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Freitag 08.06.2018; Uhrzeit: 17:00 Uhr
Unterhaching: Haydi Heimat
Haydi Heimat
Gastspiel des Landestheaters Schwaben

Ein junges Volkstheaterstück von Katja Hensel
Kemal ist überfordert von der Aufgabe, etwas in die Schule mitzubringen, das für ihn Heimat bedeutet. In seiner Familie gibt ihm jeder eine andere Antwort, am Ende wird er krank. Da steht Ella an seinem Bett, die seit kurzem in seine Klasse geht. Zusammen schauen sie sich das Kinderbuch "Haydi" an. Zwar ist es auf Türkisch, aber Ella denkt sich entlang der Illustrationen ihre eigene Geschichte dazu aus. Das alte Kinderbuch und die neue Freundschaft müssen noch einige unerwartete Erlebnisse überstehen, bis die Kinder in der Schule ihre Version von Heimat vorstellen: Zerrissen, in anderer Reihenfolge, übermalt und ziemlich mitgenommen. Aber selbstgemacht und gut!
Die Autorin Katja Hensel erzählt in ihrem neuen Kinderstück, einem Auftragswerk für das Landestheater Schwaben, von der kindlichen Suche nach einem seelischen Zuhause in einer Zeit, die von Diskontinuität und permanentem Wechsel geprägt ist.

Kubiz
Jahnstraße 1,
82008 Unterhaching
Freitag 08.06.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Die Verwandlung
Die Verwandlung

Schauspiel nach der Erzählung von Franz Kafka
Landestheater Tübingen

In Kafkas berühmter Erzählung wird das Ungeheuerliche ganz lapidar mitgeteilt: »Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheurem Ungeziefer verwandelt.« Merkwürdigerweise scheint Gregor diese Verwandlung nicht zu erschrecken, Angst macht ihm eigentlich nur der Gedanke, dass er seinen Dienst verschlafen hat und er daher entlassen werden wird. Während Gregor die neue Situation annimmt und sogar Gefallen findet am nutzlosen Müßiggang, sorgt diese Metamorphose in seiner Familie für Angst und Schrecken. Mobilität, Anpassung und Arbeitseifer, alles Eigenschaften, die Gregor bisher auszeichneten, sind verloren gegangen. Aus einem vertrauten Menschen ist über Nacht ein sozialer Fremdkörper geworden, der der verschuldeten Familie die Existenzgrundlage entzieht und ein normales Zusammenleben unmöglich macht. Deshalb gibt es in ihren Augen nur eine Lösung: Das Untier muss weg!

Frank Kafkas »Die Verwandlung« (1912) zählt zu den großen Erzählungen der Weltliteratur. Sie handelt auf ebenso unheimliche wie komische Weise von einem Menschen, der von heute auf morgen aufhört zu »funktionieren« und damit augenscheinlich seinen Wert für die Gesellschaft einbüßt. Die Geschichte des Außenseiters Gregor Samsa stellt die Frage nach der menschlichen Identität und der Möglichkeit, sich selbst zu begreifen und anzunehmen. Was macht den Menschen zum Menschen? Können und wollen wir mit Menschen leben, die ganz anders sind als wir?

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Donnerstag 14.06.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Großes Durcheinander
Großes Durcheinander

Clownesk-poetisches Theaterabenteuer von Michael Miensopust für alle ab 8 Jahren / Familientheater
Junges LTT

So haben sie sich das bestimmt nicht vorgestellt. Wo sind sie denn hier bloß gelandet? Nichts ist so, wie sie es kennen. Man macht hier alles anders, alles funktioniert hier anders und die hiesigen Menschen benehmen sich auch ganz anders. Wie soll man sich denn da zurechtfinden? Aber so schnell lassen sich die Neuen nicht entmutigen! Voller Elan stürzen sie sich in das Abenteuer. Aber je mehr sie sich bemühen, alles richtig zu machen, umso mehr läuft schief. Und so passiert Fehler über Fehler, bis die ganze schöne Ordnung durcheinander ist … Elemente der Clownerie, des Tanzes und der Pantomime inspirierten Michael Miensopust und sein Ensemble zu diesem Theaterstück, welches die Zuschauer mitnimmt auf eine poetische und sehr humorvolle Entdeckungsreise. Ein grenzüberschreitendes Theatererlebnis für die ganze Familie!

Diese Theateraufführung wird unterstützt von unserem Förderverein TILL und der Familie ALEXANDER HOLZMANN.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Dienstag 19.06.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Malandain Ballet Biarritz - Estro / Nocturnes / Une Dernière Chanson
Estro / Nocturnes / Une Dernière Chanson
Malandain Ballet Biarritz

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Thierry Malandain ist ein wichtiger Wegbereiter des modernen Tanzes. Mit seinen Stücken, die auf harmonische Weise klassische und zeitgenössische Tanzformen vereinen, gewann er zahlreiche Preise. 2017 wurde er als bester Choreograph Frankreichs ausgezeichnet. Seine Aufführungen betören durch Sinnlichkeit und Emotionalität. Oft werden sie von musikalischen Werken getragen, die seine Tänzer in ungemein ausdrucksstarke Bewegungsbilder verwandeln.

In „Estro“ wird Vivaldis Musik zu einer Tanz-Sinfonie aus sakraler Strenge und festlicher Ausgelassenheit. Wie bei der Erstürmung eines Gipfels, an dem sich Himmel und Erde treffen, bricht sich zum festlichen Crescendo der Freiheitsdrang in kraftvollen Sprüngen, schwebenden Hebungen und fließenden Formationen Bahn, während die sakralen Klänge mahnen, den Blick nach innen zu richten. Im raffinierten Wechselspiel zwischen opulentem Lichtdesign und magischem Laternenzauber entsteht ein wunderbarer Tanz zwischen Erdenschwere und Himmelssturm.

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Sonntag 24.06.2018; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Das Käthchen von Heilbronn
Das Käthchen von Heilbronn
Oder die Feuerprobe - ein historisches Ritterschauspiel von Heinrich von Kleist
Landestheater Schwaben

Seitdem Käthchen den Ritter Graf vom Strahl in der Werkstatt ihres Vaters gesehen hat, folgt sie ihm traumwandlerisch auf Schritt und Tritt. Wieso sie das tut, bleibt der Welt ein Rätsel. Sie folgt ihrer inneren Wahrheit: Ein Traum versprach ihr den Ritter zum Mann und diesem Traumbild folgt sie, allen Widrigkeiten zum Trotz. Käthchens Vater verklagt den Ritter auf Hexerei, die Richter aber sprechen ihn frei. Der Ritter ist zwar in Käthchen verliebt, kann sie aufgrund ihres Standes aber nicht zur Frau nehmen. Auch er hatte einen Traum, in dem ihm ein Engel die Vermählung mit einer Kaiserstochter weissagte. Als er seiner ehemaligen Feindin Kunigunde auf seinem Schloss Schutz gewährt, glaubt er, die Kaiserstochter in ihr gefunden zu haben. Wie Käthchen sich gegen die intrigante Rivalin durchsetzt und die Heirat mit dem Ritter doch noch stattfindet, ist eine der schönsten und zugleich eigenartigsten Liebesgeschichten der deutschen Theaterliteratur. Es ist Kleists beliebtestes Stück und sein rätselhaftestes – ein Spektakel angefüllt mit mysteriösen Begebenheiten wie einem lebensrettenden Cherub, weissagenden Träumen und einem düsteren Geheimgericht. Trotz der mittelalterlichen Verankerung wird auch die Geschichte unserer modernen Gesellschaften erzählt, in denen Ordnungen zerfallen und Menschen sich verloren fühlen. Käthchen, die unbeirrbar ihrem Herzen folgt und dafür ausgegrenzt wird, ist gerade heute eine faszinierende Frauenfigur.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Start: Mittwoch 27.06.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ende: Donnerstag 28.06.2018
Fürstenfeld: Compagnie Käfig
Compagnie Käfig
Pixel
dancefirst

Künstlerische Leitung & Choreographie: Mourad Merzouki
Digitale Produktion: Adrien Mondot & Claire Bardainne
Musik: Armand Amar

Mourad Merzouki hat mit seinen lebendigen und poetischen Choreographien den urbanen Tanz salonfähig gemacht. Indem er klassische und zeitgenössische Ausdrucksformen mit Hip-Hop vereinte, schuf er eine einzigartige Ästhetik, die durch die rastlose Beweglichkeit seiner Tänzer genährt wird. Für „Pixel“ arbeitete der Choreograph intensiv den Digitalkünstlern Adrien M/Claire B zusammen, die in virtuellen Installationen und dreidimensionalen Performances den Dialog zwischen Körper und digitaler Illusion ausloten. Auf der Bühne scheint die Welt vollkommen elastisch: Wir sehen Wände wachsen, Wellen rollen und den Boden aufbrechen. Dichtung und Traum verweben sich mit der Wirklichkeit, und sieben Hip-Hop-Tänzer sowie drei Zirkusartisten entführen uns in die Welt der Illusionen und Fantasie. Ein atemberaubendes Crossover zwischen Tanz, visueller Kunst, virtueller Welt und Wirklichkeit!

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Mittwoch 27.06.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Compagnie Käfig/CCN Créteil - Pixel
Pixel
Compagnie Käfig/CCN Créteil

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Künstlerische Leitung & Choreographie: Mourad Merzouki
Digitale Produktion: Adrien Mondot & Claire Bardainne
Musik: Armand Amar

Die Compagnie Käfig zählt zu den besten und innovativsten Hip-Hop-Formationen Europas. Deren Leiter Mourad Mourzaki sucht immer wieder die Begegnung mit anderen Tanz- und Kunst-Disziplinen. So hat er den urbanen Tanz zu einem originären, hochprofessionellen Tanzstil entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Künstler-Duo Mondot & Bardainne ist „Pixel“ zu einem der spektakulärsten Hip-Hop-Kreationen der letzten Jahre geworden. Wie von Zauberhand werden die digitalen Punkte zu Wellen, Reifen oder Sternenregen. Ständig wechseln sie ihre Form und sprengen alle Bühnengrenzen. Wände erheben sich und fallen wieder. Räume öffnen sich zu unendlichen Weiten oder verengen sich zu Käfigen. Im perfekten Zusammenspiel werden Tänzer und Artisten zu einem Teil der virtuellen Welt und erschaffen mit ihren Bewegungen wiederum neue virtuelle Bilder, bis Illusion und Realität vollständig verschmelzen: Ein Läufer stemmt sich mit kraftvollen Hip-Hop-Moves gegen einen Pixel-Sturm, ein Skater gleitet schwerelos über einen See, während meterhohe Wellen über surfende Tänzer hinabstürzen, fröhliche Traumwanderer über imaginäre Hügel und tiefe Abgründe springen oder eine Spinnenfrau ein kunstvolles Netz webt, das wenig später als Vogel in den Himmel schwebt, um dann als Stern in die Weiten des Alls zu entschwinden …

„Ein futuristisches Tanzwunder, spielerisch, poetisch und berührend.“ (Arts Review)

„Ein Ausnahmenkunstwerk, das auf faszinierende Weise über unsere Wirklichkeit hinausweist.“ (Frankfurter Rundschau)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Donnerstag 05.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg Stadttheater: Eine Familie
Eine Familie

Schauspiel von Tracy Letts
Landestheater Schwaben

Die Westons sind eine ehemals typische amerikanische Mittelstandsfamilie in der Provinz in Oklahoma. Auf der staubtrockenen unwirtlichen Prärie haben sie ihre Träume von Wohlstand und Ansehen wahr gemacht. Liebe und Wärme aber sind längst mit Alkohol und Tabletten betäubt und in Ehescharmützeln und familiärem Kleinkrieg zertrampelt worden. Vater Beverly, pensionierter Professor und passionierter Alkoholiker, verschwindet plötzlich spurlos und lässt seine tabletten-süchtige, krebskranke Ehefrau Violet allein zurück. Die drei problembeladenen erwachsenen Töchter und Violets Schwester reisen mit ihrem neurotischen Anhang an, um der Verlassenen beizustehen. Diese aber nimmt im Delirium das egozentrische Terrorregime wieder auf, mit dem sie die Mädchen einst vertrieb. Beim Schmaus zur inzwischen gefundenen Leiche des Ehemanns führt die Mutter einen grandiosen Eklat herbei und das Familienfest eskaliert zur Schlammschlacht…

Mit »Eine Familie« hat der amerikanische Dramatiker Tracy Letts einen bitterbösen und zugleich extrem komischen Abgesang auf den amerikanischen Traum geschrieben. In Zeiten Trump’schen Aktionismus lässt sich das Stück erschreckend aktuell als Kommentar zu einer Gesellschaft lesen, die all das, wofür sie jahrzehntelang gekämpft hat, in einem Anfall rabiater Zerstörungswut in den Abgrund rauschen lässt. In der Tradition von Eugene O’Neill, Arthur Miller, Anton Tschechow und besten amerikanischen TV-Serien mischt das epische Familienmelodrama Tiefgründigkeit und lässige Oberfläche zum scharf gezeichneten, unheimlich unterhaltsamen Generationenporträt, in dem sich jeder, der Eltern, Kinder oder Geschwister hat, wiederfindet. Das wahrscheinlich beste und erfolgreichste Familienstück des Jahrzehnts wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, mit Meryl Streep in der Hauptrolle verfilmt und feierte Riesenerfolge am Broadway und an unzähligen deutschen Bühnen.

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 14.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: National Dance Company Wales - Tundra / Seek / Folk
Tundra / Seek / Folk
National Dance Company Wales

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Aus der walisischen Hauptstadt Cardiff kommt eine kleine, aber sehr feine Compagnie, die nicht nur in Wales, sondern auch auf Touren durch Indien, China, Weißrussland, Italien und Frankreich für Staunen sorgte: Die National Dance Company Wales. Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Ausnahme-Choreographen hat das Ensemble ganz eigene, vielgestaltige Stücke entwickelt.

In Marcos Moraus „Tundra“ spiegelt sich die Faszination und Magie dieser Landschaft wider. Zu Beginn schweben acht Tänzer in bodenlangen russischen Trachten wie Spielfiguren über den Boden, um dann als farbiger Schlangenkörper wiederaufzutauchen. Im harmonischen Einklang mit einer Collage aus sehnsüchtigen Volksliedern, rhythmischen Trommel-Beats und Elektro-Sounds entfaltet sich eine intensive Gruppen-Choreographie. Kleine Impulse erzeugen endlose Wellen. Stets bleiben die Tänzer miteinander verbunden und werden zu einer Gemeinschaft, die mit ihren ebenso kraftvollen wie sanften Bewegungen Berge versetzen kann.

Inspiriert von romantischen Tanzfilmen der 30er Jahre zeigt Lee Johnstons zauberhaftes Duett „Seek“ die glücklichen und schmerzhaften Seiten einer Liebesbeziehung. Auf einer sphärisch ausgeleuchteten Bühne tasten sich eine junge Frau und ein junger Mann durchs Halbdunkel, bis sie unversehens aufeinandertreffen und sich mit zarten Berührungen und sanften Hebungen näherkommen. Auf den ersten Kuss folgen ausgelassene Freudentänze, leidenschaftliche Szenen und innige Vereinigungen, bis Spannungen erste Beziehungsrisse offenbaren…

Caroline Finns Stück „Folk“ entführt in eine ländliche Welt zwischen Traum und Wirklichkeit. Die Wurzeln eines umgestülpten Baums ragen aus dem Himmel, gefallenes Laub bedeckt die Erde bis zu einer Bank, um die herum die Bewohner immer wieder lebendige Tableaus erschaffen. Sie bilden eine Gemeinschaft, die von der sozialen Dynamik der Gruppe lebt. So eigentümlich die Figuren sein mögen, die Tänzer verkörpern diese Menschen so leidenschaftlich und sinnlich, dass deren Ängste, Träume und Sehnsüchte jeden gefangen nehmen. Es ist rührend, wenn sich zwei Einsame in unerfüllter Liebe verzehren; vitalisierend, wenn nackte Füße in Trauben stampfen; erotisch, wenn sich Paare im Tango-Rhythmus wiegen;  schmerzhaft, wenn ein Mädchen allein im Dunkeln bleibt und befreiend, wenn sie einem Zugvogel gleich gen Süden schwebt.

„Grandios.“ (The Times) 

„Wunderbare, geheimnisvolle Stücke voller Magie.“ (The Guardian)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Start: Dienstag 17.07.2018; Uhrzeit: 18:00 Uhr
Ende: Donnerstag 19.07.2018
Landsberg Stadttheater: Komm, wir machen eine Revolution. Jetzt erst recht!
Komm, wir machen eine Revolution.
Jetzt erst recht!

In einem heißen Sommer vor fünf Jahren schwärmte ein Zug mit Schülern des Ignaz-Kögler-Gymnasiums vom Bahnhof in die Altstadt Landsbergs. Sie hatten sich zusammen getan, um den öffentlichen Raum zu erobern – mit Texten, Musik und Aktion. Diese Schüler sind jetzt als junge Erwachsene in die Welt hinausgezogen, auf der Suche nach neuen Räumen. Aber Moment: Da braut sich wieder etwas zusammen… Die Welt seit 2012 hat sich weitergedreht und hinter den Mauern der Schule wird die nächste Revolte geplant. Die Brücken, Gassen, Häuser und Flussufer der Stadt werden wieder zu den Brettern, die die Welt bedeuten. Komm, wir machen nochmal Revolution. Jetzt erst recht!

Ein Schuljahr lang forschten, spielten und texteten Wolfgang Nägele und Clara Holzheimer ([n]everland productions) 2011/12 mit Schülern des IKG und erprobten den Aufstand. Die Münchner Räterevolution 1917/18 diente als historische Folie, die literarischen Zeugnisse dieser Zeit als Grundlage für ihre Geschichten und Texte. Nun jährt sich die Revolution zum 100. Mal. Und es stellt sich – heute mehr als drängend – die Frage: Wo stehen wir? Und: Welche Revolution(en) wollen wir? Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Julia Andres kehren Nägele und Holzheimer nach Landsberg zurück, um mit einer neuen Schülergeneration diesen Fragen nachzuspüren.

In Kooperation mit dem Ignaz-Kögler-Gymnasium Landsberg am Lech

Stadttheater Landsberg
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Mittwoch 18.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Bayerisches Junior Ballett München - Münchner Freiheit
Münchner Freiheit
Bayerisches Junior Ballett München

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Choreographie: N. Graf / A. Harper / T. Kohler / D. Klein / I. Li¨ka / M. Mohamed / S. Pechar / R. Siegal / O. Vinklát

Unter Leitung des ehemaligen Staatsballett-Direktors Ivan Li¨ka zeigen die großartigen Nachwuchstänzer des Junior Balletts ein hochklassiges Programm von der Klassik bis zur Moderne.

Aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“ machen Ivan Liska, Norbert Graf und Ayman Harper eine traumhafte Kunst-Parade, indem sie moderne Kunst in Tanz verwandeln. Da tanzt eine dicke Frau mit einem kecken Pluderhosen-Filou, zelebriert ein farbiger Mondrian ein strenges Tanzritual, fegen zwei Blaus mit wirbelnden Pirouetten über die Bühne, bis sich alle Figuren beim furiosen Finale treffen.

In Terence Kohlers Duett „Transcended“ treten Katherina Markowskaja und Maxim Chashegorov langsam aus dem Dunkel und werden zu einem Paar, das nicht voneinander lassen kann. In wunderschönen, fließenden Drehungen und Hebungen sehnen sich zwei Menschen danach, eins zu werden und erschaffen dabei ungemein berührende Bilder der Zweisamkeit.

Im „Stimmenstrahl Trio“ begibt sich Maged Mohamed auf die Suche nach Dreieinigkeit. Zu Beginn bewegen sich drei Tänzer in eigenen Lichtkegeln. Als sie sich berühren, werden die Kegel zu einem großen Kreis. Wie Elemente, die sich anziehen, verschmilzt das Trio mit immer harmonischer werdenden, wunderschönen Körperbildern zu einer Einheit, die zum betörenden Schuss-Choral gen Himmel weist.

Im Stück „Der Zar will schlafen“ wird eine Prokofjew-Komposition zu einer köstlichen Sozial-Satire. Mit Witz und Esprit nehmen die Choreographen Ondrej Vinklát und Stepán Pechar hirnlose Potentaten, Obrigkeitswahn und Volksverdummung aufs Korn.

Dustin Klein geht in „DisTanz“ der Frage nach, inwieweit künstliche Geschöpfe menschliche Gefühle erzeugen können. Zu Techno-Beats verwandeln sich 6 Tänzer in Avatare, die mit Roboter-Bewegungen eine perfekte Gruppen-Choreographie hinlegen, in der sich ein dynamisches Wechselspiel von gesichtslosen Körpern entwickelt, das ebenso fasziniert wie irritiert.

Zu mitreißenden Jazz-Rhythmen von Gershwins „3 Preludes“ lässt der Starchoreograph Richard Siegal drei Männer um eine verführerische Frau werben. Mal leidenschaftlich, mal kämpferisch buhlen sie um die Gunst der Schönen, bis die erotischen Flirts auf ihrem Höhepunkt ein überraschendes Ende finden.

„Die beeindruckenden Nachwuchs-Stars erweisen sich dank rasanter Virtuosität als unbändige Temperamentbündel auf 32 Beinen, die dem Publikum einen wunderbaren Abend beschert haben.“ (Südkurier)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Mittwoch 25.07.2018; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Ballet Preljocaj - Playlist #1
Playlist #1
Ballet Preljocaj

Im Rahmen der Reihe dancefirst

Choreographie: Angelin Preljocaj

 „Ich liebe es, mit dem Tanz Geschichten zu erzählen, die man mit Worten nicht erzählen kann.“ So lautet das Credo des französischen Starchoreographen Angelin Preljocaj, der mit seiner Kompanie den zeitgenössischen Tanz Europas wesentlich mitgeprägt hat. Seine Aufführungen beeindrucken durch große körperliche Intensität, durch Perfektion und Virtuosität. Zum 30-jährigen Bühnenjubiläum hat er mit „Playlist #1“ eine wunderbare Retrospektive geschaffen, die vor allem Duette aus seinen wichtigsten Werken zeigt und zärtliche Momente mit dynamischen Szenen verknüpft.

„Um das Schöne im Menschen zu entdecken, muss man auch das Hässliche zeigen“, sagt Prejocaj weiter. Und so lösen seine äußerst sinnlichen Stücke oft widerstreitende Gefühle aus. Innige Liebe und Hingabe oder Hass und Gewalt sind in seinen Stücken mehr als die perfekte Folge von Schritten, Sprüngen und Hebungen. Es sind menschliche Äußerungen, die betören oder erschrecken. Es ist hinreißend, wenn die selbstbewusste Scheherezade (Les Nuits, 2013) den mordlüsternen Sultan mit erotischer Verführungskunst zum zärtlichen Liebhaber macht; es ist herzzerreißend, wenn Romeo die totgeglaubte Julia in den Himmel hebt und Julia im toten Körper Romeos (Romeo & Julia, 1996) das Leben sucht. Es wird kämpferisch, wenn die neidische Stiefmutter das junge Schneewitchen (Blanche Neige, 2008) mit dem vergifteten Apfel zu Boden zwingt und träumerisch, wenn sich eine junge Frau und ein junger Mann in einem berühmten Liebesduett (Le Parc, 1994)  mit schwebenden Hebungen und federleichten Sprüngen zum Paar vereinen. Es ließen sich noch viele andere wunderschöne Choreographien aufzählen, die im Wechsel von anrührenden, spielerischen oder dramatischen Szenen die schöpferische Kraft eines Choreographen zeigen, der letztlich immer die Macht der Liebe feiern will. Tanz sagt manchmal mehr als Worte. Also heißt es: Schauen und erleben.

Selten sind Tänzer so überzeugend und mitreißend zu erleben wie an diesem Abend.“ (Rheinische Post)

Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
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