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Montag 20.11.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Chris Gall & Bernhard Schimpelsberger
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JazzFirst
Chris Gall & Bernhard Schimpelsberger
Myriad
Chris Gall (piano)
Bernhard Schimpelsberger (drums & percussion)

Vor einer Dekade spielten Pianist Chris Gall und Drummer Bernhard Schimpelsberger gemeinsam in der Formation „Taalism“, für ein Studiokonzert trafen die zwei Musiker nun wieder aufeinander. In der Zwischenzeit ist viel passiert: Während Schimpelsberger intensiv in die Welt indischer Rhythmik eintauchte und vor Ort mit Meistern wie Akram Khan Erfahrungen sammelte, musizierte Gall mit seinem Klaviertrio sowie als Gast bei „Quadro Nuevo“ und experimentierte als Solist in verschiedenen Genres. Beide Künstler waren also bei ihrem Aufeinandertreffen musikalisch in neuen Sphären beheimatet, gleichwohl aber aufgeschlossen für Neues. Miteinander vertraut, kommunizieren sie in spannenden Dialogen und präsentieren ihre musikalische Vision von „East meets West“. Schimpelsberger übernimmt mit speziell angefertigten Perkussionsinstrumenten wie dem Garrapata die Melodiefunktion, während Gall seinem Klavier groovende Begleit-Rhythmen entlockt − und umgekehrt. So ergibt sich eine vielschichtige Matrix aus Weltmusik, Neo-Klassik und Jazz in der aufregenden Duo-Konstellation aus Klavier und Perkussion.

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Start: Donnerstag 23.11.2017; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Ende: Sonntag 26.11.2017
Berg Marstall: PopUp Kunst im Marstall
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PopUp Kunst im Marstall: Mit Sturm und Gesang
23. bis 26. November 2017 im ehemaligen Marstall von Schloss Berg, Mühlgasse 7, 82335 Berg


Mit Sabine Zimmermann und Hans Panschar begegnen sich im November zwei ungewöhnliche Künstlerpersönlichkeiten zu „PopUpKunst mit Sturm und Gesang“ im Marstall. Die Malerin und der Bildhauer zeigen vier Tage lang Arbeiten, die nicht nur von der Natur inspiriert sind, sondern selbst Wind und Wetter gesehen haben und von stürmischen Zeiten erzählen. Die Band „Silverfish Surfers“ wird im Rahmen der Ausstellung eines ihrer seltenen Konzerte spielen: Sturm, Gesang, viele Gitarren, keine Bläser und prima Punkrockreggaemetal.

Sabine Zimmermann wurde 1971 in Waiblingen geboren. Nach einem Studium an der Freien Kunstakademie und an der Fachhochschule für Kunsttherapie in Nürtingen arbeitete sie unter anderem als Kunsttherapeutin in einer psychiatrischen Klinik. Seit einiger Zeit lebt sie als freischaffende Künstlerin in Paris. Die Malerin ist fasziniert von Wasser in all seinen Aggregatzuständen, von der Weite des Meeres, vom Strömen, Rinnen und Fließen, von Regen, Schnee und Eis. Ihre Bilder entstehen vorzugsweise im Freien, wo sie experimentelle Prozesse mit gezielten gestalterischen Eingriffen verbindet. Sie setzt die Leinwände dem Wetter aus, sodass Rinnsale entstehen und Schneeflocken Spuren hinterlassen, Farben gefrieren und zu Frostblumen erstarren.

Hans Panschar wurde 1962 in München geboren. Nach einer Ausbildung zum Bootsbauer und Schreiner bereiste er mehrere Jahre auf einem selbstgebauten Segelboot die Welt, bevor er sich 1995 in Allmannshausen niederließ. Seit vielen Jahren verarbeitet er Treibholz und Strandgut zu erzählerischen, manchmal aber auch äußerst sperrigen Objekten voller Sehnsucht nach dem Meer. Mit seinem „Transatlantischen Flaschenpostprojekt“ wurde er weit über die Region hinaus bekannt. In diesem Sommer wurde eine seiner Bootsskulpturen zugunsten der Initiative „Kinder helfen Kindern“ in der Elbphilharmonie in Hamburg versteigert. Boote, Häuser, Stühle und Bücher sind seit langem wiederkehrende Themen in seinem bildhauerischen Werk: Die Dinge, die der Mensch macht, stehen dabei für den Menschen selbst.

Mit „PopUp Kunst mit Sturm und Gesang“ öffnet sich der Berger Marstall bereits zum dritten Mal als außergewöhnlicher Kunstort. „PopUp Kunst mit Sturm und Gesang“ beginnt am Donnerstag, 23. November 2017, um 19 Uhr mit einer Vernissage. Vom 24. bis zum 26. November ist die Ausstellung von Sabine Zimmermann und Hans Panschar jeweils von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Am Samstagabend, 25. November, um 20 Uhr beginnt das Konzert der „Silverfish Surfers“ mit anschließender Party, Unkostenbeitrag 5 Euro.
„PopUp Kunst“ findet im ehemaligen Marstall von Schloss Berg, Mühlgasse 7 in 82335 Berg, statt und ist ein Kooperationsprojekt von Yearning Communications und Katja Sebald.
Freitag 24.11.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gauting Bsoco: Gardi Hutter
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Gardi Hutter: So ein Käse

Was dem Mensch das Gold, ist der Maus der Käse. Hier der Goldrausch, dort das Käsefieber. Beider Leben sind hindernisreiche Rennen nach Gold, Geld oder Käse. Die Schweizer Clownfrau begeisterte uns bereits mit »Die tapfere Hanna« und »Die Schneiderin«.
Eine hungrige Maus beobachtet sehnsüchtig durch ein Fern-ofen-rohr einen runden Käse, der so nah und doch so unerreichbar ist: Er hängt in einer Mausefalle! Sie ist süchtig. Sie will mehr, mehr… ein Fondue! Ihre Gier macht sie unachtsam. Plötzlich steht sie in der Falle. Ihre Seele flattert schon höhenwärts. Doch die Falle schnappt nicht zu. Sie hat Rost angesetzt. Jetzt kann das schöne Leben im „Einfallenhaus“ beginnen! Die „Wohlstandsmaus“ richtet sich häuslich in ihrem Paradies ein: Schaukel, TV, Blumen, Fahne: alles Käse! Langeweile schleicht sich ein. Dann sieht sie den goldenen Mond am Himmel: „So ein Käse!!!“

Was dem Menschen das Gold, ist der Maus der Käse. Hier der Goldrausch, dort das Käsefieber. Beider Leben sind hindernissreiche Rennen nach Gold, Geld oder Käse. Dabei riskieren sie oft Kopf und Kragen.Und wenn sie es schaffen viel davon anzuhäufen, wird die Hauptsorge, wie sie das Erworbene erhalten, schützen und vermehren – und sich gleichzeitig alle Träume erfüllen können ….und da beisst sich der Teufel in den Schwanz. Die Maus auch!

Seit 1981 tourt Gardi Hutter mit ihrem clownesken Theater durch die halbe Welt, über 3500 Vorstellungen in 33 Ländern.Sie hat 8 Stücke kreiert und 15 kunstpreise erhalten. In ihren fast wortlosen Solos erfindet sie kleine, absurde Universen.

Verein Bosco
Oberer Kirchenweg 1
82131 Gauting
Samstag 25.11.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Unterschleißheim Bürgerhaus: Scharfe Hunde von Nicola Förg
Scharfe Hunde von Nicola Förg
Eine Alpen-Krimi-Lesung mit Michaela May

Was haben der renitente Besitzer einer Outdoor-Agentur, ein holländischer Camping-Urlauber und eine begüterte Werdenfelser Oma miteinander zu tun? Erst einmal nichts, außer dass sie alle an einer Eisenhut-Vergiftung starben. Drei Suizide? Drei Morde?

Doch bevor das Kommissarinnenduo Irmi Mangold und Kathi Reindl in die Ermittlungen eintauchen kann, stürzt vor dem Farchanter Tunnel ein ungarischer Lkw um. Heraus purzeln unzählige Käfi ge mit sehr jungen Hundewelpen. Der Fahrer schweigt. Merkwürdig ist jedoch, dass im Fahrerhaus die Adresse der verstorbenen Werdenfelser Oma entdeckt wird.

Irmi und ihre Kollegin tauchen ein in ein brandgefährliches Milieu, das dem der Waffenschmuggler und Drogenhändler in nichts nachsteht, denn es geht um unermesslich viel Geld …

Bestsellerautorin und Journalistin Nicola Förg hat mittlerweile 17 Kriminalromane verfasst, an zahlreichen Krimi-Anthologien mitgewirkt und 2015 einen Islandroman vorgelegt.

Bürgerhaus
Rathausplatz 1
85716 Unterschleißheim
Sonntag 26.11.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gauting Bosco: Fatih Çevikkollu
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Fatih Çevikkollu : Emfatih
Fatih Çevikkollu ist mit seinem neuen, mittlerweile fünften Solo-Programm wieder in Fatihland unterwegs. Mit Geist und Gefühl ist der Kölner Kabarettist auf Werbetour für eine verlorengegangene Eigenschaft: Mitgefühl – EMFATIH!
Fatih Çevikkollu spielt mit Wahrheit und Fanatismus: Die Einen tragen ein Kopftuch, die Anderen einen geistigen Schleier und so manche Lügenfresse geht morgens spazieren. Sagte man früher: Kümmeltürken, so sind es heute: Topterroristen. Seit ISIS aber wissen wir: Wir haben keinen Plan gegen den Fanatismus. Wir handeln kopflos.

Fatih Çevikkollu spielt mit Form und Inhalt, mit der Paragrafen-Deko des Grundgesetzes der Einen und der DAX-Kurve der Anderen. In einem Land das dem Bier frönt sind Leberwerte allemal wichtiger.

EMFATIH: das neue Programm von Fatih Çevikkollu – rasant, relevant, eloquent. Hingehen, hinhören und herausfinden was es mit seinem Motto auf sich hat: „Wer die Wahrheit verhandelt, muss die Anderen zum Lachen bringen, sonst bringen sie ihn um!“ MIT GEFÜHL.

Verein Bosco
Oberer Kirchenweg 1
82131 Gauting
Donnerstag 30.11.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gröbenzell Stockwerk: Lesung Axel Hacke
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Axel Hacke: Die Tage, die ich mit Gott verbrachte

Schon immer, sagt Axel Hacke, sei Gott für ihn ein melancholischer alter Herr gewesen, der etwas Großes schaffen wollte, doch einsehen muss, dass ihm nicht wieder gut zu machende Fehler unterlaufen sind. In „Die Tage, die ich mit Gott verbrachte“ schildert Hacke seine Begegnung mit diesem Schöpfer, der unglücklich ist über die Unvollkommenheit des eigenen Werks, nun aus seiner Einsamkeit flieht und ausgerechnet bei den Menschen Trost sucht: eine so großartige wie versponnene Geschichte voll seltsamster Ereignisse, heiter und sehr ernst zugleich – ganz das Richtige für unsere Zeiten, in denen eine Hacke-Lesung sowieso nie schaden kann. Weil jeder Abend mit diesem Autor eine Wundertüte voll verschiedenster Geschichten ist, trifft man hier nicht nur Gott, sondern auch den weißen Neger Wumbaba, den kleinen König Dezember und den traurigen Kühlschrank Bosch, man hört Weltbetrachtungen aller Art aus dem „Kolumnistischen Manifest“, man begegnet Paola, der Ehefrau des Erzählers, und Luis, seinem Sohn – und (weil vieles von dem, was Hacke vorträgt, aus dem eigenen Leben stammen könnte) vielleicht sogar sich selbst.

Axel Hacke wurde 1956 in Braunschweig geboren und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in München. Von 1981 bis 2000 arbeitete er als Reporter und „Streiflicht“-Autor bei der Süddeutschen Zeitung, für deren Magazin er bis heute unter dem Titel „Das Beste aus aller Welt“ seit Jahren eine viel gelesene Alltagskolumne schreibt. Seine journalistische Arbeit wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet: Joseph-Roth-Preis (1987), Egon-Erwin-Kisch-Preis (1987 und 1990) und Theodor-Wolff-Preis (1990). Hackes Bücher, zu denen mehrere Bestseller („Der kleine Erziehungsberater“, „Der kleine König Dezember“, die Wumbaba-Trilogie) gehören, wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Stockwerk
Oppelner Straße 5
82194 Gröbenzell
Freitag 01.12.2017; Uhrzeit: 19:30 Uhr
Germering Stadthalle: Alliage Quintett
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Alliage Quintett

„Voyage Russe“ - II

Daniel Gauthier, Sopransaxophon; Hayrapet Arakelyan, Altsaxophon; Simon Hanrath, Tenorsaxophon; Sebastian Pottmeier, Baritonsaxophon; Jang Eun Bae, Klavier
„Alliage“ ist die wohl charmanteste Legierung (franz. alliage) von vier Saxophonen und Klavier. Einzigartig in seiner Besetzung lässt das mit einem ECHO Klassik ausgezeichnete Ensemble die Illusion eines großen Orchesters Wirklichkeit werden.

    Peter I. Tschaikowsky: Fünf Tänze aus „Der Nussknacker“ op. 71
    Nicolai Rimsky-Korssakoff: „Scheherazade“
    Mikhail Glinka: Ouvertüre zu „Ruslan und Ludmila“
    Dimitrij Schostakowitsch: Fünf Stücke
    sowie „Alliage Russian Ballet Suite“ von Glière, Liadov, Chatschaturjan und Schostakowitsch

„Faszinierend die Wirkung des Großstadtbetriebs in der Konzentration des Orchesterstücks („Ein Amerikaner in Paris“) auf die auch dort dominierenden Bläser; mit welcher Differenziertheit und Präzision die vier Saxofonisten den Ablauf eines Tages im pulsierenden Leben von Paris schilderten und das Nachtleben, das Morgengrauen am Ufer der Seine musikalisch swingend zum Leben erweckten.“
Neue Presse, 15. Juni 2016

„Die Idee, das Ensemble für die vorliegende Produktion mit einer Klarinette zu erweitern, erweist sich als brillanter Kunstgriff. Sabine Meyer fügt sich dabei nahtlos in das traumhaft sicher miteinander harmonierende und dialogisierende Ensemble ein.“
Fono Forum, Juni 2016, Bewertung: Musik: 5 Sterne, Klang: 5 Sterne

Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
82110 Germering
Samstag 02.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Thomas Siffling Quintett
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Thomas Siffling Quintett
„Flow“

Der Jazztrompeter Thomas Siffling war immer schon ein Wanderer zwischen den Welten, ein musikalischer Grenzgänger. Und vielseitig: Er ist Musiker, Komponist, Dirigent und Kulturmanager. War mit der Mardi Gras.bb im Studio und arbeitete mit Pit Baumgartner von DePhazz oder Club Des Belugas zusammen. Und er erfindet sich immer wieder musikalisch neu. Für sein neues Projekt "Flow" hat Siffling ein Quintett gegründet. Die Idee dazu beschreibt er folgendermaßen: "Vor allem Musiker kennen dieses Flow-Gefühl, ein tiefes Eintauchen, gar Hineinfallen in die eigene Kunst, den Rhythmus und die Klangwelt. Es entstehen Energie, Ekstase und eine neue musikalische Ebene der Wahrnehmung und Verarbeitung.“ Das Ergebnis ist eine progressive Version von Elektrojazz, mit selbstgebauten Loops, raffinierten Samples und einem ziemlich groovigen Flow. Musik, die sowohl beim konzentrierten Zuhören, als auch beim beiläufigen Mithören funktioniert.


„Auch wenn Thomas Siffling mit seiner neuen Produktion persönlich vielleicht wieder Neuland betreten hat, die Fußspuren seiner Vorgänger sind noch deutlich zu erkennen. Trotzdem darf man auf die Erscheint von „Flow“ gespannt sein, denn gut gemacht ist die Sache allemal.“
Andreas Ahlemann, Mannheimer Morgen

„ […] es ist nicht zu verfehlen, dass der Jazzgigant Thomas Siffling nachhaltig beeindruckt hat.“
Gereon Hofmann, Die Rheinpfalz

„"FLOW verfügt über eine unverkennbar eigene Handschrift und ein internationales Flair."“
Reinhard Köchl, Jazz Thing

Thomas Siffling Trompete
Alex Gunia Gitarre Sounddesign
Konrad Hinsken Klavier, Keyboards
Sebastian Flach Bass
Christian Huber Schlagzeug

Landsberg Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Sonntag 03.12.2017; Uhrzeit: 11:00 Uhr
Olching KOM: Michael Leslie spielt Beethoven und Schuhmann
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... eine tiefe Klage um dich...
Beethoven Sonate in A- Dur, op. 101
Schuhmann Fantasie in C- Dur, op. 17
Michael Leslie, Klavier  

Die wenig gespielte, eigenwillige, experimentelle Sonate opus 101 aus Beethoven's Krisenzeit (1812 bis 1816) ist die Lieblingssonate vieler Pianisten. Die wenigen vollwertigen Werke aus diesem Zeitraum - dazu zählen neben opus 101 auch die Violinsonate opus 96, der Liederzyklus "An die ferne Geliebte" opus 98 und die zwei Cellosonaten opus 102 - übten eine starke Faszination auf die erste Generation der romantischen Komponisten aus.
In der C-Dur Fantasie ist dieser Einfluss sehr auffällig - der 1. Satz endet mit einem direkten Zitat aus dem Liederzyklus und der 2. Satz ist von dem gleichen punktierten Rhythmus durchsetzt wie der Marsch (2. Satz) von opus 101. In einem Brief an Clara Wieck schrieb Schumann: "Der erste Satz davon (von der Fantasie) ist wohl mein Passioniertestes, was ich je gemacht – eine tiefe Klage um Dich".

Michael Leslie, geboren in Australien lebt und arbeitet als Konzertpianist in München. Sowohl die virtuose Interpretation als auch die der Musik innewohnende Botschaft des Komponisten ist ihm Auftrag, Verpflichtung und alleiniger Maßstab, nicht der äußere Glanz. Leslies Interpretationen beispielsweise der Werke Bachs, Beethovens oder Schuberts gelten unter Kennern als Geheimtipp. Sein Spiel zeugt von eigenwilligem Charakter, von einer unvergleichlichen künstlerischen Detailtreue, einer Reife und Durchdringung, wie man sie bei den meisten Klaviervirtuosen unserer Zeit vergeblich sucht. Michael Leslie trat während seines Studiums am Konservatorium von Sydney mit führenden australischen Orchestern auf. So spielte er u. a. mit dem Sydney Symphony Orchestra die australische Erstaufführung des 1. Klavierkonzerts von Béla Bartók. Bei Rosl Schmid an der Münchner Hochschule für Musik setzte er sein Studium fort und gewann den 1. Preis des Wettbewerbs der westdeutschen Musikhochschulen und belegte als Preisträger des internationalen ARD
-Wettbewerbs den dritten Platz. Leslies Repertoire reicht von Scarlatti bis Lutoslawski und enthält neben anderem die großen Klavierwerke Bachs, sämtliche Beethoven-Sonaten sowie das Klavierwerk Arnold Schönbergs. Der Vielschichtigkeit Franz Schuberts begegnet Leslie mit großem Respekt und Gründlichkeit. In einer Reihe von Rundfunkaufnahmen im In- und Ausland machte sich der Künstler ebenso einen Namen wie durch zahlreiche Auftritte mit bedeutenden Orchestern. Das ungewöhnliche künstlerische Potential des Pianisten führte zu Gastspielen in Österreich, Großbritannien, Schottland, Frankreich, Italien, Sizilien, Norwegen, Serbien, Ghana, Australien und in vielen deutschen Städten. In Sydney wurde er als einer der herausragendsten Pianisten, die Australien hervorgebracht hat, gefeiert mit der Schlagzeile: “Sydney’s loss is Germany’s gain.”

KOM Olching
82140 Olching
Hauptstr. 68
Mittwoch 06.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Fürstenfeld: Julian & Roman Wasserfuhr
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JazzFirst
Julian & Roman Wasserfuhr
Landed in Brooklyn

Julian Wasserfuhr (trp/flh)
Roman Wasserfuhr (p)

Schon als Teenager galt Julian Wasserfuhr als größtes deutsches Ausnahmetalent an der Trompete seit Till Brönner. Ob mit Trompete oder Flügelhorn: Julian ist kein Vertreter der Schneller-Höher-Weiter-Fraktion. Mit seinem warmen Ton schafft er atmosphärische Klangräume. Sein Bruder Roman unterstützt mit seinem akzentuiert-strahlenden Klavierspiel den frischen, aber dennoch ausgereiften Sound des Duos. Die Vertrautheit der Brüder verleiht der Musik einen entspannten und unangestrengten Charakter. Nach vier erfolgreichen Alben „zählen sie zu den renommiertesten Jazz-Musikern Deutschlands“ (WAZ). Mit ihrem fünften Album „Landed in Brooklyn“ haben sich Julian & Roman Wasserfuhr nun auf die Reise ins Mutterland des Jazz begeben und sind im Hotspot des internationalen Jazz gelandet, New York. Dort schlugen sie zusammen mit den amerikanischen Jazzstars Donny McCaslin, Tim Lefebvre und Nate Wood ein weiteres Kapitel ihrer beeindruckenden Karriere auf.
„Das ist allerhöchste Jazz-Qualität.“ (Rheinische Post, 06.03.2017)

Veranstaltungsforum Fürstenfeld
Fürstenfeld 12
82256 Fürstenfeldbruck
Samstag 09.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Germering Rossstall: VENEDIG IM SCHNEE
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Vendeig im Schnee
Komödie von Gilles Dyrek

Patricia wird von ihrem Freund, mit dem sie sich heftig gestritten hat, zu einem Abendessen mitgeschleppt, wo sie niemanden kennt. Wütend beschließt sie, den ganzen Abend kein Wort von sich zu geben, was dazu führt, daß die Gastgeber sie für eine Ausländerin halten. Perfide und mit diabolischem Vergnügen steigt Patricia in dieses Spiel ein, bis das Ganze fast zur Tragödie ausartet…

Der Autor:Gilles Dyrek
Gilles Dyrek, 1966 in Paris geboren, erhielt seine Ausbildung an der L’Entree de I’Artiste sowie der École National Supérieur des Arts et Techniques du Théâtre. Er ist ein gefragter Schauspieler und Regisseur an den Pariser Theatern sowie natürlich auch bei Film und Fernsehen.
Bereits seine ersten Stücke „L’éléphant s’enferme dans la salle de bain pour jouer avec les robinets“ und „Le Projet Titre Provisoire“ wurden in Frankreich erfolgreich aufgeführt. Seine Komödie „Venise sous la neige“ (Venedig im Schnee) aber entwickelte sich nach der Uraufführung 2003 im Théâtre de la Pépinière-Opéra regelrecht zu einem Kassenschlager mit über 400 Vorstellungen, denen sich eine ausgedehnte Tournee anschloss. Doch die Erfolgs-geschichte von Venedig im Schnee in Frankreich ist noch nicht zu Ende. Zur Zeit inszeniert Gilles Dyrek dieses Stück für eine längere Aufführungsserie in der Pariser Comédie Bastille. Im deutschsprachigen Theaterraum wurde das Stück bisher von 30 Theatern gespielt. Auch sein neuestes Werk „La touche étoile“ wurde in Paris zu einem großen Erfolg!

Die Schauspieler:
Nathalie:  Pascale Ruppel
Christophe:   Thomas Leicht
Patricia:  Anja Neukamm
Jean-Luc:  Alexander Schleissinger

Regie: Oliver Kübrich

Bühne: Nina von Schimmelmann/Peter Wimmer
Souffleusen: Melanie Schade, Christl Gorisch
Technik: Peter Wimmer, Rüdiger Trebes, Tolga Ünlüer

Theaterverlag Desch/ Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker

Rossstall
Augsburger Straße 8
82110 Germering
Donnerstag 14.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Puchheim PUC: Mames Babegenush
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Jazz Around The World
Mames Babegenush


3. Etappe: Dressing à la Klezmer.
"Mames Babegenush" ist jiddisch und bedeutet zu Deutsch "Mutters Auberginensalat". Was die dänische Band zu diesem Namen bewegt hat, ist nicht überliefert, was sicher ist: Sie spielen unglaublich guten Klezmer! Das Kopenhagener Sextett vollbringt das Kunststück, moderne Elemente und Rhythmen gekonnt mit der Tradition zu verbinden und dabei tolle Stimmung zu machen. Ein Live-Konzert wird im
Handumdrehen zu einer großen, ausgelassenen Fete. Das ist kein Zufall: "Mames Babegenush" spielte in ihren Anfängen hauptsächlich auf jiddischen Partys, Hochzeiten, Bar Mitzwahs und anderen Feierlichkeiten. Größere Aufmerksamkeit brachte ihnen ihr "Klezmer Attack"-Konzept: Unangekündigte Auftritte an öffentlichen Plätzen, Cafes, Bars und Parks, die zu ausgelassenen Klezmerpartys wurden. Die weltweite Klezmer Community war so begeistert, dass die Band nach New York eingeladen wurde und sogar in der
Carnegie Hall spielte. 2010 folgte ein weiteres Highlight: Die Band gewann beim "2nd International Jewish Music Competition" in Amsterdam u.a. den Publikumspreis für die beste Live-Performance, eine absolute
Königsdisziplin. Das "perfekte musikalische Dinner" haben die Köche von "Mames Babegenush" nun für Jazz Around the World zusammengestellt. Am 14. Dezember werden sie es bei einem großartigen Klezmer-Abend servieren! Besetzung: Andreas Møllerhøj: Bass;
Lukas Rande: Saxophon; Bo Rande: Flügelhorn; Nicolai Kornerup: Akkordeon;
Christian Hørsted: Schlagzeug; Emil Goldschmidt: Klarinette

Puchheimer Kulturcentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Straße 2
82178 Puchheim
Freitag 15.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Gröbenzell Stockwerk: Han's Klaffl: Schul-Aufgabe - Ein schöner Abgang ziert die Übung
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Han's Klaffl: Schul-Aufgabe - Ein schöner Abgang ziert die Übung

Han’s Klaffl war (Musik-)Lehrer aus Leidenschaft. Sein neues Programm „Schul-Aufgabe“ ist eine Kombination aus Schadensbericht und wehmütigem Rückblick auf 40 Jahre professioneller Bespaßung verhaltensorigineller Schüler. Aber der Blick geht auch nach vorne. Was macht ein Lehrer, dem der pädagogische Auftrag auch nach der Pensionierung noch in den Knochen sitzt, der die Didaktik lebenslänglich verinnerlicht hat, der sich aber plötzlich seiner Zielgruppe beraubt sieht? Da gibt es viel zu tun! Der Laie hat ja keine Vorstellung, wie groß der Bedarf an pädagogischer Feldarbeit auch außerhalb der Schule ist, welcher enorme Bedarf an didaktischer Unterweisung in der näheren und weiteren Umgebung des Pensionisten herrscht.

Der „Staatskabarettist auf Lebenszeit“ vollendet seine Mission: Nach „40 Jahre Ferien“ und „Restlaufzeit“ präsentiert er mit „Schul-Aufgabe“ den dritten Teil seiner aberwitzigen Trilogie.

Stockwerk
Oppelner Straße 5
82194 Gröbenzell
Samstag 16.12.2017; Uhrzeit: 20:00 Uhr
Landsberg: Bulgarian Voices – Angelite
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Ulrich Balß
Bulgarian Voices – Angelite
30 Jahre Jubiläums Tour

20 Sängerinnen aus allen Teilen Bulgariens bilden Bulgarian Voices – Angelite. Sie sind in traditioneller Musik ausgebildet, haben aber auch reiche Erfahrungen mit der westlichen Kunstmusik. Faszinierend und glockenhell sind ihre Stimmen, unverkennbar ihr eigenartig ornamentierter Gesangsstil. Der Erfolg spricht Bände: Auftritte bei der Nobelpreisverleihung, auf dem Roten Platz in Moskau oder eine Grammy-Nominierung 1999. Der Chor steht seit nunmehr 30 Jahren auf den Bühnen der Welt. Die Wurzeln ihrer Gesangstechnik liegen im Orient des Mittelalters. Manche vermuten sie sogar bei den Thrakern vorchristlicher Zeit. Es ist eine Technik mit verblüffenden Qualitäten: Ganz leicht und doch mit trompetengleicher Strahlkraft lassen die Sängerinnen ein Forte erklingen. Manche Töne können hinab bis in die tiefen Tenorlagen reichen. Und was den vermeintlichen Verschleiß durch den Kehlkopfansatz betrifft – im Gegensatz zu unseren Opernsängerinnen klingen bei den bulgarischen Frauen die Stimmen auch nach sechzig Jahren noch jugendlich und glockenhell. Chorleiter Georgi Petkov absolvierte mehr als 600 Konzerte sowohl in Bulgarien als auch im Ausland, dazu kommen etliche CD Aufnahmen. Sein kompositorisches Werk umfasst mehr als 200 Titel. Für seine Vokalwerke hat Georgi Petkov viele internationale Auszeichnungen erhalten.

„Mystisch, metallisch, modern. Das ist wohl das eigentliche Gemheimnis der bulgarischen Stimmen – die Selbstverständlichkeit, mit der in dieser Musik Stile, Zeiten und Traditionen zusammenfliessen. Ein Wunder.“ DIE ZEIT

Landsberg Stadttheater
Schlossergasse 381 a
86899 Landsberg am Lech
Mittwoch 20.12.2017; Uhrzeit: 15:00 Uhr
Germering Stadthalle: Pippi plündert den Weihnachtsbaum
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Pippi plündert den Weihnachtsbaum

Eine zauberhafte Weihnachts­geschichte für die ganze Familie
Von Astrid Lindgren

„Pippi Langstrumpf will heute Abend in der Villa Kunterbunt den Weihnachtsbaum plündern. Alle Kinder der Stadt sind herzlich willkommen. Zieht warme Kleider an!“

Dieses Plakat hat Pippi selbst geschrieben. Gemeinsam mit Thomas und Annika sowie einer Menge Goldstücke aus Pippis Koffer ziehen die drei los, um für das Fest einzukaufen: 18 Kilo Bonbons reichen hoffentlich! Am Abend kommen alle Kinder in einem langen Zug zur Villa Kunterbunt. Aber die Villa ist ganz dunkel. Vielleicht ist das Plünderfest erst morgen? Plötzlich entdeckt die Kinderschar einen Zettel, auf dem steht: „Folkt der Spuhr und est sih auf“. Und tatsächlich – da liegen Bonbons im Schnee – lauter bunte Bonbons! Die Bonbonspur führt die Kinder zu einem wunderschönen, von vielen Kerzen hell erleuchteten Weihnachtsbaum. Pippis Weihnachtsbaumplünderfest lässt Kinderherzen höherschlagen und ganz zum Schluss erlebt auch Pippi noch eine Weihnachtsüberraschung!

Bühnenbearbeitung: Tristan Berger und Marco Böß

Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
82110 Germering
Freitag 22.12.2017; Uhrzeit: 19:00 Uhr
Germering Stadthalle: Monika Baumgartner und die Wellküren
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Monika Baumgartner und die Wellküren

Heilige Nacht
Vor 100 Jahren schrieb Ludwig Thoma seine Version der Weihnachtsgeschichte. Längst schon ein Klassiker bayerischer Literatur, hat diese nichts an Charme und Aktualität eingebüßt.
Schauspielerin Monika Baumgartner (bekannt z.B. aus dem „Bergdoktor“) liest die Weihnachtsgeschichte in klangvollem Oberbayerisch.
Mit traditioneller Weihnachtsmusik untermalen die Wellküren Moni, Burgi und Bärbi die Lesung.

Stadthalle Germering
Landsberger Str. 39
82110 Germering
Mittwoch 27.12.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Buchheim Museum: BRÜCKENSCHLAG. GERLINGER + BUCHHEIM !
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BRÜCKENSCHLAG. GERLINGER + BUCHHEIM !
Ausstellung im Buchheim Museum vom 28. Oktober 2017 bis 25. Februar 2018

Die Sammlung „Die Maler der Brücke" von Hermann Gerlinger kommt ins Buchheim Museum! Die Sammlungen Buchheim und Gerlinger ergänzen sich auf das Trefflichste. Buchheim kann mit glanzvollen frühen Hauptwerken der Brücke-Künstler punkten. Gerlinger erschließt das Thema systematisch in seiner gesamten historischen Tiefe und in der gesamten Breite der Gattungen. Die immer noch wachsende Sammlung umfasst mehr als 1.030 Titel, darunter Aquarelle, Zeichnungen, Druckgrafiken, Dokumente, Skulpturen, Kunsthandwerk und derzeit 48 Gemälde der Brücke-Künstler. Mit dem Umzug der Bestände des Würzburger Sammlers nach Bernried und die Zusammenführung mit der Sammlung Buchheim wird die Bedeutung des Buchheim Museums als Hauptmuseum des deutschen Expressionismus in Süddeutschland weiter ausgebaut. Es kann nun seinen Schwerpunkt „Brücke" mit mehr als 2000 Werken der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe belegen. Die Ankunft wird mit der Auftaktausstellung BRÜCKENSCHLAG. GERLINGER + BUCHHEIM – einer großen monografischen Zusammenschau beider Sammlungen zum Thema „Brücke“ – gewürdigt. Diese spektakuläre Vereinigung wird sich auf über 1.500 Quadratmeter erstrecken.

Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried

Bilder:

Erich Heckel, Kinder, 1910, Öl auf Leinwand, Sammlung Hermann Gerlinger © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen

Erich Heckel, Am Waldteich, 1910, Öl auf Leinwand, Buchheim Museum der Phantasie © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen

Erich Heckel, Zwei Mädchen am Wasser, 1910, Öl auf Pappe, Sammlung Hermann Gerlinger © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen
Freitag 29.12.2017; Uhrzeit: 00:00 Uhr
München Lenbachhaus: Gabriele Münter
Bilder
Gabriele Münter Gasse in Tunis, 1905 Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Gabriele Münter Abstrakt, 1914 Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017; Gabriele Münter Buddha-Legende, 1931 Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.
Gabriele Münter

Bevor Gabriele Münter sich der Malerei zuwandte, hatte sie bereits fotografiert, um 1900 und zwar
zum ersten Mal in den USA. Bald wird sie anfangen zu malen, fast täglich, ihr Leben lang. Und Gabriele Münter geht ins Kino! Sie war eine offene und experimentierfreudige Künstlerin, vieles, was sie geleistet hat, ist bisher nur wenig wahrgenommen worden, weil ihr Werk meist durch den engen Fokus ihrer Biografie und ihrer Beziehung zu Kandinsky interpretiert wurde.
Bis heute sind daher fast nur ihre Bilder aus der Zeit des »Blauen Reiter« im Zentrum der Aufmerksamkeit gewesen. Und so ist der Name Münter vorwiegend mit dem deutschen Expressionismus assoziiert, mit Murnau und dem Münter­ Haus. Münters Werk ist jedoch deutlich facettenreicher, fantasievoller und stilistisch breitgefächerter als bisher bekannt. Mit der ihr im Lenbachhaus gewidmeten Ausstellung wollen wir diese reduzierte Rezeption ihrer Arbeit erweitern. Wir wollen die Komplexität und Eigenständigkeit von Münters Schaffen anhand kunsthistorischer Fragen sichtbar machen und neu bewerten.
Im Mittelpunkt der Schau wird ihr malerisches Oeuvre stehen, welches in verschiedenen thematischen Sektionen präsentiert wird. Von den klassischen Gattungen wie Porträt und Landschaft über Interieur, Abstraktion bis hin zum »Primitivismus« werden wir das reiche Gesamtwerk der Künstlerin vorstellen.
Da Münter ihre künstlerische Laufbahn mit der Fotografie begann, was nachhaltige Spuren in ihrer Malerei hinterließ, werden wir auch eine kleine Sektion dieser Technik widmen. Wir zeigen daher Fotografien, die sie 1899/­1900 während ihrer Reise in die USA geschaffen hat. Zudem wird ihr frühes Interesse für das neue Medium »Film« durch Filmstationen dokumentiert. Ein großer Teil der 130 Gemälde in der Ausstellung wurde noch nie oder letztmals vor Jahrzehnten der Öffentlichkeit präsentiert. Er stammt aus dem Nachlass der Künstlerin, der sich inder Gabriele Münter­ und Johannes Eichner ­Stiftung befindet. Diese Werke werden durch internationale und selten ausgestellte Leihgaben ergänzt.
Die Ausstellung wird durch die Städtische Galerie im Lenbachhaus und durch die Gabriele Münter­ und Johannes Eichner­ Stiftung erarbeitet und findet anlässlich des 140. Geburtstags von Gabriele Münter und des 60. Jubiläums ihrer Schenkung 1957 von Werken der Blaue Reiter ­Künstler an das Lenbachhaus statt.

Städtische Galerie im Lenbachhaus
Luisenstraße 33
80333 München
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