• Suche nach Veranstaltungen
Donnerstag 19.07.2018; Uhrzeit: 21:00 Uhr
München Unterfahrt: Omer Avital Quintet
Bilder
Omer Avital Quintet

Asaf Yuria (ss,ts), Alexander Levin (ts), Eden Ladin (p), Omer Avital (b), Ofri Nehemya (dr)

Gefeiert als „außergewöhnlich“ (New York Times) und „röhrend erfinderisch“ (Jazziz), gehört Omer Avital zu den „aufregendsten Musikern, die in den letzten 20 Jahren in die Jazzszene gekommen sind“ (Downbeat). Die Ensembles des Visionärs und Virtuosen sprengen die Grenzen des Jazz‘ und bieten Entertainment und Geist zugleich. Avitals Kompositionen reichen von anspruchsvollen Jazzgesprächen (Yes! Trio) über funkige, mittelöstliche Grooves (Yemen Blues) bis hin zu langen, orchestralen Arrangements traditioneller sephardischer Musik (Ahavat Olamim). Mit ‘Suite of the East’ hat Omer klassischen Jazz mit Klängen aus dem Nahen Osten und Nordafrika verschmolzen. Wofür die Suite von TSF Jazz zum Album des Jahres in Frankreich ernannt und in die NPR Music‘s Top 10 Jazz Alben aufgenommen wurde.

Jazzclub UNTERFAHRT
Einsteinstraße 42
81675 München
Sonntag 22.07.2018; Uhrzeit: 00:00 Uhr
Museum Brandhorst: JUTTA KOETHER - TOUR DE MADAME
Bilder
JUTTA KOETHER - TOUR DE MADAME

Museum Brandhorst
18. Mai bis 21. Oktober 2018

Vor allem ist Jutta Koether Malerin. Angesichts ihrer vielgestaltigen künstlerischen Praxis, die zu wesentlichen Teilen auch aus Performances, Musik und literarischen, theoretischen und kritischen Texten besteht, mag diese Beobachtung überraschen. Doch die Ausstellung „Tour de Madame“ führt vor Augen, dass die Malerei Koethers künstlerische Landschaft wie ein Turm überragt und damit die Perspektive bietet, von der aus sich alles andere ordnen lässt. Und dazu ist die Ausstellung eine Grand Tour, eine Tour d’Horizon, eine Tour de Plaisir durch diese Landschaft, während der klar wird, dass die Malerei auch deswegen die prominente Position in Koethers Schaffen einnimmt, weil die Künstlerin sie anders denkt als viele ihrer Zeitgenossinnen und Zeitgenossen – nämlich eben nicht als isolierbares oder bloß historisches Phänomen, sondern als offene Bildfläche. So ist Koethers Malerei oft das, was Malerei in den vergangenen 35 Jahren selten war – ein Medium, um zu erzählen. Koether sucht dabei nicht allein die Analyse und Reflexion, sondern auch den Exzess und das Vergnügen, und sie stellt aus diesen Perspektiven positiv und konstruktiv konnotierte Bezüge zu einer Tradition der Malerei her, die nicht allein auf Referenzen zur Moderne beschränkt sind. Mit rund 150 Werken aus den Jahren von 1983 bis 2018 bietet „Tour de Madame“ zum ersten Mal einen systematischen und chronologischen Überblick über Koethers Malerei. Viele der in der Ausstellung gezeigten Werke und vor allem das Frühwerk sind Entdeckungen. Diese Bilder waren noch nie oder seit ihrer ursprünglichen Präsentation nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen. Die Zusammenführung aller Werkgruppen erlaubt dabei, Koethers Werk in seiner historischen Bedeutung zu erfassen: als groß angelegten Versuch, eine Gegen-Geschichte zu dem männlich dominierten Kanon der Moderne und Postmoderne zu entwerfen. Ihre Zugriffe auf Nicolas Poussin, Vincent van Gogh, Georgia O’Keeffe und andere sind dabei nicht historisierende Rückversicherungen, sondern Aktualisierungen einer Geschichte der Kunst, als deren Teil Koether sich selbstbewusst begreift. Konsequenz und Konsistenz ihres künstlerischen Schaffens lassen keinen Zweifel daran, dass Koether vor allem eines ist – eine der wichtigsten deutschen Malerinnen der letzten Jahrzehnte.

DER „TOUR DE MADAME“-ZYKLUS
Für den zentralen Raum im Untergeschoss des Museums
 Brandhorst hat Koether die Bildserie „Tour de Madame“ (2018) kon zipiert, die in Anordnung und Format auf Cy Twomblys monumentalen „Lepanto“-Zyklus (2001) antwortet. Mit der halbrunden architektonischen Gestaltung im Obergeschoss, die an eine Kirchenapsis erinnert, bildet der monumentale Zyklus
 einen Höhepunkt der ständigen Sammlungspräsentation im
 Museum Brandhorst. Basierend auf dem gleichen Grundriss wurden im Untergeschoss des Museums zwölf Glasscheiben installiert, die zu verschiedenen Blickwinkeln und zu einer Erfahrung des Raums einladen. Dort, gleichsam im Unterleib des Museums, führt uns Koether ihre Schlacht mit der Malerei- und Kunst geschichte vor Augen. In dieser Rückschau leuchten Motive und Dynamiken von
 Koethers Werdegang seit den frühen 1980er-Jahren auf. Die
 rote Farbe verleiht den Gemälden einen formalen und atmosphärischen Zusammenhalt und wird von zwei kleineren, tiefschwarzen und krustigen Bildern unterbrochen und damit in eine rhythmische Form gebracht. In einem der Bilder sehen wir runde Formen, die von Beginn an zum festen Bestand von Koethers
 
Werken gehören und die nun in einem überbordenden All-over die ganze Bildfläche in Beschlag genommen haben. Der Ausgangs- und Endpunkt des Zyklus ist ein Leichenzug, den Koether aus Nicolas Poussins „Die Beerdigung von Phocion“ (1648) entnommen hat. Bei Koether wird die Leinwand zum Leinentuch, das den aufgebahrten Körper bedeckt und dabei ein virtuoses Spiel leuchtender Glanzpunkte entfaltet. Der Topos vom Tod der Malerei, der die so utopischen wie rationalen Entwürfe der Moderne wie ein Gespenst begleitet hat, wird hier zu einem Tod „in“ der Malerei, der sich am Ende in einer verpixelten Variante wiederholt, die die mythologische Szene nur noch schemenhaft erahnen lässt. Das Gemälde erinnert an ihre „Bruised Grids“ und die Raster, die als Verzierung von Taschen oder Bänken oder als Motive ihre Gemälde seit den frühen 2000er-Jahren durchziehen und die sich zu autonomen Bildern verselbstständigten. Auch Cézanne, neben Malern wie Balthus, Freud, Poussin und van Gogh ein wichtiger Referenzpunkt für Koethers Praxis, taucht unter anderem in der Pose ihres Selbstporträts wieder auf, das auf Cézannes Bildnis von Madame Cézanne anspielt und über das Koether ihre Format füllenden Initialen „JK“ projiziert. Das zentrale Bild des Zyklus – eine Paraphrase von Balthus’
 „La Chambre“ (ca. 1953) – zeigt eine nackte weibliche Figur, die lasziv auf einem Bett liegt. Ihr Kopf ist nach hinten verdreht, beim Gesicht sind oben und unten vertauscht. Mit ihrer rechten Hand stützt sie sich ab, um mit ihrer Fußspitze ein Rasterbild aus dem Bild zu kicken. In dieser prekären Stellung hält sie mit ihrer Linken eine transparente Kugel in die Höhe – ein Balanceakt zwischen unten und oben, Schwerkraft und schwebender Leichtigkeit, Widerstand und Hingabe.   Mit dem Titel „Tour de Madame“ verweist sie auf ein weiteres gedankliches Vorbild, Michel de Montaigne. Seine Bibliothek und sein Arbeitszimmer waren auf dem Familienanwesen in einem Turm, dem „Tour de Montaigne“ untergebracht. Diesem gegenüber stand einmal der seiner Frau vorbehaltene Turm, der „Tour de Madame“. Eine zentrale These Montaignes’ ist, dass Denken nur in und durch Bewegung entsteht. Eine Bewegung, die in der Installation und den zwölf Werken aus „Tour de Madame“, ihrer Ballung an aus ihrem ¼uvre bekannten Bezügen, Themen und Motiven, zum Ausdruck kommt.

Museum Brandhorst
Theresienstraße 35a,
80333 München



Jutta Koether
Untitled, 1987
Öl auf Malkarton 18 x 24 cm
Courtesy of the artist and Galerie Buchholz, Berlin/Cologne/New York
Donnerstag 26.07.2018; Uhrzeit: 20:30 Uhr
München Milla: Bittenbinder – Album Release
Bilder
Bittenbinder – Album Release

Funk, Soul, Hip Hop und jede Menge Herz – das ist BITTENBINDER. Die junge Band aus München, weiß was groovt und was es heißt gemeinsam Spaß zu haben. Alle Bandmitglieder wirken wie eine eingespielte Gang guter Freunde, mit denen man durch Dick und Dünn geht. Genauso authentisch ist auch ihre Musik. Ob Liebeskummer, Social Media Fakes oder Flüchtlingskrise, in den deutschen Texten kommen tiefsinnige Messages mal nachdenklich, mal humorvoll, aber immer lebendig und emotional rüber.
Der Bandname, eine Hommage an den rumänischen Großvater von Frontfrau Veronika BITTENBINDER, steht für Kampfgeist, Durchhaltevermögen und Zusammenhalt. Denn getreu ihres „Einer für alle und alle für einen“-Spirits gilt für BITTENBINDER (gut) leben und leben lassen.

Nach dem erfolgreichen Debütalbum mit dem bezeichnenden Titel Da sind wir, erscheint im Sommer 2018 das neue Album Mehr Liebe.

Dynamisch, frech und frei bringt BITTENBINDER mit einer Besetzung aus Schlagzeug, Bass, Gitarre, Bläsern und zwei kraftvollen Stimmen die Bühne zum beben. Unter die Songs des neuen Albums mischen sich bei der Tournee auch Songs vom ersten Album. Mit tiefsinnigen Texten und groovigem Sound, sorgt BITTENBINDER immer für eine vielfältige Show.

„Und vermutlich ging jeder beschwingt und auch ein Stück reicher nach Hause.“ – Kultur Vision

Milla
Holzstrasse 28
80469 München
Sonntag 29.07.2018; Uhrzeit: 11:15 Uhr
Kloster Benediktbeuren: CARMINA BURANA
Bilder
Carmina Burana

Der Maierhof des Klosters Benediktbeuern feiert seinen 300 Geburtstag!

Das „Ständchen“ ist natürlich „Carmina burana“ von Carl Orff. Dargebracht wird es am Sonntag,  29. Juli 2018 um 11.15 h  Open Air  im Maierhof vom KlangKunst Chor aus Iffeldorf, der ja in den letzten Jahren mit vielen Aufführungen dieses bekannten Werkes in Benediktbeuern auf sich aufmerksam gemacht hat. In diesem Jahr singt er zusammen mit dem Lassus-Chor, München unter der gemeinsamen Chorleiterin Andrea Fessmann (vorm. Letzing).
Gemeinsam mit Pater Karl Geissinger vom Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) freut sich Andrea Fessmann, dass trotz der spontanen Planung grandiose Solisten gewonnen werden können, allen voran ein „alter Bekannter“: Kammersänger Martin Petzold aus Leipzig, der mit seiner Interpretation des Schwans sicher einmalig ist! In der Rolle des Abtes von Kukanien hat Fortuna es wieder möglich gemacht, dass Thomas Hamberger an diesem Tag noch Zeit hat und ein neues (wunderschönes) Gesicht wird auf der Bühne zu sehen sein, die junge Opern- und Konzertsängerin Anna Karmasin.
Wie auch in den vergangenen Jahren wir die Fassung für zwei Flügel und 5 Schlagzeuger gespielt, wieder mit den Pianisten Anne Horsch und Klaus Fessmann. Die Schlagzeuger - das Carl Orff Percussion Ensemble, Salzburg - kommen direkt vom Orff- Institut des Mozarteums in Salzburg.
Die Kinderchorstellen der „Carmina“ wird ein eigens zusammengestellter Kinderchor aus Iffeldorf, Benediktbeuern und Umgebung singen. Kinder, die gerne beim Geburtstagsständchen für den Maierhof mitsingen möchten, können sich im ZUK anmelden unter 08857-88706.

Karten zu 25¤ gibt es bei Christa Clauss (08866-3695), Klosterladen Benediktbeuern (08857-88110), Buchhandlung Rolles, Penzberg (08856-4344), Buchhandlung Winzerer Bad Tölz (08041-9812), Rundschau Verlag Penzberg (08856-9140) oder
www.muenchenticket.de (ggf zuzügl. VVK Gebühren)

Das Konzert findet bei jeder Witterung statt.

Kloster Benediktbeuren
Don-Bosco-Straße 1,
83671 Benediktbeuern
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.