Da wären vier Instrumentalisten, die aus völlig unterschiedlichen Kulturkreisen stammen. Clément Janinet und Ambre Vuillermou kommen aus Frankreich, Arve Henriksen ist Norweger und Robert Lucaciu hat rumänische Vorfahren, ist selbst aber in Deutschland geboren.
Ein Quartett in dieser instrumentalen Zusammenstellung ist zudem eine Seltenheit: Violine und Nyckelharpa, Trompete, Akkordeon, Bass. Zudem setzt sich die Musik aus Barock- und Volksmusik zusammen, hat Minimal-Anteile und ist zum Teil frei improvisiert. Ein regelrechter Berg an Kontrasten und Unwägbarkeiten, den die vier jedoch tapfer erklimmen und letztendlich erfolgreich und effizient auf dessen Gipfel ankommen.
Auf dieser herausfordernden Wanderung ist das kleine Ensemble in ständiger (auch leiser) Bewegung. Es reflektiert die Musik unter anderem von Dietrich Buxtehude und John Dowland, komprimiert die Musikgeschichte als Ganzes, verinnerlicht dabei folkloristische Ansätze. Jeder Einzelne dieses Quartetts ist so individuell Suchender und in der Gemeinschaft Findender.
Dieses Klangerlebnis ist nichts für jene, die den „schnellen Kick“ suchen, oder auf den schnelllebigen Wellen des Zeitgeists versuchen zu surfen. Wer jedoch Farbenreichtum, Fabulierfreudigkeit, Poesie und Inspiration sucht, der wird in den Gärten der Stille mit Sicherheit fündig.
Jörg Konrad
Clément Janinit / Arve Henriksen / Ambre Vuillermoz / Robert Lucaciu
„Garden Of Silences“
BMC
„Garden Of Silences“
BMC
























