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Zugabe Landsberg Filmforum: ARRIVAL
ARRIVAL
Ein Exkurs in die Rätsel unseres Daseins.

Angenommen die Menschheit bekommt Besuch aus dem All und das Unvorstellbare passiert: Trotz Massenpanik und Weltuntergangsstimmung denken die Aliens gar nicht daran, Unschuldige zu entführen, wichtige Gebäude zu sprengen, die Menschheit auszurotten oder zwecks Energiegewinnung unseren Erdkern anzubohren. Stattdessen verhalten sie sich ruhig und verlassen ihre Raumschiffe nicht. Bei den ersten Kontaktversuchen unsererseits, durchgeführt von todesmutigen Spezialeinheiten, tun sie im Gegenteil etwas, worauf uns Literatur und Kino nie angemessen vorbereitet haben: Sie signalisieren den Wunsch nach Kommunikation. Was nun? Präzise an diesem Problem, an dem guter Rat für die Menschheit teuer ist, setzt Denis Villeneuves großartiger Film an. Und damit wird die Sache ernst. Denn nun wird eine sehr reale Frau, eine Koryphäe der vergleichenden Sprachwissenschaft, aus ihrem Alltag herausgerissen und in einen Militärhelikopter verfrachtet. Die Linguistin Dr. Louise Banks erlebt zunächst das mögliche Ende der Welt wie jeder andere, denn der Zugang zu den Aliens wird bereits vom Militär kontrolliert. Sie sitzt mit gemischten Gefühlen in diesem Helikopter: Weil einerseits klar ist, dass ihr nächster Schritt auch ihr letzter sein kann, weil aber andererseits der Zugang zur Wahrheit natürlich von großem Wert ist. Ihrem ungläubigen Einsatzleiter versucht sie klarzumachen, dass es erforderlich ist, mit dem unbekannten Sprecher zu reden, um eine neue Sprache zu erfassen. Der Versuch einer Annäherung kann beginnen. Die überzeugenden Schauspieler, das betörende visuelle Konzept, die teils abgründige Musik – diese Elemente verbinden sich zu einer großen, emotionalen Filmgeschichte.
R: Dennis Villeneuve – B: Eric Heisserer – K: Bradford Young – M: Jóhann Jóhannsson - D: Amy Adams, Jeremy Renner, Forest Whitaker, Michael Stuhlbarg – USA 2016, L:115 Min.

FILMFORUM im Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
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Museen München Lenbachhaus: BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts
BILDSCHÖN – ANSICHTEN DES 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön«gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine formale Innovationskraft begeistert.Bildschön unternimmt eine Neuinterpretation der Sammlungsbestände der Kunst des 19. Jahrhunderts im Lenbachhaus.
Um andere Perspektiven auf diese reiche Bildkultur zu eröffnen, pr  äsentiert die neue Ausstellung bewusst eine große Bandbreite von künstlerischen Stilen und Inhalten. Sie erschließt, ergänzt von Fotografien, Film­ und Hörbeispielen, nicht nur den zeitgenössischen Kontext der Themen und Bildwelten, sondern beleuchtet schlaglichtartig den Nachhall des langen 19. Jahrhunderts bis in unsere Gegenwart.
Die Ausstellungsbesucher und Kunstsammler des 19. Jahrhunderts, die Leser von Büchern, Zeitschriften oder Reiseführern erwarteten anschauliche Darstellungen und unterhaltsame Geschichten, weshalb viele Künstler die bestehenden Verhältnisse eher bestätigten, als sie kritisch zu hinterfragen. Doch ließen sie gelegentlich ironisch durchblicken, dass ihre Produktionen oft auf Modellen und Attrappen beruhten. Die Erfahrungswelt des Einzelnen erweiterte sich drastisch mitder immer reicheren Bilderwelt.Durch die Hand der Künstler wurden Naturansichten zu den Postkartenlandschaften, die wir heute noch aufsuchen. Trachten und bäuerliches Brauchtum wurden im 19. Jahrhundert wiederbelebt oder gar neu erfunden und die entstehenden Bilder so einflussreich, dass auf Oktoberfesten weltweit heute »Bayer« gespielt wird.
Zentral für die Beziehung zur Natur war und ist im Bewusstsein der Deutschen der Wald, als visueller und emotionaler Projektionsraum.Wenn Maler auf dem Land lebten, interpretierten sie nicht nur Ländliches, sondern sie experimentierten auch mit modernen Lebensformen, und ihre Kunst vermittelte dann ein von urbanen Zwängen befreites Lebensgefühl. Als Porträtisten des Bürgertums und der Aristokratie entwarfen Künstler deren öffentliches Image, sie verhandelten Geschlechterverhältnisse und Standesunterschiede. Für das ganze »große Theater« der modernen Welt galt es nun, visuelle Entsprechungen zu finden: für so unterschiedliche Phänomene wie die Begeisterung für die Vergangenheit, die Fragen der Naturwissenschaften oder die Verlockungen des Spiritismus.
Kuratiert von Susanne Böller

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
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Museen München Stadtmuseum: Kurt Eisner
Revolutionär und Ministerpräsident – Kurt Eisner (1867-1919)

"Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernunft,
mehr Belebung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube an die Kraft
des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige."
(Heinrich Mann in seiner Gedächtnisrede anlässlich der Trauerfeier für Kurt Eisner im Münchner
Odeon am 16. März 1919)

Das Münchner Stadtmuseum fokussiert die Ausstellung zum 150. Geburtstag von Kurt Eisner
(Berlin 1867-München 1919) auf den publizistischen und politischen Werdegang einer  charismatischen, noch heute von unterschiedlichen Interessengruppen vereinnahmten  Persönlichkeit. Die biografische Darstellung bildet den Auftakt zu einer Reihe von Veranstaltungen, mit denen die Landeshauptstadt München 2018 / 2019 den historischen Ereignissen der  Revolution nachspüren wird.
Bis in die 1990er-Jahre, man kann sagen bis zur Veröffentlichung der Biografie von Bernhard Grau (München, 2001), die die gesamten historischen Quellen zu Kurt Eisners Leben auswertete, hielt  sich im historischen Gedächtnis nachhaltig dessen Beurteilung als Idealist und Utopist, als ein  Mann, der von Politik nichts verstand. Die Ausstellung hingegen nutzt die Gelegenheit, den  gesamten Lebensweg Eisners aufzubereiten und die ca. 105 Tage der Regierung Eisner an der  Spitze des Volksstaates Bayern zu thematisieren. Sie zeigt Kurt Eisner als engagierten  Journalisten und Politiker und macht so seinen Weg vom „Gefühlssozialisten“ zur prägenden  Persönlichkeit der Revolution vom November 1918 nachvollziehbar.
Während der Tod Eisners zunächst eine allgemeine Betroffenheit auslöste, brachen die Trennlinien einer zukünftigen Entwicklung wieder sehr bald auf. Die Ausstellung erzählt in Schlaglichtern diese  bis Mai 1919 währende Zeit der Auseinandersetzungen um die Frage „repräsentativer  Parlamentarismus oder Räterepublik“. Die Darstellung einzelner Schicksale daran Beteiligter  vertiefen das Geschehen zusätzlich.

Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
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Museen Dachau Bezirksmuseum: 500 Jahre Reformation
Bezirksmuseum Dachau

500 Jahre Reformation
Zur Geschichte der Protestanten im Dachauer Land

19. Mai 2017 bis 28. Januar 2018

Die öffentliche Kritik Martin Luthers an den kirchlichen Missständen, insbesondere am Ablasshandel, verbreitete sich infolge der Erfindungen im Buchdruck im ganzen deutschsprachigen Raum wie ein Lauffeuer. Sie traf den Nerv der Menschen und stieß zunächst auch in Bayern auf Sympathien.
Die Bauern im Landgericht Dachau blickten über den Lech auf die blutigen Kämpfe ihrer unterdrückten Standesbrüder. Auch in den Hofmarken und Klöstern gärte es: 1528 wurden die adeligen Brüder Augustin und Christoph Perwanger, Anhänger der Täufer-Bewegung und Hofmarkbesitzer von Günzlhofen und Vogach, als Ketzer hingerichtet. Im Kloster Altomünster begeisterte sich Johannes Hausschein, genannt Oecolampadius für die reformatorische Sache und auf Schloss Odelzhausen finden wir in Johannes Mathesius, den ersten Biografen Martin Luthers.
Was als Widerspruch begann, endete mit der Abspaltung der evangelischen Kirche. Doch Bayern blieb gemäß dem Grundsatz cuius regio, eius religio katholisch. Erst in Folge des Religionsedikts von 1803 wanderten protestantische Familien aus der Pfalz ins Dachauer Land ein. Barbara Strohms Tagebuch verrät, wie sie sich fühlte, als sie zusammen mit ihren Eltern 1819 Wagenried im Landgericht Dachau erreichte: in einem fremden Land und nicht katholisch. Damals entstanden in Kemmoden und Lanzenried die ersten evangelischen Kirchenbauten. Doch war der Weg zum toleranten Miteinander nicht selten mühevoll. Man wolle wohl auch lieber ächt katholische Dornen, Disteln und Sümpfe, als ketzerische Wiesen und Futterkräuter haben, vermutete der Protestant Friedrich Nicolai auf seiner Reise durch das Bayernland im Jahr 1781.
Schließlich wurde durch die gewaltigen Flüchtlings- und Vertriebenenströme nach dem Zweiten Weltkrieg die konfessionelle Spaltung allerorten greifbar. In Dachau und Karlsfeld machten die Protestanten nun fast ein Viertel der Bevölkerung aus. Wie aber erging es den andersgläubigen Fremden, wie den alteingesessenen Katholiken? Zuwanderung, Vorurteile, Ausgrenzung und Integration fanden damals statt.
Die Ausstellung geht der regionalen Historie mit vielen interessanten Objekten nach, darunter Ablassbriefen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, einer frühen Ausgabe der Lutherbiografie von Johannes Mathesius aus dem Jahr 1570 und Filmausschnitten über die protestantischen Neusiedler aus der Pfalz.
Zu Beginn der kalten Jahreszeit wird die Ausstellung um das Thema ›Protestantische Weihnachtszeit‹ ergänzt.
Zur Ausstellung erscheint ein informativer Begleitband.


Bezirksmuseum Dachau
Augsburger Straße 3
85221 Dachau
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Museen Landsberg Museum: Servus Transall! Zum Abschied der Luftwaffe in Penzing
Ausstellung 02.06. – 01.10.2017

Ein Kapitel Luftfahrtgeschichte geht zu Ende. Seit 1971 startet die Transall vom Heimatflughafen Penzing aus in weltweite Einsätze. Die Ablösung durch ein neues Flugzeugmuster beendet die tägliche Präsenz der Transall im Luftraum der Stadt Landsberg und die Geschichte des Lufttransportgeschwaders 61 in der Region.

Die Soldaten des Geschwaders berichten von ihrer Arbeit in einem fliegenden Verband. Objekte der Luftwaffe verdeutlichen den Arbeitsalltag und erzählen tragische und berührende Geschichten: wie die Dankschreiben aus Bergrettung oder das Wrackteil einer verunglückten Transall. Technikfreaks können sich ins Cockpit setzen oder das Schnittmodell eines Transall-Fahrwerks studieren. Auf den Führungen am Fliegerhorst bietet sich den Besuchern eine der wenigen Gelegenheiten, eine Transall zu besichtigen, bevor die letzten verbliebenen Maschinen den Fliegerhorst Penzing im Herbst verlassen.

Museum Landsberg
Von-Helfenstein-Gasse 426
86899 Landsberg
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Museen München Pinakothek der Moderne: GLOBAL PREKÄR - FLUCHT, TRAUMA UND ERINNERUNG IN DER ZEITGENÖSSISCHEN FOTOGRAFIE
Politische und gesellschaftliche Konflikte zu dokumentieren gehört seit jeher zu den zentralen Aufgaben von Fotografie. Die neu eingerichtete Präsentation aus den Sammlungsbeständen widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg und Vertreibung sowie Entwurzelung und Flucht. Die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler entwickeln ihre Arbeiten aus der Beschäftigung mit den noch immer nachwirkenden Folgen des 2. Weltkriegs. Sie fokussieren ihren Blick jedoch auch auf die Konflikte zwischen der sogenannten Ersten und der Dritten Welt, sei es entlang des amerikanisch-mexikanischen Grenzzauns oder an den europäischen Außengrenzen. Ihre vielschichtigen visuellen Erzählungen gehen von konkreten Ereignissen aus, deren historische Überlieferung und gesellschaftliche Relevanz sie kritisch reflektieren. Den Bildern der Medien wie den offiziellen Verlautbarungen setzen sie eine andere, aus der persönlichen Perspektive gewonnene Lesart entgegen.

Zu den ausgestellten Werken:In der als 124-teilige Serie angelegten Arbeit »There and Gone« (Dort und Fort) entwickelt John Gossage (*1946, New York City) in drei Kapiteln einen fotografischen Essay über das zwischen den USA und Mexiko liegende Grenzgebiet. Von US-amerikanischer Seite aus betrachtet, zeigt er schemenhaft Menschen am Strand von Tijuana, das Bildmaterial wurde mit Teleobjektiven aufgenommen oder stammte aus Überwachungskameras. Im zweiten Kapitel »Spurenlesen« dokumentiert er in präzisen Ausschnitten das Niemandsland des durch einen Zaun gesicherten Grenzstreifens mit ausgetretenen Pfaden, Verstecken und illegalen Durchbrüchen.
Das letzte Kapitel verbindet Detailansichten aus dem kalifornischen Alltagsleben mit Begriffen, wie sie auf mexikanischen Lotteriekarten zu finden sind, ohne dass sich zwischen Bild und Text ein unmittelbarer Sinnzusammenhang herstellen lässt.Eva Leitolf (*1966, Würzburg) untersucht in der Serie »Postcards from Europe«, die sich seit 2006 als work in progress fortschreibt, das Verhältnis Europas zu seinen Außengrenzen und dem zunehmenden Strom von Flüchtlingen.
Nicht das vielfach dokumentierte Leid der Migranten, sondern der gesellschaftliche und politische Umgang mit ihnen steht im Mittelpunkt. Die dargestellten Orte sind  Schauplätze von Konflikten, die sich hier abgespielt haben, bevor die Künstlerin sie aufgesucht hat. Die in den Fotografien nur andeutungsweise sichtbaren Spuren von Ausgrenzung, Gewalt und Elend nehmen durch sachliche, auf Fakten gestützte Texte, die in Form von Postkarten mitgenommen werden können, konkret Gestalt an und verschränken Bild und Text zu einer gleichermaßen bedrückenden wie aufrüttelnden Zeitstudie. 



Kuratorin: Dr. Inka Graeve Ingelmann,
Sammlung Fotografie und Neue Medien

Pinakothek der Moderne,
Sammlung Moderne Kunst
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Museen Kochel Franz Marc Museum: Per Kirkeby – Torso-Ast
Per Kirkeby – Torso-Ast

Ausstellung vom 18. April bis 03. Oktober 2017

Die Aufstellung der Skulptur Torso-Ast von Per Kirkeby im Museumspark gegenüber dem Haupteingang soll die für das Franz Marc Museum wesentliche Idee des Dialogs von Kunst und Natur für jeden Besucher erfahrbar machen, noch bevor er das Museum betritt. Die begleitende Ausstellung mit Skulpturen, Zeichnungen und Arbeiten auf Papier Per Kirkebys macht die Bedeutung von Torso-Ast vor dem Hintergrund dieser Phase seines Werks deutlich.

In den 80er und 90er Jahren des 20. Jahrhunderts schuf Per Kirkeby eine Reihe von Bronzeplastiken, die den Prozess organischer Entwicklung als Analogie der bildhauerischen Praxis anschaulich machen. Ein Arm oder ein Bein oder ein anderes Glied wird zu einem ganzen Körper. Groesseres zu denken durch `Fragmente`. Rodins Radikalisierung des Torsos. Im Rückgriff auf Rodin geht Kirkeby von Fragmenten aus – Armen, Gesichtern, Torsi, die die Materie, in die sie eingebunden sind, wie von innen her durchdringen, was sich in den vielfaeltig strukturierten, das Licht einfangenden Oberflaechen der Skulpturen spiegelt.

Die Skulptur Torso-Ast gehört zu den groessten Plastiken aus dieser Schaffensphase Per Kirkebys. Sie variiert ein traditionelles Thema der Skulptur, indem sie den menschlichen Torso zum pflanzlichen Torso werden laesst und umgekehrt. Der Rumpf koennte ein Baumstamm sein und der abzweigende Ast ein Arm. Die bewegungslose Massivitaet der Plastik laesst die Erinnerung an den antiken Herkulestorso aufscheinen, verbindet die Skulptur aber auch mit den umstehenden Baeumen, denn wie sie scheint sie aus dem Boden herauszuwachsen, in dem sie fest verwurzelt ist.

Das Verhaeltnis von Kunst und Natur ist fuer das Franz Marc Museum seit seiner Gruendung, 1986, konzeptionell grundlegend. Otto Stangl, die Gemeinde Kochel und die Franz Marc Stiftung siedelten das Franz Marc Museum damals in Kochel an, um die Kunst Franz Marcs und des Blauen Reiters in der Landschaft zu zeigen, in der sie entstand und die Inspirationsquelle dieser Kuenstler war. Diese Idee ist neben dem Leitgedanken, Franz Marc im Kontext des 20. Jahrhunderts zu praesentieren, auch seit der Eroeffnung des Neubaus und der Erweiterung der Sammlung weiterhin praesent. Seit der Neueroeffnung 2008 geht das Selbstverstaendnis des Hauses ueber die Auseinandersetzung mit der Klassischen Moderne hinaus. In Ausstellungen der letzten Jahre wurde Franz Marc Joseph Beuys, Georg Baselitz oder Per Kirkeby gegenuebergestellt und damit die Kontinuitaet bestimmter, theoretischer und gestalterischer Positionen in der Kunst des 20. Jahrhunderts thematisiert und anschaulich gemacht.

Die Ausstellung findet anlaesslich der Aufstellung der Skulptur Torso-Ast (1988) von Per Kirkeby im Park des Franz Marc Museums statt.

Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10
82431 Kochel am See

Fotos:
Per Kirkeby „Torso Ast“, 1988
Bronze patiniert
Auflage: 6 + 0 Guß 1/6 · 643 kg
208 x 158 x 78 cm
Galerie Michael Werner, Märkisch Wilmersdorf, Köln und New York

Per Kirkeby Ohne Titel (bez.:Laeso), 1986
Tusche, Pastell, Gouache
Galerie Michael Werner, Märkisch Wilmersdorf, Köln und New York
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Museen Buchheim Museum: HOLMEAD: KRUDE KÖPFE
Ausstellung vom 16. Juli bis 3. Oktober 2017

Holmead, geboren 1889 als Clifford Holmead Phillips in Shippensburg, Pennsylvania, gestorben 1975 in Brüssel, lebte als Wanderer zwischen den Welten. Als Autodidakt entwickelte er sich zugleich zum Kritiker und zum Protagonisten der Moderne in Europa und Amerika. Motive seiner anfangs noch impressionistisch, später expressionistisch geprägten Malerei sind Porträts, Landschaften, Stadtansichten und literarische Themen. Holmeads Spätwerk, um das es im Buchheim Museum in der Hauptsache geht, gleicht einem kunsthistorischen Paukenschlag. Nach einer fast 60 Jahre langen künstlerischen Entwicklung, die zwei Weltkriege und einen Schlaganfall überdauerte, entwickelte er die neue Malweise des »Shorthand Painting«. Mit einigen Spachtelhieben brachte der greise Maler in wenigen Minuten seine Bilder zielsicher auf den Malgrund. Bei seinen grandiosen Porträts gehen abstrakter und figurativer Expressionismus eine einzigartige Synthese ein. Mit Ausstellungen in der Kunsthalle Schweinfurt und dem Von der Heydt-Museum in Wuppertal wurde Holmead in jüngster Zeit euphorisch neu entdeckt. Die Ausstellung wurde aus Leihgaben von Privatsammlern und Museen zusammengestellt. Das Buchheim Museum konnte zwischenzeitlich die Zustiftung eines großen Konvoluts von Holmead-Werken erwirken, die im kommenden Jahr in einer eigenen Ausstellung zu sehen sein werden.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried


HOLMEAD, Colette, 1970, Sammlung Dr. Gabriele Dilla-Gerns und Ronald Gerns
@ Nachlass Holmead, Frankfurt


HOLMEAD, Drei Mädchen, 1971, Sammlung Joseph Hierling
@ Nachlass Holmead, Frankfurt
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Museen Buchheim Museum: Nolde. Die Grotesken
Ausstellung vom 23. Juli bis 15. Oktober 2017

Das Werk von Emil Nolde scheint mit seinen dramatischen Landschaften, Wolkenbildern, Seebildern, den ausdrucksstarken Porträts und religiösen Bildern allgemein bekannt. So ist es überraschend, dass es mit dem Grotesken und Phantastischen einen zentralen Motivbereich gibt, der für den Künstler selbst von herausragender Bedeutung war – und doch noch nie zuvor Thema einer Ausstellung wurde! Mit über hundert Werken – farbintensiven Gemälden, Aquarellen und Druckgraphiken – lädt diese berauschende, große Sommerschau nun erstmals dazu ein, sich den Bildern zu widmen, die sich einer eindeutigen Erklärung entziehen, die dazu anregen, eigene Beobachtungen und Deutungen hineinzulegen und die Phantasie spielen zu lassen. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit den Internationalen Tagen Ingelheim und der Nolde Stiftung Seebüll. Sie umfasst 116 Werke, die zum Teil noch nie öffentlich gezeigt wurden: 20 farbintensive Gemälde, 55 herrliche Aquarelle sowie 25 Farbdrucke und 16 einfarbige Drucke.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried



Emil Nolde, Tolles Weib,
Gemälde 1919, © Nolde Stiftung Seebüll


Emil Nolde, Seltsame,
Gemälde 1923, © Nolde Stiftung Seebüll


Emil Nolde, Tier und Weib,
Aquarell 1931-35, © Nolde Stiftung Seebüll
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Museen München Jüdisches Museum: Never Walk Alone - Jüdische Identitäten im Sport
Ausstellung vom 15. April 2017 bis 07. Januar 2018

Ernst Emanuel Simon verließ den Berliner Sport Club nach antisemitischen Erfahrungen als Soldat im Ersten Weltkrieg. Er trat 1918 dem Jüdischen Turn- und Sportverein Bar Kochba bei. Neben seinem Medizinstudium in Würzburg wurde er 1919 Berlin-Brandenburgischer Meister sowie 1921 Bayerischer Meister im 800-Meter-Lauf. Er war Mitbegründer des Makkabi-Weltverbandes und wanderte 1924 nach Palästina aus. Dort setzte er sich für die Institutionalisierung des Sportunterrichtes ein. Er war Mitorganisator der ersten Makkabiade 1932, den ersten jüdischen Weltsportspielen in Palästina. Vor allem war er ein Pionier der Sportmedizin. Sein Foto beim Zieleinlauf im August 1919 ist das Eröffnungsbild der Ausstellung Never Walk Alone. Jüdische Identitäten im Sport.In den beiden Ausstellungsebenen positionieren sich Sportlerinnen und Sportler und Fans jüdischer Herkunft in der Sportarena. Die Konzentration auf einzelne Biografien erlaubt es einerseits, die Selbstwahrnehmung der Sportlerinnen und Sportler zu betrachten und andererseits auch Zuschreibungen von außen offenzulegen. Die Anfänge der Sportbegeisterung sind ebenso Thema wie die facettenreichen 1920er Jahre sowie Ausgrenzung und Verfolgung während des Nationalsozialismus. Der Bogenwird von jüdischen Überlebenden in den Displaced-Person Camps der deutschen Nachkriegszeit über sportliche Positionierungen von Deutschen jüdischer Herkunft in der Emigration gespannt; bis hin zu athletischen Leistungen, die in den letzten Jahren Beiträge zum lokalen Sportgeschehen liefern.Der Titel der Ausstellung Never Walk Alone ist inspiriert von dem Lied You'll Never Walk Alone, das ursprünglich für das Musical Carousel geschrieben wurde. Der Liedtexter Oscar Hammerstein II. und der Komponist Richard Rodgers, übrigens beide jüdisch-amerikanischer Herkunft, vermitteln hierin Zugehörigkeit, Motivation, Trost und Unterstützung für die Protagonistin. In den Sportarenen ist die Idee der Singenden — inzwischen nicht mehr nur beim FC Liverpool — vergleichbar.

Jüdisches Museum München
St.-Jakobs-Platz 16
80331 München

Fotos:
- Der Läufer Ernst E. Simon | Berlin, um 1919 | Familie Simon, Israel
- Die Ringer Julius (links) und Hermann Baruch vor der Sammlung ihrer Medaillen, Pokale und Urkunden | Bad Kreuznach, um 1927 | Baruch-Archiv, Wiesbaden
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Museen Rosenheim: PHARAO - LEBEN IM ALTEN ÄGYPTEN
Ausstellung vom 24. März bis 03. Dezember 2017

Zwischen Menschen und Göttern, zwischen Himmel und Erde. Gewaltige Grabanlagen und steinerne Monumente königlicher Allmacht, die den Himmelsaufstieg des Pharaos und seine Eingliederung in den Kreislauf der Sonne symbolisieren. Hier lebten Menschen, die arbeiteten und feierten, an Kulten und Kriegen teilnahmen, liebten und litten, Kinder zeugten und starben.

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuartigen Blick auf die älteste Hochkultur der Welt.

Was hielt diese Gesellschaft über Jahrtausende zusammen? Wer erkämpfte Ägyptens Größe? Wer baute die monumentalen Grabanlagen, Tempel und Paläste?

Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte vermitteln eine einmalige „Aura“ der Geschichte‍‍(n). Detailgetreue Modelle und spannende Medienstationen machen das Leben im Alten Ägypten erfahrbar. Erleben Sie eine Kultur, die im Kreislauf von fruchtbarer Überschwemmung und sengender Trockenheit, in Zeiten des Umbruchs und des Aufstiegs über sich hinaus wuchs.

Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen.

Eine Ausstellung der VERANSTALTUNGS+KONGRESS GmbH Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Roemer- und Pelizeaus-Museum Hildesheim, dem Universitätsmuseum Aberdeen und MuseumsPartner  Die Kunstspedition.


Ausstellungszentrum Lokschuppen | Rathausstr. 24 | 83022 Rosenheim
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 9 – 18 Uhr | Sa, So, Fei: 10 – 18 Uhr
Information und Buchung: Tel.: 08031 365 9036 | E-Mail: lokschuppen@vkr-rosenheim.de
www.lokschuppen.de

Fotos:
Kopf eines Königs
Basalt, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statue des sitzenden Nefer-ihi
Rosengranit, Altes Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Relief eines stehenden Mannes mit Stabstrauß
Kalkstein, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Statuetten des Amenophis III. und der Teje
Ebenholz und Gold, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Bronzefigur einer Katze
Bronze, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statuette einer Frau
Holz, Altes Königreich
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob
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