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Samstag 27.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Rosenheim: PHARAO - LEBEN IM ALTEN ÄGYPTEN
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Zwischen Menschen und Göttern, zwischen Himmel und Erde. Gewaltige Grabanlagen und steinerne Monumente königlicher Allmacht, die den Himmelsaufstieg des Pharaos und seine Eingliederung in den Kreislauf der Sonne symbolisieren. Hier lebten Menschen, die arbeiteten und feierten, an Kulten und Kriegen teilnahmen, liebten und litten, Kinder zeugten und starben.

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuartigen Blick auf die älteste Hochkultur der Welt.

Was hielt diese Gesellschaft über Jahrtausende zusammen? Wer erkämpfte Ägyptens Größe? Wer baute die monumentalen Grabanlagen, Tempel und Paläste?

Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte vermitteln eine einmalige „Aura“ der Geschichte‍‍(n). Detailgetreue Modelle und spannende Medienstationen machen das Leben im Alten Ägypten erfahrbar. Erleben Sie eine Kultur, die im Kreislauf von fruchtbarer Überschwemmung und sengender Trockenheit, in Zeiten des Umbruchs und des Aufstiegs über sich hinaus wuchs.

Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen.

Eine Ausstellung der VERANSTALTUNGS+KONGRESS GmbH Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Roemer- und Pelizeaus-Museum Hildesheim, dem Universitätsmuseum Aberdeen und MuseumsPartner  Die Kunstspedition.


Ausstellungszentrum Lokschuppen | Rathausstr. 24 | 83022 Rosenheim
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 9 – 18 Uhr | Sa, So, Fei: 10 – 18 Uhr
Information und Buchung: Tel.: 08031 365 9036 | E-Mail: lokschuppen@vkr-rosenheim.de
www.lokschuppen.de

Fotos:
Kopf eines Königs
Basalt, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statue des sitzenden Nefer-ihi
Rosengranit, Altes Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Relief eines stehenden Mannes mit Stabstrauß
Kalkstein, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Statuetten des Amenophis III. und der Teje
Ebenholz und Gold, Neues Königreich
Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, © Foto: Andreas Jacob

Bronzefigur einer Katze
Bronze, Spätzeit
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob

Statuette einer Frau
Holz, Altes Königreich
King’s Museum, University of Aberdeen, © Foto: Andreas Jacob
Sonntag 28.05.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
München Haus der Kunst: Free Music Production / FMP - The Living Music
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Seit den 1950er-Jahren haben Jazzmusiker in den USA und in Europa versucht, ihre Produktions- und Arbeitsbedingungen selbst zu gestalten. Aus dem Bedürfnis nach Aufführungsmöglichkeiten und musikalischer Selbstbestimmung gründeten sie Kollektive, mit denen sie unabhängig von den Marktmechanismen der Musikindustrie arbeiten konnten. Sowohl hinsichtlich Langlebigkeit als auch Vielfalt der Projekte ist dabei eine deutsche Produktionsfirma bis heute einzigartig: die Free Music Production (FMP).

Die Ausstellung widmet sich der Geschichte dieses von Berlin aus wirkenden Labels, das von 1968 bis 2010 als Plattform für die Produktion, Präsentation und Dokumentation von Musik Unvergleichliches geleistet hat. Weil der Saxophonist Peter Brötzmann den Veranstaltern der Berliner Jazz Tage (heute Jazzfest Berlin) nicht garantieren konnte, dass seine Gruppe in schwarzen Anzügen auftreten würde und deshalb ausgeladen wurde, organisierte er 1968 zusammen mit dem Bassisten Jost Gebers das erste Total Music Meeting (TMM). Auf Einladung kamen die wichtigsten Vertreter des europäischen Jazz sowie eine Handvoll US-amerikanischer Musiker. Diese erste auch in den Medien gefeierte Alternative zum Jazzfest Berlin bildete den Startschuss für die Free Music Production.

1969 organisierte die FMP erstmals eine Veranstaltung in der Akademie der Künste in Westberlin, aus der dann 1970 der WorkshopFreie Musik entstand. Auf zwei Bühnen wurde öffentlich geprobt und mit dem Publikum diskutiert; über fünf Tage bildeten sich neue musikalische Gruppierungen und Dynamiken. Die FMP verließ damit die gewohnten Räume, Konzertsaal und Club; Musiker und Zuhörer lernten die Möglichkeiten anderer, offenerer Räume zu nutzen. Zunächst gab es dabei durchaus auch „Missverständnisse“, so Jost Gebers, nämlich „Musiker und Gruppen, die aus der offenen Form des Workshops wieder geschlossene Konzerte mit festgelegten Abläufen machen wollten, Publikumsgruppierungen, die mitspielen oder dagegen spielen wollten“.

Im Laufe der Jahre wurden diese Formate, der Workshop Freie Musik und das Total Music Meeting, jedoch selbstverständlich und waren der Beginn einer 40-jährigen Erfolgsgeschichte.
Ebenfalls 1969 begann die FMP auch mit der Dokumentation der Musik auf Schallplatten. Die Aufnahmetechnik war von allen Beteiligten noch zu erlernen und sollte authentisch vermitteln, wie sich improvisierte Musik aus dem Moment heraus entwickeln kann. Die Tonträgerproduktion der FMP und ihrer Sublabels umfasst annähernd 500 Einspielungen, die mittlerweile Kultstatus genießen. Das international bekannteste Produkt ist die LP (mittlerweile CD) Machine Gun des Brötzmann Octets.
In die eher von Männern beherrschte Welt des Jazz hat die FMP, angefangen mit Maggie Nicols und Irène Schweizer, von Beginn an feministische Positionen integriert. Außerdem war es das erste westliche Label, das Musiker aus der DDR sowohl in West- als auch in Ostberlin aufnahm.

1988 brachte die FMP einen Protagonisten der amerikanischen Musik des 20. Jahrhunderts, Cecil Taylor, in einem vierwöchigen Programm erstmals mit seinen europäischen Zeitgenossen zusammen. So entstand die international mit den meisten Preisen gewürdigte Veröffentlichung, die Box Cecil Taylor in Berlin '88 - eine einzigartige Dokumentation auf 11 CDs von Konzerten in unterschiedlichsten Besetzungen. Hergestellt in einer Auflage von 1.000 Stück wie eine künstlerische Edition, war sie bald nach Bekanntgabe des Subskriptionsangebots ausverkauft.

Die FMP hat früh afrikanische und asiatische Volksmusiken einbezogen. Im Rahmen des Workshops Freie Musik gab es Kooperationen mit Tänzern wie Pina Bausch, Min Tanaka, Ono Kazuo und Christine Brunel. Mit bildenden Künstlern wie tomas schmid, A.R. Penck, Günther Förg und Martin Kippenberger oder Literaten wie Günter Grass wurden Projekte verwirklicht. Die Ausstellung dokumentiert mit Fotografien, Postern, Flyern, Originaldokumenten, Interviews, dokumentarischen Videos und bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus dem FMP-Archiv von Jost Gebers die verschiedenen FMP-Formate, die Arbeits- und Produktions-bedingungen des Labels und seiner Musiker, und stellt die gesamte Tonträgerproduktion vor. Kurator ist Markus Müller.Free Music Production (FMP): The Living Music ist eine Kooperation mit dem Goethe-Institut und wird durch die Kulturstiftung des Bundes unterstützt. 

In Zusammenarbeit mit Peter Brötzmann bietet das Haus der Kunst zwei im Sinne der Free Music Production gestaltete Abende an: Am 5. und 6. Mai 2017 stehen neben anderen die Gründungsväter von FMP Peter Brötzmann (Holzblasinstrumente) und Alexander von Schlippenbach (Klavier) in bewährten und neuen Kombinationen auf der Bühne. 

Konzerte 
Fr 5. Mai, 20 - 23 Uhr (mit Pause) Einlass/Westflügel: 19.30 Uhr
Sa 6. Mai, 19 – 23 Uhr (mit Pause) Einlass/Westflügel: 18.30 Uhr
„Brötzmann plus ...“ Peter Brötzmann, reeds mit Toshinori Kondo, electric trumpet; Joe McPhee, reeds, trumpet;  Heather Leigh, pedal steel guitar, Marino Pliakas, electric bass; Alexander von Schlippenbach, piano; Michael Wertmüller, drums; Han Bennink, drums
Eintritt Freitag 15 Euro / Samstag 15 Euro Freitag und Samstag 25 Euro 
Karten sind an der Kasse Haus der Kunst und online über www.hausderkunst.de erhältlich.

Fotos:
Cecil Taylor: p, Günter „Baby“ Sommer: dr, Improvised Music II, 1988
Photo: Dagmar Gebers
Copyright: Dagmar Gebers/FMP-Publishing

Joelle Léandre, Total Music Meeting 1988
Photo: Dagmar Gebers
Copyright: Dagmar Gebers/FMP-Publishing

Peter Kowald, A.R. Penck, Workshop Freie Musik 1984
Photo: Dagmar Gebers
Copyright: Dagmar Gebers/FMP-Publishing

Africa Djolé, Workshop Freie Musik 1984
Photo: Dagmar Gebers
Copyright: Dagmar Gebers/FMP-Publishing

Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Mittwoch 31.05.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Tango Transit
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JazzFirst: Tango Transit
Akrobat

Martin Wagner (accordion), Hanns Höhn (string bass), Andreas Neubauer (drums)

Seit 2008 hat das Trio Tango Transit bei über 300 Konzerten im In- und Ausland überzeugt sowie vier CDs und eine Live-DVD veröffentlicht. Die Art, nach der hier Energie und Ausdruckskraft des klassischen Tangos mit modernem Sound verschmilzt, sucht ihresgleichen. Elemente aus der Cajun-Musik Louisianas mischen sich mit der Rohheit des Balkans, französische Musette trifft auf orientalische Klänge; hinzu kommen House Bass Drum oder Wah-Wah- und Verzerrer-Effekte. Das aktuelle Album "Akrobat" enthält neben Eigenkompositionen erstmals auch drei Bearbeitungen (Roger Waters "Brain Damage", Astor Piazzollas "Libertango" und Felix Mendelssohn Bartholdys "Elfentanz"). Die Musik ist kraftvoll, filigran, melancholisch und schweißtreibend und gerade live besonders beeindruckend.

"Das Trio musiziert auf höchstem Niveau, jeder ist als Solist eine Entdeckung!“ (Jazzthing)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Donnerstag 01.06.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Russell Maliphant Company - Conceal/Reveal
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Theater Fürstenfeld: Russell Maliphant Company - Conceal/Reveal
Choreographie: Russell Maliphant

Der britische Choreograph Russell Maliphant prägt seit zwei Jahrzehnten die internationale Tanzszene. Ein Grenzgänger zwischen Klassik und Moderne, der mit seinem kongenialen Lichtdesigner Michael Hulls einen sehr ästhetischen Stil entwickelt hat, der eine abstrakte Formensprache mit sinnlichen, emotionalen Bewegungsbildern verbindet. Auch die Stücke des neuen Programms "Conceal/Reveal“ glänzen durch eine einzigartige Synthese aus Licht, Bewegung und Raum.

Im Solo "Both and“ äußert sich das Wechselspiel als Antagonismus zwischen Hell und Dunkel. Hinter einer durchscheinenden Gaze tanzt Dana Fouras mit den Schattenwürfen ihres Körpers. Wie eine Zauberin wirft die Tänzerin zu orientalischen Klängen überdimensionale Figuren auf die ‚dritte Wand‘. Das atemberaubende Trio "Broken Fall“ spielt mit den Risiken des freien Falls. Zwei Männer werfen, tragen und balancieren eine Frau in immer neuen artistischen Variationen. Mal gleitet die Tänzerin Schlangen gleich um die Körper der Männer, mal fliegt sie wie ein Engel durch die Luft. Rasante Sprünge und Hebungen wechseln mit langsam getanzten Körperskulpturen. Der Dialog zwischen Licht und Bewegung wird in "Piece No 43“ auf die Spitze getrieben. Unter trichterförmigen Lichtkegeln, die sich durch den Raum bewegen, bilden fünf Tänzer ungemein spannungsvolle Arrangements, die in blitzlichtartigen Wechseln manchmal nur Körperausschnitte preisgeben. Es entstehen poetische Bilder, wenn sich die Tänzer zur Mondscheinsonate wie sehnsüchtige Traumwandler bewegen; es entwickeln sich packende Bewegungsfolgen, wenn sich die kreiselnden Lichter zur elektronischen Musik mit rasanten Gruppenchoreographien verbinden.

"Ein Abend überwältigender physischer Poesie.“ (The Telegraph)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Freitag 02.06.2017; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Gilching Rathaus: Le Bang Bang - Pure
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Le Bang Bang
Pure

„Ein echter Knaller. Bang!“ BR
Le Bang Bang ziehen ihren Songs den unnötigen Ballast vom Leib, bis es zwischen den Noten knistert. Seit nunmehr sechs Jahren wagen sich Stefanie Boltz und Sven Faller ausschließlich mit Stimme und Kontrabass bewaffnet auf Konzertbühnen jeder Größe. Ein musikalischer Drahtseilakt, bei dem jede Nuance zählt und dem Ganzen eine unerwartete Richtung geben kann. Gespannt verfolgt der Zuhörer, wie sich
die beiden Akteure aus dem Moment heraus die musikalischen Bälle zuspielen. Da kann es schon vorkommen, dass er einen vertrauten Songklassiker für eine von Le Bang Bangs fantasievollen Eigenkompositionen hält. Konsequenterweise haben die beiden für das Cover- Foto ihres neuen Albums auch die eigenen Hüllen fallen lassen - „Pure“ eben.

„Frech & unkonventionell. Virtuos und ideenreich. Einfach genial!“
JAZZPODIUM

„mit Einfallsreichtum, Hingabe und knisternder Spannung. Großartig!“
LICHTUNG

„Ein begeisternder Abend! Bravo! Bang! Bang!“
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Es knisterte und vibrierte.“
SÜDWEST PRESSE

„Fantasievolle, poetische Arrangements und eine Vielfalt formaler und musikalischer Gestaltung, über das sie mit großer Souveränität verfügen.“
MITTELBAYERISCHE ZEITUNG

Veranstaltungsort:
Veranstaltungssaal im Rathaus
Rathausplatz 1, 82205 Gilching
Sonntag 04.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Buchheim Museum: PURRMANN UND DER EXPRESSIONISMUS
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PURRMANN UND DER EXPRESSIONISMUS

Hans Purrmann lehnte es 1956 ab, einen Nachruf auf Emil Nolde zu verfassen. Er stehe seiner Kunst »wenig nahe« und habe »außer einer Gegnerschaft« keinerlei Beziehungen zu ihm gehabt. Andere Brücke-Künstler sah Purrmann positiver. Er berichtet, dass er bei einem Besuch im Atelier Ernst Ludwig Kirchners so sehr »von dessen starker und spontaner Malerei« beeindruckt gewesen sei, dass er sogleich »zwei Bilder« von ihm erworben habe. Erich Heckel habe er »um seine Aufsehen erregenden schönen Einsendungen« bei der Berliner Sezession beneidet. Auch Purrmann ging es in gewisser Weise darum, »den Ausdruck eines Kunstwerkes in einer vereinfachten Malerei aufs Höchste zu steigern«. Einem zum Prinzip erhobenen Expressionismus wollte er sich aber nicht verschreiben. Sein großer Auftritt im Buchheim Museum wird gleichwohl von Werken der Expressionisten flankiert. Die nach Stillleben, Landschaften und Akten gegliederte Ausstellung umfasst 95 Gemälde und 23 Papierarbeiten von Purrmann. Werke von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Lothar-Günther Buchheim hängen für die vergleichende Betrachtung zwischen den Werken Purrmanns. Darüber hinaus gibt es im Expressionistensaal Purrmann-Werke zu entdecken, die mit den Sammlungsstücken in Dialog treten. Diese erstmalig gewagte Konfrontation Purrmanns mit seinen expressionistischen Zeitgenossen bietet intensive Seherlebnisse. Gemeinsamkeiten und Eigenheiten werden intensiv vor Augen geführt. Deutlich wird, dass auf beiden Seiten eine Synthese aus Abstraktion und Figuration gesucht wird. Die harten Kontraste, die reinen Farben, die schnellen Striche, die Kirchner, Heckel und ihre Kollegen zur Steigerung der Expressivität einsetzten, waren jedoch nicht Purrmanns Sache. Ihm ging es vielmehr darum, durch differenzierte Farbakkorde und eine helle Palette die Bildgegenstände farbenfroh erglühen zu lassen – und den Blick in heitere Freiheit zu lenken. Das Buchheim Museum lädt dazu ein, diesen mitreißend gemalten Optimismus des Künstlers zu entdecken und zu genießen!

Glücksbringer der Farben

Die Frühjahrsausstellung im Buchheim Museum ist dem großen Koloristen Hans Purrmann (1880 – 1966) gewidmet. Eine ähnlich umfangreiche Präsentation des Malers hatte es in Bayern zuletzt 1962 im Haus der Kunst und 1976 in der Villa Stuck gegeben. Purrmann, in Speyer aufgewachsen, studierte bis 1905 bei dem Münchner Malerfürsten Franz von Stuck. Über Berlin zog es ihn schließlich nach Paris, wo er Anschluss an die internationale Avantgarde fand. Er schloss Freundschaft mit Henri Matisse. In dem heiteren Kolorit, dem spielerischen Bildaufbau und der Leichtigkeit der Bildthemen zeigt Purrmann sich durch ihn beeinflusst. In Paris, Berlin, am Bodensee, in Florenz und nach 1945 im Tessin entfaltet Purrmann ein ¼uvre, das sich mit reich nuancierten, glühenden Farben, maßvollen Stilisierungen und verständlichen Bildgegenständen als eigenständiger Beitrag zur Moderne behauptet. Das Publikum liebte stets seine prachtvollen Kompositionen. Die Kunstkritik würdigte ihn zunächst jedoch zurückhaltend. In Deutschland wurde er als »Französling« beargwöhnt, in Frankreich 1914 als Deutscher nicht geduldet. Von den Nationalsozialisten wurde er als »entartet« verfemt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der abstrakte Zeitgeist gegen ihn. Es ist ein Glück, dass die heutige Kunstgeschichte zu einer neutraleren Betrachtung der Moderne vorangeschritten ist. Nicht mehr nur das Schwergängige, Abstrakte, Hässliche hat Chance auf Würdigung, sondern auch das Einnehmende, Erkennbare und Schöne. »Neue Wege zu Hans Purrmann« wurden in jüngster Zeit mit der gleichnamigen Purrmann- Monografie beschritten. Das Buchheim Museum lädt dazu ein, Purrmann als »Glücksbringer der Farben« neu zu entdecken. Dank der Unterstützung der Familie Purrmanns, des Hans Purrmann Archivs sowie zahlreicher privater und institutioneller Leihgeber konnte eine exquisite Ausstellung zusammengestellt werden, welche zum Genuss der unverhohlenen Schönheit der Werke des Künstlers einlädt. Katalog und die Audioguide zur Ausstellung gibt es an der Museumskasse.

Buchheim und Purrmann

1962 gab der Verleger Lothar-Günther Buchheim einen Jahreskalender über »Moderne Malerei« heraus, der neben Bildern von Pablo Picasso und Henri Matisse auch ein Werk von Hans Purrmann enthält. Wohl im selben Jahr besuchte Buchheim Purrmann in Montagnola, wobei er den älteren Maler in einer Reihe von Fotografien festhielt. 1964 äußerte Buchheim in einem Brief an Purrmann den Wunsch, ein Bild von ihm zu erwerben. Buchheims galt in Deutschland als Meinungsmacher in Sachen Kunst. Seine Haltung Purrmann gegenüber ist also von exemplarischer Bedeutung. Obschon er seine farbglühenden Bilder offensichtlich liebte, schrieb der Vielschreiber kunsthistorischer Literatur keine Zeile über Purrmann. In erster Linie trat er für die Rehabilitierung der deutschen Expressionisten ein. Wie Purrmann waren sie von den Nationalsozialsten als »entartet« verfemt worden; und wie Purrmann spannten sie einen phantasieanregenden Bogen zwischen Wirklichkeitsbezug und freier kompositorischer Ordnung. In einem Punkt unterschied sich der Europäer Purrmann aber doch von seinen deutschen Kollegen. Das für die Expressionisten so typische Suchen nach einer Wahrheit hinter den Dingen interessierte ihn nicht. Er beteiligte sich nicht an dem metaphysischen Überbietungskampf der Avantgarden. Bar aller Bedeutungsschwere verkündete er vielmehr eine optimistische Weltsicht. Wie seinem Mentor Matisse ging es ihm darum, »Erholung von den Mühen des Alltags« zu gewähren. Vielleicht wollte sich Buchheim nach dem langen Kampf um sein Museum der Phantasie, der 1999 mit dem Baubeginn zur Ruhe gekommen war, endlich auch einmal Erholung gönnen. Im selben Jahr erwarb er mit dem Gemälde »Garten am Bodensee« endlich sein erstes Werk von Purrmann – als einen seiner letzten Ankäufe überhaupt.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,
D-82347 Bernried

Bilder:
Hans Purrmann, Häuser am Hafen, 1957,
Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2017


Hans Purrmann, Meereslandschaft Cassis, 1909,
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Hans Purrmann, Anemonen und Farn, 1954,
Privatbesitz © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Hans Purrmann, Selbstbildnis, 1961,
Privatbesitz Süddeutschland © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Samstag 10.06.2017; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München Unterfahrt: Mikhail Alperin & Arkadij Shilkloper
Bilder
Deutschlandfunk-Mitschnitt
Mikhail Alperin & Arkadij Shilkloper

Mikhail Alperin (p), Arkadij Shilkloper (horn)

Zwei der interessantesten osteuropäischen Jazzmusiker im spannungsgeladenen Dialog: der moldawische Pianist Mikhail Alperin und der russische Hornvirtuose Arkadij Shilkloper. Alperin, geboren 1956 in der Ukraine, wuchs in Moldawien auf, wo er zunächst mit Folkmusikern arbeitete, bevor er Klavier und Komposition studierte. 1983 zog er nach Moskau, wo er auf den Hornspieler Arkady Shilkloper traf. Shilkloper gehörte damals bereits zu den renommiertesten russischen Bläsern und wirkte im Orchester des Moskauer Symphonieorchesters und des Bolschoi Ballets mit. Zusammen mit dem Klarinettisten Sergej Starostin gründeten sie das Moscow Art Trio, das mit seiner Mischung aus russischer und moldawischer Folklore und zeitgenössischem Jazz bald weltweit für Aufsehen sorgte. Nicht weniger spannend die Duokonzerte der beiden, in denen barocke Kontrapunktik, archaische Folklore, Jazztradition und zeitgenössische Tonkunst auf unkonventionelle Art und Weise zu einem stimmigen Ganzen finden. Das Verarbeiten alter russischer Melodien und moldawischer Tanzrhythmen in Verbindung mit zeitgenössischem Jazz drückt den Willen der beiden aus, künstliche Barrieren und enges Schubladendenken aufzubrechen.

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Sonntag 18.06.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Rosenheim: PHARAO - LEBEN IM ALTEN ÄGYPTEN
Bilder
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Zwischen Menschen und Göttern, zwischen Himmel und Erde. Gewaltige Grabanlagen und steinerne Monumente königlicher Allmacht, die den Himmelsaufstieg des Pharaos und seine Eingliederung in den Kreislauf der Sonne symbolisieren. Hier lebten Menschen, die arbeiteten und feierten, an Kulten und Kriegen teilnahmen, liebten und litten, Kinder zeugten und starben.

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuartigen Blick auf die älteste Hochkultur der Welt.

Was hielt diese Gesellschaft über Jahrtausende zusammen? Wer erkämpfte Ägyptens Größe? Wer baute die monumentalen Grabanlagen, Tempel und Paläste?

Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte vermitteln eine einmalige „Aura“ der Geschichte‍‍(n). Detailgetreue Modelle und spannende Medienstationen machen das Leben im Alten Ägypten erfahrbar. Erleben Sie eine Kultur, die im Kreislauf von fruchtbarer Überschwemmung und sengender Trockenheit, in Zeiten des Umbruchs und des Aufstiegs über sich hinaus wuchs.

Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen.

Eine Ausstellung der VERANSTALTUNGS+KONGRESS GmbH Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Roemer- und Pelizeaus-Museum Hildesheim, dem Universitätsmuseum Aberdeen und MuseumsPartner  Die Kunstspedition.


Ausstellungszentrum Lokschuppen | Rathausstr. 24 | 83022 Rosenheim
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 9 – 18 Uhr | Sa, So, Fei: 10 – 18 Uhr
Information und Buchung: Tel.: 08031 365 9036 | E-Mail: lokschuppen@vkr-rosenheim.de
www.lokschuppen.de
Freitag 23.06.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Stefano Bollani
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Stefano Bollani
Unser zweiter Abend mit Pianomusik aus Italien

Ähnlich wie bei Enrico Pieranunzi (am 08. April bei uns im Stadttheater) könnte man bei Stefano Bollani auch endlos große Namen aufzählen, mit denen er schon gespielt hat: Chick Corea oder Enrico Rava, Richard Galliano oder Bill Frisell…Das klänge dann aber so, als ob uns – wie mit Pieranunzi auch – nicht selbst einer der größten europäischen Pianisten unserer Tage besuchen würde. Wer einmal ein Konzert des sympathischen Mailänders besucht hat, ist ihm wahrscheinlich ohnehin schon lebenslang verfallen.

Selten erlebt man soviel Emotion und Virtuosität an einem Abend, in einer Person. Für Bollani ist Musik ein großes Spiel, das man jeden Tag neu erfinden kann und man kann dies kaum intensiver erleben, als bei seinen Solokonzerten. Solo-Piano Konzerte können, wenn da nicht jemand spielt, der es versteht in jeder Sekunde zu fesseln, auch grandios am Publikum vorbeigehen. Bei Bollani besteht diese Gefahr nicht. Man erlebt so viel wahre Spielfreude, so viel Witz, so viel Charme und so viel Schelmerei, das man glaubt, die Erde drehe sich schneller. Und dann aber auch sehr berührende Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Wenn Bollani nicht spielt, schreibt er oder arbeitet an Theaterstücken.

Wahrscheinlich muss man Italiener sein, für so viel lebensfrohe, überbordende Kreativität.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 24.06.2017; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Germering: Germeringer Blues & Boogie Night
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Germeringer Blues & Boogie Night

Martin Schmitt
Axel Zwingenberger
Christoph Steinbach
Nicolle Rochelle

Zum Gastgeber Martin Schmitt gesellen sich an diesem besonderen Abend an den Tasten der All-Time-Boogie-Großmeister Axel Zwingenberger und Österreichs Nr. 1 - Blues`n Boogie - König Christoph Steinbach. Die dazu perfekte Ergänzung bietet die New Yorker Sängerin Nicolle Rochelle.
Blues, Jazz, Swing und Boogie Woogie vom Feinsten!

"Männer mit Tastsinn"
(Süddeutsche Zeitung, 21.02.2017)

Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
D-82110 Germering
Donnerstag 29.06.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Peer Gynt
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Peer Gynt

    Von Henrik Ibsen
    Landestheater Schwaben


„Peer, du lügst!“, lässt Henrik Ibsen zu Beginn seines dramatischen Gedichts Peer Gynts Mutter Aase sagen – und ein Lügner ist ihr Sohn in der Tat: ein Prahlhans, ein Fabulierer, der sehnsüchtig alles Fantastische über die nüchterne, elende Wirklichkeit stellt. Seine Mutter liebt ihn abgöttisch und lauscht begeistert den Lügengeschichten, um sich aus der Enge ihres Lebens zu träumen. Doch Peer will mehr! Auf der großen Dorfhochzeit entführt er die Braut und flieht in die Berge. Aus dem Reich der Trolle entkommt er glücklich, bevor man ihn zum Krüppel macht. Seine geliebte Solveig lässt er allein zurück. Peer wird kapitalistischer Sklavenhändler auf den Weltmeeren, gibt sich in Marokko als Prophet aus und vergnügt sich mit arabischen Schönheiten. In Kairo krönt man ihn zum Kaiser der Irren. Und auf der Schiffsreise zurück in die Heimat wird Peer aus Egoismus zum Mörder. Als der alternde Mann dem Tod ins Auge sieht, muss er feststellen, dass er weite Wege gemacht, aber nie herausgefunden hat, wer er wirklich ist. Peers Jugendliebe Solveig jedenfalls hat ein Leben lang auf einen Peer Gynt gewartet.
Der Wahrheitsfanatiker Henrik Ibsen hat neben seinen großen realistischen Dramen mit „Peer Gynt“ (1867), der als Pendant zu Goethe als “norwegischer Faust“ gilt, eine szenische Weltreise hinterlassen, ein romantisches Märchen, eine symbolreiche Abenteuer-Geschichte, vor Allem aber und eine Abrechnung mit der Selbstverwirklichungssucht des zeitgenössischen Menschen.
Nach dem Wechsel an der Spitze des Landestheaters Schwaben hat sich einiges geändert. Wie die neue Intendantin, Kathrin Mädler, angekündigt hatte, soll zeitgenössisches und aktuelles Theater gemacht werden. Daher ist auch ihre Antrittsinszenierung des Ibsenklassikers „Peer Gynt“ aktualisiert, modern und mit drei Darstellern als Peer, die die verschiedenen Facetten der Figur perfekt abdecken und immer wieder zu dritt auftreten.
Kathrin Mädler war Schauspieldramaturgin am Staatstheater Nürnberg und zuletzt leitende Schauspieldramaturgin am Theater Münster. 2009 inszenierte sie Peter Weiss‘ „Die Ermittlung“ auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und machte damit bundesweit auf sich aufmerksam. Damit das Landsberger Publikum die neue Intendantin kennenlernen kann, gibt es vor der Vorstellung um 18:45 Uhr im Foyer ein Theatergespräch mit ihr und eine Einführung in die Inszenierung.

Landsberger Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Samstag 22.07.2017; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München Unterfahrt: Triosence
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Der Stern nennt sie „die neuen jungen Gesichter des deutschen Jazz“ und in der Tat sorgt triosence seit einigen Jahren zunehmend für Furore in der Fachpresse: „Der neue Meilenstein in Sachen Jazztrio“, „Klangtipp und Exempel für musikalische Dreieinigkeit“, „Ein unter die Haut gehendes Highlight“ , „Die neuen Helden“ oder „Bei der Musik geht auch bei uns im Westen die Sonne auf“ …lauten nur einige Reaktionen namhafter Magazine zu triosence.

Seit Entstehung der Band im Jahr 1999 hat triosence in Deutschland so ziemlich alles abgeräumt, was es an Jazzpreisen zu gewinnen gibt. Nach dem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ folgte der Ostsee-Jazz-Förderpreis, der Studiopreis des Deutschlandfunks, der Kulturförderpreis der Stadt Kassel und viele andere, bis hin zur Nominierung zum Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem besten Neueinstieg in die Internationalen Jazzcharts in Deutschland.

In Japan zählt die Band seit ihrer Debüt-CD „First Enchantment“ sogar zu den besten Jazz-Newcomern und „der Band die den Eindruck vom steifen deutschen Jazz weggewischt hat.“ (Swingjournal, Japan 2005) Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Zu einem hohen Grad lyrisch und poetisch bilden sie den Kern aller Kompositionen. In Kombination mit der stilistischen Bandbreite, die von Jazz über Fusion, Folk, Pop und Worldmusic reicht, definiert die Band dadurch einen ganz eigenen Stil, den sie selbst als „songjazz“ bezeichnet.

Das begeistert nicht nur Kenner sondern auch jene, die mit Jazz bislang wenig anfangen konnten.

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.