Haben Sie einen Artikel verpasst? Dann klicken Sie hier. Im Archiv finden Sie auch ältere Veröffentlichungen.
1. 79. Die magische 13
2. 78. Von Jazzgitarristen und Kometenjägern
3. 77. Blick in die Vergangenheit
4. 76. Auf zu neuen Horizonten
5. 75. Geisterfahrer um den Saturn
6. 74. Das Universum als eine Tasse Milchkaffee
Mittwoch 01.04.2020
79. Die magische 13
Bilder
Im Monat April gilt es Abschied zu nehmen von den Wintersternen. Tief im Westen stehend, werden sie von den Frühlingssternbildern verdrängt. Dabei wird die Konstellation des Löwen zum Beherrscher des südlichen Abendhimmels. Viel deutlicher zeigt sich jedoch, dass die Venus im Südwesten alles überstrahlt. Sie hat nun ihre bestmögliche Sichtbarkeit erreicht, denn Ende des Monats nähert sie sich der größten scheinbaren Helligkeit mit -4,7 mag. Nach Sonne und Mond ist der Abendstern Venus dann das dritthellste Objekt am Himmel und bleibt mehr als vier Stunden über dem Horizont. Mit einem guten Fernglas lässt sich zum Monatsende sogar erkennen, dass sie, ähnlich wie der Mond, eine Sichelgestalt hat.
Die Planeten Mars, Jupiter und Saturn sind hingegen nur sehr schwer am östlichen Morgenhimmel zu entdecken, da sie kaum mehr als 10 Grad Höhe erreichen.

Im Monat April lohnt es sich einen Blick zurück auf die Mission Apollo 13 zu werfen: Ihr Ziel war es, neben der erfolgreichen Fortsetzung des Apollo-Programms, weiterhin die Erforschung des Mondes voranzutreiben. Wochenlang hatte sich das Astronauten-Team der dritten Mondlandemission um Kommandant Jim Lovell mit geologischen Studien befasst, um eine möglichst hohe Ausbeute in wissenschaftlicher Hinsicht zu erreichen.
Was am Ende blieb, war ein gewaltiger Schrecken, verbunden mit dem Wissen um die Verwundbarkeit einer Mission außerhalb des Erdorbits. Raumfahrtunternehmungen - egal welcher Art - müssen mit 100 prozentiger Sicherheit in allen Phasen geplant und durchgeführt werden, denn schon der kleinste Fehler kann katastrophale Auswirkungen haben.
Die Apollo 13 Mission nahm vor 50 Jahren am 11.April 1970 auf der Startbasis 39A des Kennedy Space Centers in Florida mit einem Bilderbuchstart ihren von der Öffentlichkeit mit nur mäßigem Interesse verfolgten Anfang. Dabei war die NASA bei der Auswahl des Startfensters keineswegs abergläubisch, denn es ist schon eine auffällige Anhäufung der Zahl 13 zu vermerken: Die 13. Mission sollte um 13.13 Uhr abheben und sich auf eine rund neuntägige Mondlandemission begeben. Dann aber sollte zwei Tage später am 13.April eine eher banale Explosion eines kleinen Sauerstofftanks eine Katastrophe ungeahnten Ausmaßes auslösen.
Eine Rückholaktion einer Crew, die sich bereits auf dem Weg zum Mond befindet, ist äußerst schwierig. Denn unterwegs mal eben kurz anhalten - wie unlängst in dem Science-Fiction Thriller „Ad Astra“ den staunenden Zuschauer vorgegaukelt wurde - ist für ein Raumschiff auf seinem Flug in der Kepler-Ellipse unmöglich. Um wieder zur Erde zu gelangen, muss für die Rückbeschleunigung der Raumkapsel ein TEI (Trans - Earth - Injection) durchgeführt werden. Für dieses Manöver hatte man durch die vorhergehenden Apollo-Missionen eigentlich ausreichende Erfahrungen.
Nur diesmal gestaltete sich der Rückstoß zur Erde weitaus schwieriger, denn lediglich ein Versuch war bei der Teilumrundung des Erdtrabanten mit Hilfe mit der Swingby-Technik möglich. Außerdem musste der entscheidende Impuls für den Rückflug zur Erde mit dem Triebwerk der Mondlandefähre erfolgen, die dafür wiederum nicht ausgelegt war. Doch dies gelang ebenso erfolgreich, wie auch die Lösung eines weiteren lebensgefährdenden Problems. Mit Hilfe eines improvisierten Filtersystems konnte der viel zu hohe CO 2 - Anteil in der Atemluft der Raumkapsel so angepasst werden, dass die Astronauten bis zuletzt mit genug Sauerstoff versorgt werden konnten.
Zwei Dinge seien noch vermerkt: Das Unglücksimage der Zahl 13 hat tatsächlich einen astronomischen Hintergrund. Aus heute nicht mehr nachvollziehbaren Gründen wurde im Mittelalter ein Jahr mit 13 Vollmonden vor allem in der Astrologie zum Unglücksjahr erklärt. Hintergrund ist die Zeit, die von Vollmond zu Vollmond verstreicht. Der siderische Monat mit genau 29,53 Tagen lässt zum Beispiel in der Kalenderrechnung die Möglichkeit zu, dass nach dem ersten Vollmond Anfang Januar Ende Dezember der 13.Vollmond folgt. Damit muss innerhalb dieses Kalenderjahres ein Monat zwei Vollmonde haben. Dieser zweite Vollmond wird auch Blue Moon genannt und hat sinnigerweise ein eher positives Image.
Übrigens hat Apollo 13 den Mond indirekt doch erreicht. Noch vor dem Unglück wurde die zweite Raketenoberstufe mit dem verbliebenen Treibstoff auf einen gezielten Kollisionskurs mit der Mondoberfläche gebracht. Dieses künstlich hervorgerufene Mondbeben wurde von den seismischen Detektoren erfasst, welche Armstrong und Aldrin während der Mission Apollo 11 installiert hatten. Der Aufprall des 14 Tonnen schweren Raketenteils hat einen bis heute sichtbaren Einschlagskrater hinterlassen.
Der Höllenritt selbst blieb für die Astronauten nicht ohne Folgen: Kaum hatten sie die Nachricht „Houston, wir haben ein Problem“ gesendet, schnellten die Einschaltquoten in ungeahnte Höhen.
Am Ende hatten sie den Mondboden zwar nicht betreten, doch nach der erfolgreichen Landung im Pazifik wurden sie wie Nationalhelden gefeiert. Eine wochenlange Quarantäne blieb ihnen erspart. Allerdings waren sie durch Kälte und Dehydrierung soweit geschwächt, dass ihnen eigentlich deutlich anzusehen war, dass sie nicht zum Feiern aufgelegt waren: Ein Aufenthalt im Krankenhaus war unumgänglich. Jack Swigert, der als Ersatzmann in die Crew gekommen war, hatte sogar lange Zeit mit einer schmerzhaften Harnwegsinfektion zu kämpfen. Die Ironie der Geschichte ist allerdings, dass Ken Mattingly, der wegen eines Röteln-Kontakts aus dem Team geflogen war, diese Infektionskrankheit nie bekam, dafür aber als Verbindungssprecher (CapCom) bei Mission Control zum eigentlichen Helden der Rückkehrmission wurde. Genau zwei Jahre später nahm er an der erfolgreichen Mission Apollo 16 teil und erfreut sich heute mit 84 Jahren bester Gesundheit.

Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Sonntag 01.03.2020
78. Von Jazzgitarristen und Kometenjägern
Bilder
Bilder
Fotos Hale-Bopp & Hyakutake: ESO
In den letzten Wintertagen bis zur ersten Tagundnachtgleiche am 20.März d.J. präsentiert sich noch immer das grandiose Wintersechseck in südlicher Richtung. Mitten in dieser größten Konstellation des nördlichen Sternhimmels kämpft der immer leuchtschwächer werdende Stern Beteigeuze den aussichtslosen Kampf gegen seine Selbstzerstörung (siehe Kosmos 77. Blick in die Vergangenheit). Die Fachwelt hat sich dabei nun festgelegt: Keine 10.000 Jahre wird der Stern mehr existieren.
Unser Abendstern Venus hat hingegen in den vergangenen Wochen eine deutliche Erhöhung seiner Leuchtkraft offenbart. Allerdings leuchtet sie nicht selbst, sondern reflektiert das Sonnenlicht. Da sich der Blickwinkel deutlicher zum positiven verändert, ist der Nachbarplanet in der frühen Abenddämmerung hoch im Südwesten als hellstes Himmelsobjekt erkennbar.
Zur Monatsmitte ist die Beobachtung eines morgendlichen Stelldicheins der Planeten Jupiter, Mars und Saturn lohnenswert. Allerdings erreicht die Planetenparade nur eine geringe Höhe von 10 Grad über dem Horizont. Am besten findet man das Triumvirat, wenn sich in den Morgenstunden des 17.3. und 18.3. die abnehmende Mondsichel hinzugesellt.
Am Ende des Monats ist dann ein Zusammentreffen der Neumondsichel mit den Plejaden in der Nähe des Sterns Aldebaran im Stier zu sehen. Diese besondere Konstellation wurde schon vor 3300 Jahren auf der berühmten Himmelsscheibe von Nebra verewigt. Diesmal wird das Zusammentreffen sogar noch von der Venus flankiert.
Schon in der Vergangenheit haben einige Amateurastronomen durch ihre teils sensationellen Entdeckungen die Theorien der ältesten Wissenschaft unserer Erde in verschiedener Art und Weise zum Teil erheblich bereichert, aber auch gehörig durcheinandergewirbelt. So war Jan Hevel, genannt Hevelius, aus Danzig durch das Bierbrauen und das Heiraten der reichen Nachbarstochter zu so großem Wohlstand gekommen. Um einen idealen Blick zu den Sternen zu haben, ließ er seine eigene Sternwarte auf den Dächern seiner drei nebeneinanderstehenden Bürgerhäuser aufbauen. Die von ihm in lateinischer Sprache verfassten Beschreibungen der Himmelskonstellationen wurden ebenso bekannt wie seine Mondkartografie. Dabei wurde Hevelius sogar von seinem König Jan Sobieski unterstützt. Als Dank widmete er ihm das Sternbild Schild.
Fast vergessen ist hingegen der Dessauer Apotheker Samuel Heinrich Schwabe. Ihm gelang es nach jahrzehntelangen Beobachtungen erstmals die Schwankungen der Sonnenflecken in einer wiederkehrenden Periodizität zu beschreiben: Im Mittel treten alle 11,2 Jahre die Störungen der Photosphäre extrem gehäuft auf. Der Schwabe-Zyklus findet heute als Maßstab für die Sonnenaktivität in der ganzen Welt seine Anwendung. Übrigens wurde der anhaltinische Astronom 1868 ebenso wie fast genau 200 Jahre zuvor Hevelius in die Royal Astronomical Society gewählt.
Für viele Freizeit-Astronomen ist die Jagd nach bisher unbekannten Kometen zur Erfüllung ihrer Träume geworden, denn hier kann man noch im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht berühmt werden. Es war in den nächtlichen Stunden des 23. Juli 1995, als Alan Hale und Thomas Bopp fast gleichzeitig, aber völlig unabhängig voneinander den später nach ihnen benannten großen Kometen Hale-Bopp entdeckten. Ein echter Zufallstreffer, denn der Komet kommt der Sonne nur alle 2533 Jahre so nah.
Konnten die beiden Amerikaner noch recht gut mit ihrer plötzlichen Berühmtheit umgehen, gelang dies dem Japaner Yuji Hyakutake keinesfalls. Der bescheiden und zurückgezogen lebende Amateurastronom aus der Präfektur Nagasaki hatten den großen Kometen des Jahres 1996 mit einem Großfernglas entdeckt, der - so ist die Bestimmung der Internationalen Astronomischen Union - ebenfalls nach ihm benannt wurde. Der Ruhm war aber dem zu diesem Zeitpunkt arbeitslosen Kometenentdecker eher unangenehm und sein ohnehin schon schlechter Gesundheitszustand verschlechterte sich mehr und mehr. Nur sechs Jahre nach der großartigen Entdeckung verstarb er 51jährig an Herz-Kreislauf-Versagen.
Zwei Hobbyastronomen der heutigen Zeit sind vor Kurzem zu bescheidenem Ruhm gekommen. Der Werdegang von Allan Lawrence ist dabei noch recht gut nachvollziehbar: Er hatte eine ebenso erfolgreiche wie lukrative Karriere als Wirtschaftsberater hinter sich, als er im Alter von 65 Jahren begann Astrophysik an der Iowa State University zu studieren. Inzwischen hat der nunmehr 77jährige aus Wisconsin stammende Lawrence seinen Master in der Tasche und überraschte die Fachwelt unlängst mit einem Artikel in der angesehenen Zeitschrift „Astrophysical Journal“, in der er von der Entdeckung eines doppelten Kerns in der 30 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxis NGC 4490 berichtete. Man kann hier mit Fug und Recht behaupten, dass der „Nachwuchsforscher“ die Experten auf die richtige Spur brachte, denn nun lässt sich die Entstehungsgeschichte dieser fernen Sternenwelt eindeutig damit beschreiben, dass vor einigen Milliarden Jahren zwei Galaxien miteinander verschmolzen.
Was hat nun aber ein Jazzmusiker mit der Meteoritenforschung zu tun? Vor wenigen Jahren noch tourte der norwegische Jazzgitarrist Jon Larsen mit seiner Band „Hot Club de Norvege“ durch die Lande. Während einer Teestunde beobachtete er durch Zufall, wie sich aus dem Nichts ein winzig kleines Steinkörnchen auf seiner Serviette niederließ. Die Idee, dass dies ein Mikrometeorit sein könnte, verfestigte sich schnell, denn es war absolut windstill zu dieser nachmittäglichen Zeit. Mit beständiger Beharrlichkeit und unbändiger Energie, den typischen Eigenschaften eines Jazzmusikers, stürzte er sich in die Arbeit. Dabei ist die vielzitierte Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gegen die Sisyphusarbeit der Kleinstmeteoritensuche allerdings eher ein Kinderspiel. Nach über einem Jahrzehnt des Hobbyforschens gipfelt die Suche nun in einem vielbestaunten Bildband, der die Wichtigkeit der Aufarbeitung selbst kleinster interplanetarischer Teilchen farbenprächtig dokumentiert
Beiden Hobbyforscher gilt eine große Hochachtung, denn es ist ein nicht gerade einfacher Weg sich in der etablierte Fachforschung einen anerkannten Namen zu machen.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Samstag 01.02.2020
77. Blick in die Vergangenheit
Bilder
Bilder
Bilder
Bilder
Die abendliche Dämmerung im Schaltmonat Februar beherrscht der „Abendstern“ Venus. Mit einer Helligkeit von minus 4 Magnituden ist er nach der Sonne und dem Mond das dritthellste Objekt am Himmel. Besonders deutlich wird dies, wenn am 26. und 27. Februar die zunehmende Mondsichel recht hoch im Südwesten gemeinsam mit dem Nachbarplaneten der Erde sichtbar wird. Im Laufe der Nacht ist natürlich das Wintersechseck dann die erste Wahl für die Beobachtung.
Gerade jetzt lohnt es sich besonders einen Blick dorthin zu wagen, denn mitten in dieser Konstellation liegt ein Stern, der schon gleich in den ersten Tagen des neuen Jahres die astronomische Fachwelt genauso erstaunt wie überrascht hat. Man schaut auf eine ferne Sonne, die bereits in der Vergangenheit des Öfteren für Aufsehen sorgte. Gemeint ist Beteigeuze, der Stern Alpha im Sternbild des Orion. Der Schulterstern galt als der zehnthellste Stern des Firmaments (siehe KOSMOS Februar 2019: 65. Unsere Sonne ein unscheinbares Sternchen), hatte in der Vergangenheit aber auch schon mit einigen periodischen Helligkeitsschwankungen zu kämpfen. Doch was nun mit ihm geschehen ist, konnte niemand vorausahnen.
Zunächst sollten aber noch einige Fakten genannt werden, die zeigen, dass der Stern mit dem seltsamen Namen in vielfältiger Art und Weise außergewöhnlich ist. Beteigeuze gehört zu den Red Super Giants (Roten Überriesensterne), deren Ausmaße mehr als gigantisch sind: Würde der Stern an der Stelle unserer Sonne stehen, wäre der Saturn der Planet, der dem Stern am nächsten wäre und die inneren Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars und sogar Jupiter würden sich innerhalb des Sterns selbst befinden (http://www.starobserver.org/2020/01/01/).  Auch die Masse des Sterns ist enorm, denn sie übertrifft die unserer Sonne um das 20fache. Doch nun zu der inneren Physik des Sterns. Mit 10 Millionen Jahren ist der Schulterstern des Orion extrem jung – hier ist unser Zentralgestirn mit 4,65 Mrd. Jahren fast 500 mal älter. Allerdings ist seine Lebenserwartung hingegen eher gering, denn ein Grund für seine martialische Größe ist auch, dass er in seinem zentralen Kerngebiet schon allen Wasserstoff in Helium umgesetzt hat. Damit kommt er in eine Instabilität, denn nun wird im Zentrum Helium zu Kohlenstoff verbrannt und dies verträgt sich nicht mit der äußeren Wasserstoffhülle: Der Stern bläht sich mehr und mehr auf.
Derzeit aber verliert der Stern innerhalb von wenigen Wochen massiv an Helligkeit. Nur noch der 29 hellste Stern am Nachthimmel zu sein, heißt auch an Auffälligkeit zu verlieren. Selbst sein Nachbar-Schulterstern Bellatrix leuchtet nun heller. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Im Sterninneren scheinen nun auch die Heliumvorräte zur Neige zu gehen, sodass der Stern sich zusammenzieht, an Abstrahlungsoberfläche verliert und so immer dunkler erscheint.
Die Astrophysiker kennen die weitere Entwicklung schon recht gut: Der Nucleus spielt endgültig verrückt, denn chemische Elemente mit immer höheren Ordnungszahlen werden nun erbrütet: Nach dem Kohlenstoff Neon, dann Sauerstoff und letztlich Eisen. Und genau dies sind die Vorstufen des Sternentodes eines massereichen Sterns: Es kommt zu einer energiereichen Supernova. Sollte sich Beteigeuze tatsächlich in einer solchen Explosion selbst zerstört haben, hieße dies für den Beobachter auf der Erde, dass zum ersten Mal nach 1604 wieder ein solches Ereignis in unserer Milchstraße überhaupt sichtbar wird. Mehr noch: Ein Lichtfleck, so groß wie der Vollmond und auch am Tage sichtbar, würde von dem Sternentod künden.
Doch wann ist es nun soweit? Vielleicht schon bald, also morgen oder übermorgen, was aus astronomischer Sicht allerdings hieße, dass es in einhundert oder in zweihundert Jahren passiert. Eine Gefahr, den die Stoßfront der Explosion uns anhaben könnte, besteht für die Menschheit allerdings nicht. Denn mit ca. 650 bis 700 Lichtjahren ist Beteigeuze viel zu weit von uns entfernt. Für die Forscher würden aber mit Sicherheit interessante und aufschlussreiche Beobachtungen anstehen.
Mit der riesigen Entfernung liegt allerdings auch noch eine Frage klar auf der Hand: Ist der rötliche Schulterstern des Himmelsjägers Orion vielleicht schon zu Copernicus Zeiten explodiert und existiert vielleicht schon jetzt nicht mehr, weil das Licht eben auch hunderte von Jahren zu uns braucht? Ein Beispiel, das recht augenfällig verdeutlicht, dass der Blick zum gestirnten Himmel auch immer ein Blick in die Vergangenheit ist.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Mittwoch 01.01.2020
76. Auf zu neuen Horizonten
Bilder
Bilder
James Webb Space Telescope
Mit dem 1. Januar hat ein neues Jahrzehnt mit insgesamt 3653 Tagen begonnen, denn gleich drei Schalttage werden in den Schaltjahren 2020, 2024 und 2028 zur Kalenderkorrektur benötigt. Bis zum Jahr 2096 setzt sich dies fort, bevor es acht Jahre kein Schaltjahr geben wird. Erst im Jahre 2104 ist der Kalender dann mit dem Umlauf der Erde um die Sonne synchronisiert.
Der Sternhimmel wird nun komplett von der funkelnden Sternparade des Wintersechsecks beherrscht. Immer deutlicher wird aber auch, dass die strahlend helle Venus als Abendstern im Südosten die Dämmerung beherrscht. Die anderen Planeten sind zur Zeit nur sehr schwierig oder gar nicht zu beobachten.
Was wird die neue Dekade der modernen Astronomie bringen? Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass es auf jeden Fall zu großartigen neuen Entdeckungen kommen wird, denn die Himmelsbeobachter werden mit vier neuen Superteleskopen soweit wie noch nie in die Vergangenheit zurückschauen können.
Aber der Reihe nach: Zunächst erwartet die Fachwelt mit großer Spannung den Start des James Webb Space Telescope (JWST) der amerikanischen Weltraumbehörde NASA. Doch hier ist zu konstatieren, dass dieses Projekt einst mit 2,8 Mrd. Dollar veranschlagt wurde, inzwischen aber für die Fertigstellung wohl mehr als 10 Mrd. Dollar nötig sind. Da das Vorhaben außerdem bereits eine Startverzögerung von 6 Jahren aufzuweisen hat, könnte es sich in deutschen Landen nahtlos in die Kampagnen Flughafen BBI oder Stuttgart 21 einreihen. Eigentlich sollte das JWST das inzwischen in die Jahre gekommene Hubble Space Telescope schon längst abgelöst haben, doch es verstreicht ein Startfenster nach dem anderen. Sollte es nun 2021 mit dem Start klappen, muss das JWST noch im Langrange Punkt 2 stationiert werden. An diesem 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Ort ist die Schwerkraft der Erde und der Sonne gleichgerichtet. Hier soll es dann mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Erde die Sonne umrunden und wartungsfrei für maximal 10 Jahre arbeiten.
Doch auch einige der erdgebundenen Pläne neuer Großteleskope haben mit vielfältigen Problemen zu kämpfen. So stand das amerikanische Vorhaben, ein 30 Meter Teleskop auf dem Gipfel des Mauna Keas zu errichten, schon vor dem finanziellen Aus. Auch die Ureinwohner Hawaiis stehen dem Unterfangen ablehnend gegenüber, denn ihrer Auffassung nach wird der heilige Berg durch den Koloss entweiht. Vorausgesetzt es wird ein Kompromiss gefunden, soll dann frühestens im Sommer 2027 das erste Licht mit dem TMT (Thirty Meter Telescope) eingefangen werden. Noch später soll das auf der südlichen Hemisphäre stationierte Gegenstück des TMT seine wissenschaftliche Arbeit beginnen. Erst 2029 wird das 25 Meter große Giant Magellan Telescope (GMT) in Dienst gestellt werden.
Da mutet es schon fast unglaublich an, dass das aufwendigste, ambitionierteste und zugleich größte aller Projekte noch recht gut im Zeitplan liegt. Das europäische Extremly Large Telescope (ELT) soll bereits 2025 sein „First Light“ haben. Auftraggeber ist die ESO (Europäisches Südobservatorium), die mit dem Bau des derzeit weltgrößten Teleskops VLT (es besteht aus vier 8,2 Meter Teleskopen und steht auf dem chilenischen Berg Cerro Paranal) schon gezeigte hatte, dass die 16 beteiligten europäischen Länder im planerischen und wissenschaftlichen Zusammenschluss ganze Arbeit leisten können. So hatte die ESO schon 2006 erste Studien für das Vorhaben ELT in Auftrag gegeben. Im Jahre 2012 stimmte die Mehrheit der ESO-Länder endgültig dem Plan des Baus eines 40 Meter großen Einzel-Observatoriums zu. Inzwischen ist der Standort mit dem Cerro Armazones in der chilenische Atacama-Wüste gefunden und das Fundament bestens präpariert. Erste Spiegelsegmente wurden in Deutschland gegossen und erhalten in Frankreich ihren letzten Schliff.
Wie riesig das Teleskop eines Tages sein wird, zeigt sich schon an der Größe des Sekundärspiegels. Dieser T2 genannte Spiegel ist mit einem Durchmesser von 4,2 Metern allein schon eine Dimension für sich, wenn man bedenkt, dass das Hale Teleskop auf dem Mount Palomar einen gerade einmal 55 Zentimeter großen Glaskörper dafür verwendet. Immerhin war es bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts der größten Himmelswächter, wobei sein primärer Hauptspiegel mit 5,08 Metern vermessen wurde.
Damit ist allerdings klar, dass der Primärspiegel T1 des VLT so riesig ist, dass man ein so großes Stück Glas nicht in einem Guss produzieren kann. Hier kommt die Multi-Mirror-Technology zum Einsatz. Sage und schreibe 798 genau 1,5 Meter große und nur 5 Zentimeter dicke Glasrohlinge werden gegossen und später in hexagonale Form geschnitten. Nach dem anschließenden Polierschliff werden sie wie bei einer Bienenwabe exakt im Verbund angeordnet, um so dann den Durchmesser der Spiegelfläche auf gigantische 39,2 Meter anwachsen zu lassen. Das größte jemals von Menschen geschaffene Beobachtungsinstrument wird dann Europas Auge zu den Sternen sein, platziert auf einem über 3000 Meter hohem Bergplateau in der chilenischen Atacama-Wüste und ferngesteuert vom ESO-Hauptquartier in München-Garching. Und dann könnte das Motto lauten: „Auf zu neuen Horizonten“.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Sonntag 01.12.2019
75. Geisterfahrer um den Saturn
Bilder
Im Weihnachtsmonat Dezember wird uns das seltene Glück zu Teil, dass unser Nachbarplanet Venus als Weihnachtsstern am westlichen Himmelszelt strahlen wird.
Die große Schwester der Erde wird ihre Elongation (Blickwinkel im Bezug zur Sonne) in den Tagen bis Heiligabend so stark vergrößern, dass sie nach Sonnenuntergang immer später untergeht, ihre Sichtbarkeitszeit somit ständig steigert und als strahlend helles Objekt den abendlichen Himmel bestimmen wird.
Die anderen Planeten zeigen sich dagegen nur wenig. Während Jupiter hinter der Sonne für uns unsichtbar wird, zeigen sich Saturn nur noch kurz vor Sonnenuntergang im Westen und Mars kurz vor Sonnenaufgang im Osten.
Am Sternhimmel selbst wird sich die Veränderung vom Herbst- zum Winterhimmel vollziehen. Das Herbstviereck ist zwar nach Einsetzen der Dämmerung noch gut am Abendhimmel zu erkennen, doch im Laufe der Nacht werden die hellen Wintersternbilder die beherrschenden Himmelsobjekte werden. Zu Sylvester kann man sie am besten beobachten, denn dies ist eigentlich einer der wenigen Wintertage, an denen man entgegen aller sonstigen Gewohnheiten bis spät in die Nacht wach ist.
Auch Mira – der wundersame Stern - erreicht Anfang des Monats sein Sichtbarkeitsmaximum. Sie ist als recht heller Stern mit bloßem Auge deutlich zu erkennen. Wer sich nach Aufsuchen mit einer Sternkarte die Position durch möglichst häufige Beobachtung merkt, wird den Helligkeitsrückgang des bekanntesten veränderlichen Sternes im Laufe der nächsten Wochen gut beobachten können. Omikron Ceti - wie sein Katalogname lautet - ist ein Gigant mit fast 400 Sonnendurchmessern. Seine Energievorräte sind nahezu verbraucht, sodass er in seinem beginnenden Todeskampf sich alle 333 Tage maximal aufbläht und dadurch sehr hell erscheint. Anschließend zieht er sich durch die Eigengravitation zusammen und verliert so seine große Abstrahlungsfläche, wodurch er auch wieder an Leuchtkraft verliert. Schon Ende Februar wird er dann für das bloße Auge nicht mehr zu sehen sein.

Aus dem Sonnensystem gibt es ebenfalls interessante Neuigkeiten zu vermelden. Schon seit den ersten Fernrohrbeobachtungen wissen die Astronomen, dass die beiden Gasriesen Jupiter und Saturn sowohl Monde als auch Ringe besitzen.
Letztlich waren in den vergangen Jahrzehnten Saturn als „Herr der Ringe“ und Jupiter als „König der Monde“ bekannt geworden. Nachdem im Frühjahr 2017 durch das Team um Scott Shepard vom Carnegie Institute of Science dann die Entdeckung zusätzlicher 12 Jupiter-Monde bekanntgegeben wurde, schien dieser mit 79:62 Monden uneinholbar davon geeilt zu sein. Doch nun kommt ausgerechnet von dem gleichen Team die überraschende Nachricht, dass gleich 20 neue Monde beim Saturn entdeckt wurden! Einige von ihnen laufen wie Geisterfahrer entgegengesetzt zur Bahn der bisher bekannten Monde, andere haben noch kompliziertere Ellipsen. Die Entdeckung wurde möglich, weil man mit dem japanischen Beobachtungsprojekt Subaru ein besonders starkes Teleskop einsetzen konnte, das den Ringplaneten, der mit 1,5 Milliarden immerhin zehn Mal so weit von der Sonne entfernt ist wie die Erde, über einen längeren Zeitraum besonders genau unter die Lupe nehmen konnte.
Hierin zeigt sich erneut, dass unser Sonnensystem weiterhin noch etliche Überraschungen parat hält. Somit kann konstatiert werden, dass auch zukünftig die verschiedensten Forschungsprojekte, die von den unterschiedlichsten Forschungseinrichtungen auf den Weg gebracht werden, sowohl spannend als auch erstrebenswert sind. 
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
Freitag 01.11.2019
74. Das Universum als eine Tasse Milchkaffee
Bilder
Merkurtransit 11. November 2019
Im Monat November ziehen besonders die Planeten die Aufmerksamkeit des nächtlichen Beobachters an. Zunächst der sonst sehr schwer aufzufindende Merkur am 11.November. Mit einem Sonnenschutzfilter vor einem passenden Fernrohr kann man das Vorbeiziehen des sonnennächsten Planeten vor der 160-fach größeren Sonnenscheibe betrachten. Dieser äußerst seltene Merkurtransit ist ab 13.35 Uhr bis zum Sonnenuntergang nur für das filtergeschützte Auge sichtbar. Wer dieses seltene Naturschauspiel verpasst, hat die nächste Gelegenheit erst wieder am 13.11.2032. In der zweiten Monatshälfte sind dann Merkur und Mars gemeinsam kurz vor Sonnenaufgang im Südosten sichtbar, während man Saturn und Jupiter in der Dämmerung des Abendhimmels im Südwesten findet. Ende des Monats gesellen sich dann noch der Planet Venus und die zunehmende Mondsichel hinzu.
Es war schon eine kleine Sensation, dass der Physik-Nobelpreis 2019 drei Astronomen zugeteilt wurde. Diese Mitteilung überraschte die Fachwelt enorm, waren doch die Preisträger in Wissenschaftlerkreisen schon seit längerem durch frühere sensationelle Veröffentlichungen bekannt. Sicherlich kann man so ihre Ehrung als Anerkennung und Würdigung ihrer Lebensforschungsleistung sehen.
Aber der Reihe nach: Als im Oktober 1995 die erste Entdeckung eines Planeten bei einem anderen Stern in unserer Milchstraße verkündet wurde, war die Fachwelt völlig aus dem Häuschen. Der Stern 51 Pegasi - ein Stern übrigens, den man bei guten Beobachtungsverhältnissen mit bloßem Auge im Sternbild Pegasus erkennen kann - hat einen jupiterähnlichen Planeten, der ihn in 102 Stunden einmal umrundet. Die Schweizer Forscher Michel Mayor und Didier Queloz hatten in mühevoller Kleinarbeit festgestellt, dass bei dem 50 Lichtjahre entfernten Stern ein periodisches Schwingen in seiner eigentlich fixierten Position zu verzeichnen war, was wiederum nur auf einen Tanz der Gravitation mit einem recht großen Planeten-Partner (Super-Jupiter) zurückzuführen ist. Ein völlig neuer Wissenschaftszweig der Astronomie war geboren. Doch das heute als Helvetios und Dimidium bekannte Pärchen war nur der Anfang der Beobachtungskette. Heute hat die Exoplanetenforschung mit verschiedensten Methoden mehr als 4000 Objekte nachgewiesen, die eine andere Sonne umlaufen. Ein Exoplanet, der als eine zweite Erde bezeichnet werden könnte, ist allerdings noch nicht dabei gewesen.
Der kanadische Professor James Peebles galt schon immer als Paradiesvogel unter den Kosmologen, denn zu kühn waren seine Ansätze und Überlegungen, zu weitreichend seine Thesen. Doch der heute 84jährige machte trotz teils heftiger Kritik einfach weiter und ließ sich nicht beirren. Seine Theorien von der Entstehung des Universums durch einen Urknall wurden letztlich im Jahre 1964 durch die Entdeckung der Kosmischen Hintergrundstrahlung durch Penzias und Wilson definitiv bestätigt. Doch diese Ur-Strahlung aus der Anfangszeit des Kosmos wies winzige Schwankungen und Fluktuationen auf, die auf weitere, bis dahin unbekannte Materieformen hindeuteten. Letztendlich ist die Darstellung, die der Laudator des Nobelkomitees bei der Bekanntgabe der Nobelpreisträger verwendete, am anschaulichsten: Unser Universum ähnelt einer Tasse Milchkaffee: Zunächst ist der größte Teil das schwarze Getränk selbst. Es verkörpert die Dunkle Energie, die mit rund 70 Prozent den größten Teil des Universums darstellt. Dann kommt die Milch ins Spiel. Gut bemessen mit weiteren 25 Prozent durchmischt sie die Melange und ist als Dunkle Materie bekannt. Natürlich gibt der Genießer dann noch eine Prise Zucker hinzu. Und genau diese winzigen 5 % leuchtender Materie stellen das bisher erforschte Universum dar, das Weltall, in dem wir leben, wie wir es kennen und erforschen.
Beide Entdeckungen haben unser Weltbild entscheidend erweitert und gezeigt, dass die astronomische Forschung noch immer Neues hervorbringen kann, was zeigt, dass die älteste Wissenschaft der Menschheit bis in die Gegenwart für Überraschungen gut ist.
Klaus Huch, Planetarium Halberstadt
Permalink zum ArtikelDiese Adresse können sie verwenden, um von ihrer Seite, ihrem Blog etc. direkt auf den Artikel zu verweisen.
Klicken sie dazu auf den Link und verwenden die Adresse in der Adressleiste, oder klicken mit der rechten Maustaste hier und kopieren den Link direkt.
Nach oben scrollenKlicken sie hier um schneller an den Anfang der Seite zu gelangen.
Autor: Siehe Artikel
© 2020 kultkomplott.de | Impressum
Nutzungsbedingungen & Datenschutzerklärung
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.