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Eberhard Weber „The Jubilee Concert“ - DVD SWR Jazzhaus

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Samstag 23.04.2016
OHRENGLÜCK 18: Wolfmother "Victorious" Universal
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Es gibt Urklänge der 1970er-Jahre-Rockmusik, die allen, die damals jung waren, bis heute durch die Blutbahn kreisen. Etwa die elementaren Gitarrenriffs der frühen Black Sabbath und Led Zeppelin - aber auch ihre knurrenden Bässe, ihre ungezähmten Schlagzeugrhythmen, der leicht übersteuerte Sound und natürlich die krähenden Stimmen ihrer Leitwölfe Ozzy Osbourne und Robert Plant. Der Australier Andrew Stockdale war damals noch gar nicht geboren. Aber seine Band klingt, als wäre sie die Mutter dieser rockenden Steppenwölfe von einst - passenderweise heißt die Band Wolfmother. Andrew Stockdale schreibt nicht nur alle Stücke, er singt auch, spielt die Gitarre und den Bass, macht also fast alles allein. Nur einen Drummer hat er noch dabei und ab und zu ein paar Orgel- oder Klaviertöne - der Sound ist asketisch wie Brot ohne Butter. Falls hier überhaupt ein nennenswerter Produktionsaufwand betrieben wurde, dann dafür, dass die Musik klingt, als käme sie direkt aus dem Jahr 1970 - kompromisslos, fundamental, urtümlich. Während die Gitarrenriffs Harmonien andeuten, stampfen und shuffeln die Trommeln, und Mr. Stockdale kräht genauso schön wie die Rockwölfe der Frühzeit. Alle seine Stücke sind schmucklos knapp und (bis auf eine Ballade) krachig laut - sie kommen sofort auf den Punkt. Die Essenz des Rock in Drei-Minuten-Häppchen. Donnernder Urstoff. Endlich Nachschub für die Blutbahn.

Hans-Jürgen Schaal
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Dienstag 05.04.2016
Colin Stetson „Sorrow - A Reimaginning Of Gorecki`s 3rd Symphony“ (52Hz / Indigo)
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Geschrieben hat die 3. Sinfonie der aus dem Dorf Czernica bei Wroclaw (früher Breslau) stammende Henryk Gorecki im Jahr 1976. Die auch als „Sinfonie der Klagelieder“ bekannte Komposition hat der polnische Komponist seiner Frau gewidmet und ist eines der ergreifendsten Musikstücke der Moderne. Diesem aus drei langsamen Sätzen bestehende Werk für Sopran und Orchester liegen verschiedene Texte zugrunde. So ein Klagelied, entstanden im Heiligenkreuz-Kloster im Wienerwald im 15. Jahrhundert, einem Volkslied aus der Region Opole und dem Gebet einer 18 jährige Frau, das diese 1944 an die Zellenwand eines Gefängnisses der Gestapo in Zakopane geritzt hat. Uraufgeführt 1977 in Royan, Frankreich, wurde aber erst die Neueinspielung des Chorals von 1992 zu einem überwältigendem Erfolg und brachte den ansonsten sehr zurückgezogen lebenden Gorecki mit diesem Stück sogar in die britischen und amerikanischen Popcharts.
Nun hat sich Colin Stetson, ein amerikanischer Jazzsaxophonist aus dem Dunstkreis von Roscoe Mitchell und Anthony Braxton, dieser Sinfonie angenommen und sie gänzlich neu eingespielt. „Jeder von uns kennt doch diese Momente, wenn ein Musikstück uns wirklich ergreift und etwas in uns verändert - und genau das hat diese Komposition mit mir gemacht. Im Verlauf der Jahre habe ich dieses Album immer wieder gehört, unzählige Male, weil ich wirklich jedes noch so kleine Detail in mir aufsaugen und die Komposition durch und durch verstehen wollte“, sagt der Amerikaner in einem Interview.
Stetson hat an der Vorlage wenig geändert, im Grunde nur ein ganzes Arsenal an zusätzlichen Instrumenten (Holzblasinstrumente, Synthesizer, E-Gitarren, Schlagzeug) hinzugefügt. So bekommt dieses mollgefärbte Klangmonument eine neue Ästhetik, die den Grundgedanken Goreckis aber nicht in Frage stellt. Die kontemplative Verbindung von Schönheit und Schrecken, von Licht und Schatten, von Trauer und Freude findet in dieser Interpretation eine musikalische Würdigung. Die intensive, raumfüllende Klangwirkung berührt tief, steigert sich von der Klage zur Hoffnung, die im Gesangspart am Ende eines jeden Satzes zum Ausdruck kommt. Stetson baut mit seiner hier vorliegenden Version Brücken, von einer meditativen Litanai hin zu Industrialanleihen, zu Bands, wie den Nine Inch Nails oder The Swans. Musik wie ein inniger Rausch.
Jörg Konrad
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Sonntag 03.04.2016
Pianoforte (4)
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Jon Balke „Warp“ / Florian Favre „Ur“ / Richie Beirach & David Liebman „Balladscapes“

Was hat er musikalisch nicht alles schon umgesetzt. Wie es sich für einen 1955 geborenen und früh vom Virus der Musik infizierten gehört, begann er als Jugendlicher in heimatlichen Rockbands zu spielen. Ab achtzehn brante dann sein Herz für den Jazz, lichterloh. Er begleitete als Pianist die gesamte norwegische Jazzelite, spielte in Duos, Trios, gründete ein Orchester (Magnetic North Orchestra), vertonte Gedichte (Batagraf), experimentierte mit elektronischer Musik (Masqualero) und brachte zeitgenössischen Jazz und Musik der Renaissance unter einen Hut (Siwan). Nun liegt mit „Warp“ ein neues Soloalbum der Norwegers Jon Balke vor, das wiederum völlig anders klingt, als alles, was er zuvor eingespielt hat. Er konfrontiert seinen pianistisch eher sparsames Spiel mit hintergründigen Sounds, der wie sinnliches Rauschen die Räume erfüllt und der Musik eine zweite Ebene gibt.
„Wenn man solo spielt, dann gibt es im Studio einen Raumnachhall, eine Art Echo. Ich habe mich mit diesem Raumnachhall näher befasst und überlegt, ob ich nicht noch andere Formen des Nachhalls rund um das Soloklavier schaffen kann“, sagte Balke in einem Interview. Und so fließen in die einzelnen Stücke Schulhof- und Straßengeräusche mit ein, entfernte Sirenengesänge erinnern an mystische Leuchtfeuer, und angedeutete Streicher, die wie ein stilles Symphonieorchester den einzelnen Tönen unterlegt sind, wirken wie ein ruhig dahingleitendes Fährschiff. All dies hat Tag-Traum-Charakter. Gespürte, fast gefühlte Musik, die über ein notiertes Grundgerüst weit hinausreicht. Es ist wie die Synästhesie des Klangs, der im Laufe seines Fortschreitens den Hörer vereinnahmt und ihn in einen inspirierenden Strudel suggestiver Emotionen hineinzieht. Weitab jeder Beliebigkeit!

Florian Favre
ist Schweizer und in Deutschland bisher wenig bekannt. Aber das wird sich ändern, mit Sicherheit! Trotz einiger bemerkenswerter Alben, die er bisher unter eigenem Namen veröffentlichte, steht er erst am Anfang seiner Karriere. So, wie er auf dem vorliegenden „Ur“ in die Tastatur seines Flügels greift, hat das nicht nur Zukunft, sondern vor allem Größe. Nennen wir ihn an dieser Stelle deshalb einen wuchtigen Pianisten, mit ausgesprochenem Hang zur Sensibilität. Sein Spiel ist präzis und doch unberechenbar. Man spürt seine Sozialisation, in der Rock, Elektronik und Klassik sich auf Augenhöhe begegnen, wobei er sich Strawinsky und Ravel derzeit besonders verbunden fühlt. Aber er begeistert sich eben auch für Earth, Wind & Fire oder U2.
„Ur“ ist voller Kraft und Temperament. Ein Album mit Ecken und Kanten, mit erfrischenden Harmonien, halsbrecherischen Läufen und radikalen Wendungen.  Und in Manu Hagmann (Bass) und Arthur Hnatek (Schlagzeug) hat Favre zwei ausgesprochen Seelenverwandte als Partner gefunden. Auch wenn die Kompositionen von ihm stammen, ist die gesamte Aufnahme ein Gemeinschaftswerk. Die Dynamik und Dramaturgie in diesem Trio beeindruckt enorm. Dieses ständige Pulsieren und Explodieren, diese stillen lyrischen Momente und dann wieder flammende Improvisationen - selten war Musik im Gesamtkontext erfrischender und spannender. Dabei wäre Florian Favre um ein Haar Fußballer geworden. Man glaubt es kaum …. .

Vor vierzig Jahren erschien ihre erste gemeinsame Duo-Aufnahme: „Forgotten Fantasies“, aufgenommen in den legendären Electric Lady Studios in New York City. Diesmal trafen sich Pianist Richie Beirach und Saxophonist David Liebman in der 200 Seelengemeinde Zerkall, einem Ortsteil der Gemeinde Hürtgenwald in Nordrhein-Westfallen. Hier steht seit 1982 das berühmte CMP Studio, in dem die beiden vor einem Jahr „Balladscapes“ einspielten. Ein Balladen-Album, das deutlich macht, dass die beiden Altmeister des Jazz mit allen musikalischen Wassern gewaschen sind und im Duo jede kompositorische Hürde zu meistern verstehen. Das Programm reicht von Johann Sebastian Bach, über Coltrane, Ellington, bis Antonio Carlos Jobim und Karl Suessdorf und seinem wohl bekanntesten Song „Moonlight in Vermont“. Es sind jedoch keine dieser süßlichen, leicht gefälligen Interpretationen, die sich allein um eine reizende Melodie bemühen und damit stupide Klischees bedienen. Dieses Duo erzählt wirkliche Geschichten, oder anders: Hier kann man intimen Gesprächen lauschen, in denen sich zwei sehr nahe stehende Menschen über ihr Leben austauschen. Und sie haben sich eine Menge zu erzählen - weil sie eine Menge erlebt haben und weil sie sich füreinander interessieren. Sie hören sich zu, ergänzen und widersprechen sich, überraschen einander, teilen miteinander, sind neugierig und großzügig und spontan. Vor allem aber authentisch.
Jörg Konrad

Jon Balke „Warp“ (ECM)
Florian Favre „Ur“ (Traumton)
Richie Beirach & David Liebman „Balladscapes“ (Intuition)
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Freitag 25.03.2016
OHRENGLÜCK 17: Karlijn Langendijk & Tim Urbanus „Leap Of Faith“ Acoustic Music
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Einfach nur zwei akustische Gitarren, sonst nichts. Da erwartet man wohl Folk oder Blues, vielleicht auch Klassik oder Weltmusik, ein bisschen Pfadfinder-Romantik und Heile-Welt-Klischees oder nerdiges Virtuosentum und Fingerstyle-Akrobatik. Um es gleich zu sagen: Dieses Album passt so recht in keine dieser Schubladen. Die beiden jungen Niederländer, die 20-jährige Karlijn und der 26-jährige Tim, spielen ihre eigenen Stücke, und sie spielen sie auf ihre eigene Art. Das hat wohl etwas von Gitarren-Folk und Akustik-Pop, folgt aber keinen der sattsam vorgegebenen Schablonen, ist weder gefühlsselig noch fingerbrecherisch, sondern betont in erster Linie den organischen, nachdenklichen Flow. Die Stärke der beiden Youngster ist die nahtlose Dichte, mit der sich ihre schlauen Läufe dabei harmonisch und rhythmisch zusammenschließen. In vier Stücken präsentieren sie sich auch jeweils solistisch. Aber ihre besten Momente haben sie in den kräftigeren Duetten, wenn die kombinierten Harmonien komplexer werden und eine durchaus modernistische Note bekommen. In „The Final Hour“ verträgt sich das mit rockenden Riffs und gewitzten Diskanttönen, in „Bad String Karma“ auch mit raffinierten kleinen Dissonanzen. Das sind Perspektiven für eine Gitarrenkunst, die sich vom Gitarrenklischee emanzipiert und einfach Musik wird.

Hans-Jürgen Schaal
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Samstag 19.03.2016
Blechbläserquintett des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin „Round Midnight“ Capriccio
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Ein Repertoire, so breitgefächert wie eine Galaxie. Vom barocken Henry Purcell, über den Lautenspieler Robert Johnson, hin zum Romantiker Camille Saint-Saens. Zwischendurch noch eine Stippvisite beim introvertiertesten Exzentriker des Jazz, bei Thelonious Monk und weiter zum Vertreter des Fin-de-siècle-Salons Gabriel Faure. Das Blechbläserquintett des Deutschen Symphonieorchesters Berlin machts möglich. Die Zusammenstellung der vorliegenden Aufnahme beeindruckt in ihrer Vielfalt und überzeugt in der Umsetzung auf ganzer Linie.
Natürlich klingt eine solche Formation, in der Besetzung 2 Trompeten, Horn, Posaune und Tuba, immer ein wenig festlich, mit leicht unterkühlt wirkender Resonanz. Aber eine Brassband kann auch mit stimmungsvollen Tönen beeindrucken, kann sich auch durch gestalterische Freiheiten positiv positionieren. Voraussetzungen sind die instrumentalen Fertigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder, sowohl in ihren solistischen Beiträgen, als auch in ihrem Zusammenspiel. Und beides passt im vorliegenden Fall ganz ausgezeichnet. Selbst in ihrem Wandlungsreichtum bleibt das Quintett ein ausgewogener Klangkörper, der sich den Vorlagen nicht anpasst, sondern eigene Wege in der Interpretation sucht. Die liegen deutlich in einer variantenreichen Transparenz und einer gelockerten Eleganz - weitab jeder Wuchtigkeit oder gar Schrille. Nein, dieses Quintett gibt seinem Affen keinen Zucker, sondern spielt konzentriert und präzis. Ein festliches Vergnügen eben.
alfred e

 
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Donnerstag 10.03.2016
Eberhard Weber „The Jubilee Concert“ - DVD SWR Jazzhaus
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Ende Januar letzten Jahres im Theaterhaus Stuttgart. Auf die Bühne kommt ein älterer Herr mit blondem, langem Haar und leicht verschmitzten Lächeln. Sich stützend auf einen Gehstock bewegt er sich vom Rednerpult in der Mitte der Bühne an deren Rand, wo er während der folgenden 90 Minuten den ihm zu Ehren stattfindenden Konzertabend sichtlich genießt. Zwei Tage zuvor ist Eberhard Weber 75 geworden und wurde für sein Lebenswerk mit dem Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. „Eberhard Webers Musik weckt bei den meisten Menschen Sehnsüchte“, sagte Kunststaatssekretär Jürgen Walter anlässlich der Preisverleihung. „Eberhard Weber hat Millionen von Fans begeistert, seine Musik hat uns zutiefst berührt.“
Noch bevor der schwäbische Bassist seine internationale Solo-Karriere startete, begleitete er über ein Jahrzehnt als Sideman Solisten unterschiedlichster Spielprovinienz des Jazz. Einem größeren Publikum bekannt geworden ist der Stuttgarter als Mitglied des Joki Freud Quintett, mit dem er 1963 das Album „Yogi Jazz“ für die deutsche Columbia aufnahm. Ein Jahr darauf erschien, ebenfalls bei Columbia, die Platte „Dream Talk“ mit Wolfgang Dauner und Fred Braceful. Beide Produktionen sind wichtiger Teil bundesrepublikanischer Jazzgeschichte. Bei einer folgenden Stippvisite als eine Art Hausbassist beim Schwarzwälder Label MPS, erweiterte er seine persönliche Discography um über zwei Dutzend Alben. Ab 1973 erschienen seine eigenen Veröffentlichungen ausschließlich beim Münchner ECM-Label. Darunter so brillante Werke wie „Yellow Fields“, „The Following Morning“ oder „Pendulum“. Dann, während einer Tournee mit der Jan Garbarek Group im April 2007, erlitt Weber in Berlin einen Schlaganfall. Seine musikalische Karriere war innerhalb von Sekunden beendet.
Im Stuttgarter Theaterhaus sollte nun an die wichtigsten musikalischen Stationen eines Künstlerlebens erinnert werden. Viele der alten Mitstreiter und Freunde Webers fanden sich zu diesem „Jubilee Concert“ ein: Pat Metheny, Gary Burton, Paul McCandless, Manfred Schoof und auch Jan Garbarek. Sie alle spielten an zwei aufeinander folgenden Abenden gemeinsam mit der SWR Big Band unter der Leitung von Helge Sunde und Michael Gibbs Kompositionen des bedeutendsten deutschen Jazzbassisten.
Dieses jetzt auch auf DVD vorliegende Konzert macht deutlich, wie lebendig Webers Musik geblieben ist, welche positiven Kräfte sie ausstrahlt und wieviel Raum zu großartigen Improvisationen sie lässt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird der Webersche Klangkosmos noch einmal neu vermessen und macht dabei seine Zeitlosigkeit und Frische deutlich. Garbarek improvisiert mit seinen langen, klagenden Linien über ein Weber-Tape. Pat Metheny bringt gleich eine eigene Komposition mit, die wiederum auf einer Komposition Webers basiert, welche während eines Auftritts 1986 im Theaterhaus(!) gespielt wurde und im Hintergrund als Videoinstallation läuft. Immer wieder ist er zu spüren, dieser Spagat zwischen europäischer Klassik und amerikanischer Jazzkunst, zwischen mollgefärbten Themen und herzerfrischenden Harmonien. Dieses ist eine Hommage der besonderen Art. Die SWR Big Band, als quirliger wie emsiger Klangkörper, gibt den Aufnahmen neben den solistischen Einzelleistungen orchestralen Charakter. Und dabei wird immer wieder bewusst, dass trotz aller technischen Möglichkeiten neue Musik aus der Feder Eberhard Webers fehlt. Ein großer Verlust, der trotz Anwesenheit des Künstlers, schon heute schmerzhaft spürbar ist.
Jörg Konrad
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