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7. Dieter Ilg „Ravel“
8. Enrico Rava & Fred Hersch "The Song Is You"
9. Musiker im Spannungsfeld - Christian Muthspiel zum 60.
10. Enrico Pieranunzi & Jasper Somsen „Voyage In Time“
11. Stephan Thelen „Fractal Sextet“
12. Frederic Rzewski „Unite! Piano Works – North American Ballads“
Freitag 07.10.2022
Dieter Ilg „Ravel“
Bilder
Erst war Verdi, dann kam Wagner, nachfolgend Beethoven, anschließend Bach und nun Ravel. Jedem dieser Koryphäen der Klassik tritt Dieter Ilg im Jazzkontext mit seinem regulären Trio selbstbewusst entgegen. Ein eingespielter und exzellent aufeinander abgestimmter Verbund, den der Bassist schon seit Jahren zusammenhält, um die Brücken, Übergänge und Gemeinsamkeiten dieser beiden Musikformen auszuloten. Eine Band, die swingt, zugleich das intellektuelle Ass ausspielt und auf diese Weise Grenzen sprengt.
Sein geistiges Reich ist zeitlebens eine differenzierte und raffinierte Kinderstube geblieben“, schreibt H. H. Stuckenschmidt in seiner Biographie von 1966 über Maurice Ravel. Verspielt wie auch präzise war der Franzose und als Tonsetzer zur ersten Garde der Impressionisten gehörend. Und dieses Impressionistische, dieses Flüchtige, den Augenblick ästhetisch betonende, ist das eigentliche musikalische Refugium Ilgs und seiner beiden Mitstreiter. Der Bassist ist ein rhythmischer Seiltänzer, der sich ohne Netz und doppelten Boden zwischen den wuchtigen Felsen der Klassik und des Jazz bewegt. Denn er kann beides! Ilg brilliert mit weichem und perfektem Ton im klassischen Fach und er bewegt sich virtuos und unbelastet (aber respektvoll) improvisierend im Jazzidiom. Rainer Böhm findet immer den perfekten Ansatz, umgleitet Grenzen, wenn nötig überspringt er diese auch kraftvoll. Er brüllt am Flügel wie einst der coltraneske McCoy Tyner („Trio“), oder beschwört in tröstender Melancholie den Raum zwischen Vergangenheit und Gegenwart („Le Jardin féerique“).
Patrice Héral hält am Schlagzeug alles zusammen, setzt selbst Impulse, gibt den Imprivisationen sensiblen Schub und lässt die gesamte Musik organisch leuchten. Auf „Ravel“ sind Dank dem Miteinander der Solisten Zwischenräume ausgefüllt, ist der Eindruck von Geschlossenheit das Vorherrschende dieser Aufnahme – egal in welchem Register.
Jörg Konrad

Dieter Ilg
„Ravel“
Act
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Dienstag 04.10.2022
Enrico Rava & Fred Hersch "The Song Is You"
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Schon die ersten Töne auf diesem Album deuten an, wohin die folgende musikalische Reise führt. Enrico Rava und Fred Hersch, der italienische Trompeter und der US-amerikanische Pianist, gehören zu den begnadeten Geschichtenerzählern und leidenschaftlichen Poeten unter den zeitgenössischen Improvisatoren. Und sie haben hier, auf ihrem ersten gemeinsamen Album, eines der ergreifendsten Statements im Bereich des Jazz der letzten Jahre aufgenommen. Denn ja, auch im Jazz darf schön gespielt werden, darf man in ästhetisch ausgereiften und lyrischen Klangwelten schwelgen. Ohne dass zuckersüße Banalitäten bemüht werden, oder eine triviale Unverbindlichkeit zum Zuge kommt.
Hier sind zwei Musiker am Werk die klingen, als hätten sie schon ein ganzes Leben miteinander gespielt. Dahinter steckt aber einzig ihre Persönlichkeit und natürlich auch ihr traumwandlerisches Können. Sie sind erfahrene und vor allem sensible Instrumentalisten, für die stets ihre Mitmusiker von immenser Bedeutung waren. Rava und Hersch können zuhören und empathisch (aufeinander) reagieren, auch dann, wenn sie aus ihrem jeweils unglaublichen Erfahrungsschatz mit Hingabe zitieren. Sie haben Ideen und Fantasien, gehen zurückhaltend Risiken ein (ohne den Nebenmann zu übertönen), verlustieren sich in der Vergangenheit und haben zugleich genug Potenz, um neue Wege musikalisch auszuprobieren. Und so werden wir in diesen entsetzlichen Zeiten (Ohren-)Zeuge eines stilvollen und stark berührenden Dialogs, der von Verständigung und friedvollem Miteinander handelt. Hier gehen passionierte Substanz und visionäre Entschlossenheit Hand in Hand. Da macht es auch überhaupt nichts, wenn das letzte Stück, Thelonious Monks unverwüstliches „Round Midnight“ allein Fred Hersch gehört. „The Song Is You“ ist mindestens das Album des Jahres 2022!
Jörg Konrad

Enrico Rava & Fred Hersch
„The Song Is You“
ECM
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Freitag 30.09.2022
Musiker im Spannungsfeld - Christian Muthspiel zum 60.
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Es ist erst ein paar Wochen her, da berichteten wir von einem besonderen musikalischen Spektakel in München - von der mutmaßlich weltweit ersten Oper, die auf einem Riesenrad präsentiert wurde (https://kultkomplott.de/Permalink/Artikel/2608/#article_anchor_2608 ). Komponist dieses Werkes, das im Rahmen des „Out Of The Box“-Festival im Riesenrad „Umadum“ uraufgeführt wurde, ist Christian Muthspiel, gestandener und mit Auszeichnungen hochdekorierter Jazzer aus Österreich.
Muthspiel gehört zu den vielseitigsten und aktivsten Komponisten und Instrumentalisten der Szene. Geboren in Judenburg in der Steiermark studierte er in Graz Posaune im klassischen Fach und im Bereich Jazz. Und genau in diesem Spannungsfeld siedelt sich sein Musik bis heute an, wobei vielleicht eines seiner ersten Alben vom Titel her exemplarisch für seine gesamte Arbeit bisher ist: „Aus dem Tagebuch der Grenzgänger“ (eingespielt vom Orchesterforum Graz). Muthspiel hat Klavier-, Violin- und Posaunenkonzerte geschrieben, Kammer- und Schauspielmusik verfasst, er interpretierte Renaissancemusik und ist natürlich mit unterschiedlichsten Jazzprojekten unterwegs.
Dieser Tage erschienen bei Universal insgesamt vier CDs mit Werken Muthspiels, von denen zwei in den zurückliegenden über drei Jahrzehnten aufgenommen wurden („Diary – Selected Recordings 1989-2022“), wobei die beiden anderen aktuelle Aufnahmen seines Projektes Orjazztra Vienna beinhalten („Homecoming – Live“).
Hinzu kommt noch ein Album, das im Zusammenspiel mit dem amerikanischen Bassisten Steve Swallow aufgenommen und jetzt auf Vinyl veröffentlicht wurde. Muthspiel tourte in den Jahren 2013/2014 mit einem Quartett, zu dem auch Swallow gehörte, quer durch Europa und hinterließ bei diesen Konzertereignissen ein stets begeistertes Publikum. Anschließend gingen der Posaunist, der hier auch Klavier und Flöte spielt, und der Bassist ins Studio und es entstand „Simple Songs“.
Alle drei Arbeiten zusammen machen Muthspiels unglaubliche musikalische Bandbreite deutlich. So sind auf „Diary“ Aufnahmen mit Steve Swallow und dem österreichischer Dichter und Schriftsteller Ernst Jandl im Duo zu erleben, Muthspiels Yodel Group, in der er sich in Starbesetzung der alpenländischen Stimmakrobatik widmet ist vertreten, wie auch einige Duoeinspielungen mit seinem Bruder Wolfgang Muthspiel an der Gitarre; weiterhin dem Octet OST mit Tomasz Stanko aus Polen, Sainkho Namtchylak aus der autonomen russischen Republik Tuwa und Anca Parghel aus Rumänien, Trio-Aufnahmen mit dem unvergesslichen Paul Motian am Schlagzeug und Gary Peacock am Bass.
„Homecoming“ ist das Ergebnis dreier „Streaming Abende“ im Wiener Jazzclub „Porgy & Bess“. Live aber ohne Publikum eingespielt, was dem damaligen Pandemie-Lockdown geschuldet ist. Trotz dieser äußeren Umstände ist die Musik lebendig, vital, beeindruckt durch ihren unorthodoxen und doch so disziplinierten Stil. Eine wilde, ein ungezügelte Musik, transparent in den Arrangements, bluesig in ihrem Duktus und manchmal auch einfach zum heulen schön.
„Simple Songs“, die Zusammenarbeit mit Steve Swallow, ist dann eine von den instrumentalen Stimmen völlig reduzierte Arbeit, akustisch aufgenommen, wobei der Reiz in der Einfachheit der Umsetzung des musikalischen Materials liegt. Der Klang ist klar, glänzt in einer Art Naturverbundenheit – schlicht und faszinierend. Muthspiel, von dem acht der insgesamt zehn Kompositionen stammen, hat sich von kargen, aber nie banalen Ideen leiten lassen, die teilweise ein wenig verspielt klingen, aber letztendlich doch das Sparsame, die Balance mit seinem Bass-Partner in den Vordergrund stellen.
Drei Alben, die allesamt in ihrer Vielfalt und zugleich in ihrer Qualität beeindrucken und nachdem Christian Muthspiel vor einiger Zeit sich entschlossen hat, seine Laufbahn als Instrumentalist zu beenden, eine wunderbare Werkschau seines bisherigen Schaffens darstellen. In der letzten Woche beging Christian Muthspiel seinen 60. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch und danke für diese großartige Musik von dieser Stelle.
Jörg Konrad

Christian Muthspiel
"DIARY 1989 - 2022
Selected Recordings"
Universal / Emarcy

Christian Muthspiel? Orjazztra Vienna
"Homecoming Live"
Universal / Emarcy

Christian Muthspiel & Steve Swallow
"Simple Songs"
In & Out Records
Limited Audiophile Signature Edition
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Freitag 23.09.2022
Enrico Pieranunzi & Jasper Somsen „Voyage In Time“
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Was für ein Pianist. Er gehört zu jenen Musikern, die dem Jazz seit vielen Jahren ein eigenes, ein europäisches Gesicht geben. Natürlich war auch Enrico Pieranunzi zu Beginn seiner Karriere von den amerikanischen Klavierheroen der improvisierten Zunft beeindruckt. Allen voran von Bill Evans, dem spätromantischen Improvisator des Jazz. Er faszinierte Pieranunzi, ließ ihn Musik regelrecht fühlen und formte seine Spieltechnik. Doch der Italiener verleugnete aber auch nie seine klassischen Wurzeln und beschwor stets den musikalischen Spagat zwischen den Kontinenten. So kann er heute auf eine ausdrucksstarke Spielweise zurückgreifen, die ihn jenseits aller Stile als beeindruckenden Individualisten auszeichnet. Zudem ist Pieranunzi unglaublich aktiv, tourt und veröffentlicht Alben, wie kaum ein anderer.
Eine Besonderheit nimmt in seiner Discographie die Arbeit im Duo ein. Hier, im Dialog mit ausgesuchten Partnern, kann er seine ganze musikalische Fantasie ausspielen, die Kunst der persönlichen Empathie zelebrieren, kann die Ideen seiner Mitspieler aufnehmen und weiterführen, kann klanglich Rede und Antwort stehen. Jasper Somsen, holländischer Bassist und schon mehrmals mit Enrico Pieranunzi im Aufnahmestudio, hat „Voyage In Time“ als eine neunsätzige Suite komponiert. Sie zeigt starke Bezüge zur Barockmusik und schafft so eine Verbindung zwischen strenger Komposition und spontaner Improvisation. Was die beiden hier musikalisch umsetzen ist virtuos gespielt und sentimental im Ausdruck, raffiniert im Klang und vor allem radikal demokratisch in der Umsetzung. Weitab jeder Routine suchen Pieranunzi und Somsen nach unbespielten Plätzen, nach diesseitigem Neuland – und sie finden diese seltenen wie wertvollen Oasen der Inspiration auch immer wieder. Dies ist ausschweifende Melancholie auf ihrem Höhepunkt.
Jörg Konrad

Enrico Pieranunzi & Jasper Somsen
„Voyage In Time“
Challenge
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Autor: Siehe Artikel
Dienstag 20.09.2022
Stephan Thelen „Fractal Sextet“
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Der musikalische Kosmos des Stephan Thelen kennt wenig Grenzen. In seinen musikalischen Wanderungen durch die Soundlandschaften der Gegenwart finden Rock und Jazz, Funk und Minimal, Ambient und Progressiv stets auf Augenhöhe zueinander. Ineinander greifende Grooves, mäandernde Gitarrenchoräle, klug organisierte Arrangements münden in verzehrende Hochspannung und sind dabei die deutlichsten Kennzeichen seiner Musik. Zudem gelingt es ihm, in seinen Projekten instrumentale Individualitäten zu integrieren und einen artifiziellen Gruppenklang zu formen. Nie klingt dieser trotz ambitionierter Herangehensweise angestrengt oder akademisch aufgesetzt. Stattdessen entspannt, wie beiläufig Räume durchmessend, letztendlich fließend und wie aus einem Guss.
Der Gitarrist, Komponist und Mathematiker Thelen löst auch auf dem neuen Album „Fractal Sextet“ provozierende Widersprüche unterschiedlicher Genre spielerisch auf. Die Ideen sind ebenso klug gestaltet wie emotional wirkungsvoll. Erstmals setzt er sein Fractal-Projekt im Sextett-Format um. Ein Bassist, zwei Schlagwerker, ein Pianist (und Synthesizerspieler), plus zwei Gitarren. So wirkt die Musik mit seinen Kontrasten und Effekten energiegeladener.
Jörg Konrad

Stephan Thelen
„Fractal Sextet“
Alchemy Records
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Autor: Siehe Artikel
Mittwoch 14.09.2022
Frederic Rzewski „Unite! Piano Works – North American Ballads“
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Will man Frederic Rzewski stilistisch einordnen, so fällt dieses im ersten Moment nicht ganz leicht. Denn der 1938 in Westfield, Massachusetts geborene und im Juni 2021 in der Toscana gestorbene Komponist und Pianist hat ein Werk hinterlassen, das ebenso vielfältig wie auch anspruchsvoll ist. Dabei zeigt Rzewski sehr häufig auch etwas, das man allgemein als innere Haltung bezeichnet. Denn sein kompositorisches Schaffen ist reich an politischen Verweisen, zeigt einen starken Bezug zur Zeit in der er lebte und für wen sein Herz schlug.
Die jetzt von dem deutschen Pianisten Benyamin Nuss vorgelegte Einspielung dreier Werke Rzewskis macht dessen Besonderheit in der Wahl seiner Themen und Mittel deutlich.
Gleich mit den ersten Aufnahmen der „North American Ballads“ kommt diese Klarheit im Ausdruck zum Tragen. Benyamin Nuss am Klavier spielt diese etwas verspielt wirkenden Kompositionen, zu denen auch eine Variation des bekannten Stückes „Down By The River Side“, einem Gospelsong, dessen Ursprünge bis zum amerikanischen Bürgerkrieg zurückreichen, mit Verve und scharfen Konturen. Überhaupt besticht das Kraftvolle und die Dynamik in den Interpretationen.
Das zweite Werk „Mayn Yingele“ ist dem 50. Jahrestag der Reichspogromnacht gewidmet. Die insgesamt 12 zum Teil nur einige Sekunden kurzen Stücke bringen Verzweiflung und Melancholie zum Ausdruck, vermitteln etwas Mahnendes und zugleich Hilfloses. Auch hier besticht Nuss mit einer bewusst nervösen, aufrüttelnden Interpretation, die dem Thema völlig gerecht wird und Rzewski Wut und Enttäuschung adäquat zum Ausdruck bringt.
Auf der zweiten CD befindet sich dann Rzewski bekanntestes Werk „The Poeple United Will Never Be Defeated – 36 Variationen on „El Pueblo Unido Jamas Sera Vencido“. Hierbei handelt es sich um ein chilenisches Widerstandslied („Das vereinte Volk wird niemals besiegt werden“), in welches verschiedene Stilrichtungen, von Jazz bis Kammermusik, von Protestsong bis stiller Ballade eingewebt sind. Auch ist der Einfluss des Brecht/Eislerschen Kosmos zu spüren, wobei das Kämpferische, das Unmissverständliche die musikalische Szenerie bestimmt.
Benyamin Nuss versteht es ausgezeichnet Visionen und Überzeugungen in ein Verhältnis zu setzen, die der Musik einen weiten, manchmal auch subversiv wirkenden Raum geben. Es ist der Klang der realen Welt, mit all ihren Unzulänglichkeiten und Hoffnungen, der die Szenerie der beiden CDs bestimmt. Hochmusikalisch umgesetzt, spannend in der Wirkung und letztendlich überzeugend in der temporären, manchmal auch revolutionären Wirkung.
Jörg Konrad

Frederic Rzewski
„Unite! Piano Works – North American Ballads“
Gespielt von Benyamin Nuss
Berlin Classics
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Autor: Siehe Artikel
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