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Start: Dienstag 17.07.2018; Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ende: Donnerstag 19.07.2018
Landsberg Stadttheater: Komm, wir machen eine Revolution. Jetzt erst recht!
Komm, wir machen eine Revolution.
Jetzt erst recht!

In einem heißen Sommer vor fünf Jahren schwärmte ein Zug mit Schülern des Ignaz-Kögler-Gymnasiums vom Bahnhof in die Altstadt Landsbergs. Sie hatten sich zusammen getan, um den öffentlichen Raum zu erobern – mit Texten, Musik und Aktion. Diese Schüler sind jetzt als junge Erwachsene in die Welt hinausgezogen, auf der Suche nach neuen Räumen. Aber Moment: Da braut sich wieder etwas zusammen… Die Welt seit 2012 hat sich weitergedreht und hinter den Mauern der Schule wird die nächste Revolte geplant. Die Brücken, Gassen, Häuser und Flussufer der Stadt werden wieder zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Komm, wir machen nochmal Revolution. Jetzt erst recht!

Ein Schuljahr lang forschten, spielten und texteten Wolfgang Nägele und Clara Holzheimer ([n]everland productions) 2011/12 mit Schülern des IKG und erprobten den Aufstand. Die Münchner Räterevolution 1917/18 diente als historische Folie, die literarischen Zeugnisse dieser Zeit als Grundlage für ihre Geschichten und Texte. Nun jährt sich die Revolution zum 100. Mal. Und es stellt sich – heute mehr als drängend – die Frage: Wo stehen wir? Und: Welche Revolution(en) wollen wir? Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Julia Andres kehren Nägele und Holzheimer nach Landsberg zurück, um mit einer neuen Schülergeneration diesen Fragen nachzuspüren.

In Kooperation mit dem Ignaz-Kögler-Gymnasium Landsberg am Lech

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Mittwoch 18.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Bayerisches Junior Ballett München - Münchner Freiheit
Münchner Freiheit
Bayerisches Junior Ballett München

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Choreographie: N. Graf / A. Harper / T. Kohler / D. Klein / I. Li¨ka / M. Mohamed / S. Pechar / R. Siegal / O. Vinklát

Unter Leitung des ehemaligen Staatsballett-Direktors Ivan Li¨ka zeigen die großartigen Nachwuchstänzer des Junior Balletts ein hochklassiges Programm von der Klassik bis zur Moderne.

Aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ machen Ivan Liska, Norbert Graf und Ayman Harper eine traumhafte Kunst-Parade, indem sie moderne Kunst in Tanz verwandeln. Da tanzt eine dicke Frau mit einem kecken Pluderhosen-Filou, zelebriert ein farbiger Mondrian ein strenges Tanzritual, fegen zwei Blaus mit wirbelnden Pirouetten über die Bühne, bis sich alle Figuren beim furiosen Finale treffen.

In Terence Kohlers Duett „Transcended“ treten Katherina Markowskaja und Maxim Chashegorov langsam aus dem Dunkel und werden zu einem Paar, das nicht voneinander lassen kann. In wunderschönen, fließenden Drehungen und Hebungen sehnen sich zwei Menschen danach, eins zu werden und erschaffen dabei ungemein berührende Bilder der Zweisamkeit.

Im „Stimmenstrahl Trio“ begibt sich Maged Mohamed auf die Suche nach Dreieinigkeit. Zu Beginn bewegen sich drei Tänzer in eigenen Lichtkegeln. Als sie sich berühren, werden die Kegel zu einem großen Kreis. Wie Elemente, die sich anziehen, verschmilzt das Trio mit immer harmonischer werdenden, wunderschönen Körperbildern zu einer Einheit, die zum betörenden Schuss-Choral gen Himmel weist.

Im Stück „Der Zar will schlafen“ wird eine Prokofjew-Komposition zu einer köstlichen Sozial-Satire. Mit Witz und Esprit nehmen die Choreographen Ondrej Vinklát und Stepán Pechar hirnlose Potentaten, Obrigkeitswahn und Volksverdummung aufs Korn.

Dustin Klein geht in „DisTanz“ der Frage nach, inwieweit künstliche Geschöpfe menschliche Gefühle erzeugen können. Zu Techno-Beats verwandeln sich 6 Tänzer in Avatare, die mit Roboter-Bewegungen eine perfekte Gruppen-Choreographie hinlegen, in der sich ein dynamisches Wechselspiel von gesichtslosen Körpern entwickelt, das ebenso fasziniert wie irritiert.

Zu mitreißenden Jazz-Rhythmen von Gershwins „3 Preludes“ lässt der Starchoreograph Richard Siegal drei Männer um eine verführerische Frau werben. Mal leidenschaftlich, mal kämpferisch buhlen sie um die Gunst der Schönen, bis die erotischen Flirts auf ihrem Höhepunkt ein überraschendes Ende finden.

„Die beeindruckenden Nachwuchs-Stars erweisen sich dank rasanter Virtuosität als unbändige Temperamentbündel auf 32 Beinen, die dem Publikum einen wunderbaren Abend beschert haben.“ (Südkurier)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Start: Donnerstag 19.07.2018; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ende: Sonntag 22.07.2018
Pasinger Fabrik: Luisa Miller
Luisa Miller
Giuseppe Verdi

Münchens Kleinstes Opernhaus nimmt die Zuschauer mit in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts, wo die Liebe der bürgerlichen Luisa Miller zum Adelssohn Rudolfo ein tragisches Ende findet. Die Väter der zwei Liebenden, Veteran Miller und Graf Walter, sehen in der Heirat der beiden keinen persönlichen Nutzen und verfolgen ihre eigenen Ziele, anstatt die Liebe ihrer Kinder zu unterstützen. Auch Wurm, ein Vertrauter des Grafen, der Luisa für sich gewinnen möchte, hat nur seine eigenen Interessen im Sinn und so spinnt er eine Intrige, die Rodolfo an Luisas Liebe zu ihm zweifeln lässt. Aus Eifersucht vergiftet dieser sich und seine Geliebte, die im Sterben ihre Liebe beteuert und die Wahrheit über die Kabale enthüllt.

Der Stoff dieser Verdi-Oper ist vielen wohl bekannt als „Kabale und Liebe“, das heute als eines der bedeutendsten deutschen Theaterstücke gilt und an vielen Schulen zur Pflichtlektüre gehört. Die Oper „Luisa Miller“, die als entscheidender Wendepunkt in Giuseppe Verdis musikalischer Entwicklung gilt, ist heutzutage selten auf den Spielplänen der Opernbühnen zu finden. Mit umso mehr Spannung darf diese Oper auf der Pasinger und Obermenzinger Opernbühne erwartet werden!

Für die Inszenierung konnte bereits zum zweiten Mal der Regisseur Marcus Everding gewonnen werden, der schon 2016 mit der humorvollen Operette „Die schöne Helena“ von Offenbach das Publikum zu begeistern wusste. Everding schrieb eigens für die Fassung der Pasinger Fabrik eine neue deutsche Übersetzung.
Auch dem Einfallsreichtum von Claudia Weinhart sind keine Grenzen gesetzt und so gestaltet sie bereits zum dritten Mal in Folge die Bühne und Kostüme, welche diesmal an die Epoche des Biedermeier angelehnt sein werden. Der musikalische Leiter Andreas P. Heinzmann arrangiert zudem wieder in dem bewährten Duo gemeinsam mit dem Flötisten Jörg-Oliver Werner für das 10-köpfige Orchester von Münchens Kleinstem Opernhaus.

REGIE & TEXTFASSUNG: Marcus Everding
MUSIKALISCHE LEITUNG: Andreas Pascal Heinzmann
AUSSTATTUNG: Claudia Weinhart
ARRANGEMENT: Jörg-Oliver Werner & Andreas P. Heinzmann

SÄNGER/INNEN: Maria Margarethe Brunauer, Florian Drexel, Philipp Gaiser, Bernd Gebhardt, Tohru Iguchi, Jennifer Jakob, Hitomi Kawai, Igor Levitan, Jason Papowitz, María José Rodríguez Rivera, Andreas Stauber, Robson Bueno Tavares, Stacey Trenteseaux. 

Es spielt das 10-köpfige Orchester von Münchens Kleinstem Opernhaus.

REGIE & TEXTFASSUNG: Marcus Everding
MUSIKALISCHE LEITUNG: Andreas Pascal Heinzmann
AUSSTATTUNG: Claudia Weinhart
ARRANGEMENT: Jörg-Oliver Werner & Andreas P. Heinzmann

Pasinger Fabrik
August-Exter-Straße 1
81245 München
Start: Donnerstag 19.07.2018; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ende: Samstag 21.07.2018
München Gärtnerplatztheater: Jesus Christ Superstar
Jesus Christ Superstar
Rockoper

Erzählt wird die biblische Geschichte der letzten sieben Tage im Leben Jesu Christi aus ungewohnter Perspektive, nämlich aus der Sicht von Judas Ischariot. Dieser wird dabei keineswegs nur als Verräter, sondern vor allem als Freund und enger Vertrauter von Jesus Christus gezeigt, der mit wachsender Skepsis beobachten muss, wie die ursprüngliche Euphorie, mit der die Menschen diesem anfangs noch begegneten, zusehends in religiösen Fanatismus und oberflächlichen Starkult abzugleiten droht, wodurch Jesus – von seinen Anhängern wie von seinen Feinden gleichermaßen – zur bloßen Kultfigur stilisiert wird. Eine Geschichte, die auch in unseren Tagen, in denen der Wunsch nach verlässlichen Werten und starken Leitfiguren zunehmend an Bedeutung gewinnt, nichts von ihrer zeitlosen Aktualität eingebüßt hat.

Mit »Jesus Christ Superstar« wagten sich der damals erst 22-jährige Andrew Lloyd Webber und sein Textdichter Tim Rice Anfang der 1970er-Jahre an ein geradezu revolutionäres Thema, dessen nachhaltiger Erfolg dem Duo schließlich zu seinem internationalen Durchbruch verhalf. Trotz des Widerstands christlicher Gruppen wurde die Rockoper binnen kürzester Zeit zu einem überwältigenden Publikumsrenner, dessen Originalinszenierung am New Yorker Broadway es auf über 720 Aufführungen brachte. Webber und Rice trafen mit ihrem Stück in kongenialer Weise den Nerv ihrer Zeit, indem sie die Sinnfragen der 68er-Generation und der Hippiebewegung mit unterschiedlichen musikalischen Formen und Stilrichtungen wie gefühlvollen Balladen, eingängigen Soul-Nummern, monumentalen Chorpassagen und dröhnender Rockmusik verbanden.

Musikalische Leitung: Jeff Frohner   
Regie: Josef E. Köpplinger   
Choreografie: Ricarda Regina Ludigkeit   
Bühne: Rainer Sinell   
Kostüme: Anja Lichtenegger   
Licht: Michael Heidinger   
Video: Meike Ebert, Raphael Kurig   
Choreinstudierung: Felix Meybier   
Dramaturgie: Daniel C. Schindler   

Jesus von Nazareth: Armin Kahl   
Judas Ischariot: John Vooijs   
Maria Magdalena: Dionne Wudu   
Pontius Pilatus: Erwin Windegger   
Herodes Previn: Moore  
U.a.

Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatz 3,
80469 München
Start: Dienstag 24.07.2018; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Ende: Freitag 27.07.2018
München Gärtnerplatztheater: Jesus Christ Superstar
Jesus Christ Superstar
Rockoper

Erzählt wird die biblische Geschichte der letzten sieben Tage im Leben Jesu Christi aus ungewohnter Perspektive, nämlich aus der Sicht von Judas Ischariot. Dieser wird dabei keineswegs nur als Verräter, sondern vor allem als Freund und enger Vertrauter von Jesus Christus gezeigt, der mit wachsender Skepsis beobachten muss, wie die ursprüngliche Euphorie, mit der die Menschen diesem anfangs noch begegneten, zusehends in religiösen Fanatismus und oberflächlichen Starkult abzugleiten droht, wodurch Jesus – von seinen Anhängern wie von seinen Feinden gleichermaßen – zur bloßen Kultfigur stilisiert wird. Eine Geschichte, die auch in unseren Tagen, in denen der Wunsch nach verlässlichen Werten und starken Leitfiguren zunehmend an Bedeutung gewinnt, nichts von ihrer zeitlosen Aktualität eingebüßt hat.

Mit »Jesus Christ Superstar« wagten sich der damals erst 22-jährige Andrew Lloyd Webber und sein Textdichter Tim Rice Anfang der 1970er-Jahre an ein geradezu revolutionäres Thema, dessen nachhaltiger Erfolg dem Duo schließlich zu seinem internationalen Durchbruch verhalf. Trotz des Widerstands christlicher Gruppen wurde die Rockoper binnen kürzester Zeit zu einem überwältigenden Publikumsrenner, dessen Originalinszenierung am New Yorker Broadway es auf über 720 Aufführungen brachte. Webber und Rice trafen mit ihrem Stück in kongenialer Weise den Nerv ihrer Zeit, indem sie die Sinnfragen der 68er-Generation und der Hippiebewegung mit unterschiedlichen musikalischen Formen und Stilrichtungen wie gefühlvollen Balladen, eingängigen Soul-Nummern, monumentalen Chorpassagen und dröhnender Rockmusik verbanden.

Musikalische Leitung: Jeff Frohner   
Regie: Josef E. Köpplinger   
Choreografie: Ricarda Regina Ludigkeit   
Bühne: Rainer Sinell   
Kostüme: Anja Lichtenegger   
Licht: Michael Heidinger   
Video: Meike Ebert, Raphael Kurig   
Choreinstudierung: Felix Meybier   
Dramaturgie: Daniel C. Schindler   

Jesus von Nazareth: Armin Kahl   
Judas Ischariot: John Vooijs   
Maria Magdalena: Dionne Wudu   
Pontius Pilatus: Erwin Windegger   
Herodes Previn: Moore  
U.a.

Gärtnerplatztheater
Gärtnerplatz 3,
80469 München
Mittwoch 25.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Ballet Preljocaj - Playlist #1
Playlist #1
Ballet Preljocaj

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Choreographie: Angelin Preljocaj

 „Ich liebe es, mit dem Tanz Geschichten zu erzählen, die man mit Worten nicht erzählen kann.“ So lautet das Credo des französischen Starchoreographen Angelin Preljocaj, der mit seiner Kompanie den zeitgenössischen Tanz Europas wesentlich mitgeprägt hat. Seine Aufführungen beeindrucken durch große körperliche Intensität, durch Perfektion und Virtuosität. Zum 30-jährigen Bühnenjubiläum hat er mit „Playlist #1“ eine wunderbare Retrospektive geschaffen, die vor allem Duette aus seinen wichtigsten Werken zeigt und zärtliche Momente mit dynamischen Szenen verknüpft.

„Um das Schöne im Menschen zu entdecken, muss man auch das Hässliche zeigen“, sagt Prejocaj weiter. Und so lösen seine äußerst sinnlichen Stücke oft widerstreitende Gefühle aus. Innige Liebe und Hingabe oder Hass und Gewalt sind in seinen Stücken mehr als die perfekte Folge von Schritten, Sprüngen und Hebungen. Es sind menschliche Äußerungen, die betören oder erschrecken. Es ist hinreißend, wenn die selbstbewusste Scheherezade (Les Nuits, 2013) den mordlüsternen Sultan mit erotischer Verführungskunst zum zärtlichen Liebhaber macht; es ist herzzerreißend, wenn Romeo die totgeglaubte Julia in den Himmel hebt und Julia im toten Körper Romeos (Romeo & Julia, 1996) das Leben sucht. Es wird kämpferisch, wenn die neidische Stiefmutter das junge Schneewitchen (Blanche Neige, 2008) mit dem vergifteten Apfel zu Boden zwingt und träumerisch, wenn sich eine junge Frau und ein junger Mann in einem berühmten Liebesduett (Le Parc, 1994)  mit schwebenden Hebungen und federleichten Sprüngen zum Paar vereinen. Es ließen sich noch viele andere wunderschöne Choreographien aufzählen, die im Wechsel von anrührenden, spielerischen oder dramatischen Szenen die schöpferische Kraft eines Choreographen zeigen, der letztlich immer die Macht der Liebe feiern will. Tanz sagt manchmal mehr als Worte. Also heißt es: Schauen und erleben.

Selten sind Tänzer so überzeugend und mitreißend zu erleben wie an diesem Abend.“ (Rheinische Post)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Donnerstag 26.07.2018; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Landsberger Sommertheater: Sokrates und die Hebammenkunst
Sokrates und die Hebammenkunst

Landsberger Sommertheater
von Ioan C. Toma

Zum Jubiläum des Stadttheaters zeigt der Regisseur Ioan C. Toma sein antikes Theater-Kabarett-Stück „Sokrates und die Hebammenkunst“ nach Texten von Platon in der alten Übersetzung von Schleiermacher. Die alten Texte werden erschreckend aktuell. Wer denkt bei dialogischer Wahrheitssuche nicht an Fake News oder bei machtpolitischer Skrupellosigkeit nicht an das ein oder andere Staatsoberhaupt. Ein detektivisches Frage-Antwort-Spiel, bei dem die Wahrheit gesucht wird und viele über Dinge reden, von denen sie nichts wissen. Doch es ist gefährlich das nachzuweisen. So schafft sich Sokrates Feinde und wird angeklagt.

Einführend behandelt Sokrates mit Hippias die Frage nach dem Schönen. Hier tritt der große Philosoph erst noch als Stellvertreter auf und gibt vor, von einem Freund gefragt worden zu sein. Trotzdem ist der arme Hippias von der Gesprächsführung völlig überfordert. Dann beginnt mit der Apologie, der großen Verteidigungsrede des Sokrates, die eigentliche Rahmenhandlung des Stückes. Das Orakel in Delphi hat ihm bescheinigt, der Weiseste zu sein. Jetzt legt sich Sokrates mit den Klügsten seiner Zeit an und erörtert ihnen, dass sie zwar glauben, weise zu sein, tatsächlich aber nichts wissen. Er jedoch besitzt wenigstens diese Kenntnis. Im Dialog mit Menon kommt die Hebammenkunst zum Einsatz, mit deren Hilfe Sokrates das Erkenn und Lehren exerziert. Es geht um die Lehrbarkeit von Tugend und bereits hier klingen die radikalen ethischen Grundsätze des Philosophen an. Im folgenden Streit mit den Sophisten kippt die Methodik und Sokrates quält die beiden regelrecht mit fast satirischen Syllogismen. Doch dann wird es gefährlich. Den nicht mehr ganz nüchternen Polos kann Sokrates noch vorführen, beim Streit mit Kallikles jedoch bleibt Sokrates zwar rhetorisch und moralisch der verdiente Sieger, vor der Anklage und Verurteilung bewahrt es ihn nicht. Doch will er das überhaupt? Er setzt gegen Machtgeilheit und Skrupellosigkeit die radikale Überzeugung, dass es besser ist Unrecht zu leiden, als zu tun. Darum zerlegt er zwar mit der abschließenden Apologie die Anklage, nimmt aber dennoch das Todesurteil an.

Ein ungewöhnlicher Zugang zu den Platonischen Dialogen, der Philosophie und der Kunst des Streites wird mit diesem Stück im agoraähnlichen Theatergarten geboten. Texte aus der Zeit der Entstehung des Theaters an sich zum Jubiläum des Landsberger Theaters. Wie die Texte wird auch die Ausstattung von Bonnie Tillemann und Karl-Heinz Kappl in das Hier und Jetzt übertragen, behält aber zum Teil auch seinen antiken Charakter. Konstantin Moreth verkörpert den Sokrates, seine Dialogpartner und Widersacher spielen wechselnd Matthias Bartels und Theaterleiter Florian Werner. Als Kind im Menon wirkt Lena Praßler mit.Sokrates

Philosophische Kenntnisse sind keine Voraussetzung, dass Stück zu genießen. Es ist das, was Theater immer sein sollte: Geistige Herausforderung, sinnliche Erfahrung und gute Unterhaltung. Bei schlechtem Wetter oder aufziehendem Gewitter findet die Vorstellung im Theatersaal statt.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Freitag 27.07.2018; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Landsberger Sommertheater: Sokrates und die Hebammenkunst
Sokrates und die Hebammenkunst

Landsberger Sommertheater
von Ioan C. Toma

Zum Jubiläum des Stadttheaters zeigt der Regisseur Ioan C. Toma sein antikes Theater-Kabarett-Stück „Sokrates und die Hebammenkunst“ nach Texten von Platon in der alten Übersetzung von Schleiermacher. Die alten Texte werden erschreckend aktuell. Wer denkt bei dialogischer Wahrheitssuche nicht an Fake News oder bei machtpolitischer Skrupellosigkeit nicht an das ein oder andere Staatsoberhaupt. Ein detektivisches Frage-Antwort-Spiel, bei dem die Wahrheit gesucht wird und viele über Dinge reden, von denen sie nichts wissen. Doch es ist gefährlich das nachzuweisen. So schafft sich Sokrates Feinde und wird angeklagt.

Einführend behandelt Sokrates mit Hippias die Frage nach dem Schönen. Hier tritt der große Philosoph erst noch als Stellvertreter auf und gibt vor, von einem Freund gefragt worden zu sein. Trotzdem ist der arme Hippias von der Gesprächsführung völlig überfordert. Dann beginnt mit der Apologie, der großen Verteidigungsrede des Sokrates, die eigentliche Rahmenhandlung des Stückes. Das Orakel in Delphi hat ihm bescheinigt, der Weiseste zu sein. Jetzt legt sich Sokrates mit den Klügsten seiner Zeit an und erörtert ihnen, dass sie zwar glauben, weise zu sein, tatsächlich aber nichts wissen. Er jedoch besitzt wenigstens diese Kenntnis. Im Dialog mit Menon kommt die Hebammenkunst zum Einsatz, mit deren Hilfe Sokrates das Erkenn und Lehren exerziert. Es geht um die Lehrbarkeit von Tugend und bereits hier klingen die radikalen ethischen Grundsätze des Philosophen an. Im folgenden Streit mit den Sophisten kippt die Methodik und Sokrates quält die beiden regelrecht mit fast satirischen Syllogismen. Doch dann wird es gefährlich. Den nicht mehr ganz nüchternen Polos kann Sokrates noch vorführen, beim Streit mit Kallikles jedoch bleibt Sokrates zwar rhetorisch und moralisch der verdiente Sieger, vor der Anklage und Verurteilung bewahrt es ihn nicht. Doch will er das überhaupt? Er setzt gegen Machtgeilheit und Skrupellosigkeit die radikale Überzeugung, dass es besser ist Unrecht zu leiden, als zu tun. Darum zerlegt er zwar mit der abschließenden Apologie die Anklage, nimmt aber dennoch das Todesurteil an.

Ein ungewöhnlicher Zugang zu den Platonischen Dialogen, der Philosophie und der Kunst des Streites wird mit diesem Stück im agoraähnlichen Theatergarten geboten. Texte aus der Zeit der Entstehung des Theaters an sich zum Jubiläum des Landsberger Theaters. Wie die Texte wird auch die Ausstattung von Bonnie Tillemann und Karl-Heinz Kappl in das Hier und Jetzt übertragen, behält aber zum Teil auch seinen antiken Charakter. Konstantin Moreth verkörpert den Sokrates, seine Dialogpartner und Widersacher spielen wechselnd Matthias Bartels und Theaterleiter Florian Werner. Als Kind im Menon wirkt Lena Praßler mit.Sokrates

Philosophische Kenntnisse sind keine Voraussetzung, dass Stück zu genießen. Es ist das, was Theater immer sein sollte: Geistige Herausforderung, sinnliche Erfahrung und gute Unterhaltung. Bei schlechtem Wetter oder aufziehendem Gewitter findet die Vorstellung im Theatersaal statt.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Start: Donnerstag 02.08.2018; Uhrzeit: 21:00 Uhr
Ende: Sonntag 05.08.2018
Landsberger Sommertheater: Sokrates und die Hebammenkunst
Sokrates und die Hebammenkunst

Landsberger Sommertheater
von Ioan C. Toma

Zum Jubiläum des Stadttheaters zeigt der Regisseur Ioan C. Toma sein antikes Theater-Kabarett-Stück „Sokrates und die Hebammenkunst“ nach Texten von Platon in der alten Übersetzung von Schleiermacher. Die alten Texte werden erschreckend aktuell. Wer denkt bei dialogischer Wahrheitssuche nicht an Fake News oder bei machtpolitischer Skrupellosigkeit nicht an das ein oder andere Staatsoberhaupt. Ein detektivisches Frage-Antwort-Spiel, bei dem die Wahrheit gesucht wird und viele über Dinge reden, von denen sie nichts wissen. Doch es ist gefährlich das nachzuweisen. So schafft sich Sokrates Feinde und wird angeklagt.

Einführend behandelt Sokrates mit Hippias die Frage nach dem Schönen. Hier tritt der große Philosoph erst noch als Stellvertreter auf und gibt vor, von einem Freund gefragt worden zu sein. Trotzdem ist der arme Hippias von der Gesprächsführung völlig überfordert. Dann beginnt mit der Apologie, der großen Verteidigungsrede des Sokrates, die eigentliche Rahmenhandlung des Stückes. Das Orakel in Delphi hat ihm bescheinigt, der Weiseste zu sein. Jetzt legt sich Sokrates mit den Klügsten seiner Zeit an und erörtert ihnen, dass sie zwar glauben, weise zu sein, tatsächlich aber nichts wissen. Er jedoch besitzt wenigstens diese Kenntnis. Im Dialog mit Menon kommt die Hebammenkunst zum Einsatz, mit deren Hilfe Sokrates das Erkenn und Lehren exerziert. Es geht um die Lehrbarkeit von Tugend und bereits hier klingen die radikalen ethischen Grundsätze des Philosophen an. Im folgenden Streit mit den Sophisten kippt die Methodik und Sokrates quält die beiden regelrecht mit fast satirischen Syllogismen. Doch dann wird es gefährlich. Den nicht mehr ganz nüchternen Polos kann Sokrates noch vorführen, beim Streit mit Kallikles jedoch bleibt Sokrates zwar rhetorisch und moralisch der verdiente Sieger, vor der Anklage und Verurteilung bewahrt es ihn nicht. Doch will er das überhaupt? Er setzt gegen Machtgeilheit und Skrupellosigkeit die radikale Überzeugung, dass es besser ist Unrecht zu leiden, als zu tun. Darum zerlegt er zwar mit der abschließenden Apologie die Anklage, nimmt aber dennoch das Todesurteil an.

Ein ungewöhnlicher Zugang zu den Platonischen Dialogen, der Philosophie und der Kunst des Streites wird mit diesem Stück im agoraähnlichen Theatergarten geboten. Texte aus der Zeit der Entstehung des Theaters an sich zum Jubiläum des Landsberger Theaters. Wie die Texte wird auch die Ausstattung von Bonnie Tillemann und Karl-Heinz Kappl in das Hier und Jetzt übertragen, behält aber zum Teil auch seinen antiken Charakter. Konstantin Moreth verkörpert den Sokrates, seine Dialogpartner und Widersacher spielen wechselnd Matthias Bartels und Theaterleiter Florian Werner. Als Kind im Menon wirkt Lena Praßler mit.Sokrates

Philosophische Kenntnisse sind keine Voraussetzung, dass Stück zu genießen. Es ist das, was Theater immer sein sollte: Geistige Herausforderung, sinnliche Erfahrung und gute Unterhaltung. Bei schlechtem Wetter oder aufziehendem Gewitter findet die Vorstellung im Theatersaal statt.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 20.09.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Homohalal
Homohalal

Eine Integrations-Komödie von Ibrahim Amir
Theaterlust

Thomas Luft Regie
Es spielen Edith Konrath, Evelyn Plank, Benjamin Hirt, Gabriele Graf, u. a.

Deutschland im Jahr 2037: Man lebt im tolerantesten Land der Welt, harmonisch und erschreckend wenig islamisiert. Gut zwanzig Jahre nach der sogenannten Flüchtlingskrise treffen einstige Asylsuchende, Aktivisten und Helfer bei einer Trauerfeier wieder aufeinander. Im Kampf um mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete war man sich damals sehr nahe gekommen, verliebte sich, heiratete fürs Bleiberecht oder trennte sich aufgrund der dann scheinbar doch unüberwindbaren kulturellen Gegensätze.

Das Zusammentreffen lässt zuerst eine nahezu euphorische Stimmung aufkommen. Man schwelgt in Erinnerungen an aufregende Zeiten. Gemeinsam Errungenes wird in der rosaroten Rückblende zum großen Sieg einer ganzen Bewegung. Aber der Putz bröckelt schnell, und alte Wunden brechen wieder auf. Lebt man heute das Leben, von dem man damals träumte? Hat man sich damals wirklich integriert und zueinander gefunden? Und wurde politisch irgendetwas erreicht? Was völlig harmlos beginnt, entwickelt sich mit scharfem Witz und äußerst erfrischender „Political Incorrectness“ zu einem Showdown, der sich gewaschen hat. Hier kommt keiner ungeschoren davon, weder die einstmals helfenden Gutmenschen, noch die damals so gefürchteten Überfremder. Alle bekommen ihr Fett ab. Messerscharfes und blitzgescheites Unterhaltungstheater, voll auf der Höhe unserer Zeit.

Die Theaterplattform theaterlust, die schon häufiger Gast im Stadttheater war, beschert dem Landsberger Publikum wieder einmal eine richtige Theaterpremiere.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Start: Freitag 05.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ende: Samstag 06.10.2018
Landsberg Stadttheater: Der Krawattenclub
Der Krawattenclub

Von Fabrice Roger-Lacan
Moreth Company

Konstantin Moreth Bernard
Stefan Lehnen Adrien
Christina Burde Ausstattung
Carolin Engel und Konstantin Moreth Spielleitung

Bernard und Adrien, Partner eines erfolgreichen Architekturbüros, sind seit zehn Jahren Freunde – bis zum Abend von Bernards 40. Geburtstag, als dieser erfährt, dass Adrien nicht zu seiner Geburtstagsfeier kommt. Adrien verheimlichte seinem Kompagnon, dass er Mitglied eines Clubs ist, der allmonatlich am ersten Donnerstag zum Treffen lädt. Ein Club ohne Formalitäten, ohne festgeschriebene Statuten – außer: Wer ein einziges Mal nicht zum monatlichen Essen erscheint, fliegt raus. Brüskiert von diesem Vertrauensbruch und eifersüchtig auf die vermeintliche Exklusivität, die Adrien ihm vorenthält, bricht Bernard einen Streit vom Zaun, der nicht nur die Männerfreundschaft auf eine harte Probe stellt, sondern sein komplettes wohlsituiertes Lebensgefüge erschüttert…

Die französische Literaturszene bringt immer wieder große Meister darin hervor, menschliche Beziehungen zu sezieren und auf zugleich humorvolle wie dramatische Weise in ihre Einzelteile zu zerlegen. Fabrice Roger-Lacan ist einer von ihnen und sein Debüt-Stück, das auch für den französischen Theaterpreis „Prix Molière“ nominiert war, beweist dies eindrucksvoll. In bissigen, pointierten Dialogen liefern sich die Protagonisten ein bös-heiteres Duell, in dem es um die großen grundsätzlichen Themen geht: Freundschaft, Loyalität, Vertrauen, Liebe.

Dies ist die vierte Produktion der Moreth Company, die in Landsberg aufgeführt wird und der erste Gegenwartsstoff, den sie auf die Bühne bringt. Zu sehen sind bekannte Gesichter: Company-Leiter Konstantin Moreth selbst als neurotischer, hypersensibler Bernard und Stefan Lehnen – der Valmont „Gefährliche Liebschaften“ (2015) als sein bodenständiger Kumpel Adrien.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Freitag 12.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Sigh Memory
Sigh Memory

Vietnams erste zeitgenössische Ballett Company unter der Leitung von Le Vu Long
Together Higher Dance Company

In „Sigh Memory“ wird die Geschichte eines Mannes und seiner Erinnerung erzählt. Der Mann wirft einen Blick in seine Vergangenheit, um sich seiner Existenz in der Gegenwart zu vergewissern. Doch die Erinnerungen, die er findet, gehören nicht zu ihm, sie führen ein Eigenleben, haben keine Form, die er berühren oder festhalten kann. Deshalb beschließt er, in sie einzutauchen mit ihnen in Dialog zu treten. Auf der Bühne findet dieser Dialog seine Form durch die Tänzer, die innerhalb und außerhalb eines Kubus agieren. Die Erinnerungen tauchen auf und verschwinden, haben Einfluss auf das alltägliche Leben. Le Vu Long begegnet in „Sigh Memory“ natürlich auch der Geschichte seines Landes und seiner Heimat und gibt diesen Gefühlen eine Form der Nachhaltigkeit. Schaut hin und seid mutig, denn nicht jede Erinnerung ist positiv.

Die Together Higher Dance Company besteht ausnahmslos aus gehörlosen Tänzerinnen und Tänzern, die bei den Choreographien von Le Vu Long ihr grandioses tänzerisches Können zur Schau stellen. Ihre Handgesten verschmelzen mit dem Vokabular des modernen Tanzes zu einer ganz eigenen Bewegungssprache. Le Vu Long arbeitet seit 2000 als Choreograph an dem staatlichen, vietnamesischen Opernhaus und der dazugehörigen Ballettsparte und gründete zusammen mit seiner Frau Luu Thi 2002 seine eigene Company. „Auf meinem Weg auf der Suche nach der Schönheit der Kunst des Tanzes traf ich auf diese stummen Menschen in ihrer stillen Welt. Sie lehrten mich, das Leben zu hören und ich gab Ihnen meine Stimme, meine Körperstimme…“ sagt Le Vu Long über seine Arbeit.

Am So 8. Dez kommt ein weiteres Tanztheater zu uns: Das Quorum Ballet, das bereits mit „Elements“ unser Publikum begeisterte, zeigt sein Programm „Correr o Fado“ mit Livemusik.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Sonntag 14.10.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: König Lear
König Lear

Tragödie von William Shakespeare
Neues Globe Theater

Der König ist alt geworden, auf alles will er verzichten: Auf Macht, Politik, Verwaltung, seine Untertanen. Einzig auf den Titel und seinen Namen besteht er: König Lear. Das Reich teilt er in drei Teile, jede seiner Töchter soll einen davon erhalten, seine liebste Tochter Cordelia jedoch das schönste Drittel. Einzige Bedingung an die Drei: Sie sollen ihre Liebe zum Vater bekunden, aussprechen, wer von ihnen den Vater am meisten liebt. Während sich die älteren Schwestern Goneril und Regan im Schönreden zu übertrumpfen suchen, gibt Cordelia sich geschlagen: Nicht mit Worten liebe sie den Vater, sondern mit dem Herzen, wahrhaftig, ehrlich und direkt. So, wie eine Tochter ihren Vater lieben muss. Nicht mehr, nicht weniger. Für den König aber ist das zu wenig.

Das Ensemble des Neuen Globe hat sich in all ihren Produktionen eine freche, im ursprünglichen Sinn komödiantische Spielfreude zu eigen gemacht. In der Tradition des Elisabethanischen Theaters bringt es den Lear mit einem All-Male-Ensemble auf die Bühne. Acht Männer (!!) spielen 14 Rollen, beschwören die Elemente, lassen Sturm, Donner und Orkan vor den Augen und Ohren der Zuschauer entstehen und stürzen sich wie damals in wilde Kämpfe und Gefechte. Die Darstellung des Königs bewegt sich zwischen Altersstarrsinn und Demenz. Wer eine gediegene Inszenierung erwartet, wird vielleicht enttäuscht, wer aber Freude an den früheren Abenden mit der Truppe, die sich vormals Shakespeare und Partner nannte, wie etwa der „Komödie der Irrungen“, hatte, kann einen extravaganten Theaterabend in bester Shakespearemanie genießen.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Dienstag 16.10.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Netboy
Netboy

Ein Theaterstück über Identität, Cybermobbing und den Wert von Freundschaft von Petra Wüllenweber für Jugendliche ab 12 Jahren // Familientheater
Poetenpack Potsdam

Es gibt Tage, an denen nervt alles: die geschiedenen Eltern, die Lehrer und manchmal sogar die besten Freunde. Und dann braucht es nur noch eine Kleinigkeit und man fühlt sich so richtig beschissen. In solchen Momenten zieht sich Marie in den Chatroom MeetYou zurück. Dort lernt sie Netboy kennen. Durch ihn bekommt Marie einen anderen Blick auf die Welt. Er ist charmant, hört zu und hat Verständnis für Maries Probleme, gibt ihr das Gefühl, etwas bewegen zu können. Ihre Internetfreundschaft verändert immer mehr in Maries Leben. Als Netboy sie schließlich erpresst, sucht Marie verzweifelt einen Weg aus diesem Alptraum. „Netboy“, 2013 uraufgeführt, zeigt aus Maries Perspektive, in welche ungeahnten Abhängigkeiten Jugendliche im Internet geraten können, wie aus erst ganz unverfänglichen Geschichten lebensbedrohliches Cybermobbing wird, wie wichtig und wie anfällig Freundschaften sind und wie hilfebedürftig man sein kann. Die Inszenierung von Michael Neuwirth spürt der Sehnsucht nach, sich der Realität zu entziehen, anonym und scheinbar ungefährdet seine Fantasien auszuleben. Es geht um Macht, um das Gefühl, Dinge verändern zu können, es geht um Bestätigung, Anerkennung und die Verlorenheit in einer Welt, der die verlässlichen Systeme abhandengekommen sind.

Dieses Familientheaterangebot eignet sich für Jugendliche ab 12 Jahren. Es gibt einen gesonderten U18-Preis.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Mittwoch 17.10.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran – Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran – Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

Nach dem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt
Theater in französischer Sprache Tour de Force Théâtre Company

Die hinreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Manchmal klaut der zwölfjährige Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur „der Araber an der Ecke“ ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt – auch die des Glücks und des Lächelns. Ein skizzenhafter Gegenentwurf zur hasserfüllten, rachsüchtigen Gedankenwelt islamistischer Fundamentalisten, ein mit zivilisationskritischen Spitzen gespickter Aufruf zur Entdeckung der Langsamkeit, zu Nonkonformismus und Antirassismus, zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden, anderen Religionen, anderen Generationen, voller Ernsthaftigkeit, Melancholie und feinem Humor.

Das nächste Theater in englischer Sprache: „A Christmas Carol“ am Do 29. Nov 19:00 Uhr

Interesse an Filmen in Originalsprache? Das Filmforum Landsberg zeigt einmal im Monat einen fremdsprachigen Film. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Filmforums unter www.filmforum-landsberg.de

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Samstag 20.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Funny Girl
Funny Girl

Komödie nach dem Roman von Anthony McCarten
Landestheater Schwaben

Eine junge Frau zwischen Tradition und Moderne, europäischer Spaßgesellschaft und vorderasiatischer Gebetsdiktatur und ihr Versuch um Selbstbehauptung: Darum geht es in „Funny Girl“. Azime ist eine junge, moderne Londonerin und stammt aus einer traditionsbewussten kurdischen Familie. Diese ist fester Teil der kurdischen Gemeinde, der Vater betreibt ein Möbelgeschäft, in dem ausschließlich „Bagdader Barock“ verkauft wird, wie Azime diesen Stil nennt. Ihre Mutter will sie schnellstens verheiraten. Ost und West, Islam und Laizismus, Burka und bauchfrei – in Azimes beiden Welten gibt es klare Regeln, wie sie zu sein hat und was sie darf. Wie soll sie ihre beiden kulturellen Welten vereinbaren und emanzipiert und selbstbestimmt leben? Heimlich besucht sie einen Comedy-Kurs, schlüpft in eine Burka und tritt auf: Als weltweit erste muslimische Komikerin. Der Auftritt ist wie Sprengstoff. Ihre Familie ist schockiert, die englische Presse feiert sie als Sensation, im Internet hagelt es Morddrohungen. Es wird ernst. Und doch immer komischer. Und ganz anders, als man denkt.

Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland, schrieb als 25-Jähriger mit Stephen Sinclair den Theaterhit „Ladies Night“. Es folgten Romane und Drehbücher (u. a. „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ basierend auf dem Leben Stephen Hawkings und „Die dunkelste Stunde“). In „Funny Girl“ feiert er die verbindende Kraft des Lachens angesichts von Hass, Intoleranz und interkulturellen Konflikten.

Die junge Israelin, Sapir Heller, kam mit 20 Jahren nach Deutschland, studierte an der August Everding Theaterakademie in München Regie und erhielt ein Stipendium der Heinrich Böll Stiftung. Sie arbeitete bereits an mehreren Häusern, mehrmals am Gorki in Berlin und ihre Inszenierung von Tuǧsal Moǧuls „Auch Deutsche unter den Opfern“ über die NSU-Morde wurde in mehreren bayerischen Städten aufgeführt.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 25.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Der geheimnisvolle Tod des Puppenspielers
Der geheimnisvolle Tod des Puppenspielers

Die Junge Bühne präsentiert ihre erste Produktion

Das Stadttheater hat mit Julia Andres eine, in Landsberg bereits bekannte, Theaterpädagogin gewinnen können und eine eigene Jugendtheatergruppe gegründet, die in Zukunft regelmäßig ihre Arbeiten im Rahmen des Programms zeigen wird. Zum ersten Mal nun betritt die neu gegründete „Junge Bühne“ des Stadttheaters Landsberg die Bretter unseres wunderbaren Kleinods. Mit dem Stück „Der geheimnisvolle Tod des Puppenspielers“ hat sich die junge Truppe für eine Kriminalkomödie entschieden, die für alle Altersgruppen geeignet ist und den jungen Talenten schon Einiges an schauspielerischem Können abverlangt. Denn den „Puppen des Albanaque“ stehen außer ihren Stimmen kaum schauspielerische Mittel zur Verfügung.

Der Puppenspieler Albanaque ist in die Jahre gekommen. Er fühlt langsam sein Ende nahen und beginnt mit sich und seiner Vergangenheit zu hadern. Seine geldgierige Vermieterin sitzt ihm im Nacken und er weiß nicht wovon er die nächste Miete bezahlen soll. Sein einzig wertvoller Besitz sind einige sehr außergewöhnliche Marionetten. Als der alte Puppenspieler plötzlich auf ungeklärte Weise ums Leben kommt, geschieht etwas Seltsames: Die Puppen scheinen zumindest teilweise zum Leben erweckt und es offenbaren sich lang gehegte Geheimnisse. Nachdem dann auch noch ein seltsamer Mieter in Albanaques alte Wohnung einzieht, überschlagen sich die mysteriösen Vorkommnisse. Da die Puppen um jeden Preis wieder ganz lebendig werden wollen, verfolgen sie einen ungeheuerlichen Plan…

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 27.10.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Margarete Maultasch
Margarete Maultasch

Drama von Christoph Nußbaumeder
Landestheater Schwaben

Vom belächelten Mädchen zur respektierten Machtpolitikerin – Margarete Maultasch, Landesfürstin von Tirol im 14. Jahrhundert, war eine frühe Angela Merkel. Und schon damals muss sie als einflussreiche Frau gegen männliche Bevormundung, die eigenen Minderwertigkeitsgefühle und sexistische Rollenklischees ankämpfen. In unruhigen Zeiten wird die pubertierende Margarete gegen ihren Willen verheiratet und auf die politische Bühne gestellt. Dort findet sie erst langsam ihren Platz, unterstützt von einem aufklärerischen, jüdischen Berater, gefährdet durch die Intrigen machthungriger Männer. Die schöne junge Frau muss sich gegen unerwünschte Liebes-Avancen ebenso wehren wie gegen politische Übergriffe. Die eigenen Lebenswünsche und Sehnsüchte haben wenig Platz. Schließlich aber gewinnt Margarete an Machtbewusstsein und führt ihr Land zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte. Bis die Pest hereinbricht und alles zerstört…

Christoph Nußbaumeder ist einer der erfolgreichsten, jungen, deutschen Dramatiker und bekannt für seine modernen Volkstheaterstücke, die sich mit unserer sozialen Realität kritisch auseinandersetzen. Seine Figuren sind psychologisch fein gezeichnet, seine Dialoge spannungsreich und lebensnah. In „Margarete Maultasch“ hat er eine mittelalterliche Herrscherin zur höchst modernen Hauptfigur eines fast klassisch anmutenden, historischen Dramas gemacht. Anders als Lion Feuchtwanger in seiner Prosaportraitierung der hässlichen Margarete, macht er aus ihr eine schöne junge Frau. Die raffinierte Mischung aus Frauenbiographie, Politthriller und Volkstheater lässt ebenso an Shakespeares Königsdramen denken, wie an Polit-Analysen à la „House of Cards“.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Dienstag 13.11.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: 1913 – Der Sommer des Jahrhunderts
1913 – Der Sommer des Jahrhunderts

Puppentheater nach dem Roman von Florian Illies in einer Fassung von Christoph Werner
Puppentheater Halle

1913, das Jahr, in dem unsere Gegenwart begann. In Literatur, Kunst und Musik werden die Extreme ausgereizt, als gäbe es kein Morgen. Zwischen Paris und Moskau, zwischen London, Berlin und Venedig begegnen wir zahllosen Künstlern, deren Schaffen unsere Welt auf Dauer prägte. Es ist ein Jahr, in dem alles möglich scheint. Und doch wohnt dem gleißenden Anfang das Ahnen des Verfalles inne. 1913, das Jahr vor dem Ausbrechen des ersten industriellen Weltkriegs. „Der Sommer des Jahrhunderts“, so bezeichnet der Schriftsteller Florian Illies das Jahr 1913 in seinem gleichnamigen Buch. Monat für Monat blättert er den Kalender auf und enthüllt das gesellschaftliche Leben eines widersprüchlichen Jahres zwischen zwei Epochen: Hitler und Stalin könnten im Park von Schönbrunn aneinander vorbeigelaufen sein. Oskar Kokoschka liebt Alma Mahler, die ihn nur erhören will, wenn er ein Meisterwerk schafft. Franz Kafka wirbt um Felice Bauer und hat die größte Sorge, dass sie in die Heirat einwilligt. Sigmund Freud und Carl Gustav Jung verfeinden sich. Es begegnen uns Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler, die Brüder Heinrich und Thomas Mann, Karl Kraus, Franz Werfel. Das Who-is-Who der klassischen Moderne – oftmals hatten die heute unbezahlbaren Künstler kaum das Geld, um die Miete zu begleichen. Aus der Fülle an Materialien, Charakteren und Begegnungen destilliert dieser Abend Figuren und belebt Puppen in einer Séance, in der die Endlichkeit aufgehoben wird.

Regisseur Christoph Werner hat einen Satz von Albert Einstein im Blick, der besagt, dass die gesamte Energie des Universums nicht ausreicht, um die Zeit auch nur um eine einzige Sekunde zurückzudrehen. Dem Theater immerhin gelingt bisweilen das Wunder eines Abends, an dem die Vergangenheit in die Gegenwart leuchtet.

Wir freuen uns, das Puppentheater Halle nach „Die Liebe in Zeiten der Cholera“ heuer ein zweites Mal zu Gast zu haben und den Landsberger Puppentheaterfans diese außergewöhnliche Bühne mit dem gleichen Ensemble und einem wunderbaren Stück präsentieren zu können.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 15.11.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Habbe & Meik
Habbe & Meik

" The Best"
Maskentheater für die ganze Familie ab 9 Jahren // Familientheater

Masken, die „wahrer“ sind als das Leben, eine meisterhafte Dramaturgie und unglaubliche Körperbeherrschung, das sind die Mittel, mit denen Habbe & Meik ein Publikum jeden Lebensalters in ihren Bann ziehen. Die beiden bilden das grandiose Duo der visuellen Comedy und des virtuosen Maskentheaters. International mit zahlreichen Preisen geehrt, verzaubern sie mit umwerfender Komik, präzise beobachtend und emotional bewegend. Ihr Spiel ist authentisch, glaubwürdig und höchst unterhaltsam, da gibt es weder Generations- noch Sprachbarrieren. Das Duo braucht keine Worte, um Menschen und Situationen subtil und treffend zu beschreiben und zu charakterisieren. Und wenn sie ihre Musikinstrumente und ihre Akrobatik mit ins Spiel bringen, dann ist die Begeisterung des Publikums kaum noch zu bremsen.

Dieses Familientheaterangebot eignet sich für Kinder ab 9 Jahren. Es gibt einen gesonderten U18-Preis. Für alle Freunde des Maskentheaters haben wir am So 09. Dez mit dem Kulunka Teatro ein weiteres Maskentheater im Programm.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 17.11.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Opern auf Bayrisch
Opern auf Bayrisch

Das Original! Von Paul Schallweg Musik von Friedrich Meyer mit Conny Glogger, Gerd Anthoff & Michael Lerchenberg
»Aida - oder: Das Liebesdrama vom Nil«, »Die Meistersinger von Miesbach - oder: Wia der Oberförster Stolz den Stadtschreiber Beck ausgstocha hat«, »Der Lohengrin von Wolfratshausen - oder: Weil d' Weiber oiwei ois wißn müaßn«

Es gibt ein Wiedersehen mit Paul Schallwegs und Friedrich Meyers „Opern auf Bayrisch“. Die beliebten bayerischen Schauspieler Conny Glogger, Gerd Anthoff und Michael Lerchenberg präsentieren gemeinsam mit dem Dirigenten Andreas Kowalewitz und dem Perkussionisten Philipp Jungk die bayerische Sicht auf weltberühmte Opern mit Witz, Ironie und Charme! „Aida“, “Die Meistersinger“, „Lohengrin“, alles weltbekannte Opern, die Sie so noch nie gesehen haben: In humorvoller, frecher und vor allem bayerischer Umdeutung. Nicht selten vermischt sich ein bayerischer Zwiefacher mit berühmten Opernarien, und der Triumphmarsch aus Aida verschmilzt auf amüsante Art und Weise mit dem Gassenhauer „Ja, mir san mit’ m Radl da“. Ein höchst vergnüglicher und kurzweiliger Opernabend der etwas anderen Art, bei dem garantiert kein Auge trocken bleibt!

Da wir „Opern auf Bayrisch“ diesmal im charmanten Theater präsentieren, kann es sein, dass die Plätze schneller vergeben sind.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
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Donnerstag 22.11.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Das Ende des Regens
Das Ende des Regens

Von Andrew Bovell
Metropoltheater München

Es spielen Vanessa Eckart, Lilly Forgách, James Newton, Hubert Schedlbauer, Thomas Schrimm, Dascha von Waberer, Eli Wasserscheid
Regie Jochen Schölch

Keiner ist frei geboren. Ob wir es begreifen oder nicht, tragen wir doch von Beginn an die Biografien unserer Mütter und Väter, Großmütter und Großväter in uns. Ihre Ängste und Sehnsüchte, Taten und Untaten spiegeln sich in unseren. Den Kindern bleibt diese Wahl: Das von den Eltern aufgeladene Erbe als Last erdulden und dabei deren Fehler wiederholen, oder es als Aufgabe annehmen und darin eine eigene Biografie finden. Kreislauf oder Lebenslauf, Freiheit wird erst möglich, sobald einer den Mut hat, zu vergeben.

Die Geschichte sucht nach sich selbst, taumelt aus der Zukunft in viele Vergangenheiten, um endlich eine Gegenwart zu finden und springt zwischen den Jahrzehnten. Menschen begegnen sich über Generationen hinweg, die die Zeit auseinander gerissen hatte, und lernen einander zu verstehen.

Der australische Dramatiker und Drehbuchautor Andrew Bovell (der morgen 56 Jahre alt wird) hat in „Das Ende des Regens“ zwei Familiengeschichten miteinander verknüpft, die insgesamt vier Generationen umspannen. Erzählt wird in nicht chronologischer Reihenfolge. Beginnend in Alice Springs im Jahr 2039 führt uns die Geschichte zurück in ein klaustrophobisches London der 1950er und 1980er Jahre.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 29.11.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: A Christmas Carol
A Christmas Carol

Nach Charles Dickens Theater in englischer Sprache // Familientheater
American Drama Group Europe

Charles Dickens „A Christmas Carol“ ist die englischsprachige Weihnachtsgeschichte schlechthin.

Die Geschichte des geizigen Ebenezer Scrooge, dessen hartes Herz durch den Besuch der „Drei Geister der Weihnacht“ – dem Geist der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – erweicht wird, gehört nicht zuletzt durch zahlreiche Verfilmungen, Hörspielproduktionen und Theateraufführungen auch in Deutschland zur Weihnachtszeit.

Die American Drama Group Europe zeigt in Landsberg eine Bearbeitung von Paul Stebbings und Phil Smith, geeignet für Kinder ab 8 Jahren bzw. ab dem 2. Sprachjahr Englisch und Erwachsene. „A Christmas Carol“ ist somit die perfekte Einstimmung zur Adventszeit für die ganze Familie.

Es gibt einen gesonderten U18-Preis.

Für die Freunde der französischen Theatersprache zeigt die Tour de Force Théâtre Company am Mi 17. Okt 19:00 Uhr „Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran“.

Interesse an Filmen in Originalsprache? Das Filmforum Landsberg zeigt einmal im Monat einen fremdsprachigen Film. Nähere Informationen finden Sie auf der Homepage des Filmforums unter www.filmforum-landsberg.de

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 01.12.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Verlorene Liebesmühe
Verlorene Liebesmühe

Komödie von William Shakespeare
Shakespeare Company Berlin

Es ist was faul im Staate Navarra? Da braucht es eine neue Ordnung! König Ferdinand ist fest entschlossen, sich drei Jahre nur dem wissenschaftlichen Studium zu widmen – und das  ganz ohne störende Faktoren wie: Freude, Luxus und vor allem Frauen. Er überredet seine Gefährten Biron und Longaville einen Eid abzulegen: Die nächsten drei Jahre zu fasten, zu studieren und auf Frauen zu verzichten. Und das ausgerechnet, als die Prinzessin von Frankreich mit ihren charmanten Hofdamen zu Besuch kommt…

Für die neue Inszenierung der romantischen Komödie arbeitet die Shakespeare Company Berlin wie gewohnt mit Live-Musik, rasanten Rollenwechseln und ungezähmter Spielfreude. Die poetische Übersetzung von Christian Leonard lässt Shakespeares jahrhundertealten Wortwitz ganz heutig erscheinen und zeigt auf, wie fehlbar und verletzlich wir alle sind, wenn wir uns verlieben.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 06.12.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Faust – Der Tragödie erster Teil
Faust – Der Tragödie erster Teil

Von Johann Wolfgang von Goethe
Landestheater Tübingen

Alles hat Faust schon versucht: Er hat Bücher gewälzt, Geister beschworen und mit Selbstmordgedanken gespielt. Die Unzulänglichkeit des eigenen Denkens und die Beschränktheit seiner Mitarbeiter bringen ihn zur Verzweiflung. Da kommt der Teufel gerade recht, der verspricht, ihn aus seiner Misere zu erlösen. Faust ist sich sicher, dass auch Mephisto seinen Wissensdurst und seine Erlebnissucht nicht restlos befriedigen kann. Er schließt mit ihm einen Pakt, der verhängnisvoll ist. Denn auf der rücksichtslosen Suche nach Genuss und Lust, nach Selbstverwirklichung und Selbstbefreiung bleiben nicht nur die „kleinen Leute“ auf der Strecke, sondern auch das Heiligste: Die Liebe.

Die Faust -Tragödie ist einer der großen Versuche, die Welt mit den Mitteln des Theaters zu verstehen. Sie ist Goethes Lebenswerk, in dem er sich über 60 Jahre lang mit unserer Geschichte und Lebensweise auseinandergesetzt hat. Faust ist ein moderner Mensch voller Ungeduld und Ruhelosigkeit, mit einem Riesenhunger nach mehr und immer mehr.

Christoph Roos, Oberspielleiter des LTT, legt seinen Schwerpunkt auf die Erlebnissucht des modernen Menschen und nutzt einen Kunstgriff in der Verschaltung der Figuration, in seiner sehr auf kleinen Raum konzentrierten Inszenierung mit reduziertem Ensemble: In der „Hexenküche“ tauschen der alte Faust und der junge Mephisto die Rollen. Faust und Mephisto sind zwei Seiten eines Menschen, die untrennbar zusammengehören. Deshalb sollte man sich diesen Faust ansehen.

Christoph Roos Regie
Andreas Guglielmetti Faust alt / Mephisto alt
Jürgen Herold Mephisto jung / Faust jung
Mattea Cavic Margarete
Siegfried Kadow Direktor / Wagner / Hexe / Stimme Böser Geist
Susanne Weckerle Lustige Person / Erdgeist / Marthe / Stimme Böser Geist
Daniel Holzberg Dichter / Schüler / Valentin

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech

Samstag 08.12.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Correr o Fado
Correr o Fado

Tanztheater aus Portugal mit Live Musik
Quorum Ballet

Daniel Cardoso Künstlerische Leitung und Choreographie
Daniel Cardoso, Elson Ferreira, Filipe Narciso, Luis Maraquias, Inês Godinho, InêsPedruco, Mathilde Gilhet, Theresa da Silva Cardoso Tanz
Joana Melo Gesang
Filipe Rebelo portugiesische Gitarre
André Santos Gitarre
Max Ciuro Bassgitarre

Fado ist die ausdrucksstärkste und repräsentativste musikalische Form traditioneller portugiesischer Kultur.

Als Vertreter seiner Kultur und seines Landes setzt sich Daniel Cardoso mit eben diesem Thema auseinander und stellt zwei Bilder einander gegenüber: Einerseits den Fado in seiner getragenen, melancholischen und sehnsüchtigen Art, eher langsam wunderschön vorgetragen von Joana Melo, und andererseits zeitgenössische Choreographie, die sich dem Thema Beziehung stellt, in all seiner Ausprägung. Dass diese beiden Bilder zusammengehen und sich am Ende vereinen, ist einer starken Verbindung zu verdanken. Alles ist verbunden: Die Menschen, die Musik, die Landeskultur, allerdings in unterschiedlichen Rhythmen und Tempi. In einer großen Zahl von Bewegungsabläufen, Klängen, Wahrnehmungen und Gefühlen vermitteln uns die Tänzer ihre Kunst extremer Schönheit, unübertroffener Sensibilität mit scheinbarer Leichtigkeit, die unsere Sinne anspricht und das Herz erfüllt. Diese Art entmystifiziert die nostalgische und melancholische Bedeutung, die dem Fado anhängt.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Sonntag 09.12.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Solitudes
Solitudes

Maskentheater
Kulunka Teatro

Nach dem Tod seiner Frau fühlt sich der alte Mann von der Welt unverstanden. Er ist einsam und erfreut sich an kleinen Dingen, für die die Menschen in seinem Umfeld kein Verständnis aufbringen. Sie erkennen die Bedeutung nicht. Doch der alte Mann kämpft entschlossen und mit Würde für seine kleinen Wünsche. Und das hat Konsequenzen für alle Beteiligten.

Die Darsteller schlüpfen in „Solitudes“ in viele verschiedene Rollen, loten die Dimensionen der Einsamkeit aus. Denn nicht nur der alte Mann vereinsamt. Das Stück macht ohne ein einziges Wort soziale Kälte in der Gesellschaft spürbar. Es gibt keinen Raum mehr für Verlierer, für die Langsamen und Schwachen, für echte Empathie.

Das baskisch-spanische Maskentheater Kulunka war bereits mit „André & Dorine“ an einem gefeierten Abend zu Gast im Stadttheater. Durch ihr versiertes, technisches Spiel mit allen Möglichkeiten der Maske erzählen die Künstler mehr, als andere Theaterstücke mit Worten zu sagen vermögen. Auch „Solitudes“ wird wieder ein ergreifender Abend werden, den Sie in Erinnerung behalten.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.