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OHRENGLÜCK 23: Inventionis Mater

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Paal Flaata „Bless Us All – Songs Of Mickey Newbury“ Blu...

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Pianoforte (6)

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OHRENGLÜCK 22: Nenad Vasilic Trio

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VOR 40 JAHREN: Joni Mitchell „Hejira“ Warner

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Mi Solar „Tiempo Libre“ Galileo MC

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Mittwoch 21.09.2016
OHRENGLÜCK 23: Inventionis Mater
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OHRENGLÜCK 23: Inventionis Mater "Zapping" (Visage Music / Galileo MC)

Weil Frank Zappa dem Können und Wollen klassischer Musiker misstraute, schaffte er sich schon 1982 ein Synclavier an – einen Musik-Computer, der die komplexesten Partituren exakt zum Klingen brachte. Das war später eine Herausforderung für die Cracks vom Ensemble Modern, Zappa zu beweisen, dass ein Synclavier-Stück wie sein „G-Spot Tornado“ durchaus auch von menschlichen Interpreten gespielt werden kann. Die Musiker von Inventionis Mater gehen da doch weitaus entspannter an die Sache heran. Sie realisieren den „G-Spot Tornado“ auf lediglich zwei Instrumenten – Klarinette und Gitarre – und erlauben sich dabei allerlei clevere und fröhliche Freiheiten. Pierpaolo Romani und Andrea Pennati, beide um die 30, haben den skurrilen Spirit Frank Zappas quasi verinnerlicht – schon der Name ihrer Band ist eine Hommage an Zappas Ur-Formation, die Mothers of Invention. Auch ältere Zappa-Klassiker wie „Echidna’s Arf Of You“ (1974) oder „Son Of Mr. Green Genes“ (1969) meistern die beiden Toskaner mit Virtuosität, Charme, Mutwillen und hörbarem Spaß – irgendwo zwischen Folk, Jazz und Kammermusik. Vor Melodien von Strawinsky schrecken sie ebenfalls nicht zurück – Zappas „Igor’s Boogie“ schlägt die Brücke. Wie sehr ihnen Zappas bizarre Widersprüche, seine „tecnica della giustapposizione“, in Fleisch und Blut übergegangen sind, zeigen die beiden im Titelstück, einem fröhlichen Medley kontrastierender Gassenhauer, das einem „Zappen“ durch TV-Kanäle ähnelt. Zappen und Zappa: Der Albumtitel ist zweideutig eindeutig – das hätte dem großen FZ gefallen.

Hans-Jürgen Schaal
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Autor: Hans-Jürgen Schaal
Montag 12.09.2016
Paal Flaata „Bless Us All – Songs Of Mickey Newbury“ Blue Mood / Galileo
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Er ist eine der, wenn nicht die Galionsfigur an der Schnittstelle zwischen Folk und Country der 1970er Jahre: Mickey Newbury. 1940 geboren, schrieb der Texaner unzählige Songs, die von Tom Jones, Elvis Presley, Johnny Cash oder Joan Baez gesungen wurden. Seine eigenen Alben erhielten zu Newburys Lebzeiten, er starb 2002, enthusiastische Kritiken. Doch in Amerika blieb er beim breiten Publikum ein Geheimtipp. In Deutschland kannte seinen „engelsgleichen Tenor“ fast niemand.
Nun widmet der norwegische Sänger Paal Flaata dem himmlischen Amerikaner eine ganze CD. Acht Songs aus der Feder von Newbury, die die Klarheit und Schönheit seiner Kompositionen überzeugend zum Ausdruck bringen. Zwei Titel hat Flaata in tiefer Verehrung für seinen Favoriten geschrieben. Es sind stille, poetische Balladen, welche aus der Tiefe heraus strahlen und in ihrer Verletzlichkeit gefangen nehmen. Flaata hat die Instrumentierung mancher Songs zwar um Streicher erweitert, trotzdem aber die Arrangements, entwickelt gemeinsam mit dem Pianisten und Produzenten Goran Grini, bewusst sparsam gehalten. Manches klingt aufgrund einer erhabenen Schwermut tatsächlich zu schön um wahr zu sein, wobei der Norweger nie die Grenze zum schmalzigen Kitsch überschreitet. Dafür ist die Musik zu ernst und zu vollendet.
helga b
Autor: helga b
Montag 05.09.2016
Pianoforte (6)
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A Bu „Butterflies Fly In Pairs“ / Stefano Bollani „Napoli Trip“ / The Bad Plus „It`s Hard“ / Bojan Z & Nils Wogram „Housewarming“


A Bu ist siebzehn und kommt aus China. Hier hat er mit vier Jahren begonnen Klavier zu spielen, mit neun gründete er sein erstes Trio. Heute studiert er an der Julliard School in New York City Jazz Piano. In der Zwischenzeit trat er auf den großen Bühnen internationaler Festivals auf, wo er einige Ehrungen und Preise erhielt. Mit „Butterflies Fly In Pairs“ liegt nun das zweite eigene Album vor. Sein Spiel darauf – eine technische Meisterleistung, angesiedelt zwischen temperamentvollem Fusion und emotional aufgeladenem Soul. Traumwandlerisch sicher wechselt er die Taktarten und Harmonien, ohne den Überblick zu verlieren. Sein Repertoire besteht, im Gegensatz zum Vorgängeralbum, überwiegend aus Eigenkompositionen und lebt stärker von den melodischen Ideen in Verbindung mit seinen energiegeladenen Improvisationen. Trotz mancher (positiv zu beurteilenden) Zurückhaltung, bleibt A Bu ein finessenreicher Pianist, der seine musikalischen Partner zu Höchstleistungen herausfordert und sich selbst nicht schont. Im vorliegenden Fall ist das Trio um einige Gastmusiker erweitert (Antonio Hart, The Chop Horns, Cecilia Stalin) und A Bu spielt neben dem Klavier noch E-Piano und Melodica, wodurch sich das Klangspektrum angenehm erweitert. Man darf gespannt sein, wohin die musikalische Reise des chinesischen Pianisten noch führen wird und wann er die erste Tour durch deutsche Konzertsäle unternimmt. Seine Plattenfirma hat ihren Sitz übrigens ganz in der Nähe von Hannover …. .
Stefano Bollani ist Italiener und einer der vielseitigsten Pianisten weltweit. Mit jeder seiner Aufnahmen reißt der fünfundvierzigjährige stilistische Grenzen nieder, oder schaufelt neue Ideen in den an sich schon randvollen Jazzpool, um sich anschließend in ihm musikalisch auszutoben. Zuletzt hat er mit südamerikanischen Standards mögliche Außerirdische begrüßt (Arrivano Gli Alieni, 2015), davor war es die an sich schon vielschichtige Musik Frank Zappas (Sheik Yer Zappa, 2014), die Bollani nochmals „durchschüttelte“, wie er selbst sagte. Nun widmet sich der Pianist Neapel. Er huldigt der süditalienischen Metropole, in dem er musikalisch über die weiten Plätze und engen Gassen italienischer Traditionssweisen schlendert, diese zeitweise in ein völlig neues Gewand steckt (selbst „O Sole Mio“ ist kaum wiederzuerkennen) und der Musik immer auch eine komische Seite abzugewinnen versteht. Bollani begeistert mit seiner Spielfreude, seinem Witz und seinem Ideenreichtum. Mit einheimischen und internationalen Musikern entwirft er eingängige, liedhafte, ganz auf Transparenz ausgerichtete Melodien und überrascht zwischendurch immer wieder mit unerwarteten Wendungen. Ob im klassischen Jazzquartett, mit neapolitanischem Orchester, mit norwegischen Elektronikern, dem Mandolinvirtuosen Hamilton De Holande oder solistisch – Bollani hat mit „Napoli Trip“ wieder einmal ein Meisterwerk veröffentlicht.
The Bad Plus stammen aus den USA, genauer aus Minneapolis. Hier entschlossen sich Reid Anderson (Bass), Ethan Iverson (Piano) und David King (Schlagzeug) im Jahr 2000 gemeinsam Musik zu machen. Und ihrem Stil, einer ungewöhnlichen Verbindung aus Pop, Rock und Avantgarde, sind sie bis heute treu geblieben. „It`s Hard“ ist ihr mittlerweile elftes Studioalbum. Und wer denkt, Musik von Peter Gabriel, Ornette Coleman, Cyndi Lauper, Johnny Cash, Kraftwerk und Prince passe rein musikalisch nicht zusammen, der sollte sich diese Aufnahme anhören. Das Trio fügt die sehr unterschiedlichen Ausgangsmaterialien vorurteilslos zusammen und schafft etwas völlig Neues. Hin und wieder blitzt ein bekannter Melodienfetzen kurz auf. Aber ehe man sich versieht, ist das Trio schon weiter, besetzt neue klangliche Räume und arbeitet organisch an seinem Gesamtsound. Spannend ist diese Art der Herangehensweise, die so gar nichts mit der Viel- und Schnellspielerei all der anderen Klaviertrios zu tun hat. Fährten lesen und dabei hacken schlagen könnte man dieses Konzept auch nennen. Eine Lehrstunde in Sachen Authentizität.
Bojan Zulfikarpa¨ić ist in Belgrad geboren, wohnt aber seit dreißig Jahren in Paris und ist seitdem fester Teil der dortigen Jazzszene. Und dann ist da noch Nils Wogram, aus Braunschweig kommend und heute in der Schweiz lebend. Der eine, Bojan Z., spielt Klavier und Fender Rhodes Piano, der andere, Nils W., ist Posaunist. Beide kennen sich schon seit Jahren, sind im Duo immer wieder gemeinsam aufgetreten und haben im Laufe dieser Zeit viele menschliche Übereinstimmungen festgestellt, die ihnen einen gemeinsamen musikalischen Austausch ermöglichen. Auf der Bühne kommen sie über ihr Instrument und ihre Kompositionen miteinander ins Gespräch. Auf „Housewarming“ sind so zehn sehr individuelle Geschichten entstanden, die beide in einem groovenden Grundduktus erzählen/spielen. Es sind meist kraftvolle, sich ergänzende Erzählungen, häufig mit einem melancholischen Zungenschlag vorgetragen. Die kompositorische Basis bietet genügend Möglichkeiten, das jeweilige Improvisationspotenzial abzurufen und damit der intimsten wie intensivsten Form der Gruppendynamik eine auch unberechenbare Note zu geben. Insgesamt fasziniert die Luftigkeit dieser Aufnahme, die nicht selten ins heitere zielt und etwas zwingend  pulsierendes vermittelt.
Jörg Konrad

A Bu „Butterflies Fly In Pairs“ (Sennheiser)
Stefano Bollani „Napoli Trip“ (Decca)
The Bad Plus „It`s Hard“ (Okeh)
Bojan Z & Nils Wogram „Housewarming“ (nWog)
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Dienstag 23.08.2016
OHRENGLÜCK 22: Nenad Vasilic Trio
 Nenad Vasilic Trio "Wet Paint" (Galileo MC)


Balkan – Inbegriff multikultureller Vielfalt, im streitenden wie im befruchtenden Sinn. Nenad Vasilic hat sich das Wort „Balkan“ einmal so übersetzt: „Blut und Honig“. Den lebendigen Geist der Balkan- und Gypsy-Musik seiner Heimat übersetzt der Bassist seit Jahren mit viel Fantasie und Eleganz in den Jazz. Diesmal tut er das zusammen mit dem Pianisten Bojan Z, seinem serbischen Landsmann, der seit bald 30 Jahren zum Kern der französischen Jazzszene gehört, und mit dem amerikanischen Schlagzeuger Jarrod Cagwin, einem der großen Meister der Weltmusik-Rhythmen. In diesem Allstar-Trio des World-Jazz kommt die Musik zur kreativen Explosion. Melancholische Balkanmoods treffen auf einen rockenden Blues in sieben Vierteln. Nostalgisches Jazzklavier wechselt sich ab mit rauen Fusion-Sounds vom E-Piano. Ein altes Kirchenlied steht neben einer Deep-Purple-Adaption. Das Ergebnis ist Balkanmusik 2.0, ganz ohne Bläser und Sänger, aber mit einer Menge Vision und Herz, Virtuosität und Feeling. Viel Blut. Viel Honig.

Hans-Jürgen Schaal
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Dienstag 16.08.2016
VOR 40 JAHREN: Joni Mitchell „Hejira“ Warner
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Sie gilt bis heute als eine der einflussreichsten Songschreiberinnen und Interpretinnen - Joni Mitchell. Die 1943 in Kanada geborene Komponistin, Sängerin, Gitarristin und Malerin(!) wurde schon vor ihrem ersten Album als Geheimtipp der Musikszene gehandelt. Sie schrieb Songs für Judy Collins und Buffy Saint Mary, bevor David Crosby sie in einem Konzert erlebte und mit ihr 1968 „Song to a Seagull“ produzierte. Das besondere an Mitchells Texten waren die Zweifel, die Bedenken und die tiefe Nachdenklichkeit gegenüber der bestehenden Welt, die in ihren Songs Raum fanden. Ihre Stimme besaß diese brüchige Klarheit, die vom ersten Ton faszinierte und sich unter die Haut schlich. Die Musik war spröde aber vorwärtstreibend, poetisch dabei aber bodenständig, sparsam in der Instrumentierung, aber später immer mit ausgezeichneten Solisten besetzt. Nie wollte sie „nur“ Folksängerin sein, sondern ihren musikalischen und geistigen Horizont stets erweitern und dies wiederum in ihren Songs zum Ausdruck bringen. Ihr größter Hit war „Woodstock“, der, zuerst von Crosby, Stills, Nash & Young interpretiert, zur Hymne einer ganzen Generation aufstieg.
Doch der eigene Erfolg war ihr suspekt. Zwar verströmte sie die Aura einer „Eiskönigin“, doch innerlich war sie verletzlich und hochsensibel, litt ein Leben lang, dass sie ihre Tochter kurz nach deren Geburt zur Adoption freigab. So suchte sie auf künstlerischem Gebiet nach Herausforderung und Anerkennung, wurde zu einer Art melancholischem Unruhegeist, der sich im Laufe seiner Karriere innerhalb der Musik immer stärker mit Blues, Jazz und Klassik beschäftigte. Sieht man einmal von vorsichtigen Versuchen, wie dem Stück „Harry`s House / Centerpiece“ aus dem Album „The Hissing Of Summer Lawns“ (1975) ab, das auf einer Komposition des Jazztrompeters  Harry "Sweets" Edison basiert, ist mit „Hejira“ von 1976 in der Verbindung von Folk und Jazz ein wahres Meisterwerk entstanden.
Der Titel bezieht sich auf den Auszug Mohammeds von Mekka nach Medina, sollte eigentlich aber „Travelling“ heißen, auf dem sich Joni Mitchell „den männlich kodierten Mythos der Straße zu eigen macht“. Geschrieben hat sie die Songs auf einer Reise von der Ost- an die Westküste der USA und in den langen, epischen Texte beschreibt sie eigenwillige Menschen und Situationen, erzählt von häuslichen Konflikten und historischen Hoffnungen, vom Trennungsschmerz und der Freude des Wiedersehens. Der Song „Amelia“ handelt von der 1897 geborenen Pilotin Amelia Earhart, die 1937 nach einem Flug über dem Pazifischen Ozean verschollen bleibt; „Furry Sings the Blues“ ist eine tiefe Verbeugung vor dem Blues-Gitarristen und Sänger Walter „Furry“ Lewis, den Joni Mitchell kurz zuvor in Memphis traf. Es ist Joni Mitchells erster wirklicher Blues den sie hier spielt und bei dem sie von Neil Young an der Mundharmonika begleitet wird. Auf einigen Songs ist Jaco Pastorious, der eigenwillige, wie großartige Bassist, der zu dieser Zeit festes Mitglied bei Weather Report war, ihr musikalischer Partner. Er begleitet auf dem bundlosen, singenden Instrument mit pianistischer Raffinesse. Manchmal klingt sein Instrument wie eine zweite Stimme, die einem Echo ähnlich die Melodien wiederholt, sie skizziert, sie liebevoll umspielt. Die melancholische Feinfühligkeit, die Pastorious an den Tag legt, gehört mit zum Besten, was der Bassist in seiner leider viel zu kurzen Karriere hinterlassen hat.
Joni Mitchell schwelgt auf „Hejira“ in rastloser Melancholie. Ihr Gitarrenspiel wirkt mal unternehmungslustig, mal voller Seelenschmerz, aber immer konzentriert. Sie hat aus eigener Kraft diesen musikalischen Gipfel erklommen und ein Album für die Ewigkeit hinterlassen.
Auf dem Cover von „Hejira“ ist übrigens der kanadische Eiskunstläufer Toller Cranston abgebildet, der, obwohl nie Welt- oder Olympiasieger, mit seinen stark vom künstlerischen Ausdruck geprägten Auftritten das Publikum jener Jahre begeisterte.
Autor: hans j.
Mittwoch 10.08.2016
Mi Solar „Tiempo Libre“ Galileo MC
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Salsa ist der Rock`n Roll der Latinos und wird nicht, wie manch einer denken könnte, allein von Kubanern gespielt. Hier steht zwar seine Wiege, in Form des traditionellen, aber braven Son, Rumba oder Cha-Cha-Cha. Der richtig feurige Salsa, diese hybride Mischung aus groovenden Bässen, fiebrigen Bongos, synkopierten Timbals, Staccato-Bläsersätzen und scharfen Trompetensolis, hatte seinen Ursprung in den Hispanics-Vierteln von New York. Dort pulsierte Ende der 1960er Jahre diese Musik, nahm an Einflüssen hungrig auf, was auf der Straße zu greifen war: Jazz, Funk, afrikanische Trommelrituale, Latin-Beats und Soul. Diese musikalische Melange brannte in den Straßenschluchten von Spanish Harlem lichterloh. Sie schaffte Identität und machte jede Menge Spaß.
In dieser Tradition stehen Mi Solar, eine zündende Salsa-Formation mitten aus Berlin. Hier fanden sich vor über zehn Jahren sechs Gleichgesinnte aus Deutschland, Kuba und Frankreich, die nur eines wollten: Salsa spielen. Mit „Tiempo Libre“ haben sie nun ihr drittes Album veröffentlicht, mit einer Musik, wie sie nur im Schmelztiegel einer pulsierenden Großstadt entstehen kann. Da stoßen rhythmische Welten aufeinander, geben sich Kulturen die Hand, zuckt das Tanzbein. Mayelis Guyat, die aus Kuba stammende Sängerin, hält diese Melange an Einflüssen stimmlich zusammen. Sie steht in der Tradition von Celia Cruz und Isaac Delgado, beeindruckt mit ihrer Eleganz, ihrem Temperament und ihrer Sinnlichkeit. Ein ideales Partyalbum - nicht nur für laue Sommernächte.
Autor: Jörg Konrad
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.