Sie finden in unserem regionalen Terminkalender (Konzert, Kabarett, Theater, Kinder, Museen, Zugabe) für das 1. Halbjahr 2020 über 1000 Veranstaltungen !!!
Kinder heute

Münchner Marionettentheater: Die Abenteuer der kleinen Maus

Die Abenteuer der kleinen Maus   „Jeden Tag ein neues Abenteuer“ ist das Motto unserer kleinen Maus. Und so ist es fast selbstverständlich, dass sie beim gemütlichen Morgenfrühstück mit ihrem Mäusefreund Freddy von zwei ausgesprochen lästigen Katern überrascht wird und sich die beiden nach einer wilden Jagd in einem Kanalschacht vor ihren Verfolgern verstecken und dort einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage finden müssen. Leider ist dabei die unfreundliche Kanalratte keine große Hilfe - aber die kleine Maus hat eine Idee: eine auf dem Kanalwasser treibende Kiste wird schnell ein Boot für Freddy und so schwimmt zumindest dieser schon einmal einem Fluchtweg aus dem Kanal entgegen. Während unsere Heldin auf ein geeignetes Wasserfahrzeug wartet, kommt es zur Begegnung mit einem sehr hilfsbereiten Gullimonster, das ihr den richtigen Weg an die frische Luft erklärt. Hoffentlich hat auch Freddy die richtige Abzweigung genommen. Auf den Wellen schaukelnd kommt sie nach einiger Zeit an einen Lagerplatz im Hafen. Dort warten viele Kisten mit Spielsachen, die alsbald in ein Spielwarengeschäft transportiert werden sollen. Kasperl Larifari, eine Lokomotive, ein Teddybär und die Puppe Lisa befinden sich in diesen Kisten. Durch die Hilferufe der Maus aufmerksam geworden, retten sie die kleine Maus aus ihrer schwankenden Kiste. Ehe unsere kleine Maus wieder richtig durchatmen kann, befindet sie sich mit den anderen Spielsachen auf dem Weg ins Spielwarengeschäft.
für Kinder ab 4 Jahren
Münchner Marionettentheater, Blumenstraße 32 (Nähe Sendlinger-Tor-Platz)
Beginn: 15.00 Uhr
Dauer: ca. 90 Min. inkl. Pause

Kinder heute

Münchner Theater für Kinder: Oh, wie schön ist Panama

Oh, wie schön ist Panama
Der kleine Bär und der kleine Tiger leben gemütlich in ihrem kleinen Haus am Fluss. Eines schönen Tages angelt der kleine Bär eine Kiste, die so wunderbar nach Bananen duftet und auf der „Panama“ zu lesen ist. So beschließen die beiden Freunde kurzerhand, nach Panama zu ziehen.
Auf ihrem Weg treffen sie eine fleißige Maus und eine Kuh, für die nichts wichtiger ist, als Milch zu geben, einen listigen Fuchs, der es auf eine Gans abgesehen hat, einen lustigen Hasen und einen gastfreundlichen Igel. Schon bald merken Tiger und Bär, wie wichtig es ist, echte Freunde zu haben und zusammen erleben sie viele Abenteuer.
Aber ob es in Panama wirklich besser ist als daheim? Vielleicht ist „Panama“ einfach da, wo man sich wohl fühlt.
Geeignet ab 4 JahrenDauer: 1:35 StundenBeginn: 10.00 Uhr
Münchner Theater für KinderDachauer Str. 4680335 München



Kinder heute

Münchner Theater für Kinder: Oh, wie schön ist Panama

Oh, wie schön ist Panama
Der kleine Bär und der kleine Tiger leben gemütlich in ihrem kleinen Haus am Fluss. Eines schönen Tages angelt der kleine Bär eine Kiste, die so wunderbar nach Bananen duftet und auf der „Panama“ zu lesen ist. So beschließen die beiden Freunde kurzerhand, nach Panama zu ziehen.
Auf ihrem Weg treffen sie eine fleißige Maus und eine Kuh, für die nichts wichtiger ist, als Milch zu geben, einen listigen Fuchs, der es auf eine Gans abgesehen hat, einen lustigen Hasen und einen gastfreundlichen Igel. Schon bald merken Tiger und Bär, wie wichtig es ist, echte Freunde zu haben und zusammen erleben sie viele Abenteuer.
Aber ob es in Panama wirklich besser ist als daheim? Vielleicht ist „Panama“ einfach da, wo man sich wohl fühlt.
Geeignet ab 4 JahrenDauer: 1:35 StundenBeginn: 10.00 Uhr
Münchner Theater für KinderDachauer Str. 4680335 München


Konzert heute

Seefeld: Rastrelli Cello Quartett

Rastrelli Cello QuartettVier Celli / Ein Streichquartett - der besonderen Art!

Kira Kraftzoff, Mischa Degtjareff, Kirill Timofeev und Sergio Drabkin, Celli

Das "Rastrelli Quartett" besteht aus vier Violoncelli, und doch meint man, den besonderen Klang eines klassischen Streichquartetts zu hören. Ja mehr noch, ihr Spiel verwandelt das Cello in ein Streichinstrument, das keine musikalischen Grenzen zu kennen scheint.

So mancher Konzertbesucher mag es kaum glauben, aber kein einziges Stück in dem umfangreichen Repertoire der "Rastrelli’s" wurde original für vier Celli geschrieben. All diese stimmigen Arrangements stammen von dem Quartett-Mitglied Sergio Drabkin. Seine raffinierten Kompositionen führen das Cello-Quartett auf ein bis dahin völlig unbekanntes musikalisches Gebiet.

Geleitet wird das "Rastrelli Quartett" von Kira Kraftzoff, der für sein extrem ausdrucksstarkes und wandlungsfähiges Spiel berühmt ist. Komplettiert wird das Quartett durch seine ehemaligen Schüler Mischa Degtjareff und Kirill Timofeev, ohne die diese große Bandbreite an Stilrichtungen und die Präsentation intensiven musikalischen Erlebens nicht möglich wäre.

Der erste Teil des Konzerts besteht meist aus rein klassischen Werken, arrangiert für vier Celli. Man meint, ein donnerndes Symphonie-Orchester zu hören, wenn "Eine Nacht auf dem kahlen Berge" von Modest Mussorgsky gespielt wird, gefolgt von "Andante Cantabile", einem zarten russischen Volkslied, das Peter Tschaikowsky für Streichquartett gesetzt hat. Womöglich kommen danach die "Zigeunerweisen" von Pablo de Sarasate oder Drabkin's "Paganissimo", wo man sofort einen virtuosen Geiger vor sich zu sehen meint. Auch die typischen Cello-Werke werden nicht vergessen, beispielsweise "Der Schwan" von Saint-Saёns oder "Après un rève" von Gabriel Fauré.

Das einzige Kriterium für die „Rastrellis“ bei der Auswahl der Werke: sie spielen nur die Musik, die sie selbst lieben.Darunter findet sich auch Jazz, Klezmer, Tango - das alles ist im zweiten Teil zu hören.

Hier wird die Kunst der Klangverwandlung, die das virtuose Cello-Spiel der "Rastrellis" auszeichnet, zum wahren Abenteuer für die Zuhörer: man sieht und hört vier Celli auf der Bühne - und doch meint man, es wäre ein altes Klavier zu hören, auf dem gerade Ragtime gespielt wird, oder Saxophone des Glenn Miller-Orchesters oder Piazzolla's Bandoneon….es dürfte wohl kein Konzert gegeben haben, in dem das Publikum nicht die unbändige Spielfreude des "Rastrelli Cello Quartett" und das virtuose Cellospiel genossen hat.

Der Name des genialen italienischen Architekts Bartholomeo Rastrelli, der im 18. Jahrhundert die neue Hauptstadt Russlands erbauen sollte, steht Pate für Rastrelli Cello Quartett, das sich seiner Heimatstadt St.Petersburg sehr verbunden fühlt.
"Kultur im Schloss Seefeld" e.V.
Schlosshof 6,
82229 Seefeld
Konzert heute

Puchheim: Finale Bandwettbewerb

Finale Bandwettbewerb

Alle zwei Jahre veranstalten die Betreiber des Pucheimer Kulturcentrums PUC, des Jugendzentrums STAMPS und der CORDOBAR den generationsübergreifenden Bandwettbewerb "The Clash of the Music Generations  -  Der Kampf der Musiker Generationen".
Bereits zum dritten Mal findet das Finale des Contests im PUC statt. Von allen Bands die sich beworben haben, konnten sich vier für das Finale qualifizieren. Die drei  Vorentscheidungsrunden fanden im STAMPS in Puchheim und in der der CORDOBAR in Germering bereits im Herbst 2019 statt. Die Jury, die den Erstplatzierten küren wird, setzt sich auch diesmal aus fachkundigen Musikern und Dozenten zusammen. Der zweite Platz wird wie auch im Vorjahr von dem PUC-Publikum per Stimmzettel bestimmt.
Die Preise können sich wieder sehen lassen: Die Künstlervereinigung Halle11 stiftet einen Geldbetrag und den "Clash-Wanderpokal",  der bis zum nächsten Contest bei der Siegerband bleiben wird. Die Übergabe der Preise wird noch am selben Abend auf der PUC-Bühne stattfinden. Die besondere Vielfallt wird auch bei diesem Finale das besondere Markenzeichen des Wettbewerbs sein, ohne Genre- und Altersbeschränkung ist es der einzige Wettbewerb der allen musikalischen Richtungen einen Raum gibt. Ein Abend, an dem alles möglich ist, von Pop/Rock über Surferpunk bis hin zum Alternative Metal. 

Veranstaltungscentrum PUC
Oskar-Maria-Graf-Str. 2
82178 Puchheim
Konzert heute

Wolfratshausen: Heye's Society

Heye's Society
Um ans Ziel zu kommen, muss man zuweilen dorthin zurückkehren, wo alles seinen Anfang nahm. Dies und die Freude an der Improvisation über die Themen der Musik aus New Orleans und Chicago zwischen 1900 und 1930 sind die Motivation für Heye’s Society. In den Anfangsjahren waren die für Klavier geschriebenen Ragtimes Grundlage für die ersten Ansätze von Improvisationen durch die Musiker in New Orleans, wie z. B. Buddy Bolden, dem ersten Musiker, der sich von den Noten entfernte oder Jelly Roll Morton, Sidney Bechet, Albert Nicholas und Kid Ory. 1917 verlagerte sich die Musikszene aus New Orleans nach Chicago, wo zum ersten Mal der Begriff Jazz auftauchte, durch die Musiker der Original Dixieland Jazzband bei den ersten Aufnahmen des Jazz auf Schallplatte. In Chicago traten auch die großen Namen ins Rampenlicht, Louis Armstrong und Bix Beiderbecke. An Beide, höchst unterschiedlich in ihrer Stilistik, und weitere berühmte Musiker jener Zeit, erinnert die Band mit mehreren Instrumental-und Vocal-Titeln sowie Solonummern. 

Foyer in der Loisachhalle Wolfratshausen,
Hammerschmiedweg 6,
82515 Wolfratshausen

Konzert heute

Dachau: Tom Rainey, Ingrid Laubrock, Mary Halvorson

Tom Rainey, Ingrid Laubrock, Mary Halvorson
Bereits 2012 war das Tom Rainey Trio beim jazz zu Gast. Nun feiert das Trio sein zehnjähriges Bestehen. "Raineys muskulöses Trommeln erforscht Klangfarben, Nuancen, Geschwindigkeit und Wildheit - manchmal gleichzeitig. Aber er kann genauso gut im Hintergrund bleiben, getarnt hinter den kreativen Ausbrüchen von Laubrock und Halvorson. Halvorson bietet Soundeffekte an, die neu definieren, was man vom Sound der Gitarre halten kann. Laubrock reißt und brüllt und sagt mit ihrem Spiel "es gibt keine Viertel". Es hat aber auch eine sanfte Seite, und die Mischung aus beiden stellt ihre Abstraktionen ins Licht." Don Phillips in All About Jazz über die CD Combubulated
Kulturschranne DachauPfarrstraße 13,
85221 Dachau
Theater heute

Unterföhring: Tod eines Handlungsreisenden

Tod eines HandlungsreisendenEURO-Studio Landgraf Schauspielbühnen in Stuttgart
Der kleine Vertreter Willy Loman wird nach Jahrzehnten zermürbenden Berufslebens von seiner Firma als nicht mehr verwendungsfähig entlassen. Seiner Familie ist der verschuldete Handlungsreisende längst entfremdet. Besonders seine beiden Söhnen Happy und Biff, denen Loman das Streben nach materiellem Erfolg als einzigen Weg zum Glück eingeimpft hat, sind eine Enttäuschung, denn auch sie haben es – wie ihr Vater – zu nichts gebracht. Dabei standen dem früheren Sport-Ass Biff in der Highschool noch alle Wege zum amerikanischen Traum offen. Als Biff nun gegen die Lebenslügen seines Vaters revoltiert, spitzt sich der Familienkonflikt immer weiter zu, bis Loman schließlich nur noch einen einzigen Ausweg sieht …
Arthur Millers mit Preisen überhäuftes Stück ist eine auch aus heutiger Sicht noch beklemmende Charakterstudie eines Menschen, der in einer rein profitorientierten Gesellschaft zum Verlierer werden muss. In Zeiten von Hartz IV und weltweiter Finanz- und Wirtschaftskrisen ist es aktueller denn je.
Bürgerhaus UnterföhringMünchner Str. 65,
85774 Unterföhring
Konzert heute

Fürstenfeld: Alliage Quintett

Alliage QuintettSongs + Dances: C. Saint-Saëns, K. Weill, L. Bernstein u. a.
Fürstenfelder Konzertreihe

Saxophone: Daniel Gauthier, Miguel Valles Mateu, Simon Hanrath, Sebastian Pottmeier / Klavier: Jang Eun Bae

Im einzigartig besetzten Alliage Quintett treffen vier temperamentvolle Saxophone auf die Klangfülle eines Klaviers. Das mit zwei Echo-Preisen ausgezeichnete Ensemble unternimmt eine Gratwanderung zwischen feinsinniger Kammermusik und anspruchsvoller Unterhaltung. Gründer und Sopransaxophonist des Ensembles ist der Kanadier Daniel Gauthier, der 1997 die erste Professur für klassisches Saxophon in ganz Deutschland erhielt. Die Musiker haben fünf CDs aufgenommen, zuletzt für Sony „Lost in Temptation“ mit Musik von Bernstein und Weill. 2018 tourten sie mit der bekannten Klarinettistin Sabine Meyer durch Australien.

Veranstaltungsforum Fürstenfeld .
Fürstenfeld 12,
82256 Fürstenfeldbruck
Konzert heute

Miesbach: Schariwari: Immer weida Tour

Schariwari: Immer weida Tour

42 Jahre Bandgeschichte, solch ein Jubiläum können in derMusikwelt nicht viele Bands aufweisen. Dass sie einmal als„Vorreiter des bayerischen Folkrocks“ gelten werden, damitkonnten sie nicht rechnen, als sie im Frühjahr 1977 ihrenersten Auftritt als „Schariwari“ absolvierten…
Nach vielen Auszeichnungen (unter anderem für dasMusical Rauhnacht und als Songpoeten) ist das Phänomen„Schariwari“ wieder auferstanden und all die unvergessenenLieder wie „Sommernacht“, „die KirchseeonerFrösche“ oder „Drachen“ sind wieder mit Leben erfüllt.Neben Mastermind Günther Lohmeier – Gesang undGitarren – sind langjährige Weggefährten in der Band:Franzl Meier-Dini – Bass und Gesang,Stevie Moises – Schlagzeug und Percussion sowieRudi Baumann – Gesang, Gitarre, Mandoline undMundharmonika.
Waitzinger Keller - Kulturzentrum Miesbach
Schlierseer Str. 16
83714 Miesbach
Theater heute

Holzkirchen: Drei Männer im Schnee

Freies Landestheater Bayern · Fools-Ensemble: Drei Männer im Schnee
Der reiche Baron und Multimillionär Eduard Tobler verreist – inkognito. Verkleidet als mittelloser Herr Schulze quartiert er sich gemeinsam mit seinem Diener Johann in einem Grandhotel in den Alpen ein, um die Menschen dort auf Herz und Nieren zu prüfen.

Doch der Plan hält einige Unwägbarkeiten bereit: Erst informiert Toblers Tochter das Hotel heimlich über den Besuch ihres Vaters, dann verwechselt das Hotelpersonal den Baron mit einem anderen Gast und schließlich wollen zwei mannstolle Damen den falschen Millionär unter allen Umständen für sich gewinnen.

Erich Kästner schrieb 1934 mit „Drei Männer im Schnee“ einen zeitlosen Klassiker, den das Fools-Ensemble in einer schwungvollen Neuinszenierung auf die Bühne bringt.

Es spielen: Alois Böhm (Eduard Tobler), Bernd Schmidt (Johann), Tony Kainz (Dr. Fritz Hagedorn), Detlef Dauer (Hoteldirektor Kühne), Fabian Pölt (Portier Polter), Andrea Rosskopf (Frau von Mallebré), Cathrin Paul (Frau Casparius), Judith Heimerl (Hilde), Henry Sepulveda (Skilehrer).
Regie: Melanie Renz. Regieassistenz: Marc Schröder.
Bühnenbild: Reinhold Schmid, Harry Oriold. Kostüme: Tamara Krüger. Maske: Verena Roll.
KULTUR im OberbräuMarktpl. 18A,
83607 Holzkirchen
Konzert heute

Freising: GRANDSHEIKS - playing the music of Frank Zappa

GRANDSHEIKS - playing the music of Frank ZappaDie GRANDSHEIKS werden seit vielen Jahren von Publikum und Presse für ihre Virtuosität und musikalische Vielseitigkeit gefeiert. Mit ausgefeilten Arrangements, leidenschaftlicher Spielfreude und dem nötigen Humor bringen sie die einzigartigen Kompositionen des Meisters zum Strahlen.
Eine elektrisierende Hommage an das avantgardistische Genie Zappa.
Die Geschichte beginnt bereits Mitte der 90er Jahre, als sich Andi Mertens mit weiteren Enthusiasten Zappa's musikalischem Erbe verpflichtete und die Band „Sheik Yerbouti“ gründete.
Im Laufe der Jahre konnte man namhafte Ex-Zappatistas wie Robert Martin, Mike Keneally, Ed Mann, Denny Walley und Napoleon Murphy Brock als Gäste gewinnen.
Die GRANDSHEIKS wurden nach einer personellen Frischzellenkur 2012 aus der Taufe gehoben. Sie tragen unermüdlich Zappas Botschaften in die Welt und begeistern Insider wie Neulinge.
Napoleon Murphy Brock ist ein treuer Fan und regelmäßig als Gaststar mit den GRANDSHEIKS unterwegs.
Er zählt sie zu den besten Zappa-Bands Europas: „The GRANDSHEIKS are grandmasters of Zappa-music
Lindenkeller
Veitsmüllerweg 2
85354 Freising
Kabarett heute

Gröbenzell: Hans Klaffl: Restlaufzeit

Hans Klaffl: Restlaufzeit

Unterrichten bis der Denkmalschutz kommt

Alle sind sie wieder da, weil sie nämlich alle noch da sind: Sedlmaier, zurück von der Kur in der er seinen Drehschwindel auskuriert hat (Er hatte ein Rundschreiben zu schnell gelesen.); Gütlich stellt seine beiden neuen Hobbys vor: Power Point und Bandscheibenvorfall. Gmeinwieser gibt mit seinem neuen Hüftgelenk an. Und Gregorius, der alte Sallustmolch? Warten wirs ab…
Neu im, oder besser über dem Kollegium: Grantinger, der Hausmeister. Er zieht neuerdings die Fäden am LPG, aber niemand merkt es. Zwar nimmt seine Kommandozentrale, der Kiosk, schweren Schaden, aber solange er die Hoheit über den Sicherungskasten hat funktioniert der Betrieb. Denn auch er ist, wie Gmeinwieser richtig feststellt, ein begnadigter Pädagoge. Gemeinsam gestalten Sie die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen wie Wandertag, Feueralarm, Personalausflug und das gemeinsame Abschreiten der Strecke am Zeugnistermin. Das alles sehr realistisch, auch wenn, wie Berti Vogts einmal feststellte, die Realität nicht immer der Wirklichkeit entspricht.
Im Eintrittspreis enthalten: Jede Menge wertvoller Tipps für Kolleginnen und Kollegen, die ihren Auftrag ernst nehmen: Erziehung als Versuch des geordneten Rückzugs unter möglichster Vermeidung von Verlusten an Menschen und Material.
Stockwerk Gröbenzell
Oppelner Straße 5
82194 Gröbenzell
Kabarett heute

Dachau: H.G. Butzko – Echt jetzt

H.G. Butzko – Echt jetzt

Unglaublich, aber wahr, in einem sind sich Wissenschaften und Religionen einig: Der Mensch lebt nur im „Hier und Jetzt“. Und in einem sind sie sich außerdem auch noch einig: Hantiert der Mensch am Smartphone oder Tablet rum, ist er in dem Moment nicht im „Hier und Jetzt“, sondern im „Zewa“, also im „Wisch und Weg“.
Wie immer bietet auch „echt jetzt“ getreu dem Motto: „logisch statt ideologisch“ eine brüllend komische und bisweilen besinnliche Mischung aus schonungsloser Zeitanalyse, Infotainment, schnoddrigen Gags, Frontalunterricht und pointierter Nachdenklichkeit, mit der Butzko einen ganz eigenen, preisgekrönten Stil entwickelt hat, und dabei die großen Zusammenhänge so beleuchtet, als würden sie „umme Ecke“ stattfinden.

Ludwig-Thoma-Haus
Augsburger Str. 23,
85221 Dachau
Museen heute

Buchheim Museum: WELCOME HOLMEAD!

WELCOME HOLMEAD!
Ausstellung Buchheim Museum
Vom 19. Mai 2019 bis 26. Januar 2020

Der amerikanisch-europäische Künstler Holmead (1889 –1975) gilt als kunsthistorische Entdeckung der letzten Jahre. Motive seiner anfangs noch impressionistisch, später expressionistisch geprägten Malerei sind Porträts, Landschaften, Stadtansichten und literarische Themen. Holmeads Spätwerk gleicht einem Paukenschlag! Nach einer mehr als 50 Jahre langen künstlerischen Arbeit, die zwei Weltkriege und einen Schlaganfall überdauert, entwickelt er die neue Malweise des »Shorthand Painting«. Mit einigen Spachtelhieben bringt der greise Maler in wenigen Minuten seine Bilder zielsicher auf den Malgrund. Bei seinen grandiosen Porträts gehen abstrakter und figurativer Expressionismus eine einzigartige Synthese ein. Der Künstler selbst nennt seinen Stil »kruden Expressionismus«.

Nach Zustiftung der Kulturstiftung der Uni Bremen / Holmead Foundation 2016 hat das Buchheim Museum nun zwei weitere Zuwächse in Sachen Holmead erhalten: die Zustiftung der Freien Hansestadt Bremen aus der Schenkung von Frau Elisabeth Marie Wilhelmine Philipps sowie eine Schenkung des privaten Sammlers Alfred Moeke. Mit über 70 Gemälden und zahlreichen Papierarbeiten dieses wunderbaren Sonderlings ist das Buchheim Museum nun das größte Holmead-Museum der Welt. Die Bestände sollen in wechselnden Zusammenstellungen dem Publikum vorgeführt werden.


Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,82347 Bernried
Abbildung:

Clifford Holmead Phillips, Frauenkopf,1973
© Nachlass Holmead
Museen heute

München: Markus Lüpertz - Über die Kunst zum Bild

Markus Lüpertz: Über die Kunst zum Bild
Markus Lüpertz (*1941) zählt zu den zentralen Künstlerfiguren der deutschen Nachkriegszeit. Er hat die moderne Malerei seit den 1960er-Jahren entscheidend mitgeprägt. Die im Haus der Kunst ab dem Spätsommer zu sehende Ausstellung „Markus Lüpertz. Über die Kunst zum Bild“ (ehemals „Die Zone der Malerei“) stellt die Lebenskraft des uralten Mediums Malerei in den Fokus und beleuchtet erstmals den seriellen Charakter in Lüpertz‘ bildnerischem Schaffen. Anhand von über 200 Gemälden und Zeichnungen, viele aus internationalen Sammlungen, zeigt sie, wie Lüpertz ein auf inneren Zusammenhängen basierendes Werk entwickelt hat, das von einer filmischen Sichtweise geprägt ist. Die kinematische Seh- und Leseweise ermöglicht einen neuen frischen Blick auf sein künstlerisches ¼uvre.

Lüpertz bewundert John Fords Western und Autoren-Filme, insbesondere von Michelangelo Antonioni, Jean-Luc Godard und Alain Resnais. Alle verzichteten weitgehend auf das Erzählen von Geschichten und zeigten stattdessen private Sehnsüchte, poetische Visionen und die abstrakte Qualität innerer Zustände ihrer Charaktere. Ende der 1960er-Jahre sollten ihre „Filmgedichte" Lüpertz zu einer radikal neuen Syntax der Malerei verhelfen, die bis heute in seinen Gemälden sichtbar wird. Von Beginn an arbeitete er in Serien, ein Prinzip, das Grundlage seines Werks ist und seinen Ursprung im Film hat, so der kuratorische Ansatz der amerikanischen Kunsthistorikerin und Kuratorin Pamela Kort.

Im Zentrum stehen zwei künstlerische Zeiträume: Der Zeitraum zwischen 1963 und 1980 und der Zeitraum von 2000 bis heute. Die Ausstellung fokussiert sich auf seine frühen Bilder, seine Donald-Duck-Serie, seine frühen Dithyramben-Gemälde, deren Form vom Twentieth-Century-Fox-Logo inspiriert wurde, doch abstrakter und nicht leicht zu identifizieren ist, und seine Zeltbilder, deren Raum sich jenseits von Ort und Zeit befindet. Nach dem Zweiten Weltkrieg verstand man in Westdeutschland die Moderne als offenen Anfang. Kunstschaffende dieser Tage versuchten in Zeiten der Diskontinuität, Brücken zur Geschichte und Tradition zu schlagen. Viele entwickelten neue, abstrakte Formen des künstlerischen Ausdrucks in Form eines objektiven Epos. Doch Markus Lüpertz diskutierte mit seinen Malerfreunden einen figurativen Ansatz, der großen Widerspruch auslöste und in Westdeutschland als reaktionär galt. Georg Baselitz beispielsweise begann 1965/66 mit seinem Zyklus „Helden“, der Soldaten und Maler als Antihelden darstellt. Markus Lüpertz schuf zwischen 1968 und 1970 seine Helm-Serie sowie monumentale Gemälde wie „Westwall“. Sie sind heute als Auftaktarbeiten zu lesen für eine Werkgruppe, für die er im Alter von Anfang 30 berühmt wurde: die sogenannten deutschen Motive. Lebendige Bildkompositionen, die symbolgeladene Objekte quälender Erinnerungen an Krieg und Schuld der NS-Zeit überdimensional in den Blick rücken und eine Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte einfordern.

Ab den 2000er-Jahren gibt es bei Markus Lüpertz eine Veränderung. Neu ist die skulpturale Qualität vieler Figuren, die seine Gemälde bevölkern; sie nehmen auf Alain Resnais’ „Letztes Jahr in Marienbad“ – ein Film von skulptural-künstlerischer Qualität – von 1961 Bezug. Nackte, antik anmutende Gestalten zeigen Lüpertz‘ dialektische Beziehung zwischen Malerei und Skulptur und verdeutlichen auch hier seine Verbundenheit mit der malerischen Ästhetik. Sie tragen seine Malerei in den Raum. Letztendlich ist es eine Ausstellung, die sich Lüpertz‘ entschieden undogmatischer Malerei widmet. Sie schärft den Blick für ein neues Sehen und begreift sich als Weg über die Kunst zum Bild.

Die Ausstellung wird von Pamela Kort kuratiert.
Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München
Germany



Abbildungen:

Markus Lüpertz
Unser täglich Brot I, 1972
Leimfarbe auf Leinwand
250 x 350 cm
Sammlung des Künstlers
© VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Photo: Jörg von Bruchhausen
Talks & Tours mit Markus Lüpertz
durch die Ausstellung „Jörg Immendorff: Für alle Lieben in der Welt“
Haus der Kunst, 2018
Foto: Marion Vogel
Museen heute

Kochel Franz Marc Museum: Blauer Reiter - Das Moment der Abstraktion

Blauer ReiterDas Moment der Abstraktion
Ausstellung im Franz Marc Museum in Kochel am SeeVom 13. Oktober 2019 bis 16. Februar 2020
Die Jahre 1910/11 –die Künstler des Blauen Reitersbegegnen sich: August Macke besucht Franz Marc im Atelier, Kandinsky, Münter, Werefkin und Jawlensky lernen Paul Klee kennen. Paul Klee trifft Franz Marc. Franz Marc findet Zugang zu Kandinsky und seinen Freunden. Alle suchen einen neuen Weg für die Kunst und jeder umkreist auf seine Weise das Thema Abstraktion. Wo lässt sich diese Suche nach Vereinfachung und Vergeistigung, nach Befreiung von der oberflächlichen Erscheinung der Dinge in den Werken beobachten? Welche neuen Strukturen, Farben und Formen entwickeln die Künstler?Auf der Basis der Sammlung des Franz Marc Museums, ergänzt durch wenige wichtige Leihgaben, zeigt die Ausstellung Gemälde und Zeichnungen, auf denen die Veränderung der Sicht-und Arbeitsweise der Künstler anschaulich wird. Sie versucht das Moment der Abstraktion ganz konkret zu fassen, indem sie die Werke, in deren Abfolge sich Reduktion, Vergeistigung und Emotionalisierung in Farbe und Form greifen lassen, nebeneinander zeigt. Besonders anschaulich wird dieser Prozess im Gegenüber der Vorstudie und des Gemäldes „Café am See“ von August Macke. Der Maler hat dem Gemälde, das als neue Dauerleihgabe ins Franz Marc Museum kommt, eine andere Farbigkeit verliehen. Während auf der Studie Gelb und Grün sowie Rot und Orange den Ton angeben, ist auf dem Gemälde Blau dominant. Dies hilft Macke, einzelne Formen –die weißen Segel, die Bögen eines Viadukts, das strahlend rote Schild mit der Aufschrift „Café“ -hervorzuheben. Diese Motive geben ihre Darstellungsfunktion auf und werden als abstrakteElemente der Komposition wahrgenommen. Das dominante Rechteck mit dem Wort „Café“ oben links im Bild zeigt den Einfluss Robert Delaunays. Auch Paul Klee und Franz Marc rezipierten über Delaunay den Kubismus. Die Malerei und die theoretischen Überlegungen des französischen Malers inspirierten ihre Bilder und ihre Überlegungen zu einer „Neuen Malerei“, die in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg auch im Kreis des Blauen Reiters Form gewinnt.
Hier finden die formalen Experimente eine gedankliche Resonanz und lassen noch besser erkennen, welche Wege die einzelnen Maler bei der Entwicklung der Abstraktion gehen und bis wohin sie sie verfolgen.Die Texte im Katalog thematisieren die kunsttheoretischen Reflexionen, die diese Richtungsänderung begleiten und den philosophisch-zeitgeschichtlichen Hintergrund, der Abstraktion und Spiritualität zu einem zentralen Thema der Kunst dieser Epoche macht.Mit der Suche nach der „Inneren Notwendigkeit“(Wassily Kandinsky) oder der „Reinheit“(Franz Marc), dem Versuch, „sichtbarzu machen“ (Paul Klee) oder einen „Extrakt zu geben“ (Gabriele Münter)verfolgen die Künstler eine Spur, die sie an die Grenze des rational Fassbaren führt. Der Katalogbeitrag von Julia Voss, „Wellen, Vibrationen, Schwingungen“, öffnet diese Perspektive auf die Künstlerinnen Anna Mary Howitt, Juliana Houghton und Hilma af Klingt, die in ihrer Malerei übersinnliche Kräfte und Erlebnisse reflektieren und sich durch die wissenschaftlich nachweisbaren Phänomene wie Magnetismus, Elektrizität oder die Entdeckungdes Atoms bekräftigtsehen.War die Abstraktion zu Beginn des 20.Jahrhunderts also Weltflucht und Rückzug in die Sphäre des inneren Erlebens? Franz Marc und Wassily Kandinsky, die Herausgeber des Almanachs Der Blaue Reiter, waren vom Gegenteil überzeugt. Sie verbanden ihre Kunst mit einer politischen Dimension in der Hoffnung auf deren gesellschaftsverändernde Kraft. „Denn wir haben das Bewusstsein, dass unsere Ideenwelt kein Kartenhaus ist, mit dem wir spielen, sondern Elemente einer Bewegung in sich schließt, deren Schwingungen heute auf der ganzen Welt zu fühlen sind“, schrieb Franz Marc im Einführungstext zum Almanach.Dass die Kunst des Blauen Reitersauch heute noch ihre Wirkungskraft entfaltet, zeigt das große Gemälde von Karin Kneffel, dass als Auftakt der Ausstellung im Foyer des Museums hängt: die Künstlerin hat es nach einem Besuch des Franz Marc Museums gemalt und Werke von August Macke und Wassily Kandinsky in ihr Bild aufgenommen.
Franz Marc Museum         
Franz Marc Park 8-10                                                                                                   
82431 Kochel a. See   

Abbildung:
August Macke (1887-1914)
Cafe am See, 1913
Dauerleihgabe aus Privatbesitz,
Courtesy Thole Rotermund Kunsthandel, Hamburg
Foto: Walter Bayer, München
Museen heute

München Lenbachhaus: Lebensmenschen

LebensmenschenAlexej von Jawlensky und Marianne von Werefkin

Die beiden bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten Alexej von Jawlensky (1864–1941) und Marianne von Werefkin (1860–1938) zählen zu den wegweisenden Figuren der expressionistischen Avantgarden und sind noch nie in einer gemeinsamen Ausstellung ge­zeigt worden. Unsere Schau unternimmt es nun zum ersten Mal, beide als Künstlerpaar vorzustellen. Fast dreißig Jahre waren sie in Leben und Werk eng miteinander verbunden.

1896 waren beide gemeinsam aus Sankt Petersburg nach München gekommen. Werefkin unterbrach hier zunächst für zehn Jahre ihre malerische Tätigkeit, um sich der Förderung von Jawlenskys Talent zu widmen und sich intensiv mit Kunsttheorie und der aktuellen Kunstproduktion ihrer Zeit zu beschäftigen. Jawlensky begann mit Stillleben und Figurendar­stellungen zu experimentieren, ein großes Vorbild für ihn war Vincent van Gogh.

Mit Wassily Kandinsky und Gabriele Münter hielten sie sich 1908 in Murnau auf und fanden hier ge­meinsam zu einer expressiven und starkfarbigen Malerei. Während Jawlenskys Murnauer Landschaften zunehmend abstrakter wurden, entwickelte Werefkin ihre spezifische Figurenmalerei, die sich der menschlichen Existenz und ihrem schicksalhaften Ausgelie­fertsein an äußere und innere Mächte widmete. Mit der von Jawlensky und Werefkin 1909 mitbegrün­deten Neuen Künstlervereinigung München, – die sich in ihrer Wohnung in der Münchner Giselastraße zu­sammenfand – und aus der zwei Jahre später der Blaue Reiter hervorging, haben sie als Vor­denkerin (Werefkin) und malerischer Impuls­geber (Jawlensky) dieser beiden Vereinigungen Kunstgeschichte ge­schrieben.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs gingen Werefkin und Jawlensky ins Schweizer Exil, wo sie in engsten räumlichen Verhältnissen miteinander lebten und arbeiteten, bevor sie sich 1921 schließlich trennten. Werefkin blieb in Ascona, während Jawlensky mit seiner Familie nach Wiesbaden zog. Jeder für sich, wie bereits vorher in ihrer Gemein­schaft als Paar, leisteten sie einen wesentlichen Bei­trag zur Entwicklung der modernen Kunst am Beginn des 20. Jahrhunderts.

In einer ungewöhnlichen Ausstellungsarchitektur fügen sich die einzelnen Stationen ihres künstlerischen Schaffens bis hin zu beider Spätwerk zu einem opu­lenten Panorama von über 190 Werken zusammen. Inspiriert von der thematischen Idee der Lebens­menschen, finden in der Architektur die vielfältigen gegenseitigen Ergänzungen, Irrwege, gemeinsamen und getrennten Wege ihren Platz. Begleitet werden sie von einer überwältigenden Galerie von Jawlenskys "Köpfen" und späten "Gesichtern", auf die Werefkins Theaterszenen, Arbeiterdarstellungen und Visionen seelischer Zustände antworten.

In Zusammenarbeit mit dem Museum Wiesbaden, Hessisches Landesmuseum für Kunst und Natur
Kuratiert von Annegret Hoberg (Lenbachhaus) und
Roman Zieglgänsberger (Museum Wiesbaden)

Abbildung:
Marianne von Werefkin
In die Nacht hinein, 1910,
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
Museen heute

München Haus der Kunst: Theaster Gates: Black Chapel

Theaster Gates: Black Chapel
Ausstellung im Haus der KunstVom 25.10.2019 bis 19.07.2020

Der US-amerikanische Künstler Theaster Gates (*1973) schlägt mit seinem Werk eine Brücke zwischen Kunst und Leben. Er fasziniert mit spannungsgeladenen Raumkonstellationen, mit denen er das Beziehungsgeflecht zwischen der stereotypen Repräsentation Schwarzer Kultur und den dahinter liegenden Machtstrukturen sichtbar macht. Unter Einbezug einer vielgestaltigen Praxis, die Skulptur, Installation, Film, Performance, Improvisation, musikalische Komposition und Aktionen im urbanen Raum einschließt, verwandelt Theaster Gates Räume in Orte der künstlerischen Intervention, und damit in potentielle Plattformen für politischen, kulturellen und sozialen Wandel.

Für die sechste Ausgabe der Serie „Der Öffentlichkeit“ hat Theaster Gates die raumgreifende Installation „Black Chapel“ entwickelt. Das vielteilige Werk reagiert auf die repräsentative Architektur der 800 Quadratmeter großen Mittelhalle des Haus der Kunst, indem es ihr ein komplexes, politisch wie spirituell aufgeladenes Narrativ entgegensetzt: zwei große Pavillons sowie Vitrinen beherbergen eine Vielzahl an Skulpturen, Fotografien und Dokumenten. Darüber hinaus zeigen riesige, rotierende Leuchttafeln Fotografien aus den Archiven der ikonischen Johnson Publishing Company. Erstmalig wurde dieses Bildmaterial in den Magazinen „Ebony“ und „Jet“ veröffentlicht – zwei Publikationen mit Kultstatus, die maßgeblich zur Verbreitung Schwarzer Kultur in den Vereinigten Staaten beitrugen. Das Zusammenspiel von Skulptur und Fotografie eröffnet einen Raum, der Fragen zu Schwarzer Geschichte, Spiritualität und Repräsentation thematisiert und visuell neu formuliert.

In der benachbarten Archivgalerie macht Theaster Gates zudem die Plattensammlung von Jesse Owens zugänglich, die sich in seinem Besitz befindet. Der Athlet Jesse Owens (1913-1980) wuchs zu Zeiten der strikten Rassentrennung in den USA auf und wurde entsprechend wenig gewürdigt. Auf der Olympiade in Berlin holte der Ausnahmesportler 1936 unter den Augen Adolf Hitlers mehrere Goldmedaillen. Seine Erfolge wurden von der umstrittenen Regisseurin und Fotografin Leni Riefenstahl festgehalten, die dort den Propagandafilm „Olympia“ drehte. Das Material ist nun als Teil eines neu entstandenen Films des Künstlers zu sehen und ermöglicht einen kritischen Blick auf die rassistische Bildpolitik.

Die Wege von Jesse Owens und Leni Riefenstahl kreuzten sich erneut im Jahr 1972, als beide abermals zur Olympiade nach München reisten. Die Annäherung an die Lebensgeschichte von Jesse Owens über den Sound der mehr als 1800 Platten umfassenden Sammlung und deren Rezeption sowie das Aufeinanderprallen der rassistischen Ideologien der USA und Deutschlands, die Jesse Owens' Lebenszeit prägten, sind im Kontext der belasteten Geschichte des Haus der Kunst besonders aufschlussreich.

Während der Laufzeit der Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König, mit Beiträgen von Romi Crawford, Anna Schneider und Hamza Walker im Gespräch mit Theaster Gates.

Kuratiert von Anna Schneider
Haus der Kunst München
Prinzregentenstraße 1
80538 München

Abbildung:
Photo: Moneta J. Sleet, Jr. for Ebony, 1958
Courtesy Johnson Publishing Company, LLC. All rights reserved.
Museen heute

Dachau Gemäldegalerie: Philipp Röth 1841–1921. Ein Romantiker unter den Landschaftsmalern

Philipp Röth 1841–1921. Ein Romantiker unter den Landschaftsmalern

Ausstellung vom 25.Oktober 2019 bis 08. März 2020
Dachau Gemäldegalerie

Der gebürtige Darmstädter Philipp Röth (1841–1921) war ein Landschaftsmaler der Münchner Schule. Seine atmosphärischen Landschaftsidyllen zeigen feinmalerisch ausgeführte Pastoralen, ländliche Szenerien mit Gänsehirtinnen, Schäfern und Kuhhirten unter hohen Wolkenhimmeln. In sanften Stimmungen gibt er bevorzugt die weiten Landschaften seiner Heimat in der Rhein-Main-Ebene, das Dachauer Land und die weite Seenplatte südlich von München wieder. Wasser, Himmel und Erde vereinen sich in seinen Bildern zu einem Schauspiel von elementarer Größe. Am Beginn der Industrialisierung gemalt, beschwören seine traumverlorenen Bilder die Schönheit und Größe eines Lebens in Einklang mit der Natur.
Philipp Röth erfuhr eine erste Ausbildung in der Zeichenschule von August Lucas (1803–1863) und bei dem Generalinspektor der Kgl. Gemäldegalerie Darmstadt, Karl Ludwig Seeger (1808–1866). Danach begann er ein einjähriges Studium an der Kgl. Kunstschule in Karlsruhe bei Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863). 1861 nahm er Privatunterricht bei Paul Weber (1823–1916) mit dem ihn, schon durch die Heirat mit dessen Tochter Pauline, eine lebenslange Freundschaft verband. 1862 übersiedelte der junge Maler nach Düsseldorf. Von dort aus unternahm er schon während der 1860er-Jahre Reisen nach Dachau, München, Berchtesgaden, ins Salzkammergut und nach Dresden. 1871 entschied sich Philipp Röth für die bayerische Kunstmetropole und ließ sich als freischaffender Landschaftsmaler in München nieder. Seine Landschaftsidyllen fand er im Münchner Umland, bevorzugt bei Dachau, Bruck und Bernried.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten erwarb er sich in den 1890er-Jahren als Freiluftmaler eine angesehene Position in der Münchner Kunstszene. 1903 ernannte ihn Prinzregent Luitpold zum Ehrenprofessor der Kgl. Kunstakademie. Nicht nur die angesehenen Münchner Galerien Helbig und Heilmann verkauften erfolgreich seine Werke, auch in den Kunstvereinen und Internationalen Kunstausstellungen der Künstlergenossenschaften in ganz Deutschland wurden seine Bilder gezeigt. Philipp Röth starb 1921 in seinem Haus in Gern. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete ihm die Stadt München ihren ältesten Baum, eine mehr als 300 Jahre alte Linde: die sogenannte Röth-Linde.

Die Gemäldegalerie stellt über 100 Jahre nach der letzten großen Einzelausstellung des Künstlers, die noch zu Lebzeiten stattfand mit über 100 Gemälden und Graphiken wieder eine große Retrospektive zusammen. Mitgewirkt hat Dr. Bettina Best, die mit dem Sammler Wilhelm Grovermann das Werkverzeichnis Röths erarbeitet hat.

Gemäldegalerie Dachau
Konrad-Adenauer-Str. 3
85221 Dachau

Abbildungen:
1. Philipp RöthSommerlandschaft, 1894
2. Philipp Röth
Wuermkanal bei Gern, 1895




Museen heute

München Stadtmuseum: Ready to go! Schuhe bewegen

Ready to go! Schuhe bewegen

Ausstellung vom 15. November 2019 bis 21. Juni 2020
Münchner Stadtmuseum
Die Schau bietet einen Rundgang mit kulturhistorischen und soziologischen Aspekten, wobei anhand von ca. 500 Paar Schuhen immer wieder die Emotionen im Vordergrund stehen, die entsprechende Fußbekleidung hervorrufen kann.Der Schuh als Statussymbol dient dem Träger / der Trägerin als auch den Betrachtern gleichermaßen als bewundernswertes Objekt. Absatzschuhe des Barock und Rokoko erhöhten ihre Träger demonstrativ über das einfache Volk. Schuhe fungieren als Machtsymbol oder als Zeichen bzw. Statement einer Gruppenzugehörigkeit. Hier kommen Boots aus der Raver-Gothic-Szene zu Wort. Die Bedeutung der Fußbekleidung für die Gender-Thematik schlägt den Bogen von der knabenhaften Frau in Budapestern zur damenhaften Drag Queen in High Heels. Auch der Voyeur steht im Fokus, der in der Betrachtung der entsprechenden Fußbekleidung Erregung und Befriedigung erfährt. Als Fetisch lässt der Schuh Sammlerherzen höher schlagen und verlangt absolute Hingabe. Pumps dienen als Symbol weiblicher Fußbekleidung als Mittel der Verführung, während Stöckelschuhe als übersteigertes Reizobjekt Lust und Pein bereiten können. Die Parallelität von Schnürstiefeln und Schnürkorsagen zeigt die optische Faszination für enge undkurvige Silhouetten. Im Namen der Erotik werden für kleine zierliche Füße Schmerzen und Fußverstümmelung in Kauf genommen, was in China der Lotus- oder Lilienfuß demonstriert, ist in der westlichen Mode der Hallux Valgus.Es liegt in der Natur der Sache, Schuhe als Gebrauchsgegenstand und Fortbewegungsmittel zu beleuchten. Hier reduziert sich die Bedeutung von Fußbekleidung und ihre ursprüngliche Funktion weitgehend auf den Schutz und den Halt beim Stehen und Gehen und stellt den Träger / die Trägerin in den Mittelpunkt. Die Beispiele reichen vom fragmentierten mittelalterlichen Kinderschuhbis zum aktuellen Schuhwerk eines Geflüchteten. Materialien der Kriegs- und Notzeit wie alte Gummireifen, Kork, Stroh, Holz und Nägel werden Baumpilzen, Mais, zerriebenen Steinen und Tierhufen gegenüber gestellt, mit welchen heute Künstlerinnen und Künstler und Designerinnen und Designer experimentieren.
Neben dem vielfältigen hauseigenen Sammlungsbestand werden als Kontrast etwa 30 herausragende und zum Teil bizarre Schuhobjekte internationaler Künstlerinnen und Künstler präsentiert, welche die Thesen und Aussagen der Schau abstrahieren.In Kooperation mit der Kulturvermittlung und der Fachstelle Inklusion gibt es Stationen, die den Besucherinnen und Besuchern das Thema Schuhe durch Hören, Tasten und Laufen näher bringensollen. Inklusive Angebote sollen hierbei als Selbstverständlichkeit wahrgenommen werden und sich dem Publikum als neue Sinnes-Erfahrung erschließen.Für die Ausstellung ist eine abbildungsreiche Publikation bei Edition Braus geplant, die an der Museumskasse und im Online-Shop erhältlich sein wird.
Kuratorin der Ausstellung: Dr. Isabella Belting, Sammlungsleiterin Mode / Textil
Münchner Stadtmuseum
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München


Museen heute

Bernried Buchheim Museum: PAULA MODERSOHN-BECKER. AUFBRUCH IN DIE MODERNE

PAULA MODERSOHN-BECKER.
AUFBRUCH IN DIE MODERNE
Ausstellung vom 16. November 2019 bis 08. März 2020
Buchheim Museum

»Paula Modersohn-Becker gehört ohne Frage zu den bedeutendsten Erscheinungen des deutschen Expressionismus. [...] Früh schon, in Paris, nahm sie die Lehre Cézannes auf und gab klar gebaute und erfühlte Form, als die Brückemaler ihrer Stilmittel noch recht ungewiss waren.« Diese Eloge auf die Malerin stammt von Museumsgründer Lothar-Günther Buchheim. Ihm war bewusst, dass es noch vor den »Brücke«-Künstlern eine Pionierin gab, die die Moderne von Paris nach Deutschland holte. Die in Dresden und Bremen aufgewachsene Künstlerin nennt, ähnlich den Künstlern der Dresdner Gruppe, jedoch gut fünf Jahre vor ihnen, das »Wesenhafte«, das »Monumentale« und die »Größe der Form« als Leitbegriffe. Nun soll das Werk der frühen Avantgardistin im Buchheim Museum durch eine große Ausstellung umfassend gewürdigt werden. Durch eine vergleichende Betrachtung mit Werken der »Brücke« sowie gemeinsamen Vorbildern wird die Pionierfunktion der jungen Frau für die deutsche Moderne eindrücklich erlebbar gemacht.

Im Buchheim Museum wird sie nun durch eine vergleichende Betrachtung mit Werken der »Brücke«-Künstler in besonderer Weise erlebbar gemacht. Zugleich wird ein weiterer Horizont zu dem Thema geboten. Es zeichnet die Malerin aus, dass sie ihr Werk in intensivem Dialog mit anderen Künstlern entwickelte. Ihr früher Aufbruch 1900 nach Paris förderte sie dabei. Modersohn-Beckers heraus-ragende Stellung in der Kunstgeschichte der Moderne wird entsprechend auch im nationalen und internationa-len Vergleich zur Darstellung gebracht.Neben 30 Gemälden von Modersohn-Becker und 15 Arbeiten der »Brücke«-Künstler Kirchner, Heckel, Schmidt-Rottluff, Mueller und Nolde finden sich daher stichprobenartig auch Werke von Künstlern, mit denen sie sich auseinandersetzte. Dazu gehören Jeanna Bauck, die von ihr bewunderte Lehrerin in Berlin; ihr Gesprächs-partner, Worpsweder Künstlerkollege und Ehemann Otto Modersohn; Max Liebermann, der das deutsche Kunst-geschehen nach 1900 dominierte; Camille Corot, der als Hauptvertreter der Schule von Barbizon die Worps-weder Künstler inspirierte; Paul Cézanne, der mit seinem strukturierten Bildaufbau die postimpressionistische Moderne in Frankreich begründete; Auguste Rodin, den Modersohn-Becker wegen seiner Akt aquarelle für den »größten Lebenden« hielt; Vincent van Gogh, dem sie sich bezüglich Strichführung, Flächenauffassung und bäuerlicher Sujets verwandt fühlte; sowie die »Nabis«- Künstler Édouard Vuillard und Maurice Denis, zu denen sie einen persönlichen Kontakt unterhielt.
Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1,
82347 Bernried

Abbildung:
Paula Modersohn-Becker,
Stillleben mit Goldfischglas, 1906/1907, Pappe,
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Museen heute

Zürich: FIKTION KONGO

FIKTION KONGO
Kunstwelten zwischen Geschichte und Gegenwart
Die Demokratische Republik Kongo ist heute weltweit berühmt für ihre vibrierende Kunstszene. Nirgendwo sonst in Afrika ist das künstlerische Schaffen so vielfältig, kreativ und am Puls der Zeit. Doch auch in der Vergangenheit entstanden eindrucksvolle Masken, Figuren und Designstücke, die zu den Ikonen der Kunst Afrikas gehören. Erstmals werden historische Werke und Fotografien in einer Ausstellung zur Kunst aus dem Kongo Werken zeitgenössischer Kunst gegenübergestellt. Dabei will «Fiktion Kongo» einen einseitigen westlichen Blick auf die Kunst des Kongos vermeiden und stellt daher renommierte kongolesische Künstlerinnen und Künstler der Gegenwart ins Zentrum, wie Sammy Baloji, Michèle Magema, Monsengo Shula und Sinzo Aanza. Die Ausstellung zeigt, wie Kunstschaffende –früher wie heute –sich kritisch mit den Auswirkungen von Kolonialzeit, Missionierung und Welthandel auseinandersetzen.Seit dem Entdeckerzeitalter über die koloniale Eroberung bis heute dient Kongo als Projektionsfläche sowohl westlicher als auch afrikanischer Ideen und Fiktionen. Die kongolesische Geschichte und Kunst zeichnen sich bereits früh durch die enge Verflechtung und den kreativen Austausch von Ideen, Formen und Objekten in einer globalisierten Welt aus. Zugleich manifestieren sich in der Kunst auch die Folgen von Kolonialismus, Missionierung und Ausbeutung von Rohstoffen. Diese transkulturellen und postkolonialen Themen sind nicht nur für die Vergangenheit von Bedeutung, sondern heute mehr denn je brisant. In der Ausstellung wird deshalb die historische Perspektive mit zeitgenössischen künstlerischen Positionen aus dem Kongo und der Diaspora in Bezug gesetzt.Ausgangspunkt der Ausstellung sind Objekte und Fotografien, die der Kunstethnologe Hans Himmelheber (1908-2003) von seiner Reise 1938/9 aus dem Kongo mitbrachte, und die nun – teils zum ersten Mal – öffentlich präsentiert werden. Die farbigen Masken, wirkmächtigen Statuen und kunstvoll gestalteten Dinge des täglichen Gebrauchs zeugen von der Ästhetik und Bedeutung des künstle-rischen Schaffens der damaligen Zeit. Sein fotografischer Nachlass ist eine einmalige Momentauf-nahme der ästhetischen und kulturellen Praxis im Kongo der 1930er Jahre und dokumentiert die gesellschaftlichen Umbrüche während der Hochphase der belgischen Kolonialherrschaft. Das schrift-liche und visuelle Archiv von Hans Himmelheber, das seit kurzem am Museum Rietberg angesiedelt ist, spiegelt aber auch seine eigenen, vom damaligen Zeitgeist geprägten Vorstellungen über den Kongo wider.

Archiv Hans Himmelheber und ForschungsprojektAusgangspunkt der Ausstellung ist das Archiv von HansHimmelheber (1908-2003), das in den letzten Jahren am Museum Rietberg entstand und mittlerweile über 750 Objekte, 15‘000 Fotografien und den schriftlichen Nachlass des deutschen Kunstethnologen umfasst. Der in Heidelberg geborene promovierte Arzt und Ethnologe unternahm zwischen 1933 und 1976 insgesamt vierzehn Reisen in die Côte d’Ivoire, den Kongo, nach Liberia und Alaska. Himmelhebers Studien zur Künstlerpersön-lichkeit, zum Maskenwesen oder zum Werkverfahren liefern bis heute wichtige Impulse für die Beschäftigung mit der Kunst Afrikas. Himmelheber war aber nicht nur Wissenschaftler und Fotograf, sondern zugleich auch immer Sammler und Händler. Die Ausstellung präsentiert die ersten Ergebnisse des neuen Forschungsprojektes «Hans Himmelheber –Kunst Afrikas und verflochtene Wissensproduktion», das als Kooperation zwischen dem Museum Rietberg und dem Historischen Seminar der Universität Zürich vom Schweizerischen Nationalfonds von 2018 bis 2022 finanziert wird.In Anlehnung an das Konzept der Kunstwelten (art worlds) von Howard S. Becker verstehen die Kuratorinnen Kunst nicht nur als Produkt eines einzelnen Schöpfers, sondern als Resultat eines Netzwerkes von verschiedensten über mehrere Kontinente verteilten Akteuren, die alle an der Herstellung, Verwendung, aber auch –wie Hans Himmelheber –an der Weitergabe und Vermarktung sowie an der Wissensproduktion und Imagination derselben beteiligt sind. «Fiktion Kongo» bringt somit die Herstellung und den Gebrauch von Kunst im Kongo mit dem internationalen Kunstmarkt sowie die koloniale Geschichte und aktuelle Fragen der Restitution zusammen.
Museum RietbergGablerstrasse 15,
8002 Zürich,
Schweiz


Abbildung:
Maske kifwebe.
Künstler der Songye-Region, vor 1939, Holz, Farbpigmente, 45,5 × 22,5 × 20,5 cm.
Museum Rietberg Zürich,
Geschenk Barbara und Eberhard Fischer, erworben von Hans Himmelheber
Museen heute

München Haus der Kunst: Innenleben

Innenleben.
Njideka Akunyili Crosby, Leonor Antunes, Henrike Naumann, Adriana Varejão

Ausstellung Haus der Kunst vom 29. November 2019 bis 29. März 2020

Unsere Gegenwart zeichnet sich durch eine zunehmende Veräußerung des Inneren aus. Ohne Scham und Skrupel werden Privatleben und Intimsphäre in sozialen Medien veröffentlicht und bewertet. Trotz dieser neuen Dimension eines fast pornografischen Exhibitionismus des Einzelnen, wird  zunehmend unklarer, welche politischen Haltungen, historische Verkettungen, aber auch welche psychischen Zustände und sozialen Bindungen die Identität des Einzelnen tatsächlich ausmachen.

Was geschieht also in unserem Inneren? Ausgehend vom kunsthistorischen Sujet der Interieurmalerei untersucht die Ausstellung Innenleben die Textur transnationaler und multipler, gleichzeitig auch komplexer und fragil gewordener Identität. Die fundamentale Frage nach den Bedingungen von Innen und Außen, sowie die Verhandlung von deren Grenzen stehen im Zentrum der Ausstellung. Der besondere Fokus liegt auf Positionen, die den Innenraum nicht als eskapistischen Rückzugsort behandeln, sondern ihn in seiner Fähigkeit, kaleidoskopartig die Facetten der äußeren Welt aufzufächern, als diskursiven Raum zur Schau stellen. In den Arbeiten der Künstlerinnen spielen Migration und transkulturelle Identität genauso eine Rolle wie historische Verstrickungen. Sie befassen sich mit dem Innenraum sowohl in der Imagination, wie auch mit dem Innenraum als reales Setting, mit dem Innenraum als privatem Rückzugs- und Schutzraum genauso wie mit seinem Potential, den gesellschaftlichen und politischen Zeitgeist zu reflektieren und zu verändern.

Njideka Akunyili Crosby (*1983 in Enugu, Nigeria) verhandelt in ihren großformatigen, dynamisch gemusterten und farbkräftigen Gemälden auf Papier das komplexe kulturelle Terrain, das sich aus einem Leben zwischen zwei Welten - ihrer Wahlheimat Amerika und ihrer Heimat Nigeria – formt. Inspiriert von Fotografie, Mode, Architektur und Design sowie ihrer eigenen Familiengeschichte zeigen Akunyili Crosbys Werke oft häusliche Räume, die die faszinierende Imagination eines neuen afropolitischen Lebensgefühls visualisieren. Für Leonor Antunes (*1972 in Lissabon, Portugal) stehen Migration und Transformation von Form und Ideen über zeitliche und geografische Räume hinaus im Zentrum. Ausgangspunkt für ihre eleganten, auf intensiven Recherchen beruhenden, teilweise  ortsspezifischen Skulpturen und Interventionen ist die Auseinandersetzung mit Kunst, Design und Architekturgeschichte. Insbesondere stellt das gesellschaftstransformierende Potential der Moderne eine besondere Inspiration für sie dar.  Adriana Varejão (*1964 in Rio de Janeiro, Brasilien) hingegen thematisiert in ihren viszeralen Skulpturen und Gemälden die Präsenz der durch Gewalt geprägten, kolonialen Geschichte Brasiliens. Vielfach verwendet sie das Motiv der Mauer, der Grenze zwischen Innen und Außen, aus deren brüchig gewordener Textur die unterdrückte, gewaltgeladene Vergangenheit in die Gegenwart zu quellen scheint. Der Omnipräsenz der Vergangenheit widmet sich auch die ausgebildete Bühnenbildnerin Henrike Naumann (*1984 Zwickau, Deutschland), die sich in ihren immersiven Rauminstallationen mit der deutsch-deutschen Vergangenheit und rechtsextremer Ideologie beschäftigt. Sie untersucht die Mechanismen der Radikalisierung und erkundet, wie diese sich im Raum manifestieren.

Die Werke aller Künstlerinnen verbindet, dass sie den Innenraum als Rahmen nutzen, um Bilder für vielschichtige Identitäten zu finden.

Kuratiert von Anna Schneider.

Haus der Kunst
Prinzregentenstraße 1,
80538 München
Abbildung:
Leonor Antunes
Alterated Climbing Form III
Copyright: Leonor Antunes
Courtesy: the artist and Marian Goodman Gallery
Photo: Nick Ash
Musik
Samstag, 25.01.2020

Yelena Eckemoff „Nocturnal Animals“

Sie belegt einige Sparten der Kunst. Yelena Eckemoff schreibt, fotografiert, malt, komponiert und sie spielt ausgezeichnet Klavier. Anfangs Klassik, nachdem sie in jungen Jahren das Mahavishnu Orchestra im Radio und Dave Brubeck Live in Moskaus gehört hat, ausschließlich Jazz. Allein in den letzten vier Jahren hat sie auf ihrem eigenen Label sechs CDs herausgebracht. Drei davon sind Doppelalben....
Film
Donnerstag, 23.01.2020

DAS VORSPIEL

Anna Bronsky ist Geigenlehrerin an einem Musikgymnasium. Sie setzt gegen den Willen ihrer Kollegen die Aufnahme eines Schülers durch, den sie für sehr talentiert hält. Engagiert bereitet sie Alexander auf die Zwischenprüfung vor und vernachlässigt dabei ihre Familie. Ihren Sohn Jonas, den sie in Konkurrenz zu ihrem neuen Schüler bringt und ihren Mann Philippe. Ihr Kollege Christian, mit dem sie...
Musik
Mittwoch, 22.01.2020

Ingrid Jensen & Steve Treseler „Invisible Sounds: For Kenny Wheeler“

Als Kenny Wheeler 2014 verstarb, schrieb ein Journalist über ihn: „Nur wenige wichtige Musiker haben mit weniger Getue mehr Aufsehen erregt“. Der kanadisch-britische Trompeter und Flügelhornspieler war als Musiker und Komponist ein stiller Gigant. Nicht allein seine musikalische Vielfalt beeindruckte (er spielte im Jazzbereich alles, von Avantgarde über Hardbop bis hin zu den...
Echo
Sonntag, 19.01.2020

Gröbenzell: Alliage Quintett – Eigener Klangcharakter

Gröbenzell. In einem Vorwort nannte der Publizist Roger Willemsen das Saxophon einmal „Ein einzelgängerisches Instrument“, welches singulär für eine Musikrichtung stehe, nämlich für den Jazz. Beides stimmt nicht so ganz. Denn erstens ist das Saxophon als ein Instrument der Romantik in die Welt der Musik gekommen und zweitens gibt es genügend Beispiele dafür, das Saxophone...
Abzug
Samstag, 18.01.2020

Fassaden 88

Martin Gebhard, München
Fassaden 88
2019...
Echo
Donnerstag, 16.01.2020

Fürstenfeld: Franz von Chossy Trio - Beherztes Ineinandergreifen von Stimmungen, Gedanken und Inspirationen

Fürstenfeld. Wir haben an dieser Stelle schon häufiger über Klaviertrios geschrieben. Über deren spezifische Synthese aus Jazz und Klassik, über ihre Befreiungsversuche aus engmaschigen stilistischen Netzen, über die emotionalen Wechselbäder, durch die sie ihre Zuhörer treiben und auch über die Rolle der Tradition, von der sich kaum eine dieser Besetzung gänzlich zu lösen vermag. Und immer...
Film
Mittwoch, 15.01.2020

CRESCENDO

Junge Musiker aus Palästina und Israel sollen zusammen ein Konzert geben. Hat die Musik die Kraft, trotz der vielen Herausforderungen und Hindernisse, Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?  Im Rahmen von Friedensverhandlungen zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina soll in Südtirol ein Konzert eines Jugendorchesters...
© 2020 kultkomplott.de | Impressum
Nutzungsbedingungen & Datenschutzerklärung
KultKomplott versteht sich als ein unabhängiges, kulturelle Strömungen aufnehmendes und reflektierendes Portal.