai bis 27. September 2026
München Lenbachhaus

Die Künstlerin Käte Hoch zeigt ihren Freund Erich Müller-Kamp telefonierend am Schreibtisch. Ein Ferngespräch, so rät Kurt Tucholsky, soll möglichst deutlich und dialektfrei geführt werden, sonst können die Überwachungsbeamten dem Dialog nicht folgen. Sich selbst malt Hoch in den
Farben der Suffragetten und mit Bubikopf. Auch junge Angestellte schneiden sich die Haare kurz. Sie tippen schnell, rauchen Kette und gehen abends ins Kino oder Tanzlokal. Sie lieben Charleston und Shimmy, hören Schmachtfetzen, Swing und Jazz.
Irmgard Keuns „Kunstseidenes Mädchen“ träumt von schmalen Silhouetten und Schuhen mit Eidechsenkappen. Ré Soupault entwickelt ein Transformationskleid, das im Büro direkt für den Abend umgewandelt werden kann. Im Variété werden Geschlechterrollen durchlässig, Monokel senden Signale. Bordelle bilden einen etablierten Rahmen für Sexarbeit. Die Wirtschaft blüht, oft auf Pump, Teile der Bevölkerung verarmen, nicht nur während der Hyperinflation und der Weltwirtschaftskrise. Kriegsversehrte, Arbeiterinnen, Arbeitslose und
Veilchenverkäufer prägen die Straßen und konterkarieren die Goldenen Zwanziger. Oskar Maria Graf verteilt mit einer Arbeitsgruppe antifaschistische Flugblätter, in Schwabing treffen sich Feminist*innen und das Münchner Antikriegs-Komitee und eine Ortsgruppe der revolutionären Künstler*innen-Vereinigung ASSO bastelt an einer Zeitschrift. George Grosz zeigt den Aufstieg der Nationalsozialisten und karikiert den Hitlergruß.
Das neue Theater von Helene Weigel und Bertolt Brecht sehnt sich nach der Wucht des Boxens und versucht sich an Dialogen, die wie Kinnhaken sitzen. 1923 wird die erste staatlich kontrollierte Rundfunksendung in Deutschland ausgestrahlt – Max Radler malt einen Fabrikarbeiter beim Radiohören. 1930 macht Tim Gidal im Deutschen Museum ein Foto von einer der ersten Fernsehübertragungen.
Die Ausstellung konzentriert sich auf konkrete Geschichten und greifbare Details, statt große Thesen zur Weimarer Zeit zu formulieren. Zu den verschütteten Möglichkeiten der Weimarer Republik soll so ein Kontakt hergestellt werden – ein Ferngespräch.
Mit Werken von Käte Hoch, Heinrich Hoerle, Karl Hubbuch, Lotte Jacobi, Grethe Jürgens, Jeanne Mammen, Gabriele Münter, Christian Schad, August Sander, Rudolf Schlichter u.a.
In Kooperation mit dem Münchner Stadtmuseum und mit großzügiger Unterstützung einer Privatsammlung.
Kuratiert von Karin Althaus, Adrian Djuki? und Matthias Mühling.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33
80333 München

Abbildungen:

- Rudolf Schlichter, Bertolt Brecht, um / around 1926,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München / Lenbachhaus Munich,
© Viola Roehr v. Alvensleben, München

- August Sander, Frau eines Malers (Helene Abelen), ca. 1926 / Wife of a Painter (Helene Abelen),
Gelatineentwicklungspapier / Gelatin developing-out paper, Münchner Stadtmuseum,
Foto / Photo: Münchner Stadtmuseum
© Die Photographische Sammlung / SK-Stiftung Kultur – August Sander Archiv, Köln: bei der VG Bild-Kunst, Bonn 2026

- Grethe Jürgens, Frisierpuppen, 1927 / Hairdresser Dolls,
Öl auf Leinwand / Oil on canvas, Privatsammlung – Private Collection
Foto: Privatsammlung © H. Jürgens-Hitz

- Jeanne Mammen, Theaterloge (Der Tenor), ca. 1927 / Theater Box (The Tenor),
Aquarell auf Bleistift auf Papier / Watercolor on pencil on paper,
Berlinische Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Scan: Anja Elisabeth Witte/Berlinische Galerie
© VG Bild-Kunst, Bonn, 2026
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Donnerstag 23.04.2026
Murnau Schlossmuseum: Paul Klee - Der Poet des Blauen Reiter
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Paul Klee
Der Poet des Blauen Reiter

Ausstellung vom 26. März bis 26. November 2026
Schlossmuseum Murnau

Am 1. Juli 2023, zum 30-jährigen Bestehen des Museums, übergab die KK-Stiftung Murnau dem Schloßmuseum Murnau seine Blaue Reiter-Sammlung als Dauerleihgabe. Die Werke, die aus dem engen Kontext der legendären Murnauer Malaufenthalte von Gabriele Münter, Wassily Kandinsky, Marianne von Werefkin und Alexej von Jawlensky zwischen 1908 und 1910 stammen und wie die Arbeiten von Franz Marc, August Macke, Heinrich Campendonk und Alfred Kubin unmittelbar in Beziehung zu den Ereignissen um die Redaktionssitzungen und die Herausgabe des Almanachs Der Blaue Reiter 1911 stehen, zählen zu den Hauptwerken des deutschen Expressionismus.
Diese Arbeiten werden nun in Dialog gesetzt zu dem Schaffen Paul Klees, der innerhalb der Künstler und Künstlerinnen des Blauen Reiter eine Sonderstellung einnimmt. Das Ehepaar, das seine Blaue Reiter-Sammlung in die KK-Stiftung überführt hat, stellt für diese Sonderschau zusätzlich ausgewählte Arbeiten aus seiner Paul Klee-Sammlung zur Verfügung.
In der Gegenüberstellung mit Gemälden von August Macke, Robert Delaunay, Franz Marc, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter wird Klees enge Verbundenheit mit dem Künstlerkollektiv um den Blauen Reiter deutlich und seine Position zwischen Inspiration und künstlerischer Eigenheit nachvollziehbar.
So unmittelbar und nachhaltig der schöpferische und geistige Einfluss seines Umfelds ihn seinen unverwechselbaren Stil finden ließ, so singulär steht er künstlerisch mit der Vergabe seiner Bildtitel.

Kunstwissenschaftler, Sammler und Händler verweisen Klees fantasievolle Bildtitel immer gerne in Poesie-Nähe: Rhythmie der Fenster und Tannen, Guter Fischplatz, Das Fest der Astern, Ein Genius serviert ein kleines Frühstück und auch die Schicksal-Stunde des Kaisers sind Bildtitel, deren Motive sich erst in der weiteren Auseinandersetzung mit dem Werk klären.
Die Auswahl der Werke beleuchtet nahezu jede Entwicklungsphase im Schaffen von Paul Klee. Ihren Anfang nimmt die Ausstellung mit Klees Aquarell „Hamammet“, das 1914 während der gemeinsamen Tunesienreise mit August Macke und Louis Moilliet entstand, führt über die sogenannten zerschnittenen Werke wie Garten, 1918, und Schicksal-Stunde des Kaisers, 1922, hin zu den späteren Arbeiten wie Städtebild Graben, 1931, und Figur im Garten, 1937.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Schloßmuseum Murnau
Schloßhof 2-5
82418 Murnau

Abbildungen:

- Paul Klee, Raumfahrt, 1929, 122 (C2),
Tusche und Aquarell auf Ingrespapier,
Tusche und Gouache, auf Karton, KK-Privatsammlung

- Alexej von Jawlensky, Violetter Turban, 1911,
Öl auf Karton, Dauerleihgabe der KK-Stiftung Murnau im Schloßmuseum Murnau,
Fotograf: Nikolaus Steglich, Starnberg

- Gabriele Münter, Bootsfahrt, 1910,
Öl auf Karton, Dauerleihgabe der KK-Stiftung Murnau im Schloßmuseum Murnau,
Fotograf: Nikolaus Steglich, Starnberg © VG- Bild-Kunst, Bonn 2026

- Paul Klee, Schicksal-Stunde des Kaisers, 1922, 135,
Bleistift, Tusche und Aquarell auf Ingrespapier, auf Karton, KK-Privatsammlung
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Mittwoch 22.04.2026
Pinakothek der Moderne: CONVIVIUM - NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT
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CONVIVIUM
NAHRUNGSSYSTEME AM LIMIT

Ausstellung vom 24. April bis 18. Oktober 2026
Architekturmuseum in der Pinakothek der Moderne

Die sichere und gerechte Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung hängt von einem System globaler Netzwerke ab: Bäuer*innen, Fischer*innen, Züchter*innen, Händler*innen, Transportunternehmen, Märkte und industrielle Verarbeitungsbetriebe sind darin eng verknüpft. Sie produzieren und vertreiben aber nicht nur das, was für die menschliche Ernährung notwendig ist. Sie werden durch die kapitalistische Wachstumslogik motiviert, immer mehr Produkte zu herzustellen, die durch Überkonsum zu falscher Ernährung und zu einer massiven Verschwendung von Nahrungsmitteln führen. Doch dieses System kommt durch die Klimaerwärmung, politische und ökonomische Faktoren aktuell an seine Grenzen. Viele Meere sind bereits überfischt, fruchtbare Ackerböden werden überbaut oder erodieren und ganze Landstriche verwüsten, weil es nicht genug regnet. Zugleich trägt die Nahrungsproduktion selbst durch den wachsenden CO?-Ausstoß massiv zum Klimawandel bei – ein Teufelskreis, der immer spürbarer wird. Kaum ein Land der Erde kann seine Bevölkerung noch aus eigenen Ressourcen ernähren.
Die Ausstellung präsentiert in zwölf Kapiteln Beispiele dafür, wie unsere Lebensmittel heute produziert und vertrieben werden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Europa, doch die globalen Zusammenhänge werden stets einbezogen. Ziel der Ausstellung ist es, die räumlichen und technischen Grundlagen unserer Nahrungsproduktion sichtbar zu machen – und zu zeigen, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für die Zukunft ergeben.

Kurator*innen: Andjelka Badnjar und Andres Lepik
Co-Kurator*innen für den Ausstellungsteil „Das Tier ist anwesend“: Víctor Muñoz Sanz und Sofia Nannini

Pinakothek der Moderne
Barer Straße 40
80333 München

Abbildungern:

- Getreide-Terminal im Handelshafen von Odessa, Ukraine.
Travel Faery / iStock, 2023.

- Junge Pflanzen werden für das Eintopfen in die Hängebeete vorbereitet, Parsdorf, Deutschland.
Jan Müller, 2024.

- Britischer Blue-Zuchtbulle, Mez?hegyes, Ungarn.
Dániel Szalai, 2022.
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