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1. INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN
2. VIRGINIA WOOLF's NIGHT AND DAY
3. THE PIANO TUNER
4. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
5. THE DEATH OF ROBIN HOOD
6. SOUNDS OF PARIS
Donnerstag 16.07.2026
INSEKTEN – HELDEN IM VERBORGENEN
Ab 16. Juli 2026 im Kino
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Wie ist unsere Welt entstanden? Unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Begeben wir uns auf eine Zeitreise, die vor 480 Millionen Jahren beginnt, und erleben wir, wie die Puzzleteile zu einem Ganzen verschmelzen.
INSEKTEN - HELDEN IM VERBORGENEN nimmt uns mit in den Mikrokosmos, in atemberaubende Bilderwelten, erzählt von Schauspielikone Katharina Thalbach, und stellt die Frage: Muss es ein "Mensch ODER Natur" sein?

Ein Dokumentarfilm von Nepomuk Pfaff

Wie ist unsere Welt entstanden?
Ein Wald mag statisch wirken, doch unter unseren Füßen verbirgt sich eine Tierklasse, die weitaus größer ist als jede andere. Unsere Biosphäre ist ein Puzzle aus vielen Teilen, mit einem entscheidenden Akteur: Insekten. Seit Millionen von Jahren prägen sie eine der wirkungsvollsten Koevolutionen der Erdgeschichte. In Partnerschaft mit den Pflanzen formten sie die Vielfalt unserer Landschaften, indem sie zur Entstehung von Blüten beitrugen. Insekten waren die ersten, die den Himmel eroberten, und sie schufen Nährstoffkreisläufe sowie Nahrungsketten, die die Grundlage unserer Existenz bilden. Sie haben die Dinosaurier überlebt – aber können sie uns überleben?
Die filmische Reise setzt vor rund 480 Millionen Jahren an und folgt den komplexen Verflechtungen innerhalb der Ökosysteme. In eindrucksvollen Bildern und ergänzt durch eine einfühlsame Erzählebene – gesprochen von Katharina Thalbach – eröffnet sich ein Zugang zum Mikrokosmos der Insekten und ihrer oft übersehenen Bedeutung. So wird sichtbar, welche Rolle diese Lebewesen für das Gleichgewicht unseres Planeten spielen.
Doch erst in den letzten 300.000 Jahren hat der Mensch die Erde so stark verändert, dass Lebensräume zunehmend verschwinden. Die Art und Weise, wie wir wirtschaften und unsere Umwelt nutzen, stellt viele dieser Systeme vor große Herausforderungen. Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft bieten kaum Raum für biologische Vielfalt. Der Film begleitet deshalb unterschiedliche Landwirtinnen und Landwirte, die neue Wege suchen, um Nahrungsmittel zu produzieren und zugleich natürliche Kreisläufe zu erhalten. Ihre Ansätze zeigen, wie ein Zusammenwirken von menschlicher Nutzung und ökologischen Prozessen möglich ist – und welche Perspektiven sich daraus für die Zukunft ergeben können.


UNBEKANNTE SPEZIES: INSEKTEN
Wenn die Entwicklungsgeschichte der Insekten - von ihrer Geburt bis heute - auf eine 24h Uhr projiziert werden würde, wäre die gesamte Menschheitsgeschichte in dieser Uhr nicht einmal eine Minute lang.
Die Menschen dominieren den Planeten, haben kaum natürliche Feinde und schreiten fort. Aber dabei vergessen sie schnell, dass sie bisher nur ein Flügelschlag in der Geschichte waren; Ein Pollenkorn im Sand der Zeit.
Insekten sahen die Dinosaurier kommen und gehen und haben über diesen immensen Zeitraum den Planeten maßgeblich geformt, wovon wir Menschen nur das Endergebnis sehen.
Wir werfen Licht auf diese im Alltag vergessenen Wahrheiten. Unter uns befinden sich verborgene Helden, die verantwortlich sind für unsere Umwelt - für das Ökosystem, in dem wir leben, die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und die Nahrung, die wir zu uns nehmen.
Wir fühlen uns groß, aber "die größten Änderungen kommen oft von den kleinsten Wesen" - Leonardo da Vinci


REGIESTATEMENT - NEPOMUK PFAFF
Im Rauschen des Alltags und den täglichen Herausforderungen, ist die Natur ein beruhigender Ort, der die Wurzeln der eigenen Bedürfnisse offenbaren kann. Die Gerüche eines Waldes können einen auf den Boden bringen. Das dumpfe Gefühl beim Wandern über den erdigen Waldboden entspannen. In ihrer Schönheit und Komplexität ist die Natur unübertroffen. Eine einzelne Blüte strahlt in ihrer Farbintensität und Maß an Detail, mehr als durch das bloße Auge erkennbar. Die Vielfalt an Farben, Überlebenstechniken und Symbiosen überwältigt.
In der Natur ist alles da, was es braucht, aber von nichts zu viel. Durch das Streben nach dem Energieminimum hat sie über viele Generationen der Evolution das geschaffen, was der Perfektion am nächsten kommt.
Die Fäden, die alles zusammenhalten offenbaren sich. Es zeigt sich worauf unsere Welt aufbaut und wie abhängig wir von ihr sind. Je mehr man betrachtet, desto mehr wird einem klar, wie viel man nicht sehen kann. Ich möchte daran erinnern, was es zu entdecken gibt, selbst in einem Unscheinbaren Busch.
Wussten Sie z.B. dass Glühwürmchen Eier leuchten? Bei unserem Film gab es zwei große Herausforderungen: Cineastische Bilder in einer Mikrowelt zu erzeugen und eine Geschichte in einem Kosmos zu erzählen, den wir selbst erst anfangen zu verstehen, mit Akteuren, die wir nicht steuern können. Unser Ziel war aber genau das.
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Donnerstag 09.07.2026
VIRGINIA WOOLF's NIGHT AND DAY
Ab 09. Juli 2026 im Kino
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Im London des frühen 20. Jahrhunderts sucht die brillante Astronomin Katharine Hilbery nach einem Leben jenseits gesellschaftlicher Erwartungen. Zwischen arrangierter Ehe, Liebe und geistiger Unabhängigkeit entdeckt sie, dass Herz und Verstand keine Gegensätze sein müssen – eine zarte, kluge und humorvolle Erkundung von Freiheit, Nähe und Selbstbestimmung.

Ein Film von Tina Gharavi
Mit Haley Bennett, Elyas M’Barek, Lily Allen, Jack Whitehall, Jennifer Saunders, Timothy Spall, u.a.

London, 1910. Katharine Hilbery (Haley Bennett), Enkelin eines angesehenen Dichters, verachtet Lyrik, schwärmt für Mathematik und tut alles, um der Liebe aus dem Weg zu gehen. Als ihr Vater (Timothy Spall) sie bei einer Veranstaltung der Astronomischen Gesellschaft erwischt, die nur Männern vorbehalten ist, verlangt er, dass sie ihre wissenschaftlichen Ambitionen aufgibt und ihren ältesten Freund William (Jack Whitehall) heiratet. Doch dann lernt Katharine bei einer Teeparty die temperamentvolle Frauenrechtlerin Mary (Lily Allen) kennen. Und stolpert dabei über Ralph Denham (Elyas M’Barek), einen charmanten Editor aus der Arbeiterklasse, der sie völlig aus dem Konzept bringt. Als ein Komet an der Erde vorbeizieht und ein schwerer Schicksalsschlag die Familie trifft, wenden sich die romantischen Vorzeichen. William verliebt sich Hals über Kopf in Katharines Cousine Cassandra (Camilla Borghesani), während Katharine Ralphs Anziehungskraft nicht länger ignorieren kann. Schließlich muss sie erkennen, dass Wissenschaft doch nicht ihre einzige Leidenschaft ist – und dass die größte Entdeckung nicht am Himmel, sondern direkt vor ihren Augen wartet.

Eine unromantische Komödie über eine leidenschaftliche junge Astronomin, die nicht mit der Liebe rechnet, ein lebendiges Kostümdrama, das sich von den Konventionen des Genres befreit – und seine Heldin vom Korsett des Patriarchats: Basierend auf Virginia Woolfs humorvollsten und zugänglichstem Roman erzählt NIGHT & DAY eine radikal moderne Geschichte über Identität, Liebe und den Drang einer jungen Frau nach Selbstbestimmung in einer Welt gesellschaftlicher Zwänge.
Unter der Regie der BAFTA-nominierten Filmemacherin Tina Gharavi („I Am Cleopatra“) und nach einem Drehbuch von Justine Waddell erwacht die klassische Vorlage zu neuem Leben. Sie offenbart Virginia Woolfs zeitlose Gültigkeit, ihren geistreichen Witz und ihre intellektuelle Schärfe und bereichert sie um einen modernen, erfrischenden Ton und Themen des Zeitgeistes. Als Titelheldin glänzt die amerikanische Schauspielerin Haley Bennett („Cyrano“) in einem Ensemble britischer und internationaler Film- und Fernseh-Ikonen, darunter Popstar Lily Allen („Hedda“), Comedian Jack Whitehall („Malice“), Timothy Spall („Harry Potter“), Jennifer Saunders („Absolutely Fabulous“) – und Publikumsliebling Elyas M’Barek („Fack ju Göhte“) in seiner ersten internationalen Kinorolle.
NIGHT & DAY ist eine britisch-deutsche Koproduktion von Justine Waddell, Meg Thomson, Julie Link, Philipp Steffens und Christopher Figg. Von der Regie über das Drehbuch bis hin zu den kreativen Schlüsselpositionen im Kostüm- und Maskenbild (Esther Walz, My Alehammar) wurde der Film maßgeblich von Frauen gestaltet.


PRODUKTIONSNOTIZEN

„Nacht und Tag“, oft als Virginia Woolfs humorvollster und zugänglichster Roman beschrieben, zeigt die Autorin in einer Phase, in der sie jene Vision verfeinerte, die sie zu einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts machen sollte – eine junge Frau, die ihre Stimme und ihren Platz sowohl in der literarischen Welt als auch in der Gesellschaft erobert. Weit davon entfernt, ein trockenes akademisches Werk zu sein, pulsiert „Nacht und Tag“ mit einer modernen Sensibilität, die bis heute nachhallt. Hinter edwardianischen Manieren und geistreichen Dialogen verbirgt sich eine scharfsinnige und zutiefst relevante Auseinandersetzung mit dem weiblichen Streben nach Unabhängigkeit – und den Ängsten, die mit der Infragestellung der von der Gesellschaft vorgeschriebenen Rollen einhergehen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Katharine Hilbery, eine Amateurastronomin, die zwischen Konvention und Selbstfindung hin- und hergerissen ist. Ihr Kampf, ihren Platz in der Welt zu definieren, spiegelt Woolfs eigene Reise als Künstlerin und Frau wider, die versucht, Intellekt, Emotion und Autonomie in Einklang zu bringen. Durch Katharines Augen sehen wir die ersten Regungen von Woolfs revolutionären Ideen über Geschlecht, Identität und künstlerische Freiheit.
Frisch, humorvoll und überraschend zeitgemäß, ist NIGHT AND DAY mehr als ein historisches Zeitzeugnis – er ist die Wiederentdeckung eines Schlüsselwerks, das bis heute eine starke Anziehungskraft besitzt. Es erinnert uns daran, dass der Wunsch nach einem authentischen Leben und einer Welt, in der Männer und Frauen gleichermaßen ihre Träume verfolgen können, so wichtig ist wie eh und je.


Warum Woolf heute?

Autorin und Produzentin Justine Waddell entdeckte „Nacht und Tag“ vor einem Jahrzehnt und spürte sofort, dass der Stoff auf die Leinwand gehört. „In meinen späten Dreißigern stellte ich mir die gleichen Fragen wie der Roman: Was macht ein erfülltes Leben aus – Liebe, Ehe, Kinder, Karriere?“ Die Adaption wurde ihr Weg, diese Fragen durch Katharine und damit auch durch Woolf zu ergründen. „Woolf kreiste immer wieder um Freiheit, Bestimmung und Identität – das hat mich die ganze Zeit begleitet. Man kann diese Unruhe im Film spüren – die Spannung zwischen Sehnsucht und Zurückhaltung, Intellekt und Verlangen. Sie ist der Herzschlag der Geschichte.“
Regisseurin Tina Ghavari, eine lebenslange Verehrerin Woolfs, fühlte sich vom feministischen Kern des Films und den persönlichen Konflikten angezogen: „Eine Frau mit Ambitionen gegen alle Widerstände; eine Vater-Tochter-Geschichte; und die Liebe.“ Sie bringt die Perspektive einer Außenseiterin ein: „Als Nordengländerin und Geordie-Iranerin erkenne ich Katharines Kampf gegen das Patriarchat und das britische Establishment wieder. Woolf überschritt Grenzen; Katharine ist modern, entschlossen, dringlich und hungrig nach Veränderung.“
Haley Bennett (Katharine Hilbery) fand das Drehbuch „aufregend und frisch – Katharine ist eine Frau mit riesigen Ambitionen in einem engen Raum.“ Für Haley geht es in der Geschichte darum, „dafür zu kämpfen, gehört und gebildet zu werden und zu seinen eigenen Bedingungen zu lieben – darum, es zu wagen, gegen den Strom zu schwimmen, selbst wenn man scheitert.“ Katharine sei wie „ein Drachen im Sturm – voller Leidenschaft, Angst, Schrecken und Staunen – aber unbesiegt.“
Jack Whitehall (William Rodney) liebte „den Tonfall – lustig, berührend, modern“ und eine Figur, die „förmlich aus den Seiten herausspringt“. Misia Butler (Cyril Otway) erinnert sich an einen rasanten Start: „Ich habe das Drehbuch regelrecht verschlungen – es ist voller Leben und Liebe – und ich fühlte mich sofort als Teil eines reflektierten, großzügigen Teams.“
(Quelle: Verleih)
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Mittwoch 01.07.2026
THE PIANO TUNER
Ab 02. Juli 2026 im Kino
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THE PIANO TUNER erzählt die Geschichte von Niki White (Leo Woodall), einem hochbegabten Klavierstimmer mit absolutem Gehör. Nachdem seine einst vielversprechende Musikkarriere ein abruptes Ende fand, zieht er gemeinsam mit seinem eigenwilligen, aber charmanten Mentor Harry (Dustin Hoffman) von Auftrag zu Auftrag durch die ehrwürdigen Konzertsäle, luxuriösen Apartments und wohlhabenden Viertel New Yorks.
Dabei begegnet beiden eine Vielzahl exzentrischer Kund*innen – aber auch Ruthie (Havana Rose Liu), eine ambitionierte Kompositionsstudentin, die sowohl Nikis musikalisches als auch moralisches Selbstverständnis zunehmend herausfordert.
Als der Sicherheitsprofi Uri (Lior Raz) erkennt, dass sich Nikis sensible Hörfähigkeit nicht nur zum Stimmen von Instrumenten, sondern auch zum Knacken von Tresoren eignet, macht er ihm ein verlockendes Angebot. Von der Aussicht auf schnelles Geld getrieben, hofft Niki, damit Harry und dessen Frau Marla (Tovah Feldshuh) in ihrer finanziellen Not zu helfen und die Kosten für Harrys medizinische Behandlung zu decken.
Doch je tiefer er in Uris gefährliche Unterwelt hineingezogen wird, desto mehr gerät auch seine Beziehung zu Ruthie unter Druck. In einem Dilemma zwischen Loyalität, Schuld und Verlangen muss Niki sich bald entscheiden, wer er sein will.

Ein Film von Daniel Roher
Mit Leo Woodall, Dustin Hoffman, Havana Rose Liu, Tovah Feldshuh, Lior Raz, Nissan Sakira u.a.


DIRECTOR’S STATEMENT

„Ich war 29, als ich den Oscar gewann, und ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, was danach folgen würde. Die Angst traf mich mit voller Wucht, dazu eine Depression, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Kreativität fließt bestenfalls einfach – bei mir versiegte sie von einem Tag auf den anderen. So müssen sich Sportler*innen mit einer mentalen Blockade fühlen, die auf einmal nicht mehr leisten können, was sie eigentlich beherrschen. In meinem Fall wurde mein gesamter kreativer Prozess stillgelegt. Das Nichts hat mir eine ungeheure Angst gemacht.
Dieser Zustand zwang mich aber auch, mich einer existenziellen Frage zu stellen: Wenn der kreative Teil von mir, der mein Wesen immer ausgemacht hatte, mir plötzlich abhandengekommen war, wer war ich dann noch? Diese Frage ließ mich nicht mehr los. Sie arbeitete in mir weiter, bis daraus THE PIANO TUNER entstand.
THE PIANO TUNER ist ein Film über kreative Lähmung – über das, was passiert, wenn das, was einen bisher definierte, von jetzt auf gleich nicht mehr verfügbar ist. Er erzählt von diesem beängstigenden Raum zwischen der Person, die man einmal gewesen ist, und der, zu der man werden könnte, sobald die eigene Identität ins Wanken gerät. Wenn der Selbstwert auf der Kunst gründet, die man erschafft – was geschieht, wenn man plötzlich keine Kunst mehr schaffen kann?
Mit dieser Frage beschäftigte ich mich intensiv, als ich Peter White kennenlernte, einen Klavierstimmer aus Los Angeles. Peters poetische, beinahe spirituelle Beziehung zu Klang faszinierte mich und inspirierte unmittelbar die Figur Niki. Kurz darauf begann ich mit dem Schreiben.
Mit THE PIANO TUNER wollte ich das Publikum in eine Welt einladen, in der Musik, Klang und Stille die Identität eines Menschen prägen. Niki, dargestellt von Leo Woodall, ist ein hochbegabter Pianist, der das Klavierspielen aufgibt, als er mit einer Hyperakusis diagnostiziert wird – einer Störung des Hörsinns, mit der selbst alltägliche Geräusche als schmerzhaft laut wahrgenommen werden.
So kreist der Film um zwei zentrale Themen: die Fragilität von Identität und den Versuch, nach einem Verlust wieder Lebensfreude zu finden. THE PIANO TUNER ist eine Geschichte über Angst und Mut, soll aber vor allem Spaß machen. Ich wollte einen Film mit einem romantisch-komödiantischen Grundrhythmus schaffen, der von jener moralischen Ambivalenz durchdrungen ist, die gute Kriminalgeschichten erst spannend macht.
Wie persönlich diese Geschichte auch sein mag, bin ich überzeugt davon, dass sie universelle Erfahrungen anspricht. Jeder Mensch kennt Phasen des Zweifelns, der Erschöpfung oder der Neuorientierung. THE PIANO TUNER erzählt davon, wie wir mit Veränderung, Verlust und der Hoffnung auf Erneuerung ringen. Der Film handelt von den unsichtbaren Kämpfen, die wir führen, und von den unerwarteten Wegen, auf denen wir schließlich weitergehen.
Nachdem ich als Filmemacher jahrelang wahre Geschichten erzählt hatte, bot mir THE PIANO TUNER die Gelegenheit, mich dem fiktionalen Erzählen zuzuwenden und emotionale Wahrheiten mit neuen erzählerischen Mitteln zu erkunden. Ich hoffe, dass der Film Gespräche über Kreativität, Identität und Resilienz anregt – insbesondere in einer Zeit, in der neue Technologien unser Verhältnis zur Kreativität grundlegend verändern.“
Daniel Rohrer


ÜBER DIE PRODUKTION

THE PIANO TUNER wurde als Film konzipiert, der die sinnliche Dimension von Kino voll ausreizt – nicht nur visuell, sondern als zutiefst auditive Erfahrung, in der Klang für die Erzählung ebenso entscheidend ist wie das Bild, mit Sound als integralem Bestandteil der emotionalen und psychologischen Textur der Geschichte. Ko-Autor und Regisseur Daniel Roher erklärt: „Ich habe diesen Film für den Klang entworfen. Es ist ein Film für Sounddesigner*innen.“ Roher weiter: „Ich möchte, dass er immersiv wirkt. Das Sounddesign soll uns in die subjektive Wahrnehmung von Niki White versetzen und hören lassen, was er hört.“
Zur tonalen Vision, die das Drehbuch leitete, fügt er hinzu: „Ich wollte die Art Film machen, die ich selbst mit 15, 16, 17 Jahren gern gesehen hätte: einen Krimi mit echten Stakes, mit Musik und Romantik – eine Geschichte, die vorwärtsdrängt und durch ihre Montage eine gewisse Energie mit sich bringt.“
Er ergänzt: „Robert und ich haben über ein Jahr lang in engem Austausch Ideen entwickelt und dann doch wieder verworfen. Dieses ausgiebige Hin und Her hat die Geschichte immer weiter geschärft, bis wir vollkommen überzeugt vom Endergebnis waren.“ Ihre Geduld zahlte sich aus. „Als ich das Drehbuch zum ersten Mal gelesen habe, war ich beeindruckt davon, wie gut es geschrieben war“, so Dustin Hoffman. „Was mich besonders beeindruckt hat, war die originelle Art, wie sich die Geschichte in Richtung Heist-Genre entwickelt – sehr erfrischend und packend zugleich.“
Roher über Hoffmans Reaktion: „Als Dustin positiv auf das Drehbuch reagierte, war das die größtmögliche Bestätigung meiner Arbeit, die ich mir hätte vorstellen können.“
JoAnne Sellar, die das Projekt entdeckte und von der Drehbuchphase bis zur Leinwand begleitete, erinnert sich: „Ich hatte noch nie einen Film über einen Klavierstimmer gesehen – das machte mich sofort neugierig. Zudem mochte ich seinen Humor. Es war eine ausgesprochen überzeugende Lektüre.“
Produzentin Lila Yacoub ergänzt zur Wirkung des Skripts: „Man konnte es nicht aus der Hand legen. Die Dialoge waren pointiert und witzig, und es war spannend zu verfolgen, wie sich der originelle Ansatz zu einer erzählerischen Form entwickelt.“
Von Beginn an wird die Klangwelt des Films auf innovative und immersive Weise als eigenständige Figur behandelt. Zum Team, das diesen zentralen Aspekt des Films gestaltet hat, gehört Marius de Vries, der als Executive Music Producer tätig war und die gesamte On-Screen-Musik komponierte, darunter das große Orchesterstück Pearl Watch Rhapsody.
Steven Gizicki fungierte als Music Supervisor und verantwortete die gesamte im Film verwendete Quellmusik, während die Originalmusik von Will Bates stammt. Yacoub bestätigt: „Es wurde viel geprobt, damit die Musik auch on-screen authentisch wirkt.“
Das Sounddesign kulminiert in einem intensiven, körperlich erfahrbaren Hörerlebnis, das das Publikum unmittelbar an den Empfindungen des Protagonisten teilhaben lässt – in Momenten nahezu völliger Stille ebenso wie in überwältigender Geräuschkulisse.
Verantwortlich dafür ist der Oscar-prämierte Sounddesigner Johnnie Burn, der unter anderem durch seine Arbeit an THE ZONE OF INTEREST bekannt wurde. „Wenn es um künstlerische Exzellenz im Sounddesign geht, gibt es für mich niemanden, der Johnnie Burn übertrifft“, schwärmt Roher. Produzentin JoAnne Sellar stimmt zu: „Er war entscheidend für den gesamten Prozess und brachte eine außergewöhnliche Expertise mit Praxisbezug ein, die das Projekt maßgeblich bereichert haben.“
Für Havana Rose Liu, die sich der Rolle der Kompositionsstudentin Ruthie annahm, funktionierten die erzählerischen Elemente sofort: „Als ich das Drehbuch zum ersten Mal gelesen habe, war ich davon beeindruckt, dass sich die Geschichte zunächst anfühlt wie drei verschiedene Filmwelten… die in einer einzigen Figur vereint werden.“
Marius de Vries war während der Dreharbeiten am Set und unterstützte Leo Woodall und sie dabei, ihr Klavierspiel möglichst glaubwürdig zu gestalten. Besonders Woodalls Engagement hebt Roher dabei hervor: „Er hat sich ein dreiminütiges Klavierstück komplett von Grund auf angeeignet.“
Über die Vorbereitung berichtet Liu: „Wir hatten täglich eineinhalb Stunden Unterricht, nach dem ich zu Hause noch zwei bis drei Stunden weitergeübt habe, um die Stücke auf das nötige Niveau zu bringen.“ Diese intensive Arbeit war für die Schauspielerin auch persönlich bedeutsam: „Kurz zuvor hatte ich meine Großmutter verloren, mit der ich mich durch die Rolle auf eine schmerzhafte, aber zugleich wunderschöne Weise wieder verbunden gefühlt habe.“
Dustin Hoffman, der den erfahrenen Klavierstimmer Harry Horowitz darstellt, hatte einst selbst das Los Angeles Conservatory Of Music besucht und gehofft, Konzertpianist zu werden, bevor er sich der Schauspielerei zuwandte – entsprechend vertraut war ihm das erforderliche Handwerk. „Die Rolle eines Klavierstimmers hat auf einer persönlichen Ebene mit mir resoniert. Ich habe mein Leben lang Klavier gespielt und früh Unterricht von Lehrer*innen erhalten, die zugleich Klavierstimmer*innen waren. Dabei ist mir erst bewusst geworden, dass diese Handwerker*innen oft selbst äußerst versierte Pianist*innen sind, aber nur selten die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.“
THE PIANO TUNER zieht klanglich wie erzählerisch Parallelen zwischen zwei zunächst unvereinbaren Fertigkeiten: dem Stimmen von Klavieren und dem Knacken von Tresoren. Beide beruhen auf Tastsinn und Gehör und setzen eine extreme Sensibilität für Berührung und Akustik voraus – eine Verbindung, die die narrative Struktur des Films wesentlich prägte.
Roher erläutert diesen Zusammenhang: „THE PIANO TUNER ist ein treibender, jazziger Film über einen Klavierstimmer, der erkennt, dass sich genau dieselben Fähigkeiten, die es braucht, um ein Klavier perfekt zu stimmen, auch auf das Knacken von Tresoren anwenden lassen.“
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Donnerstag 25.06.2026
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR
Ab 25. Juni 2026 im Kino
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In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eine eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivschätzen, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film die zentralen Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten, dem Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu den letzten Tagen in Rom. Der Weg ist gezeichnet von ihren komplizierten Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch und einem unnachgiebigen Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen öffentlichem Ruhm und existenziellen Krisen.

Ein Film von Regina Schilling
Mit Sandra Hüller u.a.

Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns
Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR ist ein filmisches Porträt, das die Zerbrechlichkeit und Kraft einer Künstlerin feiert, die sich jeder Vereinnahmung entzog und deren Werk bis heute eine visionäre Wucht besitzt.



DIE STIMME DER AUTORIN
Der Schriftstellerin andere Worte als die eigenen in den Mund zu legen, verbietet sich. Das Werk, aber auch ihre Reden, Tagebücher, Interviews und Briefe haben ihre eigene Kraft in der unverwechselbaren Sprache von Ingeborg Bachmann und in ihrer brutalen, radikalen Offenheit. Sie geben dem Film die Wucht, wegen der Bachmann bis heute beeindruckt und sich ihr Ruf als eine der wichtigsten Schriftsteller:innen der Nachkriegszeit auch mehr als 50 Jahre nach ihrem Tod hält.
Das Fundament des Films war meine umfassende Recherche, sowohl des Werks der Autorin als auch der Archive zur Literaturszene der 1950er, 60er und 70er Jahre. Meine Auswahl aus Bachmanns Werk haben wir in der Montage in direkten Dialog mit dem dokumentarischen Archiv gesetzt.


DIE ERZÄHLUNG DES FILMS
Sandra Hüller bringt uns eine Ingeborg Bachmann nahe, die auf ein großes, reifes Werk zurückblickt. Es ist das Jahr 1973, die Publikation von „Malina“ liegt zwei Jahre zurück, seitdem hat Bachmann zwar Auszeichnungen erhalten, Interviews gegeben, einen weiteren Erzählband veröffentlicht, aber sie hat keine Balance, keine stabile Identität als Künstlerin, als Frau. Sie lebt in Rom und denkt an Wien. Ihre Wohnung ist Zuflucht und Gefängnis zugleich. Explizit vermeidet der Film, den Tag, den wir mit ihr verbringen, zum letzten Tag ihres Lebens zu machen. Über ihren Tod wurde genug spekuliert.


INGEBORG BACHMANNS LEBEN
Ingeborg Bachmann ist das erste von drei Kindern, geboren am 25. Juni 1926 in Klagenfurt. Ein fleißiges, behütetes Mädchen, Liebling ihres Vaters – bis dieser 1939 als Offizier an die Ostfront geht. Sie weigert sich, Teil der Nazimaschinerie zu werden, macht eine Ausbildung, um dem Arbeitsdienst zu entkommen. Als die Mutter bei den ersten Luftangriffen mit den kleinen Geschwistern aufs Land flüchtet, bleibt sie allein in Klagenfurt. Die 17-Jährige ist allein, als sie lernt, wie Tod riecht, als der Nachbarshund von Bomben getötet wird.
Irgendwann entscheidet sie sich gegen den Bunker und sitzt Rilke lesend im Garten, während die Bomben in unmittelbarer Nähe einschlagen. Sie sagt, die Angst sei verschwunden. Die Angst wird kurz nach Ende des Krieges mit aller Macht zurückkehren, in Form von Panik-Attacken, die sie ihr Leben lang begleiten werden. Heute würden wir es posttraumatische Belastungsstörungen nennen.
Dennoch bricht sie auf, um ein eigenes Leben zu gestalten. Das Nachkriegs-Wien ist ein melting pot aus Kriegsheimkehrern, alten Nazis, Kriminellen, Schmugglern und Schiebern, Staatenlosen, jüdischen zurückgekehrten Emigranten und jungen Leuten, die eine neue Zeit aufbauen wollen. Von 1946 bis 1953 wird Bachmann Teil der neu entstehenden Literaturszene, promoviert in Philosophie über Martin Heidegger, veröffentlicht ihre ersten Gedichte und Erzählungen, schlägt sich mit Nebenjobs durch, schreibt einen Roman, der von sämtlichen Wiener Verlagen abgelehnt wird und bis heute verschollen ist. Sie lernt den jüdischen Dichter Paul Celan kennen, eine große, unglückliche Liebe.
Wegen ihrer Gedichte wird sie 1952 zum ersten Mal zu einer Tagung der Gruppe 47 eingeladen, bereits 1953 erhält sie den Preis der Gruppe. Kurz darauf erscheint in der BRD ihr erster Gedichtband: „Die gestundete Zeit“. Vom Spiegel wird sie aufs Cover geholt, eine Lyrikerin als Pop-Star … Aber mit dem Ruhm kommt umgehend die Furcht, all das wieder zu verlieren. Schreibblockaden, Krankheiten, Panik, Geldsorgen.
Und doch lässt Bachmann Wien und ihre sichere Stelle beim Alliierten-Rundfunk hinter sich, geht nach Italien, freundet sich eng an mit dem queeren Komponisten Hans Werner Henze. 1956 erscheint ihr zweiter Lyrikband „Anrufung des Großen Bären“, ebenfalls hymnisch von der Kritik
gefeiert. Dennoch wendet sie sich von der Lyrik ab. Sie will Prosa schreiben, sich ihren Platz im männlichen literarischen Kanon erkämpfen. 1958 lernt sie Max Frisch kennen. Zum ersten Mal kann sie sich ein gemeinsames Leben vorstellen und lehnt dennoch seinen Heiratsantrag ab. Sie
beziehen eine gemeinsame Wohnung in Rom und Zürich und vereinbaren eine offene Beziehung.
Ihr erster Erzählband „Das dreißigste Jahr“ erscheint 1961. Als Max Frisch sich von ihr trennt, erleidet Bachmann einen Zusammenbruch. Frisch veröffentlicht „Mein Name sei Gantenbein“. Bachmann erkennt sich wieder, gibt trotzdem ihre Einwilligung zur Veröffentlichung und ist gleichzeitig tief verletzt.
Nach einem Suizidversuch hört sie auf die Ärzte und lässt sich die Gebärmutter entfernen, vermutlich litt sie bereits viele Jahre unter Myomen. Mit dem darauffolgenden Hormonabsturz lassen die Ärzte sie allein. Sie wird tabletten- und alkoholabhängig.
Hinzu kommen Geldprobleme. Ein großzügiges Stipendium der Ford Foundation in Westberlin rettet sie. In Berlin fühlt sie sich allerdings nicht wohl, zu sehr ist es gezeichnet vom Krieg. All das schlägt sich in ihrer Rede zum Büchner-Preis (1964) nieder: „Ein Ort für Zufälle“ ist bis heute ein aufsehenerregender Text über ein hochneurotisches Berlin, gezeichnet von den Verbrechen des Nazi-Regimes und der Verdrängung danach.
Ende 1965 verlässt Ingeborg Bachmann Berlin und kehrt zurück nach Rom. Sie ringt weiterhin um ihr Schreiben und beginnt ein riesiges Romanprojekt: „Todesarten“. Die Beschäftigung mit weiblichen Todesfällen wird zur Obsession.
Sie geht mit unveröffentlichten Texten ihres Projektes auf Lesereisen quer durch die BRD. 1968 verleiht Österreich ihr den Großen Staatspreis. Sie arbeitet besessen und unter vielen Widrigkeiten an ihrem Roman „Malina“.
Nach 10 Jahren ohne eine neue Buchveröffentlichung wird „Malina“ von der Literaturszene mit Spannung erwartet und ein großer Verkaufserfolg. Wochenlang steht der Roman auf der Bestsellerliste. Die Kritiker sind, wie nach jeder ihrer Prosaveröffentlichungen, irritiert.
Sie wollen ihre „Poetessa“ zurück. Doch Bachmann lässt sich nicht beirren. 1972 erscheint ihr zweiter Erzählband „Simultan“, ihre letzte Buchveröffentlichung. „Eine gefallene Lyrikerin“, urteilt Marcel Reich-Ranicki unbarmherzig.
Am 17. Oktober 1973 stirbt sie in einem römischen Krankenhaus an den Folgen einer schweren Brandverletzung. Noch nach ihrem Tod schreiben die zumeist männlichen Kritiker, dass Bachmann nur mit ihren Gedichten in die Nachwelt einginge. Wie falsch sie lagen …
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Donnerstag 18.06.2026
THE DEATH OF ROBIN HOOD
Ab 18. Juni 2026 im Kino
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Von seiner dunklen Vergangenheit verfolgt, liegt Robin Hood nach einer Schlacht, die er für seine letzte hielt, schwer verwundet am Boden. Eine geheimnisvolle Frau nimmt sich seiner an – und eröffnet ihm eine unerwartete Chance auf Erlösung.


Ein Film von Michael Sarnoski
Mit Jade Croot, Hugh Jackman, Bill Skarsgard, Katie Breen uvam.


Autor und Regisseur Michael Sarnoski (PIG, A QUIET PLACE: DAY ONE) erzählt eine Geschichte über Gewalt, Vergeltung und die dunkle Wahrheit hinter der beliebten Legende eines vermeintlichen Helden, den es so nie gegeben haben soll. Seine schonungslose, subversive Neuinterpretation von Robin Hoods letzten Jahren zeigt den legendären Gesetzeslosen nicht als die Figur aus den Mythen – und die Sagen, die wir zu kennen glauben, bleiben blutig zugerichtet im Schlamm zurück.
„In THE DEATH OF ROBIN HOOD hat Robin seine Zeit als Gesetzesloser überdauert und zugleich selbst an der Legendenbildung um seine Person mitgewirkt – eine Legende, die für ihn zum Fluch wurde und ihm nun wie eine Schlinge um den Hals hängt“, so Sarnoski. „Er wird von der Vorstellung gequält, als Held wahrgenommen zu werden, obwohl er tief im Inneren weiß, dass er keiner ist. Wie kann er, dem Tod nahe, Frieden mit den Sünden seiner Vergangenheit schließen und sich den falschen Mythen stellen, die er selbst in die Welt gesetzt hat?“
Von Hugh Jackman mit eindringlicher Intensität und einer emotionalen Vielschichtigkeit dargestellt, erscheint Robin zunächst wie ein verwittertes Monster, dessen Leben und Erfahrungen von Gewaltzyklen und einem puren wie brutalen Überlebenskampf geprägt wurden. „Wir haben dieses gewisse Bild von Robin Hood im Kopf, wie er mit seinen Gefährten ausgelassen durch die Wälder tanzt. Doch die damalige Wirklichkeit war eine andere: Bauern erschlugen einander mit Schaufeln“, erklärt Sarnoski. „Also habe ich mich gefragt, wie wohl eine Robin-Hood-Version aussehen müsste, die die raue Lebensrealität des 13. Jahrhunderts unverfälscht widerspiegelt.“

In Sarnoskis mutiger Neuinterpretation gerät ein schwer verletzter Robin in die Obhut von Schwester Brigid (Jodie Comer), einer gütigen Priorin, die ihn versorgt, während er seinem Tod immer näherkommt – eine Umkehrung, die Sarnoski mit dem spirituellen Kern der ursprünglichen Balladen und mittelalterlichen Wertvorstellungen stimmiger empfindet, in denen die Geschichte angesiedelt ist.
Von seiner Pflegerin mit unerwartetem Mitgefühl aufgenommen, erahnt Robin die Möglichkeit eines alternativen Lebenswegs – vorausgesetzt er nimmt ihn noch vor seinem Ende für sich an. Zuschauer*innen, die mit der klassischen Robin-Hood-Überlieferung vertraut sind, dürften von Sarnoskis revisionistischem Zugang zu der bekannten Figur überrascht sein: Anhand von Leid und Gewalt untersucht er, welchen Preis es hat, ein Leben zu führen, das von eigennützigen Motiven bestimmt ist.
„Ich hoffe, dass wir durch die Neuerzählung der Robin-Hood-Geschichte ein stärkeres Bewusstsein für die Geschichten entwickeln, die wir uns selbst erzählen und deren Bedeutung wir oft als selbstverständlich hinnehmen – ebenso dafür, warum sie ursprünglich überhaupt erzählt wurden“, ergänzt Sarnoski. „Und diejenigen, die vielleicht meinen, dieser sei nicht ihr Robin Hood, weil er nicht ihrem Weltbild entspricht, lade ich ein, sich zu fragen: Warum eigentlich nicht?“
Jackman fügt hinzu: „THE DEATH OF ROBIN HOOD zeichnet meiner Meinung nach ein berührendes und zutiefst menschliches Porträt von Robins Leben in seiner ganzen Fülle: auch mit Dunkelheit, Reue, Schmerz, und Verlust. Gewalt fordert immer ihren Preis – unabhängig davon, auf welcher Seite man steht. Aber was genau ist dieser Preis? Und gibt es Gnade und Erlösung für jemanden, der von solchen Schatten verfolgt wird?“
(Quelle: Verleih)
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Donnerstag 11.06.2026
SOUNDS OF PARIS
Ab 11. Juni 2026 im Kino
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SOUNDS OF PARIS ist ein feinfühliger Film über die unerwarteten Verbindungen, die unserem Leben neue Richtung geben können. Weitgehend in den Straßen von Paris gedreht, fängt er den echten Zauber der französischen Hauptstadt ein, ohne sich dabei auf die üblichen Klischees der Stadt der Lichter zu verlassen. Mit bemerkenswerter Leichtigkeit und Wärme widmet sich der Film Themen wie psychische Gesundheit und Behinderung und erzählt dabei auf berührende Weise davon, wie schön es sein kann, den Augenblick wirklich zu leben.

Ein Film von Laurent Slama
Mit Agathe Rousselle, Alex Lawther, Suzy Bemba uvm.

Elisabeth (Agathe Rousselle) ist eine junge Frau, die für eine Concierge-Firma in Paris arbeitet und Touristinnen und Touristen zu ihren für die Olympischen Spiele gemieteten Apartments begleitet. Der fordernde Job führt sie quer durch die lebendige Stadt. Kleine Momente der Ruhe findet sie, wenn sie ihr Hörgerät ausschaltet und in Monets „Seerosen“ versinkt. Doch dann begegnet sie einem unbekümmerten jungen Reisenden (Alex Lawther), der neuen Schwung, Leichtigkeit und ein Gefühl von Abenteuer in ihr Leben bringt, während um sie herum Paris voller Energie pulsiert.


Paris im Ausnahmezustand

Für das Drama „Sounds Of Paris“, das während der olympischen Sommerspiele 2024 in Paris spielt, wurde der Ausnahmezustand in der französischen Hauptstadt nicht für den Filmdreh nachgestellt, sondern man filmte tatsächlich mit einer minimalen Crew während dem Trubel der Olympischen Spiele in der Stadt.
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