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Kabarett heute

Germering: Sarah Hakenberg

Sarah Hakenberg
Mut zur Tücke

Es gibt Zeiten, in denen uns das Lachen nur noch im Halse stecken bleibt, in denen der letzte Witz erzählt ist und alle fröhlichen Melodien dieser Welt verklungen sind. Aber diese Zeiten sind ja zum Glück noch nicht angebrochen! Und deshalb hat die mit dem "Deutschen Kabarettpreis" ausgezeichnete Liedermacherin wieder einmal eine Menge neuer mitreißender Schmählieder, raffinierter Protestsongs und unverfrorener Ohrwürmer geschrieben: Über hilflose Traditionalisten beispielsweise, über tugendhafte Rammstein-Fans, über ratlose AfD-Wähler und moralisch korrekte Konsumenten. Sarah Hakenberg haut vergnügt in die Tasten, schrummt ihre Ukulele und erzählt dabei gleichermaßen von Abgründen, die in unserem Inneren schlummern und vom großen Wirrwarr da draußen. Besser wird die Welt dadurch auch nicht, aber zumindest besser erträglich. Freut euch auf einen Abend voller intelligenter Bosheiten, fröhlichem Charme und unwiderstehlicher Dreistigkeit!
Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39,
82110 Germering
Konzert heute

Landsberg: Bill Laurance & Michael League

Bill Laurance & Michael League

Snarky Puppy Gründer, Multi-Instrumentalist und Grammy-Gewinner Michael League träumt sich zusammen mit Cossover-Piano-Ikone BillLaurance an einen imaginären Ort voller Schönheit, Ruhe und Kraft. „Where You Wish You Were“ heisst ihr erstes gemeinsames Duoalbum. Und seine Protagonisten überraschen, quasi als Gegenentwurf zum Stadien-füllenden Snarky Puppy Spektakel, mit einem innigen, stimmungsvollen, Melodie-getragenen Dialog. Wahl-Spanier und Nordafrika- Enthusiast Michael League zeichnet farbenfrohe musikalische Landschaftsbilder auf Oud, Bass und Gitarre. Und Bill Laurance, sonst auch besonders für dichte Sound-Wände an Keyboards und Synthesizern bekannt, transferiert deren Klangpalette auf die akustische Welt des Pianos. Musikalischer Eskapismus, Welt-Jazz 2.0 und eine Einladung an einen Ort, an dem zu sein wir uns wünschen.
Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech
Tipp heute

Landsberg: Bill Laurance & Michael League

Bill Laurance & Michael League

Snarky Puppy Gründer, Multi-Instrumentalist und Grammy-Gewinner Michael League träumt sich zusammen mit Cossover-Piano-Ikone BillLaurance an einen imaginären Ort voller Schönheit, Ruhe und Kraft. „Where You Wish You Were“ heisst ihr erstes gemeinsames Duoalbum. Und seine Protagonisten überraschen, quasi als Gegenentwurf zum Stadien-füllenden Snarky Puppy Spektakel, mit einem innigen, stimmungsvollen, Melodie-getragenen Dialog. Wahl-Spanier und Nordafrika- Enthusiast Michael League zeichnet farbenfrohe musikalische Landschaftsbilder auf Oud, Bass und Gitarre. Und Bill Laurance, sonst auch besonders für dichte Sound-Wände an Keyboards und Synthesizern bekannt, transferiert deren Klangpalette auf die akustische Welt des Pianos. Musikalischer Eskapismus, Welt-Jazz 2.0 und eine Einladung an einen Ort, an dem zu sein wir uns wünschen.
Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381, 86899 Landsberg am Lech
Theater heute

München: Radical Cheerleading

Zufit Simon
Radical Cheerleading

In den letzten, großen Auseinandersetzungen innerhalb kapitalistischer Demokratien hat Tanz als Demonstrationsform einen festen Platz eingenommen. Sei es der "Standing Man" im Gezi Park, Yoga Sessions während Occupy oder die Tänzer*innen des ägyptischen Nationalballetts, immer hat sich tänzerischer Ausdruck als probates Mittel für einen friedlichen Protest erwiesen.
"Embodied protest" und "protest choreographies" sind deshalb längst Teil eines neuen Selbstverständnisses zeitgenössischer Tanzpraktiker:innen.
"Radical Cheerleading" ist eine dieser Ausdrucksformen, die in den verschiedensten Kontexten benutzt wird. Entwickelt wurde es von queer-feministischen Aktivist:innen in den 1990er Jahren. Codes des „Cheerleading“, bekannt aus sportlichen Wettkämpfen, werden in dieser Produktion benutzt und unterlaufen, um eigene Botschaften zu übermitteln. Glamour, Glitter und ein Mix diverser Slogans sind Elemente dieser freudvollen, ironischen Alternative zu militanten Protestformen.

Nominiert für „DER FAUST“ – Deutscher Theaterpreis 2023: [ Inszenierung Tanz ].

Aus der Nominierungsbegründung:
"...Handwerklich versiert und mit großer Intensität setzt sie ein klares Konzept und wirkungsvolle Bilder um. Zufit Simon ist es gemeinsam mit ihrem Ensemble gelungen, aus der friedlichen Protestform „Radical Cheerleading“ eine außergewöhnliche Tanzperformance mit Humor und Tiefenwirkung zu schaffen."
Schwere Reiter
Dachauer Str. 114, 80797 München
Konzert heute

München: FAT – Feichtmair/Agnel/Turner

FAT – Feichtmair/Agnel/Turner
Wir erleben die Geburtsstunde eines neuen Trios, das bislang nur auf dem Papier und in der Vorstellung aller Beteiligten existierte. Die fetten Lettern FAT stehen für die Drei, die jetzt zum ersten Mal aufeinander treffen, drei, die sich in der Improvisationsmusik verdient gemacht und das Klangbild ihrer Instrumente mit Mut zum Experiment und viel Forschergeist erweitert haben.   

Die österreichische Altsaxofonistin Tanja Feichtmair, die französische Pianistin Sophie Agnel und der britische Schlagzeuger/ Percussionist Roger Turner verstehen ihr Vorhaben als „Free Non-Idiomatic Improvisation“, was wohl so gelesen werden kann, dass hier das Gemeinsame im Vordergrund steht, die Summe aller individuellen Stärken. FAT werden versuchen, in neue Klang-Galaxien vorzudringen, die noch nie ein Mensch zuvor gehört hat.

Mitwirkende
Tanja Feichtmair, Altsaxofon (AT)
Sophie Agnel, Piano (FR)
Roger Turner, Schlagzeug (GB)
Einstein KulturEinsteinstraße 42, 81675 München
Kabarett heute

Unterföhring: Bumillo

Bumillo
Bumillo ist Kabarettist und Hausmann, aber nur als eine der beiden Gattungen kann man ihn buchen. Die andere übt er nur sehr exklusiv vor kleinem oder keinem Publikum aus. „Das bisschen Haushalt …“, ja wer macht es denn nun? Ist diese Frage ein Tabu oder eine Chance? Ist Arbeiten das große Glück unserer Zeit? Oder Daheimbleiben das neue Erfolgsmodell? Wie kann man es bloß schaffen, immer alle To-Dos auf dem Schirm zu haben und Familie und Beruf unter einen Hut zu kriegen?

Bumillo – bürgerlich Christian Bumeder – ist mit allen Bühnenwassern gewaschen, ein Schelm in der Brandung, provozierend progressiv und entwaffnend ehrlich. Neue Wege sind für ihn Pflicht, flexibles Denken ebenso. Veränderung ist sein Thema Nr. 1, dabei bleibt er stets charmant und on point, wenn’s um die Pointen geht. Nein, man kann ihn nicht für private Haushaltsführungen engagieren. Die Bühne muss reichen. Tut sie mit diesem prallgefüllten Programm auch.
Bürgerhaus UnterföhringMünchener Str. 65, 85774 Unterföhring
Konzert heute

Unterschließheim: ECCO DI LORENZO JAZZ QUARTETT - NAT KING COLE SPECIAL

ECCO DI LORENZO JAZZ QUARTETT - NAT KING COLE SPECIAL

Ecco DiLorenzo (Gesang) I Andy Lutter (Piano) I Wolfgang Peyerl (Schlagzeug) I Sebastian Gieck (Bass)

Unforgetable, wer kennt nicht diese wunderbare Ballade, die für immer mit dem Namen Nat King Cole verknüpft bleiben wird? Mit ihrem Nat King Cole Special zollen der Jazz-Crooner Ecco DiLorenzo und sein Jazz Quartett dem großen US-amerikanischen Künstler einen wunderbaren Tribut.

Es sind die Melodien, das Gespür für deren Auswahl, es ist die richtige Zusammenstellung, die perfekte Mixtur, die ein gutes Konzert ausmachen. Nat King Cole (1917–1965) hatte dieses goldene Händchen. Hinzu kamen stilvolle Arrangements und eine Stimme von allergrößter samtweicher Leichtigkeit. Wie kann man ein feinsinniges Publikum besser unterhalten? Ecco DiLorenzo ist ein Allrounder – und so bringt er seine jahrelange Erfahrung als Kabarettist mit ein, dosiert seine Pointen aber sparsam, um den Melodien den Raum zu lassen, den sie verdienen.

Das Ende der 1990er-Jahre gegründete Ecco DiLorenzo Jazz Quartett absolvierte Auftritte im Münchner Lustspielhaus, bei München swingt, beim Jazzfest München und in der Unterfahrt. Es gastiert regelmäßig auf dem Jazz-Bridge-Festival in Prag, spielte im Sommer 2014 eine Woche lang im Pariser Caveau de la Huchette – und begeistert nun das Unterschleißheimer Publikum!  

JugendKulturHaus Gleis 1
Hollerner Weg 1, 85716 Unterschleißheim
Konzert heute

Miesbach: Evelyn Hubers Schimmer Trio

Evelyn Hubers Schimmer Trio
Das Schimmer Trio bringt auf erfrischende Art drei dynami­sche Ausnahmemusiker zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Grenzen zwischen Jazz, Tango und Klezmer kammermusikalisch und improvisatorisch neu auszuloten.
Minimalistisch im Groove mäandert dieses Trio durch unerhörte Landschaften, die den Zuhörenden durchaus vertraut erscheinen mögen und gleichzeitig, wie im Fluss, die unterschiedlichsten musikalischen Farben zum Schim­mern und Leuchten bringen.
Mit Evelyn Huber an der Harfe (ehemals Quadro Nuevo), Gustavo Strauss an der Geige (Paranormal String Quartett) und Jakob Lakner an Klarinette und Bassklarinette (Yxalag Klezmerband)
Kulturzentrum Waitzinger Keller Miesbach
Schlierseer Str. 16
83714 Miesbach
Zugabe heute

Freising: Poetry Slam

Poetry Slam
Moderation: Ko Bylanzky und Alexandra Heidel

Auch am 22. Februar werden wie immer Slammer*innen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum zu hören und zu sehen sein.
Wir freuen uns aber auch noch auf mutige Freisinger Poet*innen, die die Gelegenheit beim Schopfe packen und ihr Glück versuchen.
Meldet Euch bitte zeitig unter freising@planetslam.de an!
Teilnehmen können ebenso ernste Lyriker*innen wie lustige Geschichtenerzähler*innen, schrille Performer*innen und natürlich auch Rapper*innen - in jeder beliebigen Sprache oder Lautstärke, ob vom Textblatt vor gelesen oder auswendig vorgetragen.
Die Waffen: Poesie, Stimme und Körper. Bedingung ist, dass der Text selbst geschrieben ist, die Auftrittszeit von 5 Minuten nicht überschreitet und keiner weiteren Hilfsmittel wie Requisiten, Kostüme oder Instrumente bedarf.
Lindenkeller
Veitsmüllerweg 2
85354 Freising
Kabarett heute

Fürstenfeld: Harry G - HoamStories

Harry G
HoamStories

Bissig, bayerisch und nie um eine Bemerkung verlegen: Was mit Videos in den sozialen Medien begann, entwickelte sich rasch zu einem außergewöhnlichen Bühnenerfolg. Jetzt geht der Wahlmünchner Harry G mit seinem vierten Programm "HoamStories"auf Tour. Böser und bissiger denn je knöpft er sich dabei aktuelle Themen vor. „Der scheißt sich nix.“ Treffender als mit dieser kantig bayerischen Redensart kann man den Comedian nicht beschreiben.  Gekonnt räumt er mit dem bayerischen Selbstverständnis „Mia san Mia“ auf und zeigt sich als zeitgemäßer und weltoffener Botschafter bayerischer Lebensart, der nicht viel mit „Bussi Bussi“ und „Schickeria“ am berühmten Hut hat. Süffisant und ungeniert schildert Harry G seine Sicht der Dinge, und das mit so viel Witz, Grant und Körpereinsatz, dass kein Auge trocken bleibt.
Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Konzert heute

Gauting: Rick Hollander Quartet feat. Brian Levy: Beauty Is The Standard

Rick Hollander Quartet feat. Brian Levy: Beauty Is The Standard
Diese Sammlung aus den beliebtesten Melodien der Welt hat einen besonderen Platz im Herzen des Bandleaders Rick Hollander.

Jedem Arrangement gab er reichlich Zeit um Melodie, Harmonie und Rhythmus auf intuitive Art zu gestalten. Das Rick Hollander Quartet besteht seit 2016 in neuer Formation als einer der "hardest working bands" der internationalen Jazz Szene. Durch den Luxus unzähliger Auftritte entwickelt sich das Programm jeden Abend immer weiter.

BRIAN LEVYS Saxophon- und Flötenspiel verbindet große Virtuosität mit Sensibilität dabei machen Ehrlichkeit und Intelligenz seinen musikalischen Ausdruck aus.
Gitarrist PAUL BRÄNDLE bereichert die Identität der Band mit seinem ausgeprägten Sinn für Harmonie und Melodie. Die ruhige, besonnene Herangehensweise mit der Paul arbeitet, spiegelt seinen reifen Charakter wider.
MUNGUNTOVCH TSOLMONBAYAR ist in der Lage einen lebhaften musikalischen Impuls am Kontrabass zu geben und mit dem Bogen zu "rhapsodieren", ohne dabei einen Gang zurückzuschalten. Tovchoo (sein Künstername) verfügt über die Gabe, das große Ganze zu hören, während er in Aktion ist.
Ob am Schlagzeug oder an der Steeldrum Bandleader RICK HOLLANDER hüllt den Sound des RHQ mit breiten und feinen Linien ein. Sein weites Spektrum an zeitlosen Ideen machen den Sound der ganzen Band aus.

DR. BRIAN LEVY, tenor sax, flute
PAUL BRÄNDLE, guitar
MUNGUNTOVCH TSOLMONBAYAR, bass
RICK HOLLANDER, drums, steel drum, vocals
bosco, Bürger- und Kulturhaus Gauting
Oberer Kirchenweg 1, 82131 Gauting
Kabarett heute

Gröbenzell: Günter Grünwald: Das kann doch wohl nicht mein Ernst sein

Günter Grünwald: Das kann doch wohl nicht mein Ernst sein

Und natürlich ist das auch nicht mein Ernst, sondern mein Heinz.
Hahahaha. Das war nur ein Scherz, der schon mal in die grobe Richtung weist, um was es in meinem neuen Programm geht.
Es geht nämlich um Dies und Das, um Jenes, aber auch um Anderes. Teilweise sogar um ganz Anderes. Eigentlich um Alles.
Vor allem aber um meine Kindheit als armer Waldbauernbub in der Fußgängerzone von Ingolstadt, um meinen großen Jugendtraum in Papua-Neuguinea den Nil in einem Einbaum zu befahren und wie ich beim Training dafür fast im Baggersee ersoffen wäre, nicht zu vergessen meine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Hot Dog Essen, als ich schon nach dem ersten Bissen aufgeben musste, weil ich keinen Ketchup mag.
Aber das sind nur drei Themen von insgesamt vier.
Kommen Sie zuhauf, zahlen Sie, ohne rumzumaulen, den Eintrittspreis und ich versuche Ihnen einen unvergesslichen Abend zu bereiten.
Wird schon irgendwie hinhauen.

Ihr
Günter Grünwald
STOCKWERK
Oppelner Str. 3-5, 82194 Gröbenzell
Kabarett heute

Puchheim: Alfred Dorfer

Alfred Dorfer
Alfred Dorfer schreibt sich in seinem neuesten Soloprogramm "GLEICH", es ist das achte, mit Freude seine Welt und teilt auf Augenhöhe aus. Er nimmt einen Identitätswechsel mithilfe gefälschter Wikipediaeinträge vor, erzählt von Schutzengeln, die kleine Biere servieren oder von angehenden Medizinern, die im Sezierkurs mit Unterschenkelknochen Baseball spielen. Der Satiriker macht sich über Regenwaldduschen genauso Gedanken, wie über Märchen. "Wo waren wir? Bei den Sonnenblumen. In meiner ersten Pantomimestunde mussten wir Sonnenblumen spielen. Ich war eine gute Sonnenblume."
Mit sympathischer Souveränität und viel Selbstironie nimmt der Wiener Satiriker Alfred Dorfer als genauer Beobachter unseres Alltags gesellschaftliche Strömungen als rhetorischer Bruder Leichtfuß aufs Korn. Vergnüglich und gekonnt spielt er mit seinem Publikum. Nichts und niemand ist vor seinen unerwarteten Gedankengängen sicher. Alfred Dorfer ist legendär für seinen bitterbösen Humor und seinen gnadenlosen Blick und hat mit seinem charakteristischen Ein-Mann-Theater seinen persönlichen Stil gefunden, den viele als unvergleichlich ansehen. Dieser Meinung waren auch Jury- Mitglieder des Deutschen Kleinkunstpreises, des Deutschen und des Bayerischen Kabarettpreises, mit denen er genauso ausgezeichnet wurde, wie mit dem Schweizer Kabarett-Preis Cornichon. Zudem hat er Erfahrung als Schauspieler, Buchautor, Regisseur und langjähriger Late-Night-Talker.
Puchheimer Kulturcentrum PUCOskar-Maria-Graf-Straße 2, 82178 Puchheim
Museen heute

München Haus der Kunst: Martino Gamper. Sitzung

MARTINO GAMPER. SITZUNG
Donnerstag, 27. Juli 2023 bis Montag 01.04.2024
Haus der Kunst | Mittelhalle, Prinzregentenstr. 1, München
„Es gibt kein perfektes Design und es gibt kein Über-Design. Objekte sprechen uns persönlich an. Manche mögen funktionaler sein als andere, und die emotionale Bindung ist sehr individuell.“ – Martino Gamper

Mit dem neuen, spielerischen Werk „Sitzung“ gestaltet der renommierte italienische Designer Martino Gamper während einer Residence am Haus der Kunst die Mittelhalle zu einem neuen, sich ständig weiterentwickelnden sozialen Raum. Dieser Ort der Bewegung und Begegnung wird am 27. Juli 23 eröffnet und bis 1. April 24 zu sehen sein.

Als Artist-in-Residence wird Martino Gamper eine Reihe neu gestalteter Stühle entwerfen, eine Weiterentwicklung seines gefeierten Langzeitprojekts „100 Chairs in 100 Days“. Während der Laufzeit werden die Stühle von Besucher*innen und Mitarbeitenden nach Belieben umgestaltet – um sich zu versammeln, auszuruhen und zu spielen. Die Mittelhalle verwandelt sich dadurch in einen lebendigen, sich ständig verändernden sozialen Raum. Die Neukonfigurationen sollen auf Regeln beruhen, die Gamper zu Beginn des Projekts aufstellt, um mit der Choreografie das Erscheinungsbild des Raums von Woche zu Woche zu verändern. Neben den Möbeln entwirft Gamper auch ein Lichtdesign, das die Atmosphäre der Mittelhalle von einem normalerweise als Durchgangsraum genutzten Bereich in einen Ort des Zusammenkommens verwandelt.

Andrea Lissoni, Künstlerischer Direktor Haus der Kunst: „Die Mittelhalle des Haus der Kunst ist ein außergewöhnlicher Raum. Die Zusammenarbeit mit Martino Gamper und unserem Kurations- sowie dem Vermittlungs- und Bildungsteam schafft die Möglichkeit, mit diesem wichtigen Raum zu experimentieren und alle einzuladen, buchstäblich ihren eigenen Raum zu schaffen.”

Martino Gamper dazu: „Für das Haus der Kunst werden die Möbel auf unterschiedliche Weise hergestellt, unter anderem mit handwerklichen und industriellen Verfahren und unter Verwendung einer großen Bandbreite von Materialien. Die Stühle werden experimentell, zweckmäßig, aber unvollkommen sein. Sie sind keine Produkte sondern Mittel, um das Sitzen als skulpturales Objekt zu erforschen.”

Das Projekt verdeutlicht den Weg zu neuen Formen der Beteiligung und des Lernens, den das Haus der Kunst 2023 eingeschlagen hat. Es wird entwickelt in Zusammenarbeit von Martino Gamper, dem kuratorischen Team und dem Vermittlungs- und Bildungsteam des Haus der Kunst.

Martino Gamper (geb. 1971 in Meran, Italien) ist international bekannt für sein Werk „100 Chairs in 100 Days“, mit dem er 2006 systematisch begann, ausrangierte Stühle zu sammeln, um dann 100 Tage lang das Design jedes der Stühle neu zu gestalten, und dessen Charakter und/oder Funktionsweise zu verändern. Gampers künstlerisches Schaffen stellt die Grenzen zwischen Design und Bildender Kunst in Frage. Er sucht ständig nach neuen Wegen, Design in unserem Alltag einzusetzen und zu aktivieren. Sein Werk bewegt sich dabei zwischen Kunst, Design, Performance und Kuration.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Abbildungen:

- Martino Gamper. Sitzung
Kurator*innen
Haus der Kunst, 2023
Foto: Judith Buss
- Martino Gamper. Sitzung
Surfer*innen
Haus der Kunst, 2023
Foto: Judith Buss
- Martino Gamper. Sitzung
Surfer*innen
Haus der Kunst, 2023
Foto: Judith Buss
Museen heute

München Museum Brandhorst: Brandhorst Flag Commission: Philipp Gufler

Brandhorst Flag Commission: Philipp Gufler
Ausstellung Museum BrandhorstVom 09. September 2023 bis 15. März 2024
Brandhorst Flag Commission 2023
Im Rahmen der „Brandhorst Flag Commission“ werden vier von Philipp Gufler gestaltete Fahnen vor dem Museum präsentiert. In „Urning“ befasst sich der Künstler mit der Sichtbarmachung von queerer Geschichte und Erinnerungskultur und verbindet sie mit aktuellen Debatten.

Kunst im Außenraum
Das Museum Brandhorst geht mit der „Flag Commission“ über die Grenzen des Ausstellungsraums hinaus und präsentiert eigens in Auftrag gegebene Kunstwerke in der Nachbar:innenschaft des Stadtbezirks Maxvorstadt. Normalerweise werben die Fahnen, die an der Ecke Türken- und
Theresienstraße aufgestellt sind, für die aktuellen Ausstellungen des Museums. Doch für die „Flag Commission“ nutzen Künstler:innen sie als Außenflächen, um Interventionen im öffentlichen Raum zu schaffen.

Philipp Gufler: Urning
Ab September 2023 bespielt der in Amsterdam und München lebende Künstler Philipp Gufler den Ort mit einer neuen Arbeit. Mit seiner charakteristischen Vorgehensweise rekontextualisiert er queere Geschichte in seinen oft textilbasierten Werken. Anstatt komplexe Überlagerungen wie in seinen Siebdrucken auf Stoffen und Spiegeln darzustellen, nutzt er für „Urning“ die visuelle Wirkungskraft des Mediums der Flagge.
Auf seinen Fahnen stellt Gufler den Juristen Karl Heinrich Ulrichs in Pop-Art-Ästhetik in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Ulrichs prägte den Begriff „Urning“, der in Anlehnung an den griechischen Gott Uranos erstmals die queere Identität durch eine positive Selbstbezeichnung formulierte. Am
Deutschen Juristentag, der am 29. August 1867 im Münchner Odeon stattfand, forderte er Straffreiheit für gleichgeschlechtliche Liebe. Obwohl sich der Begriff „Urning“ nicht durchsetzen konnte, ist Ulrichs zu einer zentralen Inspirationsquelle für die queere Theorie geworden. Gufler
verknüpft diese historische Bedeutung mit einer wegweisenden Plakataktion der Initiative Act Up München, die 1995 durch die Proteste der bayerischen Lokalpolitik bekannt wurde. Er aktualisiert die AIDS-Aufklärungskampagne und schafft eine Verbindung zwischen historischem Umgang mit queerer Identität und ihrer Relevanz innerhalb aktueller Debatten.
„Meine Flaggen widmen sich dem Fehlen von queerer Erinnerungskultur – angefangen bei Karl Heinrich Ulrichs bis zu unserer jüngeren Geschichte in den 1980er-Jahren während des Aufkommens von AIDS.“
Philipp Gufler
Über den Künstler
Philipp Gufler verbindet in seiner künstlerischen Arbeitsweise verschiedene Medien, darunter Siebdrucke auf Stoff und Spiegel, Künstlerbücher, Performances und Videoarbeiten. Für die Videoinstallation „Projektion auf die Krise. Gauweilereien in München“ (2014) begann er mit seinen
Recherchen im selbst organisierten Forum Queeres Archiv München, in dem Gufler seitdem ein aktives Mitglied ist. Er studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und besuchte die Residenz-Programme De Ateliers in Amsterdam, Skowhegan School of Painting & Sculpture in Maine in den USA und Delfina Foundation in London. Zu Guflers Künstlerbüchern gehören: „Projektion auf die Krise. Gauweilereien in München“ (2014/21), „I Wana Give You Devotion“ (2017), „Indirekte Berührung“ (2017), „Quilt #01–#30“ (2020), „Lana Kaiser“ (2020), „A Shrine to Aphrodite“ (2023) und „Cosy bei Cosy“ (2023).

Museum Brandhorst I Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35 a
80333 München
Abbildung:

Museen heute

Franz Marc Museum Kochel: NORBERT KRICKE. ZEICHNUNG UND PLASTIK

NORBERT KRICKE. ZEICHNUNG UND PLASTIK

Franz Marc Museum Kochel
Ausstellung vom 08. Oktober 2023 bis 10. März 2024

„Ich will Bewegung darstellen. Ich suche der Einheit von Raum und Zeit eine Form zu geben.“ (Norbert Kricke, 1954)
Das Werk des deutschen Bildhauers Norbert Kricke ist eng mit der Sammlung des Franz Marc Museums verknüpft, zu dessen Entstehung die Galeristen Etta und Otto Stangl entscheidend beigetragen haben. Norbert Kricke gehörte zur Generation der deutschen Nachkriegskünstler, Vertreter einer abstrakten Kunst, die in der Galerie Stangl in München ein Forum fanden.
1949 gründeten sie hier die Gruppe ZEN 49. Norbert Kricke kam 1952 in Kontakt mit den Künstlern dieses Kreises. Er traf hier u.a. Hans Hartung, Pierre Soulages, Fritz Winter, K.R.H. Sonderborg, Emil Schumacher, Ernst Wilhelm Nay, Willi Baumeister und Rupprecht Geiger.
Begleitet von einer Ausstellung mit Plastiken und Zeichnungen des Künstlers soll im Herbst 2023 die Raumplastik Große F.II, 1980 (956 x 493 x 356 cm) von Norbert Kricke (1922 – 1984) im Park des Franz Marc Museums aufgestellt werden.
Die über neun Meter hohe Stahlplastik markiert am Boden und im Raum in großzügigen, rechtwinklig ihre Richtung wechselnden Linien einen imaginären Raum. Sie macht Raum bewusst und lässt, indem die Augen der skulpturalen Linie folgen, Zeit vergehen und empfinden. Die Ausstellung wird Krickes Plastiken im Dialog mit Werken der Nachkriegsabstraktion sowie ausgewählten Arbeiten Wassily Kandinskys und Paul Klees zeigen, um so, im Kontext der Sammlung des Franz Marc Museums, Kontinuität und Innovation in Norbert Krickes Arbeit sichtbar zu machen.

Abbildung:
Nobert Kricke im Atelier in der Sittharder Straße, 1954/55, Archiv Nobert Kricke
Museen heute

Museum Brandhorst: THIS IS ME, THIS IS YOU. DIE EVA FELTEN FOTOSAMMLUNG

THIS IS ME, THIS IS YOU. DIE EVA FELTEN FOTOSAMMLUNG
Die Ausstellung „This Is Me, This Is You“ gewährt der Öffentlichkeit erstmals Einblick in eine international bedeutende Fotosammlung, die über vier Jahrzehnte hinweg gewachsen ist. Die großzügige Schenkung der Eva Felten Fotosammlung erweitert die Bestände des Museums Brandhorst um 429 Werke von mehr als 140 Künstler:innen von den 1930er-Jahren bis in die unmittelbare Gegenwart. Die Schenkung markiert einen historischen Moment in der Geschichte des Museums, dessen Sammlung sie nicht nur entscheidend vergrößert, sondern mit dem Medium Fotografie um eine zentrale Praxis der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts bereichert. Damit schließt sie zugleich eine Lücke im Museum Brandhorst, das seit seiner Eröffnung 2009 zu einem der bedeutendsten Museen für zeitgenössische Kunst in Deutschland herangewachsen ist.
„This Is Me, This Is You“ versammelt namhafte Positionen der Fotografiegeschichte von Robert Frank, Evelyn Hofer, Gordon Parks über Isaac Julien, Sherrie Levine, Richard Prince bis zu Zoe Leonard, Arthur Jafa und LaToya Ruby Frazier. In einer Auswahl von rund 140 Arbeiten widmet sie sich den komplexen Blickbeziehungen in der Fotografie und reflektiert dabei Fragen nach Intimität und Begehren ebenso wie nach Machtverhältnissen und strukturellen Ungleichheiten, die sich in das Medium einschreiben. Titelgebend für die Ausstellung ist eine Arbeit von Roni Horn. Die US-amerikanische Künstlerin hat mit „This Is Me, This Is You“ (1997-2002) ein Schlüsselwerk geschaffen, das Fragen nach der Flüchtigkeit von Identität ebenso aufwirft wie nach der Präsenz von Fotograf:innen innerhalb ihrer Werke.

Mit ihrer markanten Aussage „Where you look from is always half the picture“ brachte die US-amerikanische Künstlerin Zoe Leonard (*1961) auf den Punkt, wie zentral die historische, soziale und physische Perspektive der Fotografierenden sowie der Betrachtenden für die Interpretation von Kunst ist. Die Begegnung mit der Fotografie ist somit nicht nur eine Begegnung mit den Abgebildeten, sondern auch mit den Fotograf:innen selbst. Basierend auf dieser Beobachtung widmet sich die Ausstellung „This Is Me, This Is You“ verschiedenen Bildstrategien der Fotografie in sieben thematischen Kapiteln.
Sie umfassen eindringliche Porträts, bekannte Werke der Street Photography und der sozialkritischen Fotografie sowie konzeptuelle Arbeiten und bedeutende Positionen der Appropriation Art. Werke von historischen und zeitgenössischen Künstler:innen aus verschiedenen geografischen und künstlerischen Kontexten schaffen einen internationalen Rahmen, um über die Politik und Dynamik des fotografischen Blicks nachzudenken.

Ein Kapitel der Ausstellung führt zurück zu der berühmten Serie „Menschen des 20. Jahrhunderts“, die August Sander 1925 konzipierte. Obwohl keine Werke des Fotografen selbst zu sehen sind, finden sich zahlreiche Arbeiten von internationalen Künstler:innen wie Diane Arbus, Jitka Hanzlová, Rineke Dijkstra und Issei Suda, die entweder unmittelbar von Sanders Strategie beeinflusst sind, Individuen im Kontext ihrer Gesellschaft darzustellen, oder daran anschließen. Ein weiteres Kapitel widmet sich der Street Photography mit Positionen von Robert Frank über Gordon Parks und Vivian Maier bis hin zu Helga Paris. Gegenüber diesen Werken, die auf Streifzügen durch die Stadt entstanden sind, stehen Arbeiten von Künstler:innen, die die Inszenierung als Bildstrategie wählen, wie Philip-Lorca diCorcia oder Tracey Moffatt. Ein eigener Raum in der Ausstellung widmet sich der Intimität, die oft zwischen Fotograf:innen und den Abgelichteten entsteht und die in den Fotografien spürbar wird. Hier sind Werke von Diane Arbus, Walter Pfeiffer und Deana Lawson zu sehen. Im Kapitel zur Appropriation Art werden historische Positionen der Strömung, vertreten durch Richard Prince und Sherrie Levine, mit Werken von Nobuyoshi Araki und Arthur Jafa in einen Dialog gesetzt, die der Praxis der Bildaneignung eine neue Dimension verleihen. Das größte Kapitel der Ausstellung befasst sich mit der Fotografie als sozialem und politischem Raum. Arbeiten von LaToya Ruby Frazier, Isaac Julien, Carrie Mae Weems oder Anthony Hernandez reflektieren die gesellschaftliche und politische Relevanz, die dem Medium inhärent sind.
„This Is Me, This Is You“ gewährt einen umfassenden Einblick in die Sammlung Eva Felten, die nahezu 100 Jahre Fotografiegeschichte umfasst. Die Präsentation spiegelt die internationale Bandbreite der Sammlung wider und widmet sich Erzählstrategien der Fotografie, die von poetisch-dokumentarischer Zufälligkeit bis hin zu sorgfältig inszenierten Kompositionen reichen. Fotografien spielen eine aktive Rolle bei unserem Verständnis von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sei es als Dokument, Metapher oder Fiktion. Sie sind ein performatives Mittel zur Herausbildung von Identität, ein appellatives Instrument für politische und soziale Veränderungen sowie eine subversive Strategie der Sichtbarkeit und Erinnerung.
Mit Werken von:
Nobuyoshi Araki, Diane Arbus, Richard Avedon, Victor Burgin, Harry Callahan, Larry Clark, Bruce Davidson, Philip-Lorca diCorcia, Rineke Dijkstra, William Eggleston, Robert Frank, LaToya Ruby Frazier, Lee Friedlander, Nan Goldin, Jitka Hanzlová, Dave Heath, Robert Heinecken, Anthony Hernandez, Fred Herzog, Evelyn Hofer, Rudolf Holtappel, Roni Horn, Pieter Hugo, Peter Hujar, Arthur Jafa, Isaac Julien, Barbara Klemm, Suzy Lake, Deana Lawson, Saul Leiter, Zoe Leonard, Sherrie Levine, Leon Levinstein, Helen Levitt, Jerome Liebling, Danny Lyon, Vivian Maier, Lisette Model, Tracey Moffatt, Zanele Muholi, Gabriele und Helmut Nothhelfer, Tod Papageorge, Helga Paris, Gordon Parks, Walter Pfeiffer, Richard Prince, Dirk Reinartz, Arthur B. Rickerby, Thomas Ruff, Sam Samore, Shirana Shahbazi, Jo Spence, A.L. Steiner, Issei Suda, Carrie Mae Weems, Christopher Williams, Bruce Wrighton, Shin Yanagisawa
MUSEUM BRANDHORST
Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Theresienstraße 35a
80333 München
Museen heute

Museum Fürstenfeldbruck: Goldene 20er? Die Weimarer Republik in der Provinz

Goldene 20er? Die Weimarer Republik in der Provinz
Ausstellung Museum Fürstenfeldbruck
vom 27. Oktober 2023 bis 09. Juni 2024
Der Erste Weltkrieg (1914-1918) und sein als demütigend empfundenes Ende hinterließen eine traumatisierte Gesellschaft. Mangel, Spanische Grippe und Revolutionen prägten die schwierige Anfangszeit der Weimarer Republik. 1923 gilt als Schreckens- und Wendejahr: Die Inflation erreichte schwindelnde Höhen. Panik und Existenzängste waren die Folgen. Die politische Unzufriedenheit gipfelte im November 1923 in Hitlers gescheitertem Putschversuch.
Auf die überstandene Krise folgten ein wirtschaftlicher Aufschwung und eine unvergleichliche kulturelle Blüte. Die „Goldenen Zwanziger“ stehen für eine nie zuvor dagewesene Leichtigkeit und Lebenslust. Der Krieg hatte viele Prozesse beschleunigt, die vor 1914 bereits begonnen hatten, wie etwa die Emanzipation der
Frauen, die Entstehung einer konsumorientierten Dienstleistungsgesellschaft oder technische Neuerungen. Auch in der Kunst wurden ganz neue Wege beschritten. Leider war die Phase der Stabilisierung nicht von langer Dauer.

Der Börsencrash von 1929, der eine weltweite Wirtschaftskrise auslöste, beendete das euphorische Lebensgefühl. Die Arbeitslosenzahlen schnellten in die Höhe.
Die völkisch-nationale Bewegung, die der Republik von jeher feindlich gegenüberstand, nutzte die Situation propagandistisch für ihre Zwecke. Am Ende stand das Versagen vieler Politiker und die „Machtüberlassung“ an die Nationalsozialisten 1933.
Unser Geschichtsbild ist geprägt durch den Blick auf die Metropolen. Aber wie gestaltete sich die kurze Phase der Weimarer Republik in der Provinz? Wie reagierte eine kleinstädtische Bevölkerung im Schatten der „Hauptstadt der Bewegung“ auf die große Politik? „Babylon Bruck“ oder rückständige Provinz? Die Ausstellung spannt mit spannenden Objekten und interaktiven Stationen einen Bogen vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Aufstieg der Nationalsozialisten.

Museum Fürstenfeldbruck
Fürstenfeld 6
82256 Fürstenfeldbruck
Abbildung:

- Demonstration zu Ehren des ermordeten bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner in Fürstenfeldbruck, 27.2.1919
Museum Fürstenfeldbruck
Am Tag nach der Beerdigung Kurt Eisners fand in Fürstenfeldbruck vor dem Rathaus eine gesonderte Trauerfeier statt, zu der der örtliche Soldaten- und Arbeiterrat eingeladen hatte.
Museen heute

München Lenbachhaus: TURNER - Three Horizons

TURNER
Three Horizons

Ausstellung vom 28. Oktober 2023 bis 10. März 2024
Die Ausstellung wird vom Lenbachhaus in Kooperation mit Tate, London, organisiert
Lenbachhaus, Kunstbau
Joseph Mallord William Turner gilt bis heute als Erneuerer und Vorreiter der Moderne. In seinen Bildern entfaltete die Farbe eine bis dahin ungesehene Freiheit. Schon früh begann er, die Möglichkeiten der Landschaftsmalerei zu erkunden, sowohl im Studium berühmter Vorbilder wie in
der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt. Er experimentierte mit den Konventionen der Gattung, integrierte Naturwissenschaften, Mythos, Geschichte und Zeitgeschehen. Zunehmend verschob er die Grenzen des Darstellbaren. Bald lösten sich seine Werke so deutlich von der
anschaulichen Natur, dass sie in ihrer Reduktion auf Farbe, Licht und Atmosphäre die abbildende Funktion des Bildes in Frage stellten. Darin verblüfften und provozierten sie die Zeitgenossen. Die Nachwelt feierte seine erstaunliche Modernität.
An diesem langlebigen Mythos war Turner nicht unbeteiligt. Unsere Ausstellung geht der Frage nach, wie sich der Künstler schulte, erfand und inszenierte. Sie widmet sich jenen Strategien, die Turner für die öffentliche Präsentation seiner Werke nutzte, wie zum Beispiel an der Royal Academy in London.
Außerdem zeigen wir seine Studien, Experimente und unvollendeten Werke, die zu Lebzeiten hinter den Kulissen blieben. Die Rezeption Turners in der damaligen Kunstdebatte wie auch in der Nachwelt bildet einen weiteren Schwerpunkt des Projekts; ihr verdankt er seinen Ruf als Vorläufer der Abstraktion.
Es ist ein lang gehegter Wunsch des Lenbachhauses, in seiner stetigen Erforschung der Geschichte der Abstraktion auch das Werk Turners in seiner ganzen Breite zeigen zu können. Dank der Kooperation mit Tate Britain, London, die seinen reichen Nachlass bewahrt, werden Turners
Werdegang und seine bildnerischen Innovationen anschaulich nachvollziehbar. Wir zeigen rund 40 Gemälde sowie 40 Aquarelle und Skizzen aus allen Schaffensphasen.
Kuratiert von Karin Althaus und Nicholas Maniu

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33, 80333 München

Abbildungen:

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Museen heute

München Haus der Kunst: Meredith Monk. Calling

Meredith Monk.
Calling

Ausstellung vom 10. November 2023 bis 03. März 2024
München Haus der Kunst

MEREDITH MONK ZUM 80. GEBURTSTAG: EUROPA FEIERT DAS WERK DER LEGENDÄREN US-AMERIKANISCHEN KÜNSTLERIN
Die Ausstellung Meredith Monk. Calling ist die erste Ausstellung in Europa, die dem multidisziplinären Werk der Künstlerin gewidmet ist. Sie zeigt Monks künstlerisches Schaffen in Form von innovativen, multisensorischen Installationen, die ihre interdisziplinäre Arbeitsweise während ihrer gesamten Laufbahn widerspiegeln.
Meredith Monk: „Ich arbeite zwischen den Bruchstellen. Dort, wo die Stimme zu tanzen beginnt, wo der Körper zu singen beginnt, wo das Theater zum Kino wird.“
Monk sprengt die Grenzen von Musik, Theater, Tanz, Video und Installation nahtlos über Disziplinen hinweg. Dabei erforscht sie immer wieder die suggestive Kraft und Dimensionalität der menschlichen Stimme. Sie gilt als bahnbrechende Vertreterin der ortsspezifischen Performance, ihr interdisziplinärer Ansatz hatte einen nachhaltigen Einfluss auf nachfolgende Generationen von Künstler*innen und Performer*innen. In der  Welt von Musik und Theater genießt Monk weithin eine hohe Anerkennung, die Ausstellung im Haus der Kunst widmet sich erstmals ihrem mulitdisziplinären Werk der letzten sechs Jahrzehnte.

Die Retrospektive basiert auf drei Jahren intensiver Forschung zur Künstlerin und zielt darauf ab, die Bandbreite der Rezeption von Monks Œuvre zu erweitern. Ein Schwerpunkt liegt auf der innovativen Performanceform, die sie mit ihrer erweiterten Vokaltechnik entwickelt hat, und die eine längst überfällige Analyse ihres Schaffens erfordert. Während Monks frühe ortsspezifische Arbeiten in der Ausstellung in Form von „Zeitkapseln“ sorgfältig neu inszeniert werden, werden ihre neueren multimedialen Arbeiten, die in einer persönlichen Definition von „immersiven Environments“ von der Künstlerin als „Schreine“ bezeichnet werden, in einer innovativen und einnehmenden Weise präsentiert, mit dem Ziel einer Erweiterung der Konventionen des Ausstellungswmachens.
Diese erste umfassende Übersichtsausstellung von Meredith Monks Œuvre ist eine Zusammenarbeit in zwei Akten im Haus der Kunst München und der Oude Kerk, Amsterdam, gemeinsam mit der Hartwig Art Foundation. Die Ausstellung wurde in enger Zusammenarbeit mit Meredith Monk und The House Foundation for the Arts konzipiert.
Die Ausstellung im Haus der Kunst München wurde von Anna Schneider mit Teresa Retzer kuratiert, und mit Unterstützung des Mailänder Architekturbüros 2050+ entworfen.
Ein neues Buch, Meredith Monk. Calling, erscheint im Januar 2024 und präsentiert eine erste ausführliche Übersicht über die Karriere der Künstlerin, zusammen mit einer eingehenden Analyse ihres genreübergreifenden Werks. Das Buch wird herausgegeben von Anna Schneider und enthält Beiträge von Hilton Als, Siri Engberg, Andrea Lissoni, Bonnie Marranca, Rick Moody, Timothy Morton, Teresa Retzer, Beatrix Ruf, Adam Shatz, Louise Steinman u. a.
Meredith Monk – The Recordings ist eine 13 CDs umfassende limitierte Box-SetEdition, die von der Münchner Plattenfirma ECM Recordings herausgegeben wird. Sie versammelt alle Veröffentlichungen von Meredith Monk auf dem Label seit Dolmen Musicvon 1981. Die Box enthält ein 300-seitiges Buch, in dem alle Original-Liner-Notes abgedruckt sind. Zudem präsentiert sie neue Texte und Interviews.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1, 80538 München
Museen heute

Museum Penzberg: MAGIC + COOL. Malerei der Jahrtausendwende

MAGIC + COOL. Malerei der Jahrtausendwende
„Magic + Cool“ ist eine Ausstellung zur Malerei der Jahrtausendwende mit hochkarätigen künstlerischen Positionen aus Europa und Amerika. Nahezu 90 Werke von mehr als 25 international bedeutenden Künstlerinnen und Künstlern wie Philip Guston, André Butzer, Jonathan Meese, Albert Oehlen, Günther Förg, Mike Kelley, Daniel Richter, Sylvie Fleury und Huma Bhabha verwandeln das Museum Penzberg – Sammlung Campendonk in einen Playground der „Nullerjahre“. Die Kunstwerke zeigen ein vielschichtiges Menschenbild, sie geben spielerische und satirische Kommentare, in denen Konsumdenken, Eskapismus und das Magische oszillieren.
Die Jahrtausendwende ist geprägt von einschneidenden technologischen und gesellschaftlichen Neuerungen, dem Internet, der Transformation von analog zu digital. Die Dekade diskutiert die Globalisierung, erlebt den Schock des 11. September 2001. Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Komplexität bedienen sich viele der ausgestellten Werke der Sprache von Cartoons, Mythen und Magie.
Hoch- und Subkultur scheinen zu verschmelzen, wenn die Kunstschaffenden neben den spielerischen Komponenten die Auseinandersetzung mit den Avantgarden von Expressionismus, Surrealismus und Dada suchen, um ihre jeweilige Systemkritik zu untermauern. In expressiven und surrealen Welten, in Anleihen an Kunstgeschichte und historische Begebenheiten lassen sich – wie einst 100 Jahre zuvor bei Heinrich Campendonk und seinen Zeitgenossen – gesellschaftliche Themen in vielerlei Hinsicht diskutieren. Bildnerisch, politisch, philosophisch. Das Unerklärliche kann auf der Leinwand jene Kraft entwickeln, die dem Betrachter das Nachspüren erlaubt.

MAGIC + COOL erstreckt sich über drei Stockwerke, die sich in Themenbereiche gliedern. Ausgehend von Philip Gustons Werk, lassen sich die einschneidenden Brüche der Malerei dieser Jahre gut nachvollziehen, ebenso wie die Bezüge zu den Avantgarden des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu denen des Expressionismus bis hin zum Dada des neuen Jahrtausends und unterschiedlichen mystischen Welten.
Museum Penzberg – Sammlung Campendonk
Am Museum 1, 82377 Penzberg
Abbildung:
- André Butzer, Ohne Titel, 2019©2023 André Butzer, Foto André Butzer Archive.tif
Museen heute

Lenbachhaus München: Günter Fruhtrunk, die Pariser Jahre (1954–1967)

Günter Fruhtrunk, die Pariser Jahre (1954–1967)
Ausstellung vom 21. November 2023 bis 7. April 2024
Eine Ausstellung des Lenbachhaus München
1981 erscheint eine berühmt gewordene Karikatur im Magazin „Stern“: Bundeskanzler Helmut Schmidt, mitten im Ost-West-Konflikt, sitzt, zwischen Wodka und Cola, im Kanzlerbungalow auf dem Sofa – unter einem Gemälde von Günter Fruhtrunk. Ein Jahr vor seinem Tod gilt der Münchner Akademieprofessor Fruhtrunk als ein führender bundesrepublikanischer Vertreter der konkreten Kunst. Sein Entwurf für die Aldi-Nord Tüte besticht durch seine unverbindliche Prägnanz – und bleibt nicht umsonst deutsche Design-Ikone.
Dabei hatte Fruhtrunks Karriere Jahrzehnte zuvor in Frankreich begonnen: Von der französischen Besatzungszone aus, während der frühen 1950er Jahre, setzt er alles daran, um in Paris, inmitten der innovativsten Vertreter einer gegenstandsbefreiten Malerei, seine eigene Form zu finden. Die Übersiedlung gelingt ihm 1954, er bleibt bis zu seiner Berufung nach München 1967 und darüber hinaus. Mit äußerster Präzision und Geduld entwickelt er Bilder, die frei sein sollen von den persönlichen oder interpretatorischen Ansprüchen des Künstlers, die nur „artikulierte chromatische Textur mit höchster Lichtkraft“ darstellen wollen. Es geht ihm um nichts weniger als das „Freisein des Sehens“.
Unterstützt wird er von einflussreichen Veteranen der Vorkriegsavantgarde, vertreten wird er von der Galerie Denise René, in der die kompromisslosesten Bannerträger einer konstruktiven Abstraktion versammelt sind. Unermüdlich erweitert Fruhtrunk sein transnationales Netzwerk von Künstler*innen, Kritiker*innen, Philosoph*innen, Galerist*innen. Seine ersten Einzelausstellungen finden in Paris, Mailand und Marseille statt, von Frankreich aus erschließt er sich ein deutsches Publikum.
Unsere Ausstellung widmet sich dieser brisanten Lebens- und Arbeitsphase Fruhtrunks im Kontext der französisch-deutschen Kunstbeziehungen der 1950er und 60er Jahre. Ca. 40 Werke, mit denen er sich seinerzeit der Öffentlichkeit präsentierte, machen deren Seherlebnis nachvollziehbar.

Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Luisenstraße 33, 80333 München
Abbildungen:

- Günter Fruhtrunk, Energiezentrum, 1960-1964, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München. Foto / Photo: Lenbachhaus © VG Bild-Kunst Bonn, 2022

- Günter Fruhtrunk, Umkehrende Reihe, Étude No 4, 1962/1963
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Foto / Photo: Lenbachhaus © VG Bild-Kunst Bonn, 2022
Museen heute

Bernried: Leo von König. Liebe, Kunst & Konventionen

Leo von König. Liebe, Kunst & Konventionen
Ausstellung vom 02. Dezember 2023 bis 07. April 2024 Buchheim Museum der Phantasie
Der Maler Leo von König (1871 – 1944) war ein herausragender Vertreter der Berliner Secession und deren langjähriges Vorstandsmitglied. Seit 1943 wohnte er in Tutzing und lernte dort Lothar-Günther Buchheim kennen. Die Freundschaft zur gesamten Familie von König dauerte über viele Jahre an und vertiefte sich zu einem sehr persönlichen Kontakt. Ab 2. Dezember 2023 bis zum 7. April 2024 widmet das Buchheim Museum Leo von König eine große monografische Ausstellung. Grundlage hierfür sind 48 bislang noch unbekannte Gemälde, die 2014 aus dem Nachlass der Eheleute Buchheim ins Museum kamen. Wie die teilweise abgespannten Leinwände in Buchheims Besitz gelangt waren, konnte bisher nicht aufgeklärt werden. Nach Einigung mit den Erben nach Leo und Anna von König befindet sich die Hälfte dieses Konvoluts als Schenkung oder langfristige Leihgabe nach wie vor im Buchheim Museum. Diese Gemälde wurden für die Ausstellung restauriert und wissenschaftlich inventarisiert, um nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt zur werden. Ihre Präsentation wird eingewoben in eine umfangreiche Retrospektive mit weiteren Werken des Künstlers aus der Sammlung Buchheim sowie zahlreichen Leihgaben aus privaten Sammlungen und Museen. Neben von Königs hoch geschätzter Porträtkunst spielen dabei auch seine weniger bekannten Landschaften, Tierbilder und mythologischen Motive eine Rolle. Leo von König wird kunsthistorisch als bedeutender Künstler seiner Zeit gewürdigt, aber auch auf der Grundlage aktueller politik- und sozialgeschichtlicher Erkenntnisse betrachtet, denn er erlebte den politischen und gesellschaftlichen Wandel vom Kaiserreich über die Weimarer Republik bis hin zur NS-Herrschaft. Sein Werk spiegelt diese Entwicklung wider. „Selten bietet sich die Gelegenheit eine Ausstellung dieses Umfangs unerschlossener und hochkarätiger Bilder zu unterstützen. Die Förderung des Kataloges dieser Erstpräsentation und Retrospektive war uns ein besonderes Anliegen und ich freue mich schon auf den Besuch dieser gelungenen Ausstellung und auf den Austausch mit den Nachkommen Leo von Königs! Ganz im Einklang mit unserer Stiftungsphilosophie ermöglicht hier das Buchheim Museum neue wissenschaftliche Forschung und öffentliche Auseinandersetzung mit dem Künstler Leo von König.“ Schreibt Dr. Martin Hoernes, Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung, die den Katalog großzügig unterstützt haben.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See
Abbildungen:

- Leo von König
Spanierinnen im Fenster, um 1940
Öl auf Leinwand
Privatsammlung
Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
- Leo von König
Schleichender Tiger, um 1920
Öl auf Holz
Privatbesitz Süddeutschland
Reproduktion: Nikolaus Steglich, Starnberg
Film
Donnerstag, 22.02.2024

GOOD BOY

Bei einem Tinder-Date lernt Sigrid den attraktiven und zurückhaltenden Christian kennen. Zwischen den beiden funkt es sofort, und schon am ersten Abend geht Sigrid mit zu Christian nachhause. Der wohnt in einer luxuriösen Villa zusammen mit seinem "Hund" Frank – nur dass Frank alles andere als ein gewöhnlicher Hund ist. Tatsächlich handelt es sich um einen erwachsenen Mann in einem...
Musik
Mittwoch, 21.02.2024

Mark Lotz „Freshta“

Mark Lotz hat die Weltmusik verinnerlicht. Der Sohn des Jazzhistorikers, Politologen und? Wirtschaftswissenschaftlers Rainer Lotz ist in Tübingen geboren, wuchs in Thailand und Uganda auf, studierte selbst Ethnologie und Musikwissenschaften und letztendlich Jazzflöte in Hilversum. Voraussetzungen, die ihm kaum andere Möglichkeiten lassen, als sich intensiv mit Improvisation und...
Literatur
Dienstag, 20.02.2024

Michael Köhlmeier „Das Philosophenschiff“

„Philosophenschiff“ – das klingt wie ein Name aus einem romantischen Roman. Aber die Wirklichkeit dahinter ist alles andere als poetisch. Philosophenschiffe nannte man Schiffe, auf denen im Jahr 1922 Hunderte von russischen Wissenschaftlern, Philosophen und Schriftstellern außer Landes und ins Exil geschickt wurden. Lenin hatte den Befehl dazu gegeben, und Trotzki nannte ihre...
Musik
Montag, 19.02.2024

Haydn „Symphonies“ Volume 28 / 29 / 30 / 31

Joseph Haydn (1732-1809) galt schon zu Lebzeiten als ein Genie. Zudem hat er mit seinen Kompositionen das Schaffen von Mozart, Beethoven, Schubert und Brahms maßgeblich beeinflusst. Ohne ihn hätten diese mit anzunehmender Wahrscheinlichkeit eine völlig andere künstlerische Entwicklung genommen. Haydn, der früh Begabte, traf, als Voraussetzung für seine beispiellose...
Abzug
Sonntag, 18.02.2024

München (30)

Martin Gebhardt, München
München (30)
2023...
Echo
Freitag, 16.02.2024

München: Meredith Monk – Das Durchstoßen von Oberflächen

München. Sie selbst sieht sich als Komponistin - bekannte Meredith Monk schon vor vielen Jahren. Alles in ihrer Kunst dreht sich um Töne, um Klang, um rhythmischen Ausdruck. Auch dann, wenn sie als Tänzerin, Regisseurin, Dramaturgin, Choreografin, Gestalterin auf der Bühne steht oder in Ausstellungen ortbar ist. Doch im Grunde lassen sich bei ihren Auftritten einzelne Sparten...
Film
Donnerstag, 15.02.2024

RÜCKKEHR ZUM LAND DER PINGUINE

Nach dem Riesenerfolg von DIE REISE DER PINGUINE (allein in Deutschland 1,5 Millionen begeisterte Zuschauer, Oscar® für den Besten Dokumentarfilm) kehrt Regisseur Luc Jacquet in die Antarktis zurück. Die Südspitze Patagoniens ist der Startpunkt für seine Reise nach 90° Süd. Selten hat man die eisigen Küsten und die endlosen, weißen Landschaften der Antarktis so beeindruckend wie in...
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