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1. SEGELJUNGS
2. SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF
3. A USEFUL GHOST
4. LA GRAZIA
5. NOUVELLE VAGUE
6. THE CHRONOLOGY OF WATER
Donnerstag 09.04.2026
SEGELJUNGS
Ab 02. April 2026 im Kino
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Ganz nach dem Motto „Einfach machen“ erfüllen sich vier Jungs einen Traum – nach der Schule einmal um die ganze Welt! Aber nicht über Straßen juckeln in irgendeinem Van oder schlichtes Backpacking. Segeln soll es sein!
Tim, Vince, Michi und Tom aus Bad Tölz im bayerischen Oberland stürzen sich ohne jede Segelerfahrung in das Abenteuer ihres Lebens. Sie möchten Ozeane überqueren, das Leben genießen und sich einfach etwas trauen. Voller Naivität, mit wenig Geld aber enormer Willenskraft und unfassbarem Urvertrauen: „Wird schon.“ Also: Jobben, Boot kaufen und einfach los.
Von der Ostsee über die Nordsee und den Atlantik in die Karibik, weiter in den Pazifik und die Südsee, über Asien in den Indischen Ozean und durchs Rote Meer zurück nach Europa – die Route steht grob fest, mehr Plan braucht es nicht. Denn das eigentliche Ziel ist die Reise selbst: „Meer haben vom Leben, Freiheit, Freundschaft, Entdeckergeist, Selbstfindung, Erwachsen werden – ohne den ganzen gesellschaftlichen Druck.“ Die sympathischen Jungs aus dem tiefsten Bayern legen ab, um die Weltmeere zu erobern und segeln dabei auch zu sich selbst.
2018 starteten die Segeljungs in ihr bislang größtes Abenteuer. Jetzt möchten Tim Hund und Tobias Steinigeweg mit dem Kinofilm von den Erlebnissen der Bad Tölzer Segeljungs Tim, Vince, Michi und Tom auf der großen Leinwand erzählen. Produzent und Unterstützer des Films war auch der Schweizer Meeresbiologe und mareverlag-Gründer Nikolaus Gelpke, seinerseits erfahrener Segler.
Die vielen Terrabyte atemberaubender Videoaufnahmen wurden durch stimmungsvolle Songauswahlen (Martin Kohlstedt und Sean Koch) von Filmemacher und Creative Tobias Steinigeweg zu einem mitreißenden Abenteuer-Dokumentarfilm. Diese fünf Jahre andauernde Weltumseglung begleiteten die „Segeljungs“ zuvor auf ihrem gleichnamigen YouTube-Kanal und konnten so die Herzen vieler abenteuerlustiger Fans gewinnen.


Ein Film von Tim Hund & Tobias Steinigeweg



„EINFACH MAL MACHEN“ - Ein Gespräch mit Tim Hund

Wie wurde die Idee zu SEGELJUNGS geboren?
Das war eine richtige Schnapsidee. Wir saßen am Abend bei Tom zusammen und haben uns Gedanken dazu gemacht, was wir nach der Schule machen wollen. Wir wollten unbedingt als Gruppe Reisen gehen und es sollte eine Weltreise sein. Die ersten Ideen waren mit dem Van reisen, Fahrradfahren oder Backpacking. Ich habe dann die Idee mit einer Weltumsegelung in den Raum geworfen, und das war so verrückt und gut. Das hat sich dann eingebrannt.

Ihr hattet keine bis wenig Segelerfahrung: Was waren die vorbereitenden Schritte auf die Weltumsegelung?
Wir haben uns das Boot gekauft und dann war klar, wir müssen das jetzt auch machen. In den zwei Monaten bis zum Reisestart haben wir eine Arbeitsteilung gemacht. Vince und Tom haben in einer Produktion gearbeitet und Geld verdient und Michi und ich haben auf dem Boot gelebt und es langfahrtauglich umgebaut (Wassermacher, Autopilot und eine neue Küche). Wir sind auch mal mit einem Skipper aus dem Hafen rausgefahren. Aber da hatten wir auch nur wenig Wind und die richtige Segelerfahrung blieb aus.

Wie sah der Plan aus, die Reise filmisch zu dokumentieren? Hattet Ihr euch das vorher genau überlegt?
Für uns war klar, dass wir diese Reise mit der Kamera dokumentieren wollen. In erster Linie war das was, was wir schon immer gemacht haben und was uns sehr viel Spaß gemacht hat. Aber wir wollten auch versuchen, die Reise mit Social Media zu finanzieren und haben hier eine große Chance gesehen. Das hat sich dann letztendlich auch ausgezahlt.

Wie sah Eure filmische Ausrüstung aus? Habt Ihr euch abgesprochen, wer was wann wie filmisch festhält?
Wir haben am Anfang mit einer alten Panasonic Lumix GH4 gefilmt. Das war auch unsere einzige richtige Kamera. Wir hatten nicht genug Geld, um uns eine GoPro oder ähnliches zu kaufen. Deswegen sind die Aufnahmen am Anfang auch noch etwas schlecht und verwackelt. Aber mit der Zeit haben wir unsere Kameras immer wieder verbessert und damit auch die Videoqualität.

Ihr seid zu viert gestartet – und musstet die Reise im Pazifik abbrechen. Es ging zurück nach München… Was war das für ein Moment? Habt Ihr mit dem Gedanken gespielt, ganz aufzugeben?
Wir sind mit dem ersten Boot bis Panama gesegelt und haben es dort verkauft. Dann sind wir zurück nach Hause geflogen. Für Vince und mich war auch in diesem Moment klar, dass wir das weiter machen wollen. Das war eher eine neue Chance und gab zusätzliche Motivation und Hoffnung für den neuen Reisestart.

Ihr habt nicht aufgegeben… War es denn leicht, Ersatz zu finden und noch mal (fast) von vorn zu starten?
Wir haben das Zweitboot gar nicht gesucht. Das war ein Angebot von einem unserer Zuschauer auf Social Media. Für uns war das die Chance, nochmal mit einem besseren Boot zu starten und eventuell eine unbeschwertere Reise zu haben.

Zwei Eurer Freunde sind mittendrin ausgestiegen. Was hat das mit Euch als Gruppe gemacht?
Vince und ich wussten: Ab jetzt wird alles schwerer. Wir haben uns aber zu diesem Zeitpunkt bereits zugetraut, dass wir das auch zu zweit hinbekommen. Vor allem die Herausforderungen bei langen Segeletappen wurden wesentlich schwieriger. Uns beide hat das aber nochmal deutlich zusammengeschweißt. Auch haben sich dann aus der neuen Gruppenkonstellation zu Zweit neue Chancen ergeben. Wir konnten andere Dinge unternehmen. Viele Entscheidungen werden schneller und leichter gefällt, wenn man sich nur mit einer anderen Person absprechen muss.

Was waren die einschneidendsten Erlebnisse auf der Reise?
Wir hatten immer wieder schöne Momente mit den wilden Meeresbewohnern. Darunter Wale aller Art. Haie, Rochen, Seelöwen und viele mehr. Das ist für mich immer ein absolutes Highlight gewesen hier einen Einblick in diese wilde Welt zu bekommen. Aber es gab auch immer wieder gefährliche Situationen, in denen wir auf die Probe gestellt wurden. Sei es im Gewitter und Sturm oder aus Versehen in der Nacht aufs Riff aufzulaufen. Der Kontakt auf hoher See mit vermeintlichen Piraten oder einfach nur eine sehr lange Segeletappe. Es wurde immer wieder einschneidend!

Inwiefern haben Euch die Reise, diese fünf Jahre Eures Lebens verändert?
Ich denke, wir sind als „Jungs“ gestartet und in gewisser Weise erwachsen zurückgekommen.

Wie viel Filmmaterial hattet Ihr am Schluss? Und zu welchem Zeitpunkt kam Tobias Steinigeweg an Bord? Wie sah der Prozess mit ihm aus?
Wir hatten knapp 20TB an Videodaten. Eine unfassbare Sammlung an allen möglichen Aufnahmen. Tobias kam dann dazu, nachdem ich mit verschiedenen Leuten gesprochen und von der Filmidee erzählt hatte. Irgendwann wurde mir Tobias vorgestellt, und nach ein paar Wochen war klar: Wir machen das jetzt zusammen.

Was erhoffst Du Dir, wenn du den Film in den Kinos zeigst? Was sollen die Zuschauer im Idealfall mitnehmen?
Im Endeffekt soll es die Leute animieren, selber mal was zu machen. Sich was zu trauen und wie man so schön sagt: die Komfortzone verlassen… Wenn wir ein paar Leute anregen können, selber etwas zu unternehmen, dann haben wir, denke ich, schon viel gewonnen. „Einfach mal machen“ ist unser Motto und das vermittelt der Film auch ganz schön, finde ich. Auch freue ich mich auf den Moment, mit den Leuten im Kino zu sitzen, und ich hoffe, dass wir sie das ein oder andere Mal zum Lachen bringen können.
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Donnerstag 02.04.2026
SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF
Ab 02. April 2026 im Kino
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Jung, neugierig und voller Tatendrang verlässt Siri Hustvedt ihre Heimat Minnesota und stürzt sich mitten hinein ins pulsierende New York. Auf der Suche nach der Hauptfigur ihres ersten Romans beginnt eine Reise, die sie nicht nur zur Schriftstellerin macht, sondern zu einer der wichtigsten Stimmen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Der Film öffnet einen Blick weit über Siri Hustvedt hinaus und feiert die kämpferische Kreativität von Künstlerinnen, denen die Autorin sich verbunden fühlt. Zugleich erzählt SIRI HUSTVEDT - DANCE AROUND THE SELF die einzigartige Liebesgeschichte des legendären Autorenpaares aus Brooklyn: Siri Hustvedt und Paul Auster. Doch während die beiden über Sprache, Identität und die Kraft der Worte nachdenken, bricht das Leben herein: Paul Auster wird schwer krank. Auch nach seinem Tod endet die gemeinsame Geschichte nicht: Siri Hustvedt beginnt den Verlust ihres „Lebensmenschen“ im Buch „Ghost Stories: Ein Buch der Erinnerung“ literarisch zu verarbeiten.

Ein Film von SABINE LIDL

Regisseurin Sabine Lidl porträtiert Siri Hustvedts ganz eigene Art zu leben und zu denken und verbindet ihr Schreiben mit den großen Themen des Lebens: Liebe und Abschied – besonders im Zusammenhang mit der tiefen persönlichen und künstlerischen Verbundenheit zu ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Paul Auster. Vier Jahre lang folgt Sabine Lidl den Gedanken und Geschichten, die Siri Hustvedt zu einer der wichtigsten intellektuellen und feministischen Stimmen der amerikanischen Literatur gemacht haben. Gemeinsam sind sie immer in Bewegung, durch Zeit und Raum, imaginär zwischen den Disziplinen, deren Grenzen Siri Hustvedt nicht gelten lässt. Dabei hält der Film auch einen der verletzlichsten Momente fest, als Siri Hustvedt und Paul Auster mit der Diagnose seiner Krebserkrankung konfrontiert werden. Das auf diese Weise entstandene intime Portrait SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF ist ein Spiegelfilm zum 2019 ebenfalls unter der Regie von Sabine Lidl entstandenen Filmportrait ihres Ehemanns und „Lebensmenschen“: PAUL AUSTER – WAS WÄRE WENN. Das Buch „Ghost Stories: Ein Buch der Erinnerung“, das die gemeinsame Liebes- und Lebensgemeinschaft des Autorenpaares wiedererstehen lässt, erscheint am 13. März im Rowohlt Verlag.
SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF ist eine Produktion der Medea Film Factory, Irene Höfer, die bereits frühere Filme der Regisseurin produziert hat, unter anderem NAN GOLDIN – I Remember Your Face (2013), DORIS DÖRRIE – Die Flaneuse (2024) sowie PAUL AUSTER – Was wäre wenn (2019), in Koproduktion mit Dschoint Ventschr Filmproduktion, Karin Koch. Gefördert wurde der Film von nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen, dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) des BKM, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt (FFA), dem Bundesamt für Kultur (BAK) sowie der Zürcher Filmstiftung. Die Produktion entstand in Koproduktion mit NDR und SRF, in Zusammenarbeit mit ARTE und SRG. SIRI HUSTVESDT – DANCE AROUND THE SELF feiert Weltpremiere im Panorama der 76. Internationalen Filmfestspiele Berlin.


PRODUCER STATEMENT VON IRENE HÖFER

Ich arbeite mit der Autorin und Regisseurin Sabine Lidl als Produzentin mit meiner Firma Medea Film seit vielen Jahren zusammen, uns verbindet die Leidenschaft für das filmische Portrait, und das Erzählen von Geschichten und Menschen, die uns berühren, die etwas bewegen in einer oft zum Stillstand eingefrorenen Realität. Es geht in Sabine Lidls Filmen um Grenzerfahrungen, ihre sensible, aber auch unbeirrbare Kamera lässt uns hinter den Spiegel schauen, wie Alice im Wunderland betreten wir eine uns unbekannte Welt. Es geht in unseren kreativen Dokumentarfilmen darum, ein Fenster zu öffnen, ein Gesicht wird zu einer Landschaft, eine Lebensgeschichte geht vom Persönlichen zum Universellen und reflektiert Geschichte, Politik und Gesellschaft. Unsere nahen und intimen Filme erobern Festivals, sind immer auch auf der Suche nach einer filmischen Narration des Portraits, Leben und Werk werden assoziativ verbunden.
SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF ist kein traditionelles Künstlerinnenportrait. Siri Hustvedt ist Schriftstellerin, Wissenschaftlerin, eine Ikone weiblicher Selbstbestimmung, eine der bedeutendsten Intellektuellen unserer Zeit. Mehrere Jahre lang hat die Finanzierung des Films gedauert, Sender und Förderungen mussten überzeugt, Wiedersprüche gegen Ablehnungen durchgesetzt werden, mit Dschoint Ventschr und Karin Koch haben wir die passende internationale Koproduktion gefunden. Was als Portrait einer Schriftstellerin und Denkerin begann, entwickelte sich zu einem außergewöhnlich intimen Dokument: Während der Dreharbeiten wurde bei Paul Auster Krebs diagnostiziert, und er verstarb. Nur wenige Wochen vor seinem Tod gab er Sabine Lidl sein letztes Interview – ein Vermächtnis, das in unserem Film bewahrt wird.
Siri Hustvedt bleibt – sie schreibt, reflektiert, hinterfragt. Ihr bevorstehender Roman „Ghost Stories“ (erscheint im März 2026) greift die Themen unseres Films auf und schafft eine einzigartige Gelegenheit für einen Kinostart von SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF im Frühjahr 2026. Siri Hustvedts Gedanken beschäftigen sich mit Themen, die weltweit relevant sind: Weiblichkeit, kollektives Gedächtnis, Krankheit, Trauma und Sichtbarkeit. Als öffentliche Intellektuelle schlägt sie eine Brücke zwischen Literatur, Wissenschaft und Politik – ihre Stimme hat Gewicht.
SIRI HUSTVEDT – DANCE AROUND THE SELF ist ein Portrait über Siri Hustvedt mit ihrem Lebensmenschen Paul Auster, ein Film über Liebe, Verlust und Identität, poetisch, essayistisch und visuell kraftvoll. Sabine Lidls intimes Portrait deckt ein Labyrinth von Geschlechterkampf und Krankheit, Sexismus und Verblendung auf. Wir brauchen Geschichten über weibliche Vorbilder und Heldinnen im Kino, Siri Hustvedt ist eine von Ihnen.
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Donnerstag 26.03.2026
A USEFUL GHOST
Ab 26. März 2026 im Kino
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March (Witsarut Himmarat) liebt einen Staubsauger. Aber nicht irgendeinen. Im Inneren des saugstarken Haushaltsgeräts hat die Seele seiner an Luftverschmutzung verstorbenen Frau Nat (Davika Hoorne) Zuflucht gefunden. Das ungleiche Liebespaar kämpft gegen besessene Kühlschränke, hilft einem akademischen Ladyboy und dessen Liebhaber im Kampf gegen skrupellose Politiker und genießt die Möglichkeiten der wiedergefundenen Zweisamkeit – auch im Bett. Die konservative Verwandtschaft ist entsetzt, die buddhistischen Gelehrten pikiert und Marchs pragmatische Mutter tut alles, um der schon zu Lebzeiten ungeliebten Schwiegertochter endgültig den Stecker zu ziehen.
Ratchapoom Boonbunchachokes Fabel von der unsterblichen Liebe zwischen Mann und Staubsauger ist die wohl abgedrehteste Romanze des Jahres. Die clevere Gesellschaftssatire räumt mit traditionellen Beziehungsvorstellungen, überholten Geschlechterrollen und verlogener Erinnerungskultur auf und wurde in Cannes mit dem Großen Preis der Semaine de la Critique ausgezeichnet.

Ein Film von Ratchapoom Boonbunchachoke
Mit Davika Hoorne, Witsarut Himmarat, Apasiri Nitibhon, Wanlop Rungkumjad, Wisarut Homhuan



Der Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke

Ratchapoom Boonbunchachoke ist ein thailändischer Filmemacher mit chinesischen Wurzeln. Er wurde in Bangkok geboren, ist dort aufgewachsen und lebt auch heute noch dort. Sein Filmstudium absolvierte er an der Chulalongkorn-Universität. Derzeit arbeitet er hauptberuflich als Drehbuchautor für ein Studio, das Kinofilme und Fernsehserien für den kommerziellen Markt schreibt.
Neben seiner Tätigkeit als Autor unterrichtet er auch Filmtheorie und Drehbuchschreiben an verschiedenen Universitäten und ist zudem als Filmkritiker tätig. Im Jahr 2020 wurde Ratchapoom für das Berlinale Talents-Programm ausgewählt. Sein Kurzfilm „Red Aninsri; Or, Tiptoeing on the Still Trembling Berlin Wall“ wurde 2020 zum Locarno Film Festival eingeladen und gewann dort den Junior Jury Award – Leopards of Tomorrow (International Competition). A USEFUL GHOST ist sein erster langer Spielfilm und feierte seine Weltpremiere bei der Semaine de la Critique in Cannes.


Interview mit Boonbunchachoke

Die allererste Szene von A USEFUL GHOST zeigt Staubpartikel, die in der Luft schweben und im Sonnenlicht glitzern. Dann stellt der Film einen vom Geist besessenen Staubsauger als zentrale Figur vor. Was bedeutet Staub für Sie in diesem Film?
In den letzten zehn Jahren ist in Thailand das Bewusstsein für Staubverschmutzung stark gestiegen. Man vermutet, dass sie vor allem durch große Industrieanlagen verursacht wird. Doch jenseits des wörtlichen Staubs, also der winzigen Partikel in der Luft, hat „Staub“ in der thailändischen Gegenwartssprache eine tiefere Bedeutung angenommen: Er steht für Menschen, die wie Dreck behandelt werden – als weniger wertvoll, ohne Stimme, ohne Einfluss auf ihr eigenes Leben.
Anfangs wurde die Staubverschmutzung eher sarkastisch kommentiert: „Kein Wunder, dass es bei uns so viel Staub gibt, unser ganzes Land ist voller Staub.“ Gemeint waren nicht nur Schwebeteilchen, sondern auch Menschen, die leicht übersehen, beiseitegeschoben oder ausgelöscht
werden, wann immer es der herrschenden Klasse passt.
Geister empfinde ich in gewisser Weise ganz ähnlich wie Staub. Beides sind Dinge, die nicht dort sind, wo sie „hingehören“, und die sich nicht an Grenzen halten. Staub dringt überall ein – ins Haus, auf den Bildschirm, auf den Schreibtisch. Auch Geister sind ungebetene Gäste, die sich nicht an die Gesetze der Zeit halten. Sie sind eigentlich tot, aber sie verweigern sich der Vergangenheit und bleiben hartnäckig in der Gegenwart. Der besessene Staubsauger ist für mich also eine ironische Figur in diesem Gefüge.

Der Hauptteil von A USEFUL GHOST ist als Geschichte in der Geschichte angelegt – eingeleitet durch Voice-over, durchzogen von Traumsequenzen. Was fasziniert Sie an dieser verschachtelten Erzählweise?
In den frühen Entwürfen tat ich mich schwer ohne eine Rahmenerzählung. Direkt und ohne jede Ebene zu erzählen, fühlte sich trocken und „nackt“ an. Ich musste die Geschichte „einkleiden“, ihr etwas Theater, etwas Künstlichkeit geben. Genau das liegt mir, ich liebe Theatralik und Verspieltheit. Diese Form erlaubt mir, mit der Erzählung zu experimentieren, neue Wege zu gehen und sie nicht an lineare Konventionen zu binden.

Der Film erzählt von einer Liebe, die den Tod überwinden will – von einem Mann, der sich in einen Staubsauger-Geist verliebt und einer Familie, die diese ungewöhnliche Beziehung ablehnt. Das erinnert fast an Stoffe aus Seifenopern. Mögen Sie es, Elemente aus Popkultur und TV zu „verwandeln“?
Die erste Inspiration war die thailändische Geisterlegende von Mae Nak, eine verbotene Liebe zwischen einer toten Frau und ihrem lebenden Ehemann. Diese Geschichte hat in Thailand einen enormen kulturellen Stellenwert und wurde oft für Bühne, Film und Fernsehen adaptiert.
Ich arbeite in meinen Kurzfilmen häufig mit historischen Ereignissen und Popkultur aus Thailand. Es macht mir Spaß, bekannte Figuren aus Literatur, Anekdoten oder TV-Dramen in neue Kontexte zu setzen. Da das Publikum mit ihnen vertraut ist, lassen sich Erwartungen leicht unterwandern und neue Perspektiven eröffnen.
Neben thailändischer Kultur bin ich stark vom europäischen Kino beeinflusst. Ich weiß nicht, ob man für diese Filmemacher schon einen Begriffe gefunden hat, aber ich denke etwa an Jacques Rivette, Manoel de Oliveira, João César Monteiro, Otar Iosseliani, Raúl Ruiz, Chantal Akerman, Eugène Green (auch wenn er Amerikaner ist, dreht er in Frankreich). Ihre Filme sind nicht einfach surreal, sie wirken schlicht, träumerisch, alltäglich und doch unheimlich. Diese Atmosphäre fasziniert mich: das Unscharfe zwischen Traum und Wirklichkeit.
Ich liebe auch ihre erzählerische Freiheit. Oliveira ist für mich einer der freiesten Regisseure überhaupt. Als ich zum ersten Mal I’m Going Home sah, war ich überwältigt, wie erfinderisch der Film war, obwohl der Regisseur damals in seinen 90ern war! Seine Filme waren so jung, mutig, unerschrocken. Diese Filmemacher haben mir gezeigt, wie frei Erzählungen sein dürfen und wie aufregend das ist. Das ist etwas, was ich absolut bewundere!

Ihr gesamter Cast ist großartig. Was war der Hintergrund dafür, mit Davika Hoorne als Nat zu arbeiten, einer der bekanntesten Schauspielerinnen Thailands?
Dass Davika Teil des Projekts wurde, war ein glücklicher Zufall. Anfangs hatten wir keine bestimmte Schauspielerin im Kopf, wir wollten offen bleiben.
2021 nahm ich an Talents Tokyo teil, wo Pen-ek Ratanaruang einer der Mentoren war. Wir kannten uns zwar schon lange, aber dort sprachen wir erstmals wirklich über mein Projekt (online, da es zu Zeiten von Corona war). Einige Monate später arbeitete Pen-ek als Regisseur an der Serie 6ixtynin9, produziert von Soros, einem unserer Produzenten. Davika spielte darin die Hauptrolle. Pen-ek erzählte ihr von meinem Film, und wie ich hörte, war sie sofort neugierig auf die Idee eines „geisterhaften Staubsaugers“. Wir traten in Kontakt und schickten ihr das Drehbuch, sie mochte es und sagte zu. Ich finde es unglaublich toll, dass eine Schauspielerin ihres Rangs bei einem so merkwürdigen, unabhängigen Film mitmacht.

Ein erinnerungswürdiger Satz im Film lautet: „Geister sind diejenigen, die sich dem Tod nicht beugen – ihre Rückkehr ist ein Akt des Protests.“ Was bedeutet Erinnerung für Sie – persönlich wie politisch?
Wie gesagt: Geister widersprechen dem natürlichen Fluss der Zeit. Sie weigern sich, in der Vergangenheit zu bleiben. Sie sind nicht vollständig da, aber auch nicht ganz verschwunden, manche erscheinen nur als Stimme, andere sind durchscheinend oder ganz unsichtbar, drücken sich über Gerüchte, Erzählungen und Klänge aus.
Thailand ist ein Land voller Geister. Viele Todesfälle bleiben ungeklärt, mit ungeklärten Morden und plötzlichem Verschwinden. Ich glaube, Künstler und besonders Filmemacher sind Verbündete dieser Geister. Durch unsere Expertise und unsere Werkzeuge können wir ihnen eine Stimme geben. Kino eignet sich ideal dafür, Geistern eine Form zu geben und sie zum Leben erwachen zu lassen.
Zusätzlich gibt es im Film viele Anspielungen auf die politische Lage Thailands. Ohne es groß auszuschmücken, würde ich gerne ein Ereignis erwähnen, das mich besonders inspiriert hat: die Zerstörungswelle der Architektur der Khana Ratsadon (Volkspartei), die Anfang der 1930er eine
Revolution durchführte und die konstitutionelle Demokratie einführte. Sie hinterließ Gebäude, Statuen, Monumente, ein Ausdruck ihrer Ideale und Werte zu dieser Zeit. In den letzten Jahren gab es jedoch regelmäßig Anschläge auf diese Gebäude.
Für mich ist das ist mehr als die Vernichtung von Architektur und dem Vermächtnis dieser Ideologie. Es ist auch ein Versuch, Geschichte, Gedächtnis und revolutionäre Ideale auszulöschen, die in diesen Gebäuden manifestiert sind. Und wir können erkennen, dass die ausgelöschten Werte, die Werte, die es nicht bis in die Gegenwart geschafft haben, eine andere Art von Geist sind. Ein Geist, dem auch wir, die Lebenden, zuhören müssen.

Die Ausstattung und das Kostümdesign Ihres Films sind äußerst sorgfältig und eigenwillig. Was können Sie über den Ort der Elektroschock- und Traumtherapien erzählen?
Dass wir den Raum für die Elektroschock-Szenen fanden, war wie ein Wunder! Ich wusste gar nicht, dass so ein Ort in Thailand existiert. Es handelt sich um ein Testlabor für Elektrogeräte in einer Universität, aber das surreale, fremdartige Design verleiht dem Film eine besondere Atmosphäre, die ich sehr liebe.

Wie entstand das Design des Staubsaugers mit dem leuchtenden Kreis?
Für den Staubsauger hatten wir zunächst überlegt, mit Künstler*innen zusammenzuarbeiten, um das Gerät zu entwerfen. Doch dann stellte uns Si En, unser Co-Produzent aus Singapur, Hao Jie vor – einen preisgekrönten Industriedesigner, der bereits echte Staubsauger entworfen hat.
Ich muss zugeben, dass ich anfangs skeptisch war, mit einem Industriedesigner zu arbeiten, weil ich befürchtete, dass bei ihm die Funktionalität über der Ästhetik stehen würde.
Aber nachdem ich ihm meine Vision für den Film erklärt hatte, eine Mischung aus Funktionalität und verspieltem Unsinn, war ich wirklich beeindruckt von den Designvorschlägen, die Hao Jie präsentierte.
Sie waren alle charmant und einzigartig. Letztendlich entschied ich mich für das Modell, das wir im Film sehen. Der Staubsauger mit einer seltsamen Form, die aussieht, als würde die Maschine sich leicht nach vorne verbeugen und so Demut ausdrücken. Diese Eigenschaft spiegelt Nats Persönlichkeit wider, denn sie ist ein freundlicher Geist, der weder aggressiv noch furchteinflößend ist. Außerdem habe ich den leuchtenden Kreis aus einem anderen Designkonzept eingebaut. Die leuchtende Kreisform hat eher einen praktischen Grund als eine bestimmte symbolische Bedeutung. Das Licht dient dazu, der Maschine ein Lebenszeichen zu geben. Selbst wenn die Maschine stillsteht, kreist das Licht weiter, sodass man ihre Vitalität spüren kann. Außerdem kann sich die Farbe des Lichts im Verlauf des Films je nach Kontext der Szene verändern. Ich finde, das ist eine witzige Möglichkeit, wie die Maschine ihre Gefühle ausdrücken kann, und es verleiht ihr auch einen leicht unheimlichen Touch.

Und wie kam es zu Nats Kleid mit den riesigen Schulterpolstern?
Nats Kleid ist so außergewöhnlich, sowohl im Design als auch in der Größe! Meine ursprüngliche Idee war, dass Geister für mich etwas sind, das fehl am Platz ist. Sie gehören nicht zu der Zeit und dem Ort, den sie gerade einnehmen. Sie fügen sich nicht in ihre Umgebung ein. Deshalb haben alle Geister im Film bunte Haare, ohne besonderen Grund. Für Nat wollte ich speziell eine Kleidung, die sie auf ungewöhnliche Weise hervorhebt. Nach der Erkundung verschiedener Möglichkeiten entschieden wir uns für eine Richtung, die von Mode vergangener Epochen inspiriert ist (ich bin besonders fasziniert von der Übertriebenheit der Mode der 80er Jahre!), aber so stark überzeichnet, dass sie keiner bestimmten Zeit mehr zugeordnet werden kann. Ihre riesigen, gepolsterten Schultern lassen sie nicht nur auffallen, sondern vermitteln auch das Gefühl der Last, die auf Nat liegt und sie ständig niederdrückt. Als Geist, der arbeiten muss, um relevant und nützlich zu bleiben, erinnert dieses Design außerdem an die Uniform von Büroangestellten aus früheren Zeiten und suggeriert, dass sie der Geist ist, der arbeiten muss.
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Donnerstag 19.03.2026
LA GRAZIA
Ab 19. März 2026 im Kino
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La Grazia ist ein mitreißender Film über Liebe, Pflicht und persönliche Freiheit vom Oscar- und BAFTA-preisgekrönten Filmemacher Paolo Sorrentino. Toni Servillo wurde für seine Darbietung als scheidender italienischer Präsident, der mit Hilfe seiner Ratgeberin und Tochter Dorotea
(Anna Ferzetti) einen moralischen und persönlichen Scheideweg betritt, mit dem Preis als Bester Schauspieler beim Festival von Venedig 2025 ausgezeichnet. Der Film ist ein tiefgründiges Meisterwerk, erfüllt von Sorrentinos charakteristisch lyrischer Vision und ausgestattet mit einem
atmosphärischen Soundtrack. Er konfrontiert uns auf intime Weise mit den Themen Vaterschaft, Gewissen, und der andauernden Frage: Wem gehören unsere Tage?

Ein Film von PAOLO SORRENTINO
Mit TONI SERVILLO, ANNA FERZETTI, ORLANDO CINQUE, MASSIMO VENTURIELLO, MILVIA MARIGLIANO, GIUSEPPE GAIANI, GIOVANNA GUIDA, ALESSIA GIULIANI


PAOLO SORRENTINO
BIOGRAPHIE

Paolo Sorrentino wurde 1970 in Neapel geboren. Sein erster Spielfilm One Man Up (2001) wurde für die Filmfestspiele von Venedig ausgewählt. 2004 folgte The Consequences of Love und 2006 The Family Friend, die beide im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes gezeigt wurden. Mit Il Divo kehrte Sorrentino 2008 nach Cannes zurück und wurde mit dem Preis der Jury ausgezeichnet. 2011 präsentierte er This Must Be the Place in Cannes. Zwei Jahre später feierte La Grande Bellezza – Die große Schönheit ebenfalls in Cannes Premiere und gewann unter anderem den Oscar® für den besten fremdsprachigen Film. 2015 zeichnete er sich für Regie und Drehbuch von Ewige Jugend verantwortlich. 2016 erschien die von ihm kreierte und inszenierte Fernsehserie The Young Pope, 2019 folgte The New Pope. 2018 erschien sein Film Loro. 2021 schrieb und inszenierte Sorrentino Die Hand Gottes, der 2022 für den Oscar® als bester fremdsprachiger Film nominiert wurde. 2024 folgte Parthenope, den er erneut nach eigenem Drehbuch inszenierte. Sein neuester Spielfilm La Grazia, für den er das Drehbuch schrieb und Regie führte, feierte 2025 auf den Filmfestspielen von Venedig Premiere.

AUSGEWÄHLTE FILMOGRAFIE
1994 - Un paradiso (Kurzfilm)
1998 - L'amore non ha confini (Kurzfilm)
2001 - One Man Up
2001 - La notte lunga (Kurzfilm)
2004 - The Consequences of Love
2006 - The Family Friend
2008 - Il Divo - Der Göttliche
2009 - The Slow Game (Kurzfilm)
2009 - L'Aquila 2009 - Cinque registi tra le macerie (L'assegnazione delle tende)
(Kurze Dokumentation)
2011 - This Must Be the Place
2013 - La Grande Bellezza – Die große Schönheit
2014 - Rio, I Love You (La fortuna)
2014 - Sabbia (Kurzfilm)
2014 - The Dream (Kurzfilm)
2015 - Le voci di dentro (Fernsehfilm)
2015 - Youth
2016 - The Young Pope
2018 - Loro
2018 - Loro 1
2018 - Loro 2
2019-2020 - The New Pope (Miniserie)
2020 - Homemade (Voyage au bout de la nuit) (Kurzfilm)
2021 - Die Hand Gottes
2024 - Parthenope
2025 - La Grazia


ANMERKUNGEN DES REGISSEURS

La Grazia ist ein Film über die Liebe.
Diesen unerschöpflichen Motor, der Zweifel, Eifersucht, Zärtlichkeit, Emotionen, Lebensweisheit und Verantwortungsbewusstsein hervorbringt. Die Liebe in all ihren komplexen Ausprägungen, gesehen und erlebt durch die Augen von Mariano De Santis – einem rein fiktiven, aber glaubhaften Präsidenten der Italienischen Republik. Mariano De Santis liebt seine verstorbene Frau. Er liebt
seine Tochter und seinen Sohn – und die Generationskluft, die zwischen ihnen liegt. Er liebt das Strafrecht, dem er sein ganzes Leben gewidmet hat. Hinter seiner ernsten, strengen Fassade ist Mariano De Santis ein Mann voller Liebe.

La Grazia ist ein Film über Zweifel.
Und darüber, wie notwendig es ist, sich auf sie einzulassen. Besonders in der Politik – heute mehr denn je, in einer Welt, in der Politiker allzu oft plumpe Bündel von Gewissheiten präsentieren, die nur Schaden, Reibung und Groll produzieren. Solche Gewissheiten untergraben das kollektive Wohl, den Dialog und die Harmonie. Mariano De Santis ist ein Mensch, der von Zweifeln geleitet wird.

La Grazia ist ein Film über Verantwortung.
Eine Qualität, die uns allen eigen sein sollte, die aber vor allem diejenigen auszeichnen muss, die andere vertreten und Entscheidungen prägen.
Auch Verantwortung ist etwas, dessen Fehlen wir heute schmerzlich spüren – eine beinahe vorsätzliche Ausflucht, die leeren Gesten und protzigen Posen Raum gibt: schädlich, wenn nicht gar gefährlich. Mariano De Santis ist ein verantwortungsbewusster Mann.

La Grazia ist ein Film über Vaterschaft.
Politiker verdienen diesen Titel nur dann, wenn sie die edlen und verlässlichen Eigenschaften guter Eltern verkörpern – nicht, wenn sie in die Rolle des launischen Kindes schlüpfen, wie es heute allzu verbreitet ist. Mariano De Santis ist ein nobler Vater. Und als intelligenter, zweifelnder Mensch weiß er auch, wann es an der Zeit ist, wieder Sohn zu sein. Wenn das Alter voranschreitet und die Gegenwart unverständlich wird, begegnet er ihr nicht mit Verachtung oder sinnloser Nostalgie, sondern öffnet sich ihr durch seine Kinder, die die Welt besser begreifen. Und er vertraut ihnen.
Mariano De Santis ist ein bemerkenswerter Vater.

La Grazia ist ein Film über ein moralisches Dilemma.
Über die Frage, ob man zwei Menschen, die einen Mord begangen haben, begnadigen sollte – auch wenn ihre Umstände vielleicht mildernd wirken. Über die Frage, ob ein gläubiger Katholik ein problematisches Gesetz zur Sterbehilfe unterzeichnen kann. Als junger Mann war ich zutiefst beeindruckt von Kieslowskis Dekalog. Ein Meisterwerk, das sich ganz auf moralische Dilemmata konzentriert – der Plot aller Plots, die einzig wirklich fesselnde Geschichte. Mehr noch als jeder Thriller. Ich glaube nicht, auch nur annähernd an Kieslowskis Genie heranzureichen oder die Tiefe zu erreichen, mit der er moralische Fragen ergründete. Doch ich fühlte mich verpflichtet, es zu versuchen – in einer historischen Zeit, in der Ethik oft optional, schwer fassbar, undurchsichtig oder lediglich aus instrumentellen Gründen bemüht wird. Ethik ist eine ernste Angelegenheit. Sie hält die Welt zusammen. Und Mariano De Santis ist ein ernsthafter Mensch.
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Donnerstag 12.03.2026
NOUVELLE VAGUE
Ab 12. März 2026 im Kino
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Paris, Ende der 1950er-Jahre: Der 28-jährige Jean-Luc Godard hat als Einziger in seinem Freundeskreis noch keinen eigenen Film gemacht. Mit einem verrückten Team, einem amerikanischen Filmstar und wenig Geld gelingt ihm schließlich unter abenteuerlichen Umständen mit AUSSER ATEM ein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingehen und das Kino für immer verändern wird.
Kult-Regisseur Richard Linklater (BOYHOOD, BEFORE SUNRISE-Trilogie) lässt mit NOUVELLE VAGUE eine ganze Generation junger Wilder wieder lebendig werden: beneidenswert lässig, unverschämt mutig und angetrieben vom unbedingten Willen, alles neu und anders zu machen.
Ein Film, der vor Esprit, Dynamik und Humor nur so sprüht und einen dazu bringt, sich wieder kopfüber in das Kino zu verlieben. Seine Weltpremiere feierte NOUVELLE VAGUE beim Filmfestival von Cannes – unter großem Applaus von Kritik, Publikum und von Fans wie Quentin
Tarantino.

Ein Film von Richard Linklater
Mit Guillaume Marbeck, Zoey Deutch, Aubry Dullin, Adrien Rouyard, Antoine Besson u.a.


EIN AKT DER LIEBE (von Richard Linklater)

Ich habe einmal gesagt, dass jede Filmemacherin und jeder Filmemacher, die/der schon eine Weile im Geschäft ist, irgendwann in ihrer/seiner Karriere einen Film über den Entstehungsprozess eines Films drehen sollte. Es ist nur natürlich, dass man dieser komplexe und alles verzehrende Vorgang, dem wir unsere Leidenschaft und Kreativität widmen, erforschen möchte. Aber was ist der richtige Ansatz? Wie findet man den richtigen Ton? Ist es überhaupt möglich, DIE AMERIKANISCHE NACHT (1973) zu übertreffen? Wahrscheinlich nicht.
Im Laufe der Jahre kehrten meine Gedanken immer wieder zu dem Moment zurück, als ich meinen ersten größeren Film drehte – zu dieser absoluten Freude, endlich jahrelange filmische Ideen und Obsessionen in einem Film verdichten zu können. Das ist natürlich eine Erfahrung, die man nur einmal machen kann. Niemand ist jemals wirklich vorbereitet auf die physischen und psychischen Kämpfe, die damit einhergehen: das Aufeinandertreffen von überwältigendem Selbstvertrauen und tiefer Unsicherheit aufgrund von Unerfahrenheit, die grenzenlose Leidenschaft, die täglich durch die Instabilität eines Berufs auf die Probe gestellt wird, an dem so viele Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Bedürfnissen beteiligt sind.
Ich hatte mein Thema, aber eine Autobiografie schien mir nicht die richtige Lösung zu sein. Die Schwierigkeiten beim Drehen eines Films sind für jeden Künstler Teil seines Schaffensprozesses, aber braucht die Welt wirklich ein weiteres Porträt eines Künstlers, der mit den Qualen des Schaffensprozesses ringt? Ist es überhaupt möglich, ACHTEINHALB (1963) zu übertreffen?
Als Jean-Luc Godard vor zwei Jahren verstarb, dachte ich mir: „Es ist Zeit, diesen Film zu drehen, ein Porträt dieses einzigartigen Moments – der Geburt der Nouvelle Vague“. Diesen Liebesbrief an diejenigen, die dich dazu gebracht haben, Filme machen zu wollen, die dich glauben ließen, dass du Filme machen kannst, die dich davon überzeugt haben, dass du Filme machen solltest – und übrigens, worauf hast du gewartet?
Was mich betrifft, so hat die französische Nouvelle Vague mein Leben verändert. Ich war gerade in eine Großstadt gezogen. Ich war 20 Jahre alt und stellte mir immer noch vor, einmal Schriftsteller oder Dramatiker zu werden. Für mich war Kino gleichbedeutend mit Hollywood. Ich mochte Filme zwar, aber ich hatte nie daran gedacht, selbst Filme zu machen.
Als ich AUSSER ATEM und andere Filme der Nouvelle Vague sah, dachte ich: „So etwas ist möglich?“ Diese Freiheit faszinierte mich. Ich wusste nichts über das Filmemachen, aber ich konnte spüren, wie cool, freudig und revolutionär der Film war. Kurze Zeit später, als alle hörten, dass ich mich nun für Kino interessierte, lieh mir ein Freund meiner Eltern sein Buch über die Nouvelle Vague.
Diese Ära des Kinos ist für mich nach wie vor von grundlegender Bedeutung. Und niemand verkörpert sie besser als Godard. Er tut das Verbotene, er skizziert, er improvisiert. Ich liebe seinen Humor, seine Körperlichkeit, seine Kühnheit. Er folgt keinen Regeln außer seinem eigenen filmischen Bewusstsein.
Als er seinen ersten Spielfilm drehte, hinkte er seinen Freunden von Cahiers du Cinéma hinterher.
Er war besorgt, ängstlich, hatte Angst, die Welle verpasst zu haben. Ihm fehlte es an Selbstvertrauen. Ich finde das sehr liebenswert und ganz anders, als man ihn sich später in seiner Karriere vorstellen wird.
Aus heutiger Sicht steht AUSSER ATEM in der Mitte der Filmgeschichte. Es schien jetzt der perfekte Moment, um die Radikalität und den Wagemut dieses Films wieder zu erleben. Um uns daran zu erinnern, dass das Kino sich immer wieder neu erfinden kann. Ein verspieltes Porträt einer eng verbundenen Gemeinschaft von Filmfanatikern zu zeichnen, die Kino leben, in sich aufnehmen und atmen. Um zu erforschen, wie eine neue Art des persönlichen Filmemachens entstand. Und um zu zeigen, dass das Kino ein innovatives Medium ist – und immer sein wird.
Es ging aber nicht darum, AUSSER ATEM neu zu verfilmen, sondern den Filmklassiker aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Ich wollte mit meiner Kamera in das Jahr 1959 eintauchen und die damalige Zeit, die Menschen und die Atmosphäre nachstellen. Ich wollte mit den Leuten der Nouvelle Vague abhängen.
Damit die Illusion vollkommen sein würde, mussten wir Schauspieler finden, die ihren realen Vorbildern ähnelten und noch unbekannt sind. Um den Zauber nicht zu zerstören, dass wir wirklich Godard und seinen Zeitgenossen begegnen. Und natürlich mussten wir jemanden finden, der diesen kühnen, gequälten, zerbrechlichen und arroganten jungen Filmemacher verkörpern konnte.
Der Casting-Prozess dauerte mehr als sechs Monate. Als ich unseren Godard, unseren Truffaut, unseren Chabrol und unseren Schiffman zum ersten Mal zusammenbrachte, war das der entscheidende Moment. Da wurde mir klar, dass dieser Film so funktionieren würde, wie ich es mir
vorgestellt hatte, denn sie standen direkt vor mir und freuten sich, wieder zusammen zu sein, im Jahr 1959.
Ich sagte allen Schauspielern: „Ihr dreht keinen historischen Film – ihr lebt im Moment. Godard ist ein bekannter Kritiker, aber er ist hier zum ersten Mal als Regisseur tätig. Habt euren Spaß beim Drehen mit ihm, aber fragt euch, ob dieser Film jemals veröffentlicht wird…“.
Ein weiterer wichtiger Schritt waren die Proben mit den Schauspielerinnen und Schauspielern an den Drehorten und Sets des Films. Bevor wir anfingen, gab ich ihnen diesen Text zum Lesen: Godard strebte nach Spontaneität und Unmittelbarkeit, wie viele Maler und Jazzmusiker seiner
Zeit. Der Begriff „Improvisation” lag in der Luft, er war der Inbegriff von Coolness. Um diese Art von Freiheit zu erreichen, muss man entweder spontan brillant sein (viel Glück dabei!) oder unglaublich hart arbeiten, jede Szene aus jedem Blickwinkel vollständig untersuchen, sie so gut kennen und so entspannt mit dem umgehen, was man tut, dass es spontan und improvisiert wirkt, dass die Darbietung ohne Künstlichkeit ist. Sobald man über die Zeilen selbst, die Absichten der Szene, hinausgeht, kann man eine weitere Ebene der Realität finden, auf der sich das ganze Selbst innerhalb der Figur offenbaren kann. Man muss so sehr mit seiner Figur und den Menschen um einen herum im Einklang sein, dass jedes Verhalten, jede Haltung, jede Geste und jede Beziehung authentisch ist.
Wichtig: Es ist kein Historienfilm. Dieser Film hat keine besondere Bedeutung hinsichtlich seines Alters oder seines Images. Die Momente, die wir schaffen und die beteiligten Figuren haben sich das noch nicht verdient. Als Schauspielerin oder Schauspieler kannst du nur das tun, was jeder von uns im Leben tun kann: einfach im Moment leben, mit der Begeisterung und dem Optimismus, die mit der Jugend und dem Schaffen von Kunst einhergehen.
Ein Großteil des zugrunde liegenden Humors rührt daher, dass das Publikum das Ergebnis bereits kennt. Wir machen sie zu Zeugen der Entwicklung eines einzigartigen Filmkünstlers, der einen der meistdiskutierten und einflussreichsten Filme der Geschichte drehte. Aber niemand in unserem Film weiß das.
Es gibt nur wenige Konflikte – nämlich mit Beauregard, wenn es um Zeitplan und Geld geht, und mit Seberg, in unterschiedlichem Maße, wenn es um Arbeitsmethoden geht. Aber im Großen und Ganzen seid ihr alle einfach nur froh, dabei zu sein, und ihr habt keine Ahnung, ob das, woran ihr
arbeitet, gut ist oder nicht...
Vergesst niemals, dass das Filmemachen an sich optimistisch ist. Und wie François Truffaut zu dieser Zeit sagte: „Der Film der Zukunft wird ein Akt der Liebe sein.“
Also jetzt... rocken wir‘s!
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Mittwoch 04.03.2026
THE CHRONOLOGY OF WATER
Ab 05. März 2026 im Kino
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Disziplin, Schmerz, Begehren, Befreiung. Schreiben, Schwimmen, Überleben – all das verschmilzt zu einer einzigen Bewegung. Bilder, Geräusche und Erinnerungen prallen aufeinander und formen eine Erfahrung, die unter die Haut geht.
In ihrem Regiedebüt THE CHRONOLOGY OF WATER löst Kristen Stewart die autobiographische Vorlage der Schriftstellerin und Schwimmerin Lidia Yuknavitch aus den Konventionen des klassischen Biopics. Statt einer linearen Lebensgeschichte erzählt der Film aus der subjektiven Perspektive seiner Hauptfigur – körperlich, fragmentarisch, aus nächster Nähe.
Lidia wächst im Oregon der 1970er Jahre in einem von Gewalt und Alkohol geprägten Umfeld auf. Als begabte Schwimmerin sucht sie Zuflucht im Wasser, doch Schmerz und Selbstzerstörung begleiten sie auch an Land. Erst im Schreiben beginnt sie, sich ihre eigene Geschichte anzueignen und Erfahrungen von Verletzung und Verlust in Sprache zu verwandeln.
Imogen Poots verkörpert Lidia Yuknavitch mit einer Präsenz, die nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. An ihrer Seite spielt ein hochkarätiges Ensemble mit Thora Birch, Tom Sturridge, Jim Belushi, Earl Cave, Susannah Flood und Kim Gordon. Stewart findet für Yuknavitchs Prosa eine filmische Form, die deren sinnliche Sprache nicht illustriert, sondern übersetzt. THE CHRONOLOGY OF WATER taucht ganz in das Erleben seiner Hauptfigur ein – und erzählt von Selbstermächtigung als Prozess, nicht als Ziel. THE CHRONOLOGY OF WATER ist eine der Entdeckungen aus Cannes 2025 – und das beeindruckende Debüt einer eigenwilligen neuen Regisseurin.


Ein Film von Kristen Stewart
Mit Imogen Poots, Thora Birch, Susannah Flood, Tom Sturridge, Kim Gordon, Michael Epp, Earl Cave, Charlie Carrick, Esmé Creed, Miles und Jim Belushi


REGIESTATEMENT

Ich bin 2017 zum ersten Mal auf Lidia Yuknavitchs „The Chronology of Water“ gestoßen. Und schon auf der allerersten Seite spürte ich eine Spannung. Diese bruchstückhafte, nichtlineare Reise durch Trauma und Erinnerung war anders als alles, was ich je zuvor gelesen hatte. Nach 40 Seiten hatte ich eine so starke körperliche Reaktion, dass ich das Buch weglegte, zu meinem Handy griff und meinem Team mitteilte: „Ich muss mit der Person sprechen, die das geschrieben hat.“
Was mich faszinierte, war die Fragmentierung: Yuknavitch liefert keine geordnete Erzählung, sondern präsentiert dir die Bruchstücke eines Lebens und fordert dich auf, sie selbst zusammenzusetzen.
Dieser Akt der Rekonstruktion – zuzusehen, wie eine Geschichte zerbricht, und sie dann wieder zusammenzufügen – wurde zum Antrieb meiner Überzeugung, dass dies mein erster Film sein müsste.
Ich liebe Lidia, und in gewisser Weise ist sie für mich heilig. Über Nacht wurde das Buch für mich zu einem heiligen Text. Es gibt Stimmen, die dir helfen, deine eigene zu Ändern.
Kunst sollte Vielfalt bewirken. Und dieses Werk befasst sich auf eine Weise mit Perspektive und Körper, die sich so persönlich und physisch anfühlt. Es ist wirklich eine Reise, bei der du dein eigenes Abenteuer wählen kannst.
Über acht Jahre hinweg habe ich geschrieben und umgeschrieben. Ich habe alles bis zum Gehtnichtmehr überarbeitet, 500 Versionen erstellt und ein Skript geformt, das so flüchtig und neurologisch sein durfte wie die Erinnerung selbst.
Die Jahre, die ich damit verbracht habe, mich den Prozessen anderer Leute zu unterwerfen, haben michdazu gebracht, zu fragen: „Warum machen wir das so – und können wir es anders machen?“
Im Kern ist „The Chronology of Water“ eine Einladung: Hässliches mitanzusehen, sich mit Scham auseinanderzusetzen und dabei zu erkennen, dass dein Körper und deine Geschichte dir selbst gehören. Es ist eine Einladung, sich nicht mehr zu verstecken.
Die weibliche Erfahrung ist ein großes, ein riesiges Geheimnis. Von Geburt an wird uns gesagt, dass wir fast alles für uns behalten sollen. Geheimnisse zu erzählen macht Spaß.
Ich wollte, dass sich dieser Film wie ein HotPotato Partyspiel anfühlt: zu heiß zum Anfassen. Ich wollte einen Film, der vor Unmittelbarkeit nur so strotzt: schnelle Schnitte, immersiver Sound, ein viszeraler Rhythmus, der widerspiegelt, wie Erinnerung wirklich funktioniert – und der alle im Kinosaal daran erinnert, dass die eigene Geschichte selbst neu geschrieben werden kann.
Ich hoffe, dass das Publikum am Ende versteht, dass die Zurückeroberung der eigenen Stimme – durch Schreiben, durch Kunst, einfach durch das Erzählen der persönlichen Geschichte – ein Akt radikaler Kraft ist.
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