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Feldafing: Stephanie Lottermoser

Stephanie Lottermoser

Die in Wolfratshausen geborene, lange Zeit in München und mittlerweile in Hamburg lebende Saxophonistin und Sängerin Stephanie Lottermoser bewegt sich stilistisch zwischen Jazz, Soul, Funk und Pop. In der Kombination aus Saxophonspiel und Gesang hat sie ihre ganz eigene
musikalische Sprache gefunden. Das neueste Projekt „Hamburg“ besticht mit autobiografischen Elementen und Gedanken der Musikerin zu relevanten gesellschaftlichen Themen unserer Zeit, die die Architektur der Songs wesentlich geprägt haben. „Hamburg“ schaut also nicht nur auf die Stadt selbst, sondern lässt den Blick weiter schweifen, tief ins Land hinaus.
„Hamburg“ ist eine grandios kurzweilige und angenehme Live-Performance, auf der Funk, Jazz, Pop und Soul so famos miteinander verwoben
werden, wie man es nur sehr selten bei nationalen Produktionen zu hören bekommt - weit entfernt von jeglicher unterkühlt-akademischer
Jazz-Arithmetik. Der aufregende Stilpluralismus von „Hamburg“ kommt direkt vom positiven Einfluss des neuen Lebensmittelpunktes. Die schöne Gewissheit, sich dort richtig aufgehoben und zuhause zu fühlen, obwohl doch gerade erst in der neuen Stadt angekommen, das hat bei
der Saxophonistin, Sängerin, Komponistin und Arrangeurin Gedanken und Ideen freigesetzt und schlussendlich den Wunsch geweckt, einmal
musikalisch Neues zu probieren.

Bürgersaal Rathaus Gemeinde FeldafingBahnhofspl. 1,
82340 Feldafing
Museen heute

München Kunsthalle: STILLE REBELLEN - POLNISCHER SYMBOLISMUS UM 1900

STILLE REBELLEN
POLNISCHER SYMBOLISMUS UM 1900
Ausstellung vom 25. März bis 27. August 2022
Kunsthalle München
Die Kunsthalle München zeigt die bisher umfassendste Ausstellung in Deutschland zur Hochblüte der polnischen Kunst zwischen 1890 und 1918 mit rund 130 bedeutenden Werken aus den Nationalmuseen in Warschau, Krakau und Posen sowie weiteren öffentlichen und privaten Sammlungen. Die polnische Malerei der Jahrhundertwende entführt in eine Welt der Mythen und Legenden, in träumerische Landschaften, in alte Traditionen und Bräuche, in die Tiefen der menschlichen Seele. In einer Nation ohne eigenen Staat – Polen war bis zu seiner Unabhängigkeit 1918 zwischen Russland, Preußen und Österreich-Ungarn aufgeteilt – trat eine junge Generation von Künstlerinnen und Künstlern an, die Malerei zu erneuern. Mit ihren Gemälden stifteten sie, was auf politischer Ebene fehlte: eine gemeinsame Identität. Inspiration fanden sie ebenso in der eigenen polnischen Geschichte, Kultur und Natur wie im Austausch mit Künstlerkreisen in München, Paris, Sankt Petersburg oder Wien.
Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war eine Blütezeit der polnischen Kultur. Die Bewegung »Junges Polen« (1890–1918), die die Bereiche Literatur, Bildende Kunst und Musik umfasste, ging zunächst vor allem von Krakau aus. Unter der liberaleren Politik Österreich-Ungarns bot die ehemalige Hauptstadt Polens bessere Voraussetzungen zur Entfaltung des polnischen Kulturlebens als die preußisch und russisch besetzten Gebiete, die stärkeren Restriktionen unterlagen.
Dennoch bildete Warschau trotz aller Einschränkungen das wichtigste künstlerische Zentrum neben Krakau. Der Begriff des »Jungen Polen« wurde von dem Schriftsteller und Literaturkritiker Artur Górski (1870–1959) geprägt, der in seiner gleichnamigen Essayreihe (1898) einen Wertewandel in der gegenwärtigen Literatur und Kunst konstatierte: »An die Stelle der Masse trat das Individuum als oberster Wert und Ausdruck höchster Würde auf Erden, an die Stelle der gesellschaftlichen Ethik die Ethik der Seele […].« Die neue Generation wandte sich von der rationalistischen Philosophie des Positivismus ab und besann sich stattdessen auf die Tradition der Romantik. Mit dieser verband sie unter anderem der rebellische Geist, die Stilisierung des Künstlers zum visionären Schöpfer sowie das Interesse an der Veranschaulichung emotionaler Zustände. Die Neuformulierung der Aufgabe von Literatur und Kunst war dabei von einem Widerspruch geprägt: Man beschwor den romantischen Nationalkult und die Notwendigkeit einer volksverbundenen, »durch und durch polnisch[en]« Kunst, lehnte eine patriotische Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft jedoch ab.

In zehn thematischen Kapiteln präsentiert die Ausstellung den beeindruckenden Facettenreichtum der polnischen Kunst dieser Zeit, die in Deutschland bislang zu Unrecht kaum bekannt ist. Die Schau zeichnet ihre Entwicklung nach und verortet sie im kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Kontext Polens wie auch Europas.
Mit Gemälden von Jan Matejko (1838–1893) und Leon Wyczó?kowski (1852–1936) wird im Prolog der weise, um die Zukunft Polens besorgte Hofnarr Stan´ czyk vorgestellt – eine historische Figur aus dem 16. Jahrhundert, die später zu einer bedeutsamen polnischen Symbolgestalt und wichtigen Identifikationsfigur für die Künstler avancierte. Das erste Kapitel widmet sich den künstlerischen Zentren Warschau und Krakau sowie der besonderen, durch die politische Lage bedingten Rolle der Künstlerinnen und Künstler in Polen, die Stanis?aw Wyspian´ ski (1869–1907) in folgende Worte fasste: »Was unsere Umgebung uns nicht geben kann, das sollte die Kunst uns gewähren.« Gezeigt werden unter anderem Werke von Jan Matejko und Wojciech Gerson (1831–1901), den renommiertesten Lehrerpersönlichkeiten in Krakau und Warschau. Beide vertraten die Auffassung, dass die Kunstschaffenden dem Heimatland und der Gesellschaft verpflichtet seien. Unter den Malerinnen und Malern der nachfolgenden Generation manifestierte sich zunehmend ein Konflikt zwischen patriotischen Pflichten und dem Wunsch nach künstlerischer Freiheit. Sie griffen weiterhin nationale Themen auf, verließen jedoch die Pfade der klassischen Historienmalerei und etablierten eine neue symbolistische Bildsprache. Vor allem Jacek Malczewski (1854–1929), einer der herausragendsten Künstler seiner Generation, thematisierte die Ambivalenz der künstlerischen Auseinandersetzung mit der geschichtlichen Vergangenheit, die den Schaffensprozess inspirieren, aber ebenso die Entwicklung neuer Themen und Ausdrucksweisen hemmen konnte.
Im zweiten Kapitel werden die internationalen Beziehungen der polnischen Künstlerinnen und Künstler beleuchtet, die vielfach im Ausland studierten, ausstellten, oder Reisen dorthin unternahmen und in engem Austausch mit Künstlerkreisen in Paris, München, Wien und St. Petersburg standen. In der französischen Hauptstadt kamen sie beispielsweise mit modernen Strömungen wie dem Impressionismus und dem Japonismus in Kontakt, während die Beschäftigung mit der Münchener Kunstszene vor allem in einer verstärkten Rezeption des Realismus, der sogenannten Stimmungslandschaft und der symbolistischen Malerei eines Arnold Böcklin (1827–1901) oder Franz von Stuck (1863–1928) ihren Niederschlag fand. Als äußerst fruchtbar erwiesen sich die neuen Impulse für die in Kapitel 3 präsentierte Landschaftsmalerei, die schon vorher eine besondere Stellung in Polen eingenommen hatte, da der Darstellung des polnischen Landes eine kompensatorische Funktion für den Verlust des Staates zukam. Dabei zeigt sich eine besondere Vorliebe für melancholische Herbst- und Winterszenen sowie für den Wechsel der Tages- und Jahreszeiten. In der absterbenden oder »schlafenden« Natur, die ein Wiedererwachen im Frühling verspricht, klingt der Zustand der Besatzung, aber auch die Hoffnung auf Erneuerung, auf eine zukünftige Unabhängigkeit Polens an. Gleichzeitig dient die Landschaft – wie in den symbolistischen Strömungen anderer europäischer Länder, in denen eine Aufwertung des Individuums und dessen emotionaler Verfassung zu beobachten ist – auch häufig als Spiegel der Seele. Sie ist gleichsam als innere Landschaft des Künstlers zu verstehen, der in den verschiedenen Stadien der Natur seine emotionalen Stimmungen zum Ausdruck bringt.

Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
Theatinerstraße 8
80333 München
Abbildungen:
- Jan Matejko
Sta?czyk
1862
Öl auf Leinwand, 88 x 120 cm
Nationalmuseum in Warschau
- Witold Wojtkiewicz
Pflügen
1905
Öl auf Leinwand, 57,7 x 96 cm
Nationalmuseum in Warschau
Museen heute

München Haus der Kunst: Dumb Type

Dumb Type:
Ortsspezifische Ausstellung des japanischen Kunstkollektivs
Am 5. Mai 22 eröffnet im Haus der Kunst eine neue ortsspezifische Ausstellung des japanischen Künstler*innen-Kollektivs Dumb Type. Das 1984 in Kyoto gegründete Kollektiv kritisiert in den vielfältigen Performances mit Hilfe von Cyberpunk-Bildern eine hochgradig „informatisierte“ Konsumgesellschaft, die gleichzeitig durch die unaufhörliche Datenflut und technologische Entwicklung passiv oder stumm gemacht wird. Das „dumb“ in Dumb Type spielt daher auf die doppelte Bedeutung des Wortes im Englischen an: sowohl dumm als auch sprachlos.

Drei eigens konzipierte Installationen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung in der Südgalerie des Haus der Kunst, die sich kritisch damit auseinandersetzt, wie digitale Medien und Technologien heute einen prägenden und unwiderruflichen Teil der Lebenserfahrung darstellen. Die Ausstellung umfasst eine monumentale multimediale Neuinterpretation mehrerer vergangener Performances, zusammen mit einer opernhaften Klangskulptur, die Ryuichi Sakamoto eigens für das Haus der Kunst geschaffen hat, und zwingt die Betrachter*innen zu sich abwechselnden Handlungen des aufmerksamen Zuhörens, Lesens und Schauens. Auf diese Weise erinnert die Präsentation an den Zustand der Liminalität ("ma" auf Japanisch). Er ist für viele Kunstpraxen, die die Auswirkungen der digitalen Technologie und des menschlichen Bewusstseins befragen, von zentraler Bedeutung. Ein Zustand der Trägheit oder des Nichts, der sich hauptsächlich aus einem Übermaß an Bedeutung ergibt.

Im Vordergrund der weitreichenden Praxis des japanischen Kunstkollektivs steht die ständige Auseinandersetzung mit der Schnittstelle von technischem Fortschritt und menschlichem Körper. Dumb Type setzt sich aus Künstler*innen zusammen, die in verschiedenen Bereichen wie bildende Kunst, Video, Computerprogrammierung, Musik und Tanz arbeiten. Ihre kreative Praxis basiert auf einer flachen, fließenden, nicht-hierarchischen Zusammenarbeit und setzt sich mit Themen wie Geschlecht, ethnischer Herkunft, Leben und Tod, Erinnerung und Informationsgesellschaft kritisch auseinander.

Dumb Types Zugang zu Themen wie Performativität, Zufall und den starken Einfluss von Technologie auf unser menschliches Dasein wurde entscheidend von der japanischen Künstlerin Fujiko Nakaya geprägt, was im Laufe der Jahre zu etlichen Zusammenarbeiten geführt hat. Die visionären Performances und Installationen von Dumb Type, die sich auf die Tradition von Kollektiven wie Jikken K?b? (1951–57), Gutai (1955–72) und Hi-Red Center (1963–64) sowie auf die sozial konfrontative Politik der Angura-„Little Theatre“-Bewegung und Publikationen wie Provoke (1967–68) stützen, standen an vorderster Front der Debatten über Identitäts- und Sexualpolitik in Japan sowie der damit einhergehenden HIV/AIDS-Krise, die 1995 auf tragische Weise das Leben eines ihrer Gründer, Teiji Furuhashi, forderte.

Dumb Type
6. Mai – 11. September 2022
Kuratiert von Damian Lentini mit Luisa Seipp
Mit großzügiger Unterstützung der Ulli und Uwe Kai-Stiftung
Haus der Kunst,
Prinzregentenstrasse 1,
80538 Munich, Germany
Abbildungen:

- Dumb Type
S/N
Photo: Kazuo Fukunaga
- Dumb Type
memorandum
Photo: Kazuo Fukunaga

Museen heute

Bernried Buchheim Museum: RUDI HURZLMEIER. DAS WEITE FELD DER UNVERNUNFT

RUDI HURZLMEIER. DAS WEITE FELD DER UNVERNUNFT
Ausstellung vom 14. Mai bis 25. September 2022
Buchheim Museim der Phantasie Bernried

Der Münchner Cartoonist Rudi Hurzlmeier gilt als einer der ganz großen Meister der Komischen Kunst. Seit 1985 arbeitet er fest für das Satiremagazin Titanic. Er zeichnete aber auch für zahlreiche andere Titel, darunter Eulenspiegel, Bunte, Penthouse, P.M. Magazin, Gong, HÖRZU, Frankfurter Allgemeine Zeitung und Süddeutsche Zeitung. Auch als Illustrator ist er prominent unterwegs, darunter für Publikationen von Truman Capote, Robert Gernhardt, Thomas Gsella, Peter Hacks und Elke Heidenreich. In den sieben Tierbüchern, die Hurzlmeier publizierte, reimte Harry Rowohlt Zweizeiler zu seinen Bildern. Hurzlmeier erhielt mehrmals den Deutschen Karikaturenpreis, 2013 den Sondermann-Preis für Komische Kunst, 2015 den Göttinger Elch und 2020 den Ernst-Hoferichter-Preis und den Pocci-Preis. Seit den 1990er Jahren beschäftigt er sich zunehmend mit Malerei. Seine an die Münchner Schule des 19. Jahrhunderts anknüpfende Landschafts- und Genremalerei überrascht mit subtilen Pointen, die ins Surreale spielen. Der altmeisterliche Stil steht in wundervollem Kontrast zur lässigen Komik der Bildinhalte. Die umfangreiche Werkschau des Künstlers vereint das malerische und das zeichnerische Werk. Sie ist weder chronologisch noch nach Gattungen gegliedert, sondern nach thematischen Aspekten des weiten Felds seiner Absurditäten. Paralell zur Ausstellung erscheint im Kunstmann Verlag das 224 Seiten starke Buch »Hurzlmeiermalerei«. Hurzlmeiers Bilderschau im Buchheim Museum ist eine Kooperation mit dem Forum Humor und komische Kunst e.V. im Rahmen des Humorfestivals Bernried 2022.
Buchheim Museum
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried
Abbildung:

- Rudi Hurzlmeier
Fotos des Künstlers
© Foto: Hermann Seidl
Museen heute

Franz Marc Museum Kochel: KARIN KNEFFEL. IM BILD

KARIN KNEFFEL. IM BILD
Franz Marc Museum KochelAusstellung vom 29. Mai bis 10. Oktober 2022


Karin Kneffel (*1957), Meisterschülern Gerhard Richters an der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigt sich seit über zehn Jahren in einer Serie von Gemälden und Aquarellen mit den Krefelder Villen Haus Lange und Haus Esters, die von Ludwig Mies van der Rohe Ende der zwanziger Jahre gebaut wurden. Karin Kneffel verfolgte den Weg der Gemälde und Skulpturen er bedeutenden Kunstsammlung von Hermann Lange bis in die Museen, in denen sich diese Werke heute meist befinden. Dabei werden die Situationen auf ihren Bildern verunklart: Heute oder früher? Realität oder Fiktion?  – wird der irritierte Betrachter sich fragen, dessen Blick in unbekannte Räume durch beschlagene oder mit Regentropfen überzogene Scheiben gebrochen wird.Der durch die illusionistische Malerei Kneffels hervorgerufene Trompe l´Oeil -Effekt zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er macht bewusst, dass die Werke der Sammlung Lange neben ihrer heutigen strahlenden Präsenz im Museum eine Geschichte haben, die auf den Gemälden abzulesen ist. Zum Bespiel gelangten August Mackes Große Promenade oder Wassily Kandinskys Improvisation 21 aus der privaten Villa Herrmann Langes in verschiedene museale Räume bis sie im Franz Marc Museum vorläufig „ankamen.
Neben über dreißig Gemälden von Karin Kneffel zeigt die Ausstellung Werke der klassischen Moderne, Bilder von Kokoschka, Kandinsky, Macke und Kirchner, die man in den Gemälden Kneffels wiederentdeckt.

Neben über dreißig Gemälden Karin Kneffels zeigt die Ausstellung Werke der klassischen Moderne, Bilder von Kokoschka, Kandinsky, Macke und Kirchner, die man in den Gemälden Kneffels wiederentdeckt. So entsteht ein Dialog zwischen ihren Bildern und den vor mehr als 100 Jahren entstandenen Werken der deutschen Avantgarde, ein Wechselspiel, das vom Betrachter nachvollzogen wird.
Karin Kneffel (*1957), Meisterschülern Gerhard Richters an der Kunstakademie Düsseldorf, beschäftigt sich seit über zehn Jahren in einer Serie von Gemälden und Aquarellen mit den Krefelder Villen Haus Lange und Haus Esters, die von Ludwig Mies van der Rohe Ende der zwanziger Jahre gebaut wurden. Die Künstlerin ging von zeitgenössischen Fotografien der Innenräume aus, auf denen Werke der bedeutenden Kunstsammlung von Hermann Lange zu sehen sind. Karin Kneffel verfolgte den Weg seiner Gemälde und Skulpturen bis in die Museen, in denen sich diese Werke heute meist befinden. Dabei werden die Situationen auf ihren Bildern verunklart: Heute oder früher? Realität oder Fiktion?  - wird der irritierte Betrachter sich fragen, dessen Blick in unbekannte Räume durch beschlagene oder mit Regentropfen überzogene Scheiben gebrochen wird.

Dieser durch die illusionistische Malerei Kneffels hervorgerufene Trompe l´Oeil -Effekt zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Er macht bewusst, dass die Werke der Sammlung Lange neben ihrer heutigen strahlenden Präsenz im Museum eine Geschichte haben, die auf den Gemälden Karin Kneffels abzulesen ist. August Mackes Große Promenade oder Wassily Kandinskys Improvisation 21 gelangten aus der privaten Villa Herrmann Langes in verschiedene museale Räume bis sie im Franz Marc Museum vorläufig „ankamen“. Neben den Gemälden Karin Kneffels, die ihre Vergangenheit spiegeln, verändert sich unser Blick auf diese Bilder.
Franz Marc Museum
Mittenwalder Str. 50,
82431 Kochel am See

Abbildung:Karin Kneffel, Ohne Titel, 2016/06 Sammlung Timm Moll,
Foto: Karin Kneffel, © VG Bildkunst 2022
Museen heute

Haus der Kunst München: Tony Cokes. Fragments, or just Moments

Tony Cokes.
Fragments, or just Moments

Museum Haus der Kunst München
Ausstellung vom 10. Juni bis 23. Oktober 2022
„Fragments, or just Moments“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung des US-amerikanischen Künstlers Tony Cokes (*1956 Richmond, Virginia, USA) in Deutschland und bildet zugleich die erste umfassende Zusammenarbeit des Haus der Kunst mit dem Kunstverein München.

„In diesem Jahr entfaltet sich das Programm im Haus der Kunst in Form von Dialogen. Dieser Austausch kann auch zwischen Institutionen stattfinden, und die Ausstellung mit Tony Cokes markiert die erste umfassende Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Kunst und dem Kunstverein München“, so Andrea Lissoni, künstlerischer Direktor des Haus der Kunst. „Ausgehend von beiden Häusern und Archiven setzt Cokes‘ Auftragsarbeit „Some Munich Moments, 1937–1972“ das Engagement des Haus der Kunst fort, unsere Geschichte neu zu bewerten und die vielfältigen Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Geschichte die Gegenwart definiert und gestaltet.“

Ausgehend von der historischen Verbindung zwischen den beiden in unmittelbarer Nähe gelegenen Ausstellungsorten präsentiert Tony Cokes die neue Werkreihe „Some Munich Moments 1937–1972“, die sowohl die Institutionen als auch den dazwischen liegenden öffentlichen Raum umfasst. Das audio-visuelle Werk untersucht auf Grundlage von Archivmaterial die eng miteinander verwobene Geschichte der beiden Orte während der NS-Zeit und darüber hinaus. „Some Munich Moments 1937–1972“ setzt die kulturellen Propagandastrategien des NS-Regimes in Beziehung zur visuellen Identität der Olympischen Spiele 1972 in München, die in direkter Opposition als „antifaschistisch“ und „weltoffen“ kodiert wurden.

Seit den frühen 1990er Jahren untersucht Tony Cokes in seinem Werk den Einfluss von Medien und Popkultur auf Gesellschaften. Ausgehend von einer grundsätzlichen Kritik an der Darstellung und visuellen Ausbeutung afroamerikanischer Gemeinschaften in Film, Fernsehen, Werbung und Musikvideos hat Cokes eine einzigartige Form des Videoessays entwickelt, die repräsentative Bilder ablehnt. Seine schnell geschnittenen Videos kombinieren gefundene Textfragmente mit Popmusik, die aus diversen kulturellen Quellen und Zeiten stammt. Durch die Kombination von Wort und Gesang verändert Cokes konventionelle Wahrnehmungsformen und ermöglicht ein verändertes Nachdenken über strukturellen Rassismus, Kapitalismus, Kriegsführung und Gentrifizierung. Er verwandelt so den Akt des Lesens und Hörens in eine körperliche und gemeinschaftliche Erfahrung.

„I’m interested in the resonances, the re-habitualizations, and the echoes of that historical moment in the contemporary.“ Tony Cokes

Mit „Fragments, or just Moments“ präsentiert das Haus der Kunst eine Überblicksausstellung, die ausgewählte audiovisuelle Werke aus Tony Cokes' drei Jahrzehnte umspannendem Œuvre zusammenführt. Situiert in der historisch verdichteten LSK-Galerie, dem ehemaligen Luftschutzkeller des Museums, skizziert die Ausstellung eine fragmentierte Chronologie des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich von der Mitte der 1930er Jahre bis in die Gegenwart erstreckt. Die episodische Struktur entlang historischer Ereignisse entfaltet sich weniger als lineare Abfolge, sondern zeigt vielmehr die Verflechtungen und Verschiebungen der soziopolitischen Realitäten aus verschiedenen Zeiten auf, die unser kollektives Gedächtnis formen. Cokes thematisiert dabei die Rolle von Bild und Klang für ideologische Manipulation, Ausbeutung und Kriegsführung innerhalb eines kapitalistischen Systems, das grundlegend auf rassistischem Denken beruht. Die Ausstellung zeigt Cokes' Interesse an den Verbindungen historischer Momente sowohl untereinander als auch mit der Vergangenheit und ihrer Resonanz in unserer Gegenwart, und legt die Kontinuitäten struktureller Unterdrückung und sozialer Ungleichheit über Zeiten und Orte hinweg frei.

Die neue Werkreihe „Some Munich Moments 1937–1972“ wird sowohl im Haus der Kunst, im Kunstverein München als auch im öffentlichen Raum zu erleben sein. In der Fußgängerunterführung am Südende des Englischen Gartens und am Zaun der amerikanischen Botschaft werden Text und Tonauszüge der audiovisuellen Werke präsentiert.

Anlässlich der Ausstellung erscheint eine umfassende Publikation bei DISTANZ, die die neu produzierten Textcollagen von Tony Cokes in deutscher sowie englischer Sprache zugänglich macht und die Videoessays in Form von Stills in das Format des Buches überträgt. Durch Essays der Theoretiker*innen Tina Campt und Tom Holert, Autor und Leiter des Harun Farocki Instituts, wird „Some Munich Moments 1937–1972“ aus transnational-historischen als auch medientheoretischen Perspektiven beleuchtet. Diesen Beiträgen vorangestellt ist eine Einführung in das kollaborative Ausstellungsprojekt von Emma Enderby und Elena Setzer (Haus der Kunst) sowie Maurin Dietrich, Gloria Hasnay und Gina Merz (Kunstverein München).

Als Teil des öffentlichen Programms der Ausstellung werden in Zusammenarbeit mit dem NS-Dokumentationszentrum und dem Kurator Wolfgang Brauneis Stadtführungen angeboten, die die Kontinuitäten zwischen der Kunst des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit untersuchen. Ausgehend von Skulpturen im Münchner Stadtraum werden die Nachkriegskarrieren renommierter Künstler der NS-Zeit – die innerhalb des Regimes als „gottesbegnadet“ ausgezeichnet wurden – in den Blick genommen. Darüber hinaus wird Noah Barker Anfang September einen Vortrag im Rahmen der Ausstellung im Kunstverein München halten, der sich insbesondere mit den Designvorstellungen des Gestalters Otl Aicher für die Olympischen Spiele 1972 beschäftigen wird.

Haus der Kunst,
Prinzregentenstr. 1,
80538 München
Abbildung:
Tony Cokes
4 Voices / 4 Weeks
Circa, London 2021
Courtesy the artist, Greene Naftali, New York, Hannah Hoffman, Los Angeles, and Electronic Arts Intermix, New York
Photo: Melanie Issaka
Museen heute

Lenbachhaus München: Rosemary Mayer - Ways of Attaching

Rosemary Mayer. Ways of Attaching
Lenbachhaus München
Ausstellung vom 11. Juni bis 18. September 2022
Für Rosemary Mayer (1943–2014) – Künstlerin, Autorin, Übersetzerin – war die Bildhauerei ein Feld nahezu unbegrenzter Möglichkeiten. Mayers Objekte aus zarten Stoffen scheinen dem Gesetz der Schwerkraft zu trotzen. Die Skulptur "Locrian Mode" aus millimeterdünnen Holzplatten, mithilfe von Bändern in eine prekäre Balance gezurrt, stellt die Materialien auf die Probe. Ihre flüchtigen "Temporary Monuments", Installationen unter freiem Himmel aus Luftballons und Schnee verkörpern Mayers eigenen Begriff einer sozialen und bewegten Plastik: "Das Kunstobjekt sollte nicht starr, unbewegt und losgelöst von seinen Umständen sein. Nichts ist", schrieb Mayer 1978.

Durch die Linse der Kunst ihrer Zeit interpretierte Mayer unterschiedliche Traditionen und Genres und gab ihnen neue Form. In ihrem eigenwilligen Werk treffen die kühle Distanz des Minimalismus auf die manieristische Malerei, die Architektur des Barock und des Rokoko und die Texte mittelalterlicher mystischer Autor*innen sowie zeitgenössischer Dichter*innen.

Diese Ausstellung bietet den ersten Überblick über das Schaffen der Künstlerin. Unser Titel "Ways of Attaching" ist absichtsvoll zweideutig: "Attaching" bezeichnet ein Verknüpfen von Materialien, aber auch das Herstellen emotionaler Bindungen mit Freund*innen und Mitstreiter*innen aus Vergangenheit und Gegenwart, was so maßgeblich für Mayers Kunstverständnis war. Am Lenbachhaus liegt der Schwerpunkt auf Mayers skulpturalen Methoden wie Drapieren, Knoten, Spannen und Balancieren, welche sich metaphorisch durch das zeichnerische, geschriebene und performative Werk der Künstlerin bis in die 2000er Jahre ziehen.

Bevor Mayer Kunst studierte, absolvierte sie ein Studium der Klassischen Philologie, ein Einfluss, der sich in ihrem text- und geschichtsaffinen Werk über die Jahrzehnte nachverfolgen lässt. Nach Experimenten in konzeptueller Malerei begann Mayer 1971 eine Reihe von Textilskulpturen, die sie bald nach historischen Frauenfiguren benannte: "Galla Placidia", Regentin des Weströmischen Reichs im 5. Jahrhundert, gesellte sich zu "Hypsipyle", Heldin einer Tragödie von Euripides, oder zu "Hroswitha", der frühmittelalterlichen Dichterin Hrotsvit von Gandersheim. Mayer war Feministin. Sie war Mitglied einer Frauengruppe mit ihrer Freundin Adrian Piper und 1972 Mitbegründerin der New Yorker A. I. R. Gallery, die erste und heute legendäre Galeriekooperative für Frauen in den Vereinigten Staaten.

Als New Yorkerin, die zudem Kunstkritik und literarische Texte schrieb, war Mayer eingebunden in eine lebendige Kunst- und Literaturszene. Zu dieser zählten nicht zuletzt ihre Schwester, die Dichterin Bernadette Mayer, und der Performancekünstler Vito Acconci, ihr Ehemann in den 1960er Jahren. Zu der experimentellen literarischen Zeitschrift "0-9", die ihre Schwester und Acconci gemeinsam herausgaben, trug die Künstlerin regelmäßig bei. Prägend war außerdem die Begegnung mit der Malerei florentinischer Künstler des Manierismus wie Rosso Fiorentino und Jacopo Pontormo, dessen Tagebuch Mayer über mehrere Jahre übersetzte und mit ihren Kommentaren versehen herausgab. Ihre Reise nach Italien und Süddeutschland auf den Spuren dieser und anderer Künstler*innen brachte sie 1975 auch nach München. Dort interessierte sie sich insbesondere für die St-Johann-Nepomuk-Kirche der Brüder Asam, wie ihre im Lenbachhaus ausgestellten künstlerischen Reisetagebücher bezeugen.

Die Ausstellung wurde organisiert in Zusammenarbeit mit Marie und Max Warsh aus dem Nachlass von Rosemary Mayer und in Partnerschaft mit dem Swiss Institute, New York, dem Ludwig Forum, Aachen und Spike Island, Bristol. Ausstellungsdisplay: Fotini Lazaridou-Hatzigoga, Berlin.

Kuratiert am Lenbachhaus von Stephanie Weber
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau MünchenLuisenstraße 33,
80333 München

Abbildung:
Rosemary Mayer. Hypsipyle, 1973.
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München.
Foto: Swiss Institute, New York
Museen heute

Kallmann-Museum Ismaning: Kaleidoskop Expressionismus – vom Aufbruch in die Moderne zur NS-Verfemung. Werke der Sammlung Gerhard Schneider

Kaleidoskop Expressionismus – vom Aufbruch in die Moderne zur NS-Verfemung. Werke der Sammlung Gerhard Schneider
Ausstellung Kallmann-Museum Ismaning
vom 26. Juni bis 16. Oktober 2022
»Kaleidoskop Expressionismus« richtet den Blick auf die Vielfalt expressiver Ausdrucksformen, die aus dem Aufbruch in die Moderne zu Beginn des 20. Jahrhunderts hervorgegangen sind und schließlich der NS-Verfemung zum Opfer fielen. Dabei werden künstlerische und politisch-gesellschaftliche Entwicklungen bis 1937 anhand von Werken aus der Sammlung Gerhard Schneider nachgezeichnet.
Neben bekannten Namen werden insbesondere auch zahlreiche Werke nahezu vergessener Künstler*innen gezeigt, einige davon erstmals öffentlich. Zudem wird ein umfangreicher Bestand an druckgrafischen Blättern zu sehen sein, die nachweislich in der Femeschau in München präsentiert wurden.
Die bedeutende Kunstsammlung von Gerhard Schneider ist zum zweiten Mal im Kallmann-Museum zu Gast. Die viel beachtete Ausstellung »›Entartete‹ Kunst – Verfolgung der Moderne im NS-Staat« war 2016 den Künstler*innen gewidmet, die von den Nationalsozialisten diffamiert und verfolgt wurden.

Sammlung Gerhard Schneider
Der Sammler Dr. Gerhard Schneider widmet sich seit fast vier Jahrzehnten den als „entartet“ verfemten Künstler*innen, die nach dem Zweiten Weltkrieg größtenteils in Vergessenheit geraten sind. Der Schwerpunkt seiner Sammlung liegt auf eben diesen unbekannten Namen, an deren Wiederentdeckung und künstlerischer Rehabilitation Schneider durch seine unermüdliche und systematische Sammeltätigkeit einen bedeutenden Anteil hat. Für seine Verdienste um die Aufarbeitung dieses Kapitels der Kunstgeschichte wurde er 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Ausstellung
Die Gründung der »Künstlergruppe Brücke« 1905 in Dresden markierte ein neues Sehen in der Kunst, und ein revolutionäres Denken bereicherte die Kunstgeschichte. Es trat in den Hintergrund, die Welt so abzubilden, wie sie sich real oder auch impressiv dem Auge zeigte. Stattdessen kehrten die Künstler*innen ihr subjektives Empfinden sowie ihr inneres Erleben der Welt nach außen. So können z. B. Gesichter jede Farbe annehmen: blau, gelb, grün oder rot, wenn damit etwa Wut, Zorn, Neid, Empörung oder auch Entsetzen zum Ausdruck gebracht werden sollen. Hinzu kommen nicht selten Deformationen als Mittel der Ausdruckssteigerung.
Dieser Aspekt spielt in der Druckgraphik, deren vielfältige Möglichkeiten von den Expressionisten neu entdeckt und weiterentwickelt wurden, eine entscheidende Rolle. Das neue Sehen wirkte sich auf das gesamte 20. Jahrhundert aus und erzeugte über die ersten Innovationen hinaus – ab 1911 kommt beispielsweise der »Blaue Reiter« mit Anregungen ins Ungegenständliche hinzu – eine wahre Fülle immer neuer Ausdrucksaspekte, die im expressiven Gestalten angelegt sind. Neben einigen älteren Zeitgenossen (z. B. Barlach oder Rohlfs), die sich sofort affiziert fühlten, bildete sich im Abstand von kaum zehn Jahren eine jüngere Generation der Moderne heraus (Felixmüller, Dix, Davringhausen, Pankok, Rabus und
viele andere), die die neuen Gestaltungsweisen als die ihnen gegebenen Möglichkeiten eines modernen Zeitempfindens umfassend nutzten. Mitten hinein in diese reiche Entfaltung platzte der Erste Weltkrieg. Es folgten die Novemberrevolution, die experimentelle Zeit der frühen Weimarer Republik und eine Hinwendung zu weiteren Formensprachen der Kunst, etwa der »Neuen Sachlichkeit« oder dem »Surrealismus«. Zu diesen oft kurzlebigen Strömungen parallel verlief eine vom originären Expressionismus inspirierte »expressive Gegenständlichkeit«, die dessen gestalterische Neuerungen mit einer gewissen Nähe zur realen Welt verband. Das neue Sehen und seine Fortschreibung in der Entwicklung eines bis dahin kaum gekannten Variantenreichtums wurden von aufgeschlossenen Zeitgenoss*innen begeistert aufgenommen. Dagegen standen die Restaurativen, die möglichst alles beim Alten belassen wollten und auf vielen Kunstakademien historischen Traditionen verhaftet blieben.
Dieser Kampf durchzog die Zeit der Weimarer Republik, bis der Nationalsozialismus seinen Siegeszug antrat. Der gescheiterte Postkartenmaler Hitler hatte bereits in seiner Programmschrift »Mein Kampf« in dem allgemeinen Aufbruch der Moderne in der Kultur »Zerfallserscheinungen der arischen Rasse« ausgemacht, die es auszumerzen gälte.
Entsprechend deklarierte er moderne Formensprachen in der Kunst als »entartet«. Davon war besonders der Expressionismus betroffen. Ab 1937 wurden in Beschlagnahmeaktionen über 20.000 Kunstwerke als »degeneriert«, die »Volksgesundheit zersetzend«, beschlagnahmt. Eine Auswahl davon wurde auf insgesamt 35 Femeschauen angeprangert, deren unrühmlicher Höhepunkt die Ausstellung »Entartete ›Kunst‹« 1937 in München war. Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Kettler-Verlag (446 Seiten), der ca. 4- 6 Wochen nach Ausstellungsbeginn vorgestellt wird.

Kallmann-Museum
Schloßstr. 3b
85737 Ismaning

Abbildungen:

- Fritz Fuhrken
Zerstörte Stadt, 1918
Aquarell, 22,5 × 22,5 cm
Foto: Saša Fuis
- Wilhelm Morgner
Holzarbeiterfamilie, 1912
Aquarellierter Holzschnitt, 30,5 × 36 cm
Foto: Saša Fuis
Museen heute

München Stadtmuseum: München 72. Olympische Spurensuche

München 72. Olympische Spurensuche
Eine Ausstellung des Münchner Stadtmuseums im Münchner Stadtraum
1. Juli bis 31. Dezember 2022

Am 26. April 1966 entschied das Olympische Komitee, die Spiele der XX. Olympiade 1972 nach München zu vergeben. Für die Landeshauptstadt war dies eine tiefgreifende Zäsur. Die damit verbundenen Ereignisse und Entwicklungen haben vielfältige Spuren in der Stadt hinterlassen. Das Münchner Stadtmuseum macht diese im Jubiläumsjahr im Stadtraum selbst sichtbar und lädt zu einer Olympischen Spurensuche ein. Erstmals begibt sich das Museum direkt an die historischen Orte des Geschehens. An etwa 20 ausgewählten, im Stadtraum verteilten Stationen werden Besonderheiten und Ereignisse hervorgehoben, die mit den Spielen in Zusammenhang stehen.

Olympia '72 steht für weit mehr als die sportlichen Spitzenleistungen, die zwischen dem 26. August und dem 11. September 1972 erbracht wurden. Visionäre Zukunftsideen und Gesellschaftsentwürfe, politischer Gestaltungswille und nüchterner Pragmatismus sowie Begeisterung und Tragödie verdichten sich bei den Olympischen Spielen in München zu einem vielschichtigen Bild, das bei einer Tour durch die Stadt entdeckt werden möchte. An bekannten, aber auch längst in Vergessenheit geratenen und teils unerwarteten Orten wird vermittelt, welche Auswirkungen die Ausrichtung für die Stadt hatte: Sie hat sie nicht nur baulich und infrastrukturell entscheidend verändert, sondern auch in ideeller und gesellschaftlicher Hinsicht Zeichen gesetzt.

Im Olympiapark entwarfen die Architekten die zentralen Sportstätten nicht als massive oder gar monumentale Einzelbauten, sondern als „Fortsetzung der Landschaft mit anderen Mitteln“. Stadion, Sport- und Schwimmhalle betteten sie in Mulden ein und überspannten sie mit einem transparenten Dach. In Abgrenzung zu den Olympischen Spielen in Berlin 1936 versinnbildlichte ihre Gestaltung konsequent demokratische Werte und machte sie in Form einer Landschaftsplastik erleb- und erfahrbar. Naheliegend ist daher eine Ausstellungsstation direkt auf dem Olympiaberg. Analoge und digitale Module der Station vermitteln die zukunftsweisende Olympia-Architektur und die gebaute Landschaft im Olympiapark – direkt an dem Ort, von dem aus das gesamte Ensemble zu sehen und seine Intention spürbar ist.

Eine weitere Stele der Olympischen Spurensuche befindet sich am Nördlichen Schloßrondell. Mit dem Nymphenburger Schlosspark wurde eines der größten und bedeutendsten Gartenkunstwerke Deutschlands gezielt als Austragungsort für das Dressurreiten ausgewählt – aus heutiger Sicht kaum vorstellbar. Das reiche kulturelle Erbe Münchens sollte damit zum Erlebnis für das Publikum und die Olympionik*innen gleichermaßen werden. Historische Aufnahmen auf der Stele illustrieren die aufwendigen, temporären Aufbauten wie den 20 mal 60 Meter großen Wettkampfplatz und die zwei Zuschauertribünen. In unmittelbarer Nähe zum Originalschauplatz können Besucher*innen so Geschichte und Gegenwart direkt miteinander verknüpfen.

An 17 weiteren Standorten werden unter anderem Themen wie Nachhaltigkeit, das grafische Erscheinungsbild und dessen Vorbildfunktion für modernes Corporate Design, Migration, die Modernisierung sowie der Ausbau der Infrastruktur und das die Spiele prägende Attentat behandelt. Die Ausstellung ist bewusst direkt an die Orte des Geschehens verlegt und rund um die Uhr erlebbar. Die Stelen sind markant dort platziert, wo sie auch von Passant*innen oder Tourist*innen zufällig wahrgenommen werden können. Das Design der Stelen dient nicht nur als Trägermaterial für die Informationen, sondern bietet zudem Sitzmöglichkeiten an und lädt so die Besucher*innen zum Verweilen ein. Kurze Texte auf deutsch und englisch bieten Basisinformationen und Bildmaterial zum jeweiligen Thema. Ein QR-Code führt zu einer Vertiefungsebene: Die hinterlegte Website bietet weiterführende Informationen, Abbildungen und Filme, darunter auch Interviews mit Zeitzeug*innen. An neun ausgewählten Stationen sind die Besucher*innen selbst gefordert: Bei der #WaldiChallenge können sie sowohl ihr Wissen zu Olympia als auch ihr sportliches Können unter Beweis stellen.

Stelen der Ausstellung befinden sich hier:

1 Ein Besuch mit Folgen | Marienplatz
2 »München plant und baut«: die Ringstraßen | Isartor
3 »München wird moderner« | Ungererstraße
4 »Im Windschatten der Olympiade« – die Fußgängerzone | Stachus
5 München ist Einwanderungsstadt | Hauptbahnhof
6 »Nicht gradlinig, rechtwinklig, ernst« – der Olympiapark | Olympiaberg
7 »Münchens erster Olympiasieger« | Olympiaberg
8 Die Stadt in der Stadt | Connollystraße
9 Die Abteilung XI. des Organisationskomitees | Saarstraße
10 Die »Edition Olympia« | Nymphenburger Straße
11 Münzen und Medaillen für Olympia | Pfisterstraße
12 »Fernseh-Olympia« | Connollystraße
13 »Es empfiehlt sich, ab jetzt nur noch zu lächeln« – die Eröffnung | Olympiaberg
14 Höfische Noblesse und Olympische Spiele | Nördliches Schloßrondell
15 Bogenschießen im Englischen Garten | Werneckwiese
16 »Bayern – Kunst und Kultur« | Münchner Stadtmuseum
17 »Weltkulturen und moderne Kunst« | Haus der Kunst
18 »Quartiere für die Jugend der Welt« | Kapuzinerhölzl
19 Heitere Spiele auf Kosten der Sicherheit? | Ettstraße
20 »Die heiteren Spiele sind zu Ende« – das Attentat | Connollystraße
21 Das Experiment »Spielstraße« | Olympiaberg
22 »Olympischer Sommer« | Odeonsplatz
23 »Internationales Folklorefestival« | Circus Krone
24 Vergessene Olympiaorte | Theresienhöhe
Stadtmuseum München
St.-Jakobs-Platz 1
80331 München
Abbildung:
Sven Simon, Die "Dirndlgruppe" bei der Eröffnungsfeier am 26. August 1972 im Münchner Olympia-Stadion, Fotografie, 1972
© IMAGO/Sven Simon
Museen heute

Murnau Schlossmuseum: Meisterwerke von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky aus Privatsammlungen

Meisterwerke von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky aus Privatsammlungen

Ausstellung vom 06.Juli bis 09.Oktober 2022Schlossmuseum Murnau
Das Schloßmuseum Murnau hat das große Glück, das 1909 entstandene Gemälde „Treppe zum Schloß“ von Wassily Kandinsky, das lange Zeit als verschollen galt, präsentieren zu dürfen. Wenige Jahre nach seiner Entstehung war es in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm in der „Kandinsky Kollektiv-Ausstellung 1902 bis 1912“ zu sehen gewesen. 1916 wurde es noch einmal bei Walden ausgestellt, dann verlor sich seine Spur. Jetzt kehrt es nach mehr als 100 Jahren erstmalig wieder an seinen Entstehungsort zurück.

Daraus ist die Idee geboren worden, eine Ausstellung mit Werken von Gabriele Münter und Wassily Kandinsky zu zeigen, die sich, ähnlich wie „Treppe zum Schloß“, seit langer Zeit in privaten Sammlungen befinden und die einen Bezug zur gemeinsamen Murnauer Schaffenszeit des Paares haben.

Ein russischer Jurist, Künstler sowie Kunstlehrer und eine deutsche Kunststudentin – ein unkonventionelles wie modernes Paar, das sich das erste Mal in der Klasse eines Malunterrichts begegnete. Sie 25 Jahre alt, er 36. Zwei Künstler, die wenig später, jeder für sich, aber gerade aus der Entwicklung der gemeinsamen Schaffenszeit heraus, internationale Kunstgeschichte schrieben.
1908 besuchten sie Murnau als Gäste und von 1909 bis 1914 bewohnten sie überwiegend in den Sommermonaten gemeinsam das von Gabriele Münter gekaufte Haus in der Kottmüllerallee. Am Ende standen Trennung und langwierige Auseinandersetzungen, die sich noch heute allzu oft biografisch-anekdotisch in den Vordergrund schieben und die großartigen Impulse dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit hin zum künstlerischen Wendepunkt in der Malerei oftmals verdecken.

Parallel dazu vermitteln Fotografien aus dieser Zeit neue Eindrücke. So u. a. aus dem ebenfalls wiederentdeckten und 2021 restaurierten Nachlass des Murnauer Fotografen August Pöltl (1881–1958). Seine Fotos, als auch die seiner Vorgänger und Kollegen, setzen die für das Künstlerpaar so anspornenden Murnauer Jahre mit dem vielfältigen Geschehen am Ort in unmittelbare Beziehung: Der Architekt Emanuel von Seidl und sein Freundeskreis verliehen damals Murnau im Rahmen der Ortsverschönerung sein noch heute prägnantes Erscheinungsbild; 1913 wird unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der Prinzregent-Ludwig-Brunnen vor dem Rathaus eingeweiht; die Villa des Altphilologen und Sammlers James Loeb steht im Rohbau; Inhaber lassen sich vor ihren Geschäften mit dem Personal fotografieren; stolz präsentieren sich in diesen Jahren auch Murnauer Familien und Vereine.

Zusammen mit den Sammlungsbereichen „Blauer Reiter“ und „Gabriele Münter“ ist durch die Fülle privater Leihgaben ein intensiver und facettenreicher Einblick in eine Zeit möglich, in der Kandinsky und Münter den Ort als Sommergäste entdeckten, ihn durch ihren Blickwinkel fokussierten und durch ihre Kunst weltberühmt machten.
Schloßmuseum MurnauSchloßhof 2-5,
82418 Murnau am Staffelsee
Abbildung:

- Wassily Kandinsky, Murnau – Untermarkt, 1908,
Öl auf Karton, Privatsammlung
Museen heute

Bernried Buchheim Museum: BRÜCKE + BLAUER REITER

BRÜCKE + BLAUER REITER – Ein Dialog der Pioniere der Moderne
im Buchheim Museum

Ausstellung vom vom 16. Juli bis 13. November 2022

Die neue Ausstellung im Buchheim Museum setzt »Brücke« und »Blauer Reiter«, die beiden führenden Gruppen des deutschen Expressionismus, in Dialog miteinander. Noch nie zuvor hat es eine in Qualität und Quantität vergleichbare Ausstellung mit einer
Gegenüberstellung dieser beiden Pioniere der Moderne in Deutschland gegeben. Bernried. Ab dem 16. Juli stehen sich die Hauptwerke der beiden tonangebenden Gruppen des Expressionismus – ›Brücke‹ und ›Blauer Reiter‹ – im Buchheim Museum in einem üppigen und intensivem Dialog gegenüber, der in Umfang und Qualität seinesgleichen sucht.
„Diese Ausstellung ist so besonders, weil sie erstmals konsequent die beiden wichtigsten Künstlergruppen der Moderne in Deutschland, die ›Brücke‹ und den ›Blauen Reiter‹ in Dialog zueinander setzt,“ erklärt Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim Museums.
„Gleichzeitig bietet sie eine Neusichtung des deutschen Expressionismus unter Berücksichtigung jüngster Erkenntnisse aus Kunstgeschichte, postkolonialer Zeitgeschichte, Gender Studies und Nationalismus-Forschung“, so Schreiber.
Die Bilderschau konnte auf diesem hohen Niveau nur durch eine Kooperation des Buchheim Museums mit den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Von der Heydt-Museum Wuppertal gelingen. Alle drei Partner haben Werke aus ihren umfangreichen Expressionistenbeständen zu der Wanderausstellung beigesteuert. Prominente Leihgaben aus europäischen Museen und Privatsammlungen ergänzen die Präsentation. Insgesamt 200 Exponaten von »Brücke« und »Blauem Reiter« sind so zusammengekommen, darunter 100 Gemälde.
Vertreten sind Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Fritz Bleyl für die »Brücke« sowie Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Paul Klee für den »Blauen Reiter«.
Die Ausstellung »Brücke + Blauer Reiter« hinterfragt gewohnte Interpretationen. Bei allen Gemeinsamkeiten der Künstler*innen, die sich kennen, besuchen, schätzen, verachten, miteinander ausstellen und gemeinsam gegen die Konventionen des Kunstbetriebs aufbegehren, gibt es auch augenfällige Unterschiede: Manche entwickeln ihren expressionistischen Stil näher an der Wirklichkeit, andere suchen reine Formen.
Aber stimmt die von der Kunstgeschichte aufgestellte Gleichung wirklich: »Brücke« = figurativ; »Blauer Reiter« = abstrakt? Die vergleichende Präsentation im Buchheim Museum lädt dazu ein, diese Trennlinien neu abzustecken. Die Ausstellung und ihr im Wienand-Verlag
erschienener Katalog erschließen das Thema für eine neue Generation Kunstinteressierter.
Unter vielen verschiedenen Aspekten bieten sie eine Neusichtung von »Brücke« und »Blauem Reiter« auf der Höhe unserer Zeit.


»Brücke«
Die »Brücke« wird 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Ernst Ludwig Kirchner und Fritz Bleyl gegründet. Ziel ist eine unkonventionelle, unmittelbare Ausdruckskunst. Bevorzugte Motive sind Landschaften und Akte. 1906 kommen Max Pechstein und für ein Jahr Emil Nolde hinzu, 1910 Otto Mueller. Zunächst folgen sie dem Impressionismus. Um 1907 entwickeln sie einen »monumentalen« Impressionismus, der sich um 1910 mit markanten Farbkontrasten und formalen Reduktionen zu einem expressionistischen Gruppenstil steigert. 1911 ziehen alle Mitglieder nach Berlin. Ende 1911 stellen »Brücke« und »Blauer Reiter« gemeinsam bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. 1912 beteiligt sich die »Brücke« an der zweiten Ausstellung des »Blauen Reiters« in München. 1912 wird Pechstein ausgeschlossen. Im Mai 1913 löst sich die Gruppe auf. Die »Brücke« gilt als Ursprung des deutschen Expressionismus und somit als
Initial der Moderne in Deutschland.

»Der Blaue Reiter«
Im Juni 1911 gründen Wassily Kandinsky und Franz Marc eine Redaktionsgemeinschaft, die ab September »Der Blaue Reiter« heißt. Im November 1911 stellen Kandinsky, Marc sowie Gabriele Münter, Alexej von Jawlensky und Marianne Werefkin mit den »Brücke«-Künstlern bei der »Neuen Secession« in Berlin aus. Am 3. Dezember 1911 treten Kandinsky, Münter und Marc aus der »Neue Künstlervereinigung München« aus. Sie firmieren nun als »Der Blaue Reiter«. Heinrich Campendonk, August Macke und Paul Klee kommen dazu. Werefkin und Jawlensky folgen ein Jahr später. Ende 1911 wird die erste Ausstellung des »Blauen Reiters« eröffnet. Die zweite folgt 1912. An ihr nimmt auch die »Brücke« teil. Im Mai 1912 geben Kandinsky und Marc den Almanach »Der Blaue Reiter« heraus, in dem es zeitübergreifend und weltweit um expressive Kunst geht. Der »Blaue Reiter« ist ein loser Verbund, der das expressionistische Spektrum zwischen Abstraktion und Figuration umfasst.
Mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 löst er sich auf.

Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See
Abbildung:

- Max Pechstein
Dorfansicht, 1914
Öl auf Leinwand
Privatsammlung Wuppertal
Max Pechstein: © 2022 Pechstein Hamburg / Preetz
Musik
Freitag, 12.08.2022

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München „Out Of The Box“- Festival: Uraufführung der Riesenrad-Oper „Umadum“

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Ein- und Ausblicke 8
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Freitag, 05.08.2022

Lars Kutschke „While We're Here“

Seine Seele hat den Blues und sein Spiel lebt diese besondere Eigenschaft aus. Lars Kutschke ist Gitarrist mit starkem Bezug zu den Wurzeln der populären Musik. Selten hat man in Deutschland einen versierteren Instrumentalisten gehört, der im Spannungsfeld von Blues und Soul, von Jazz und Gospel derart überzeugend auftritt. Und dabei sind es eben nicht allein die technischen...
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Donnerstag, 04.08.2022

NICHT GANZ KOSCHER – EINE GÖTTLICHE KOMÖDIE

Drei Religionen. Zwei Männer. Ein Kamel.In die Wüste geschickt hat sich Ben (Luzer Twersky) glatt selbst. Um den Verkuppelungsversuchen seiner Familie zu entgehen, bietet sich der ultraorthodoxe Jude aus Brooklyn kurzerhand an, nach Alexandria zu fliegen, um die eins größte jüdische Gemeinde der Welt zu retten. Die braucht nämlich dringend den zehnten Mann, um das anstehende Pessachfest...
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