Blickpunkt:
Musik
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Inhaltsverzeichnis
Drei mal Drei

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Renate Reich „Home“

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OHRENGLÜCK 27: Johann Sebastian Bach

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Carminho „Carminho Canta Tom Jobim“

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Cristina Branco „Menina“

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OHRENGLÜCK 26: Adam O`Farrill „Stranger Days“

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Dienstag 07.02.2017
Drei mal Drei
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Neue Trio-Alben von Benedikt Jahnel, Gjermund Larsen und Stephan Crump              


Trios im Jazz sind wie interaktive Puzzle. Egal in welcher Instrumentierung. Aus verschiedenen musikalischen Ansätzen und individuellen Befindlichkeiten entstehen auf der Grundlage von gruppendynamischen Interaktionen mosaikartige Klangbilder. Manchmal mit scharfen Konturen, manchmal mit ausgefransten Rändern. Inhaltlich zeichnen sie sich durch ein dauerndes Annähern und Entfernen aus, beeindrucken durch ein fortwährendes Beschleunigen und Verzögern, zeichnen sich aus durch ihre innere Harmonie oder durch spürbare Kontraste. Ein derartiger Austausch lässt Spannungen entstehen, die sich auflösen – oder nicht. Egal, ob die Grundstimmung aufbrausend oder sentimental ist.
Der künstlerische Weg, den Benedikt Jahnel bisher zurücklegte, ist beeindruckend. Vom ersten Album mit Max.bab aus dem Jahr 2001, damals noch im Selbstvertrieb veröffentlicht, bis hin zum neuesten Werk „The Invariant“, dieser Tage auf ECM München erschienen. Über eineinhalb Jahrzehnte, in denen der Pianist alles aufsaugte, was ihm musikalisch interessant erschien; in denen er reifte und an Selbstvertrauen gewann. Er ist bis heute für alles Neue offen, hat die Chancen genutzt, die ihm herausfordernde Projekte ermöglichten.
Fast zwangsläufig musste sich irgendwann ein Trio herausbilden, in dem all diese Klangerlebnisse gebündelt einen Ausdruck finden. 2006 war es soweit. Zehn Jahre ist der Geretsrieder nun mit Antonio Miguel (Bass) und Owen Howard (Schlagzeug) unterwegs und „The Invariant“ ist das dritte Album in dieser Besetzung. Die Drei bewegen sich zwischen Swing und Cool, Bop und Funk. Elegante Melodien durchziehen bei ihnen den Raum, wie Kondensstreifen den blauen Sommerhimmel. Gemeinsam wärmen sie sich an den Lagerfeuern der Jazztradition, setzen aber auch impulsive Ausrufezeichen individueller Prägung. Die Aufgaben sind verteilt, die Ausgangspunkte werden aber immer wieder neu geordnet. Man spürt die Vertrautheit untereinander – auch in den Gegensätzen, mit denen sie spielen, die ihnen die Energie ermöglichen. Jahnels zweite Leidenschaft ist übrigens die Mathematik: „Was die Mathematik richtig gut kann, ist, praktische Probleme zu abstrahieren, alles Überflüssige über Bord zu werfen und zu versuchen, die innere Mechanik zu verstehen.“ Diese Sichtweise hilft ihm beim Komponieren und beim Spielen, weil eben auch Denken ein sinnlicher Vorgang sein kann. Alles nur eine Frage der Perspektive.
Gjermund Larsen aus Norwegen spielt die Fiedel, ein der Geige sehr ähnliches Streichinstrument, das aber hauptsächlich in der Volksmusik anzutreffen ist. Larsen gehört zu jenen nordischen Ausnahmemusikern, in deren Spiel Einflüsse aus der Folklore, dem Jazz und der Klassik hörbar sind. Sein Trio, mit Andreas Utnem (Harmonium und Klavier) und Sondre Meisifjord (Bass), besteht ebenfalls seit zehn Jahren, wobei er selbst immer wieder auch als Solist in verschiedenen Besetzungen als Gastsolist anzutreffen ist.
Anlässlich des Bandjubiläums hat das Trio sein neuestes Album „Salmeklang“ in den legendären Osloer Rainbow Studios eingespielt. Es gehört zu Larsens bisher persönlichstem Werk. Denn in einem Großteil der Kompositionen verarbeitet er eigene Lebenstationen und Eindrücke. So sind zwei Songs der Geburt seiner Zwillinge gewidmet, eine Kompositionen schrieb er zu Ehren seines 70jährigen Vaters. Die Musik strahlt eine innere Ruhe aus, eine Einfachheit, die stark berührt. Trotzdem besitzt sie etwas Rustikales, oder besser: Hemdsärmeliges. Weitab jeder Süsslichkeit. Es sind Lieder in Vokalform – ohne Gesang – die von einer Poesie menschenleerer Landschaften leben und von ihr erzählen.
Kommen wir zum Schluss wieder in die Stadt. In die Großstadt! Stephan Crump, der Bassist mit französischen Wurzeln, hat mit der im deutschen Stadtlohn geborenen und heute in New York lebenden Saxophonistin Ingrid Laubrock und dem zwischen Klassik und Moderne pendelndem Pianisten Cory Smythe ein Album mit improvisierter Musik eingespielt. Nein, Songs sind das eher nicht. Hier musizieren drei gleichberechtigte Instrumentalisten. Die Dynamik ihres Miteinanders bestimmten an jenem 13. August 2015, dem Aufnahmetermin, den Fortlauf und letztendlich das Ergebnis dieser Session. „Planktonic Finales“ haben sie diese gut fünfzig Minuten gelebte Freiheit genannt. „Es klappte vom ersten Ton an, fühlte sich frisch und aufregend an", erzählte Crump später. Das hat stark mit der Sensibilität der einzelnen Instrumentalisten zu tun. Alle drei  sind ausgezeichnet in der Lage, spontan eigene Ideen umzusetzen und dabei dem Spiel des Mitmusikers zu folgen. So entsteht auf der Grundlage avantgardistischer Hochkultur eine spannende Kommunikation. Jeder ist Spiegel der eigenen, wie Ergänzung der Kreativität des anderen. Wandlungsfähigkeit im Ausdruck, raffiniert schattenhafte Verbindlichkeiten, minimalistische Virtuosität – es gibt auch stille Feuer die höllisch brennen.
KultKomplott

Benedikt Jahnel Trio
„The Invariant“
ECM

Gjermund Larsen
„Salmeklang“
Galileo MC

Stephan Crump / Ingrid Laubrock / Cory Smythe
„Planktonic Finales“
Intakt
Autor: KultKomplott
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Samstag 04.02.2017
Renate Reich „Home“
Da ist es nun, ihr Album mit ausschließlich neuen Songs. Bis auf einen Standard.
Elf eigene Kompositionen sind das Ergebnis eines langen künstlerischen Prozesses. Man kann behaupten, Renate Reich ist bei sich angekommen. Nach langer Reise, wie sie wohl jeder Musiker kennt, deren Ziel es ist, etwas Individuelles, etwas Unverwechselbares umzusetzen. Man muss sich auf dieser Reise ausprobieren, versuchen altbekanntes im neuen Glanz zu interpretieren, Unbekanntes in vertrauter Manier zu präsentieren. Manchmal überwiegen die Zweifel, dann bestimmt wieder die innere Überzeugung das eigene Tun. Wichtig ist, authentisch zu bleiben. So ist auf „Home“ aus der suchenden Renate Reich eine Findende geworden.
„Home“ ist ein Album voller Zuversicht, bei der die Musik im Vordergrund steht – nicht die stilistische Etikette. Denn „Home“ bewegt sich zwischen Jazz und Kunstmusik, Pop und Songwriting. Das ist im vorliegenden Fall aber kein Makel. Es zeigt eher die Vielfalt im Ausdruck, die Offenheit der Sängerin gegenüber ihren Gefühlen und Überzeugungen. Und ihrem Vertrauen in das eigene Können. Ihre Stimme hat eine berührende Seele, die Melodien ihrer Songs sind alles andere als blasiert. Sie kopiert weder Lady Day, noch klingt sie nach Ella Fitzgerald. Es ist, als hätte sie ihre Lebenserfahrung verinnerlicht, um Geschichten singend zu erzählen. Mit einer Band, die sie wunderbar trägt.
Geboren ist Renate Reich in Kabul. Sie hat Gesang und Pädagogik in Wien, Graz und den USA studiert, hat eine Ausbildung zur Schauspielerin absolviert und Sprecherziehung genommen. Die Lautgebung ist ihr Leben, ihre Heimat, mit der sie uns betört. Ein Fest für die Sinne, dieses Album mit ausschließlich neuen Songs. Bis auf einen Standard.
KultKomplott

Renate Reich
„Home“
Zu beziehen über: http://www.renatereich.at/
Autor: KultKomplott
Freitag 27.01.2017
OHRENGLÜCK 27: Johann Sebastian Bach
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Neben seinen vielen anderen Aufgaben in Leipzig war Johann Sebastian Bach auch der begehrteste Klavierlehrer der Stadt. Um sich als solcher standesgemäß zu präsentieren, schrieb er 1725 als sogenannte „Klavierübung“ die Sechs Partiten (= Suiten) BWV 825-830. Nach seinen Englischen und Französischen Suiten bedeuteten die Partiten die Krönung der Gattung – „die genialsten Klaviersuiten, die jemals komponiert wurden“, so der Pianist Walter Georgii. Im Charakter sind die 40 Suitensätze sehr verschieden: Kurzweilig variieren sie zwischen perlender Anmut, packender Rhythmik, fruchtiger Melodie und komplexem Kontrapunkt. Der in Frankreich ausgebildete Amerikaner Jory Vinikour, einer der führenden Cembalisten der Gegenwart, hat diese Meisterwerke 2014 komplett neu eingespielt. Dass seine Aufnahme so mitreißend lebendig und unwiderstehlich klingt, liegt auch an seinem wunderbaren Instrument aus der Werkstatt Wolf sowie an der Tontechnik im Studio von Sono Luminus. (Werkstatt und Studio sind beide in Virginia zu Hause, unweit von Washington.) Vor allem aber liegt es an Vinikours ungekünstelter, strömender Spielweise, die das Ohr überzeugt, ohne es überreden zu wollen. Dieser Cembalist lässt die Melodielinien ganz natürlich schweben und die Bassrhythmen mit Nachdruck pochen. Die Musik flattert und fließt, tänzelt und tanzt, auch wenn die Mehrstimmigkeit massiver wird. Zu Bachs Zeiten war der Erfolg der Partiten übrigens begrenzt – wegen der spieltechnischen Schwierigkeiten. Bei Jory Vinikour vergisst man sie.

Hans-Jürgen Schaal
Mehr vom Autor: www.hjs-jazz.de

J.S. Bach: Partitas
Jory Vinikour (Cembalo)
Sono Luminus
Autor: Siehe Artikel
Donnerstag 19.01.2017
Carminho „Carminho Canta Tom Jobim“
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Die Beziehung zwischen Portugal und Brasilien ist eine langwährende, auch schmerzliche Verbindung. Im Laufe der Zeit gab es sehr unterschiedlich gelebte bilaterale Kontakte, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in einem Vereinigten Königreich von Portugal, Brasilien und den Algarven gipfelten. Dass aufgrund dieser wechselvollen Geschichte kulturelle Gemeinsamkeiten bis in die Gegenwart spürbar sind, überrascht nicht. So ist die brasilianische Musik geprägt von europäischen Einflüssen, die durch die einstige Kolonialmacht Portugal ins Land getragen wurden. Ein weiterer historisch wichtiger musikalischer Baustein des südamerikanischen Landes stammt aus Afrika, als Folge der über 350 Jahre anhaltenden gewaltsamen Rekrutierung von Millionen Menschen als billigste Arbeitskräfte.
Carminho, in Portugal zu den wichtigsten und einflussreichsten Sängerinnen zählend, hat nun ein Album aufgenommen, auf dem sie sich tief vor der Musik des bevölkerungsreichsten Landes Südamerikas verbeugt. Speziell vor dem großen Antonio Carlos Jobim, dem sicher populärsten aller brasilianische Sänger und Komponisten. Anlässlich seines 90. Geburtstages, den der 1927 in Rio de Janeiro geborene Jobim in diesem Monat begehen würde, hat Carminho vierzehn seiner Songs auf ihre sehr zurückhaltend emotionale Weise interpretiert. Ihre Stimme ist das perfekte Medium zwischen melodiöser Melancholie und pathetischem Temperament. Mit eleganter Zurückhaltung und leicht laszivem Timbre gibt sie den Songs eine Aura sehnsüchtiger Leidenschaft. Nie vermittelt sie das Gefühl, in einer anderen Sparte Erfolg haben zu wollen. Sie bleibt als Künstlerin vollkommen bei sich, erspürt als portugisische Fadista die Songs mit ihrer Persönlichkeit und erobert sie letztendlich mit innerer Stärke und individueller Überzeugung im Vortrag. Sie schafft Stimmungen, die weniger durch hörbare Intensität und Willenskraft beeindrucken. Still und einfühlsam gibt sie sich (auch inhaltlich) der Musik hin.
„Carminho Canta Tom Jobim“ ist aber auch eine verträumte Reise in die Vergangenheit, als der Bossa Nova die Welt eroberte. Jener Bossa Nova, der die politischen und wirtschaftlichen Krisen in den 1960er Jahren musikalisch so leichtfüßig synkopierend begleitete. Jene Musik, die für viele Menschen weltweit das Einfallstor zum Jazz bedeutete, zu Stan Getz, zu Charlie Byrd und zu Kenny Dorham. Und von dort immer weiter und tiefer in die zeitgenössischen Musenzirkel. All dies schwingt in Caminho Interpretationen auf faszinierende Weise mit.
Begleitet wird sie übrigens von Antonio Carlos Jobims letzter Studioband, zu der auch Jobims  Sohn Paulo (Gitarre) und sein Enkel Daniel (Piano) gehören. Zudem sind die Sängerin Marisa Monte und Sänger Chico Buarque mit von der Partie. Beide selbst in der brasilianischen Musikszene fast schon Legenden ….. .
Jörg Konrad

Carminho
„Carminho Canta Tom Jobim“
Warner Music
Autor: Siehe Artikel
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Freitag 06.01.2017
Cristina Branco „Menina“
Seit Jahren ist Cristina Branco die personifizierte Stimme des Fado. Eine der bekanntesten und faszinierendsten Fadista überhaupt. Sie hat sich seit frühester Jugend der musikalischen Schwermut ihrer Heimat Portugal verschrieben. Letztendlich ein Erfolg der verpflichtet. Natürlich. Aber Cristina Branco ist zu sehr Künstlerin, als dass sie ihre bewegende Stimme allein der Interpretation des portugiesischen Weltschmerz und der latenten Sehnsucht widmet. Was macht also jemand, der den Gipfel des Erreichbaren erstiegen hat und sich hier schon eine Weile aufhält? Mit Mut und Selbstvertrauen sucht er nach neuen Herausforderungen, ohne dabei die bisherige Technik, oder gar seine Persönlichkeit leichtfertig über Bord zu werfen.
Für Cristina Branco heißt diese neue Herausforderung „Menina“. Zwölf berührende Songs, voller Brüchigkeit, Stolz und Melancholie. Aber auch voller Freude und Zuversicht.
Das unterscheidet dieses Album von vielen ihrer Vorgänger. Denn „ … Melancholie ist nur eine Verfassung und nicht der Sinn des Lebens. Sie hält nicht für immer an ...“, sagte sie vor einiger Zeit in einem Interview. Es ist auf die Dauer auch schwierig, fast ausschließlich die Geschichten von Seefahrern, Prostituierten und Landstreichern zu singen. Hier erleben wir die 1972 in Almeirim geborene Cristina als eine Sängerin zwischen Klassik, Jazz und Folk. Im Zentrum dieser Aufnahme steht allein Cristinas Stimme, deren klare Linien und feine Verzierungen allein schon das Leben in seinen vielfältigen emotionalen Schattierungen widerspiegelt. Sie vertont gesanglich eine ganze Palette gelebter Gefühle. Festlich im Ausdruck, doch sehr sehr persönlich in der Reflexion. Es sind keine Begleittexte, sondern inspirierende Intimkunst. Bekenntnisse verinnerlichter Distanzierungen.
Die instrumentalen Stimmen von Bernardo Moreira (Bass), Bernardo Couto (Gitarre) und Luis Figueiredo (Klavier) wirken in ihrer vornehmen Zurückhaltung ungemein elegant. Sie versprühen hin und wieder kleine solistische Glanzpunkte. Brückenschlagend, zwischen entspannt dahingleitenden amerikanischen Jazzstandards, portugiesischer Musiktradition und klassischer Stringenz.
Jörg Konrad

Cristina Branco
„Menina“
Universal / Edel
Autor: Siehe Artikel
Dienstag 27.12.2016
OHRENGLÜCK 26: Adam O`Farrill „Stranger Days“
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Großvater Chico komponierte schon für Benny Goodman und Dizzy Gillespie. Vater Arturo leitet das Afro-Cuban Jazz Orchestra im New Yorker Lincoln Center. Bruder Zack ist Schlagzeuger und mit dabei auf dieser CD, dem Debütalbum des jungen Adam O’Farrill. Eine Trompete im Jazz – man glaubt zu wissen, wie das klingt. Doch „Stranger Days“ passt nicht leicht in eine der bekannten Schubladen. Diese Musik ist weder fröhlicher Swing noch melancholische Romanze, auch nicht virtuoser Bop oder atonales Experiment. Adam O’Farrill spielt zwar Jazztrompete, aber sein Jazz ist kein typischer Trompetenjazz. „Hier geht es nicht darum, Soli zu blasen“, sagt sein Bruder Zack, „sondern darum, Geschichten zu erzählen, Bühnen und Szenen zu schaffen, Figuren zu entwickeln.“ Ohne Harmonie-Instrument geht hier ein Quartett zu Werke, das betont nüchtern klingt: nur Trompete, Saxofon, Kontrabass, Schlagzeug. Ruhige und tiefe Töne überwiegen, doch sie bewegen sich nicht im Ungefähren, sondern haben eine klare, sachliche Ordnung. Adam O’Farrill kann auf der Trompete auch völlig ohne Begleitung zwei Minuten lang spannend improvisieren, ohne laut werden zu müssen. Aus der Relaxtheit entspringt dabei die Tiefe der Emotionalität – es ist die Emotionalität hintergründiger Filmszenen, raffinierter Handlungsstränge und ungelöster Geheimnisse. Dass große Teile der Jazzgeschichte in dieser Musik wie nebenbei miterzählt werden, macht ihre Größe aus. „Stranger Days“ ist das wahrscheinlich bedeutendste Trompeter-Album des Jahres 2016.

Hans-Jürgen Schaal
Mehr vom Autor: www.hjs-jazz.de

Adam O’Farrill
Stranger Days
Sunnyside
Autor: Siehe Artikel
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